AlbertHeim-Hütte Routen:
Rotondohütte Urschner Höhenweg
Sidelenhütte Urschner Höhenwe ab Realp
Maighelshütte Andermatt- Rossmettlen- Tiefenbach
Vermigelhütte Sieben- Seen - Wanderung
Albergo San Gottardo Tiefenbach- Albert- Heim Hütte- Ochsenalp
Hotel Tiefenbach Albert Heim- Hütte- Lochberg- Dammahütte
  Gotthardpass- Gatscholalücke- Lucendrosee-Gotthardpass
  Realp- Deieren- Stotzigen Firsten- Furkapass
Panorama Albert Heim- Hütte Routen zur Rotondohütte
Urschner Höhenweg mit Bilder Vermigel- Sallapass- Gotthardpass
Karte Vermigel Maighelshütte- Lolenpass- Vermigel
Karte Rotondo Oberalp-Maigheslpass- Vermigel. Andermatt
Karte Furkagebiet Oberalppass- Lai da Tuma
Karte Leckipass Hospenthal- Gloggentürmli- Gotthardpass
Karte Gotthardpass Pian Secco- Lucendropass- Gotthardpass
6- Seenwanderung Gotthardpass  Nepali Highway
Bilder Muttenhorn Alpenkranz Routen

Das Urserental zieht Skisportler, Kletterfreaks und Alpinisten ebenso in ihren Bann wie Naturfreunde und Wanderer. Sie alle finden im Eldorado des  Gotthardgebiets aktive Erholung. Selbst Goethe war begeistert davon und sagte, dass es ihm unter allen Gegenden die er kenne, die liebste und interessanteste sei. Das Hochtal ist aber nicht nur im Winter zu empfehlen. Der Bergfrühling zeigt hier überraschend eine farbenprächtige  und floristisch bemerkenswerte Flora.  Auch im Herbst hat Urseren seine interessante Eigenheit. In den Talwiesen gibt es nach dem Alpsommer einen allgemeinen, freien Weidegang. Unterschiedlichste Wanderprofile, verschiedene Höhenwanderungen und eine Reihe von Übergänge stehen den Wanderern zur Auswahl. Wetten, auch Sie werden vom Wanderparadies Urserental mit gut markierten Wander- und Bergwegen  begeistert sein. Geniessen Sie die Ruhe und staunen Sie über die faszinierende Schönheit  der einmaligen Bergwelt am Gotthard- Furka- und Oberalppass.

Urschner Höhenweg

Das Furkagebiet zählt zu den bevorzugten Wander- und Bergsteigerparadiesen unseres Landes. Es bietet für fast alle Bergfreunde eine Fülle von schwierigen Routen aber auch landschaftlich reizvolle Wanderungen. Unterkunft und Verpflegung fand man am Tiefenbach schon 1875, denn bereits damals wurde hier gewirtet. Im Verlaufe der Jahre entwickelte sich hier ein regelrechter Weiler mit eigener Kapelle. Das Hotel Tiefenbach ist Ausgangspunkt der fünfeinhalbstündigen Wanderung (Urschner Höhenweg) entlang der felsigen Südosthänge hoch über dem Urserental. Die Route ist auch für Gelegenheitswanderer gut zu begehen und führt über den Tätsch, Lipferstein, Blauseeli und Luterseeli, nach Andermatt. Bis vor der Urschner Metropole Andermatt verläuft die Route ohne grössere Steigung oder Gefälle. Zum Abschluss geht’s dann ziemlich steil "nidsi". Wer noch eine gute Wanderstunde mehr erträgt, macht einen Umweg über die Albert-Heim Hütte und geniesst die Stille und Würde der versteinerten Gletscherlandschaft.

