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In ungeheurer Steilheit schiesst aus dem Geröll über der Spannorthütte die nahezu 800 Meter hohe und einen Kilometer breite Schlossberg-Südwestwand senkrecht in die Höhe. Nach verschiedenen Versuchen wurde hier 1971 Klettergeschichte geschrieben. Kurt Grüter und Gerry Egloff durchstiegen in insgesamt 12 Tagen und 7 Biwaks die bisher als unbesteigbar geltende Wand.

Der Abstieg von der Spannorthütte zur Alp Stäfeli folgt den Wegkehren des schmalen, grasbewachsenen Geissrückens, mal links vom Grat, mal rechts davon. Beim Stäfeli überquert der Weg den jungen Stierenbach und nimmt eine erste Steilstufe Richtung Blackenalp in Angriff. Hier, wo der Sage nach das Greiss von Surenen vor einer Jungfrau kapitulieren musste, verweilen wir gerne bei den Urner Älplern und geniessen in der gastlichen Hütte  einen  unverfälschten Urner Kaffee.  Der  Weiterweg  neben den Felswänden des Blacken- und Brunnistocks wird nun steiler und erreicht nach einer kleinen Schutzhütte den Surenenpass (2291 m). Doch eigentlich ist dies falsch, denn bei den Urnern geht man: "Uber d'Eggä". Der Abstieg über die noch vorhandenen Schneefelder geht zügig  voran. Vorbei am Angistock gelangen wir zum Nussfrutli (1953 m) und über den Geissrüggen auf gut gesichertem Grat gegen das floristisch interessante Gebiet des felsigen Chraienhöreli. Nach dem Grat folgen wir dem Alpweg und steigen durch lichten Bergwald mitten durch das Pflanzenschutzgebiet zum Berggasthaus Z'GRAGGEN ab.
Bei der Talfahrt mit der LSB zeigt sich die imposante Gebirgslandschaft aus der Vogelperspektive, tief eingeschnitten liegt der Urnersee im Flüeler Becken. Öffentliche Verkehrsmittel bringen uns bequem nach Flüelen, zum Ausgangspunkt der unvergesslichen Erlebnistour im Alpenkranz Uri.

 

Wanderzeit Spannorthütte - Surenenpass - Brüsti 6 bis 6 ½ Std.
Höchster Punkt 2291 m
Karte 1: 25'000 1191   Engelberg
1192   Schächental
Urner Wanderkarte Blatt   Maderanertal
Blatt   Urnersee
   
Speziell:
Naturkundlicher  Höhenweg  Surenen
   
Schwierigkeit  

T2   weiss-rot-weiss