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Die faszinierende, neue Route rund um den Gamperstock führt durch eine grossartige Karstlandschaft. Nördlich des Geissgrätlis weisen die Kalkflächen teilweise mehrere Meter tiefe Furchen und Löcher auf. Gebildet wurden sie durch die lösende Tätigkeit des Wassers.

Vom Chinzigpass (2073 m), den  man  von der Bergstation Biel (1620 m) der Kinzig- LSB in einer Stunde erreicht, beginnt man zuerst mit einem kurzen Abstieg gegen die Alp Chinzertal. Nach 100 m biegt rechts die blau-weiss markierte  Route  gegen  Osten in Richtung Gamperstock ab und führt den Wanderer anfänglich etwas mühsam über verkarstetes Gelände in eine sensationelle Kalklandschaft, die ihresgleichen sucht. Weg ist keiner vorhanden, so dass mit Vorteil die nächste Markierung im Gelände ins Auge gefasst werden muss. Nördlich des Geissgrätlis wird ein ausgedehntes Karrenfeld (Karstlandschaft)   überquert.   Die   Vielfalt der Formen ist faszinierend und zwingt förmlich zum Verweilen. Bei intensiver Sonnenbestrahlung ist das Spiel von Licht und Schatten besonders schön zu beobachten. Nehmen Sie sich Zeit und entdecken Sie eine neue Welt aus Kleingebirgen, Spalten, messerscharfen Kanten und immer wieder Pflanzen, die sich diese unwirtliche Wildnis erobert haben! Der Gamperstock wird ohne allzu grossen Höhenverlust im Norden umgangen. Im Osten des Berges steigt man hinauf bis zum Grätli (2190 m). Wer Lust hat, kann vom Grätli den knapp 100 m höheren Gamperstock besteigen. Eine grossartige Rundsicht entschädigt für diesen Abstecher. Der Abstiegsweg führt vom Grätli an den Lawinenverbauungen oberhalb Sidenplagg vorbei gegen die Obere Gisleralp (1837 m) und weiter zur Strasse bei Obflüe (1710 m). Nun steigen wir zum Berggasthaus Ratzi ab, um unseren beträchtlichen Durst zu stillen, denn auf der ganzen Route stand kein Wasser zur Verfügung. Gut beraten ist, wer genügend Flüssigkeit im Rucksack mitnimmt. Für diese Tour sind Bergschuhe erforderlich. Die Scharfkantigkeit der Kalkfelsen sollte nicht unterschätzt werden. Bei schlechtem Wetter und Nebel ist von dieser Tour abzuraten, bei gutem Herbstwetter aber ist die Umrundung des Gamperstockes ein wahrer Leckerbissen.

 

Wanderzeit Biel - Grätli - Ratzi 5 Std.
Höchster Punkt 2190 m
Karte 1: 25'000 1192  Schächental
1172  Muotathal
 Die Route ist in der Urner Wanderkarte, Blatt Schächental, nicht verzeichnet.
   
Schwierigkeit  

T3    weiss-blau-weiss