Urschner Höhenweg ab Realp                  

In Realp folgen wir dem Wegweiser "Urschner Höhenweg", wo wir im Dorfkern für 3 Minuten der Hauptstrasse Richtung Andermatt gehen. Unmittelbar nach der Lawinenverbauung führt ein steiler Pfad links vom Bach bergauf. Wo er nach 10 Minuten auf einen breiteren Weg trifft, geht es schwach markiert nach links, am Kreuz vorbei zu einem Wegweiser, dem wir folgen. Ein perfekt angelegter Pfad steigt im Zickzack durch den Schutzwald. Bei einer Verzweigung folgen wir dem "Bergweg" mit den weiss-rot-weissen Markierungen. Fast mühelos gehts bergauf, bis nach der Geländestufe oberhalb des Waldes auf 1900 m ein etwas wilder schmaler Weg beginnt, der uns halbrechts, hoch über dem Bachtobel, zur Wasserfassung führt. Kurz davor mündet der Weg von Tiefenbach her in unsere Route ein, und ab hier ist der Weg gut markiert. Nach der Überquerung des Lochbergbachs wandern wir rechts dem Hang entlang zum Aussichtspunkt auf 2070 m, wo sich ein Halt lohnt. Schöner Blick zur Furkapassstrasse, ins Urserental mit der legendären Schmalspurbahn, zum Piz Lucendro und all den Bergen ringsum. Hier beginnt der genussvolle Höhenweg der Höhenkurve entlang, am Blauseeli vorbei und unzählige, meist harmlose Bergbäche überquerend. Alpenrosen und Enziane blühen am Weg, Murmeltiere flüchten in ihre Höhlen, Schafe suchen ihr Futter. Nach dem Alpgebäude von Rotenberg kommen wir nochmals an zwei idyllischen Bergseen vorbei; schöne Plätze zum Picknicken gibt es in Hülle und Fülle. In Rossmettlen beginnt der recht steile Abstieg von Geländestufe zu Geländestufe; 300 m tiefer unten teilen sich die Wege: 0.40 h bis Hospental, 1.10 h bis Andermatt (kann wegen Schiessgefahr gesperrt sein). Wir folgen dem schmalen Hangweg Richtung Andermatt, den wir mit Kühen teilen; entsprechend ist er ausgetreten, teilweise morastig und mühsam zu gehen. Bei einem Alpgebäude mit Materialseilbahn beginnt ein steiler Zickzackweg nach Mülibach im Talboden. Wir wandern zur Reussbrücke, folgen links einem schönen Umweg dem Reussuferweg entlang, am Biotop des Militärs vorbei, überqueren die Reuss, unterqueren die Hauptstrasse und gelangen links auf Quartierwegen zum Bahnhof Andermatt.

5 1/2 Std., aufwärts 680 m, abwärts 830 m Route: Realp 1588 m - Wasserfassung Lochberg 2020 m (1.20 h) - Blauseeli 2136 m (0.50 h) - Rotenberg 2108 m (0.20 h) - Rossmettlen 2060 m (1 h) - Abzweigung Hospental 1750 m (0.30 h) - Mülibach 1438 m (0.50 h) - Andermatt 1436 m (0.30 h) 
Aus: www.wandersite.ch  

Variante:  Andermatt - Höhenweg - Rossmettlen - Albert - Heim - Hütte - Tiefenbach

Wanderzeit: 7 1/2  Std.: Wanderroute: Andermatt (1435) - Mülibach (1140) - Rossmettlen (2060) - Rotenberg (2108) - Blauseeli (2130) - Lochberg (2100) - Albert Heim Hütte (SAC) (2541) - Tiefenbach (2106) 

Vom Bahnhof Andermatt (1430) über die Furkareuss (2014) Bätzberg (1800). Nach 600 m anstrengendem Aufstieg kommt ab Rossmettlen (2100) der gut markierte und abwechslungsreiche Höhenweg mit verschiedenen Bergseelein, u.a. dem Blauseeli (2136). Ab der Alp Lochberg (2100) über Realp beginnt der Alpine Aufstieg zur Albert Heim Hütte SAC (2541).  Die lange Bergwanderung  bietet  herrliche Aussicht auf die gegenüberliegenden Urschner Berge (Gemsstock, Centrale, Pizzo Rotondo, Muttenhörner). Kurzer Abstieg nach Tiefenbach (2106) zur Furkastrasse (Postauto).

