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Der metallene Ton einklinkender Karabiner beflügelt unsere Neugier. Mit dem Kopf im Nacken erkennen wir frei in der Luft hängende Kletterutensilien. Kletterer übersteigen scheinbar mühelos steil in den Himmel ragende Plattenfluchten und ihre gespreizten Körper verdeutlichen den bekannten Klettermythos des Göschenertals.

Etwa 200 m östlich der Bergseehütte, in der Nähe eines markanten Kreuzes, verlässt man den Hüttenweg und folgt einem blauweissen Wegweiser nach Nordosten. Meist weglos über grosse Blockfelder steigt der Weg an den Fuss der imposanten Ostwand des Bergseeschijen, in der sich bei schönem Wetter zahlreiche Seilschaften tummeln, bis zu einer etwa 30 m hohen, geneigten Wandstufe. Mit Unterstützung einiger Ketten gelangt man schräg nach rechts ansteigend in die Lücke P. 2600 zwischen Bergseeschijen und Hochschijen. Von dieser Lücke steigt man zuerst durch eine Mulde nach Nordosten ab, und folgt dann weiter den Markierungen, die sich in einigem Auf und Ab nach Norden ziehen. Nach einem letzten Aufstieg von ca. 150 m steht man in der kleinen Scharte links des Horefellistocks (2581 m). Der imposante Ausblick gegen die weit in den Himmel ragenden Granittürme des Salbitschijen weist unser heutiges Ziel. Der nachfolgende Abstieg hinunter Richtung Norden ist etwas steil, bis man die Brücke über den Schiessend Bach erreicht. Diese Brücke wird meist im Herbst abgebaut, und je nach Wasserstand kann dies die Überquerung erschweren (Auskunft bei den Hüttenwarten der Bergsee- oder Voralphütte). Der Weg  mündet  nun  nach rund 3½ Stunden erlebnisreicher Route in Fels und Geröll in die Landschaft grüner Bergweiden, überschreitet die Voralpreuss und steigt schliesslich die letzten 70 m bis zur schön gelegenen, grosszügigen Voralphütte (2126 m) an.

 

Wanderzeit Bergseehütte - Voralphütte 4 Std.
Höchster Punkt 2600 m
Karte 1: 25'000 1231   Urserental
1211   Meiental
Urner Wanderkarte Blatt    Gotthard
   
Speziell:
Die Brücke über den Schiessend Bach wird im Herbst demontiert; Auskunft bei den Hüttenwarten der Bergsee- und Voralphütte.
   
Schwierigkeit  

T4  weiss-blau-weiss