|
|
| Text: SEPP HUBER |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Seit Jahrtausenden überblickt er das Geschehen in Uri |
|
Der monumentale Bristen prägt mit seiner freistehenden Felspyramide von 3072.7 Metern Höhe das unverwechselbare Erscheinungsbild des Kantons Uri und gilt als dessen Wahrzeichen schlechthin. Schon im Urnersee taucht seine harmonische Gestalt ins Blickfeld. Bereits in Flüelen dominiert er als alleiniger Mittelpunkt das südliche Landschaftsbild und ab Erstfeld beherrscht er definitiv das Tagesgeschehen des unteren Urner Reusstals. Die gleichmässige, dreikantige Pyramidenform des Bristen gilt mit seiner Ansicht vom Urner Talboden aus unzweifelhaft als eine der schönsten Bergformen unserer Alpen. |
![]() |
|
Der bekannte Geologe Albert Heim
( Zeichnung) war viel mit
Bergführer Josef Maria Tresch, dem Weissen in den
Bergen unterwegs. In seinem Nachlass fand sich später dessen
Führerbuch.
|
![]() |
| Karte: Urner Führer 1905 |
![]() |
|
|
![]() |
|
|
![]() |
|
Von seiner ersten
touristischen Besteigung berichtet der Altdorfer Arzt Dr. F. Lusser.
|
|
|
Auf dem Gipfel des Bristen soll auf der "obersten Spitzen ein Holz ligen, welches Einige von der Sündflut her zu seyn achten" und von dem 1693 festgehalten wird :„ unweit von Steg war uns linger hands gegen Disssidis gezeiget der berg Brüsten genant, welcher, wie die Inwohner wollen, höcher als der Pilatus zu Lucern ist, beynebens auch fruchtbahr an gemsch und murmelthierlein“ (UNB). |
![]() |
|
Sage: Noch heute erzählt man, dass der Bristen selbst auf vier goldenen Pfeilern ruhe. Wer das Glück habe, einen davon anzubohren oder sonst darauf stoße, dem würden ungeheure Reichtümer in den Schoss fallen. |
![]() |
|
Der Bristensee liegt auf 2095 m, misst 2 ha und ist 6,5 m tief. Der fast runde, eher karge, manchmal trübe See ist ein typisches Namaycush-Gewässer und immer für eine Überraschung gut. Von Bristen aus führen mehrere Wege dorthin. Der am häufigsten begangene Pfad ist der über das Bristenstäfeli und Blacki. Für den Aufstieg zum See rechnetet man mit rund drei Stunden. |
![]() |
1898
berichtet der bekannte Führerlose Salzburger Ludwig Purtscheller
mit schillernden Worten über seine Besteigung des Bristenstockes: |
![]() |
![]() |
|
![]() |
|
Seltenschöne
Einzelbilder und großartige Gesamtblicke vereinigen sich am Bristenstock
|
|
|
Wunderschöne Gratkletterei direkt nach dem Chlüserwändli. Bis zum Aufschwung zum Südgipfel geht es fast horizontal weiter. www.etzlihuette.ch |
|
|
Den ganzen Südgrat des Bristen auf einen Blick! Ganz links die südliche und in der Bildmitte die nördliche Chlüserlücke. Zwei Möglichkeiten um auf den Grat zu gelangen; siehe Bild oben, www.etzlihuette.ch
|
|
Nachweis: UNB Bd. I - VI , Schaller, Chronik der Naturereignisse 1000 - 1800, Staatsarchiv Uri, Hugo Nünlist, Das Maderanertal; Bilder aus: Alpenkalb, Fotograf Mathias Zehring und Christoph Sager, Hüttenwart der Etzlihütte; Sepp Huber, Erstfeld. picswiss.ch
|