Lehrreiche Wanderung durch den Bannwald 

Bereits 1397 haben die Andermatter ihren Wald oberhalb des Dorfs unter strengsten Schutz gestellt. Schon im ersten Satz verbietet der heute im Talarchiv aufbewahrte Bannbrief den Einwohnern und ihren Nachkommen, auch nur Tannenreisig oder Tannzapfen, geschweige denn Stauden, Äste oder gar Bäume aus dem Wald "ob der Matt" zu entfernen. Warum der Wald gebannt wurde, ist klar: Er bot den besten Schutz vor Lawinen, Steinschlag und Hochwasser. Daran hat sich bis heute gar nichts geändert. Wenn Sie mehr über den Bannwald erfahren möchten oder einfach Lust auf einen Spaziergang im Wald haben, dann ist der Lehrpfad genau das Richtige für Sie. Die Luftseilbahn bringt Sie auf die Gurschenalp. Von dort führt der Weg durch den Gurschenwald hinab zur Maria-Hilf-Kapelle am Dorfrand von Andermatt. Gleich hinter der Kapelle wartet ein interessanter Moorlehrpfad darauf entdeckt zu werden.


Sieben Seeen Wanderung

Furkapasshöhe (2436) - Stotzigen Firsten (2732) - Deieren (2500) - Gässler (2366) - Realp (1538)

Von der Furkapasshöhe wandern wir über den Grat zwischen dem obersten Urserental und dem Muttental, Stotzige Firsten genannt. Nach der Überschreitung des Gratrückens geht's abwärts über die Deieren, eine lange Trogschulter über dem Muttental an prächtigen alpinen Seelein (von den drei Seelein am "Stotzigen Firsten", genannt Schwärziseeli, ist der höchstgelegene auf 2650 m, seit kurzem mit Fischen besetzt. Seine Fläche beträgt 2,1 ha., der mittlere See ist wenig tief, der unterste bleibt eine Option) vorbei immer steiler abwärts, bis wir über das alpwirtschaftlich genutzte Witwasserental  mit dem Markenzeichen Piz Lucendro im Hintergrund nach dem Bergdorf Realp gelangen. Bei gutem Wetter herrliche Sicht Richtung Oberalp- Tavetsch und auf den das Urserental umgebenden Kranz der Urner Berge mit den Piz Centrale und dem gut sichtbaren Skiberg Gemsstock.  Diese Wanderung durch eine wenig begangene, reizvolle Landschaft lässt sich gut als 7 Seen-Wanderung betiteln und ist für gut trainierte Bergwanderer ohne grosse Schwierigkeiten zu bewältigen. Zu beachten sind auf dieser Höhenlage die Wetterumstürze.

 Alpine Wanderroute, Wanderzeit: 5 Stunden


Tiefenbach - Albert - Heim - Hütte -  Ochsenalp - Tiefenbach

4 h,45 bis 5h  auf- und abwärts

 Ca. 300m vom Hotel Tiefenbach  Richtung Furkapass erreichen wir die Brücke (2126m) über den stiebenden Tiefenbach und folgen hier dem Wanderweg, der in nördlicher Richtung dem linken Ufer des Bachs folgt und bis zum  Älpetli (2360m) ansteigt, Jetzt bewegen wir uns in einfachem weglosem Gelände immer leicht steigend bis auf eine Höhe von 2460m. Der Wanderer wird staunen, wie einfach der Weg durch das vom Tiefengletscher zurückgelassene Geröll und Geschiebe zu finden ist. Nach der Durchquerung des weglosen Geländes erreichen wir den 'Nepali Highway', die anspruchsvolle Verbindung von der Albert Heim Hütte zur Sidelen Hütte der Alpinen Sportschule. Aufmerksame werden im Eldorado der Alpinisten in den Wänden und Gräten der bizarren Granitlandschaft immer wieder Kletterer entdecken. Diesem 'Highway' folgen wir zum kleinen See, den der Tiefengletscher einst geschaffen hat, und steigen von hier zur  SAC - Albert Heim Hütte hinauf. Hier rasten wir und geniessen den Ausblick in die imposante Gletscherlandschaft. Von der Hütte führt ein Weg in südöstlicher Richtung nach Auf den Stöcken (2591m) und von hier über Ochsenalp und Matten zurück nach Tiefenbach (2106m).


