Chly Schärhorn     Blick über den Hüfifirn


Am 13. Juni 1865 marschierte  der Basler Leonhard Fininger mit den Bergführern Josef Maria Tresch , Silenen und Ambros Zgraggen, (Karli- Breseler),
vom Hotel Alpenclub ab. Vier Stunden später standen sie schon am Hüfigletscher , um acht  Uhr auf der Chammlilücke.
Und es war kalt: " Nur mit grosser Mühe gelange es mir, die Fußeisen anzuziehen, indem meine erstarrten Hände den Dienst versagten". 
Zwischen Gross und Klein Schärhorn durchstiegen sie eine steile Gletscherschlucht, unverdrossen  hackte Tresch Stufe um Stufe ins Eis,
um elf Uhr war die Gipfelscharte erreicht.  Neun Stunden nach dem Aufbruch reichten sie einander auf dem Gipfel die Hand zum glücklichen Gelingen
und bauten aus losen Felstrümmern einen Steinmann. 
Wieder auf der Chammlilücke zurück tranken sie die letzte Flasche Italiener, setzten den Weg über den Griessgletscher fort und trafen
um 6 Uhr abends in Unterschächen ein " wo wir uns einige Flaschen und eine tüchtige Platte Stierenaugen wohl schmecken liessen". 

Am Chli Schärhorn vermisst man heute noch zwei Berggänger.  1919 kehrte der Luzerner Gustav Baumann nicht mehr zurück und
am Grießgletscher gilt seit fast 50 Jahren der Unterschächner Anton Arnold als verschollen.