Von der Albert- Heim Hütte über den Lochberg zur Dammahütte

5 h,30  auf- und abwärts

Die alpine Verbindungsroute zwischen den beiden SAC- Hütten ist weiss-blau- weiss markiert. Dabei bildet die Lochberglücke ( 2815 m) die man über Saas ( 2439 m) über gut gestuftes Felsgelände ohne grosse alpine Hindernisse erreicht,  den höchsten Punkt.  Neben der dominanten Winterberggruppe bilden schrägstehende Plattenfluchten und kühne Pfeiler eine Felslandschaft von aussergewöhnlicher Wildheit.  Der Abstieg ins Göscheneralptal  trifft nach felsigen Stufen am grossen Strahlenfundort vom Planggenstock vorbei, zur Brücke (1927m ) wo man auf den Göscheneralpsee- Rundweg trifft. Nach der Dammareuss windet sich der Pfad über gut angelegte Wegstufen über den Rücken vom Moosstock hinauf zur Dammahütte ( 2439m).                                                                                             

  


 Nebst den Bergwanderwegen gehören die beschriebenen Wanderungen in die Kategorie: Alpinwandern und Alpine Routen. Man bedenke, dass diese Routen, mit Ausnahme des Weges von Realp, durch eine hochalpine Gegend führen und nur zum Teil markiert sind. Eine zweckmässige Ausrüstung mit guten Schuhen, Regen- und Sonnenschutz, Karte und Kompass ist deshalb sehr empfohlen. Eine Anfrage in der Hütte für die aktuellen Verhältnisse ist sehr empfohlen. 

Von Realp zur Rotondohütte, einfachster Weg

Von Realp (1538 m) zum Teil auf einem guten Wanderweg, zum Teil auf einer Militärstrasse Richtung Oberstafel. Beim Punkt 2155, in Gehrichtung rechts, auf einem gut ausgetretenen Weg um das Helig Egg zur Hütte. 3 bis 3 1/2 Stunden. Die Militärzentrale Andermatt erteilt unentgeltlich Bewilligung um die Militärstrasse bis Oberstafel (2220.5 m) zu befahren. Die Bewilligungen können schriftlich bei der Militärzentrale bestellt (Tel 041 888 81 11) werden oder in Andermatt persönlich direkt abgeholt werden. Von Oberstafel in auf gutem Weg in knapp einer Stunde zur Hütte.

CSS-Wandertipp für Familien: Rotondohütte SAC               

Gesamt-Wanderzeit 4,75 oder 7 Std., auch für kleinere Kinder geeignet.

Im Gotthard-Massiv sind tatsächlich Steinadler zu Hause. Wer scharfe Augen hat und sich hie und da eine Pause gönnt, entdeckt vielleicht einen der edlen Vögel beim Kreise ziehen oder wie er ohne Flügelschlag den Berghängen entlanggeleitet. Gestartet wird der Aufstieg in Realp. Bis dahin führt Sie die Bahn. Mit dem Taxi können Sie sich den Aufstieg auf 1,25 Stunden verkürzen. Ansonsten dauert die Wanderung 3,5 Stunden. Sie führt erst das Tal hinan und zieht dann kurz vor Ende der befahrbaren Strasse rechts hinauf. Ab hier sind noch 400 Höhenmeter zu bezwingen. Erst einmal bei der Hütte, die 2569 Meter über Meer liegt, angelangt, erwartet Sie eine kürzlich umgebaute Hütte, die auch für Familien attraktiv ist. Kristallklare Seen, grosse Steinblöcke zum Kraxeln, Kletterrouten und vieles mehr laden zum Erkunden der Umgebung ein. Wer will, kann sich auch den nahen Witenwasserngletscher zeigen lassen.

Mit grösseren Kindern können Sie eine anspruchsvollere Variante zum Absteigen wählen. Dieser Weg führt zuerst über den Rottälligrat auf den Stelliboden hinunter zur Oberen Chäseren und schliesslich wieder nach Realp. Sie werden dafür etwa 3,5 Stunden unterwegs sein. Mit kleinen Kindern marschieren Sie am besten die Aufstiegsroute wieder zurück.

Rotondohütte SAC, bewartet von Anfang Juli bis Ende September, 92 Schlafplätze, Tel. 041 887 16 16. Wanderkarte 1:50000, Nr. 265 /Wanderkarte Uri: Blatt Urserental


Vom Gotthardpass zur Rotondohütte, einfachere Variante

(EB) Lohnende Wanderung durch eine ständig wechselnde Umgebung. 5 Stunden von der Galleria Banchi. Kombination der Routen 504, 499 und 496 des SAC Clubführers Gotthard (1995).

Von der Galleria Banchi (Postautohaltestelle) auf gutem Weg zum Punkt 2045, unter dem Pizzo di Fieud durch zur Posso di dentro (Punkt 2090). Beim Punkt 2063 steigt der Weg an Richtung Punkt 2454 und von dort im Zickzack zum Cavannapass (2613 m). Vom Cavannapass auf dem ausgeprägten Weg auf dem Grat Richtung Westen, bis sich der Grat verschmälert, wo man fast waagrecht in die Nordabdachung quert und schliesslich mit etwas Gefälle den Hüenersattel (Pt. 2695 m) erreicht. Vom Hüenersattel in weitem Bogen unter dem Witenwassernstock hindurch zur Hütte.


Vom Gotthardpass zur Hütte, anspruchsvollere Variante

 Lohnende Wanderung durch eine ständig wechselnde Umgebung. 6 Stunden vom Gotthardhospiz. Kombination der Routen 571, 503, 499 und 496 des SAC Clubführers Gotthard (1995). Das Stück vom Passo di Lucendro über die Cresta del Poncionetto zur SE-Flanke des Pizzo Lucendro ist schmal und sehr exponiert. Hier ist Trittsicherheit absolut erforderlich

Vom Gotthardhospiz (2091 m, Postautohaltestelle) zum Lago di Lucendro und an dessen Nordufer zur Alpe di Lucendro (2189 m). von dort auf einem guten Weg Südwärts zum Passo di Lucendro. Dort auf dem Weg gegen Süden durch die Cresta del Poncionetto durch die SE-Flanke des Pizzo Lucendro zu einem Sättelchen knapp nördlich von Pt. 2508.6. Weiter auf dem Weg bis unterhalb des Cavannapasses und dann im Zickzack auf den Übergang (2613 m). Vom Cavannapass auf dem ausgeprägten Weg auf dem Grat Richtung Westen, bis sich der Grat verschmälert, wo man fast waagrecht in die Nordabdachung quert und schliesslich mit etwas Gefälle den Hüenersattel (Pt. 2695 m) erreicht. Vom Hüenersattel in weitem Bogen unter dem Witenwassernstock hindurch zur Hütte.


Von Villa über den Passo di Cavanna zur Hütte

EB) Route durch wildromantische Tessiner Alplandschaft. 4-41/2 Stunden von Villa, 31/2-4 Stunden von der Alpe di Fieud. Kombination der Routen 504, 499 und 496 des SAC Clubführers Gotthard (1995).

Von Villa folgt man dem Weg, der in Kehren über die Traversa di Cavanna (1809.3 m) zur Cascina di Viei (2015 m) führt. Hierhin gelangt man auch von der Alpe di Fieud (ca. 2040 m) auf einem Alpsträsschen, das die Südhänge von Fibbia und Pizzo Lucendro quert. Nun steigt man westlich des Baches zur Cascina Nuova (2221 m) auf und erreicht nordwärts über Weiden den Cavannapass (2613 m). Auf dem ausgeprägten Weg auf dem Grat Richtung Westen, bis sich der Grat verschmälert, wo man fast waagrecht in die Nordabdachung quert und schliesslich mit etwas Gefälle den Hüenersattel (Pt. 2695 m) erreicht. Vom Hüenersattel in weitem Bogen unter dem Witenwassernstock hindurch zur Hütte.


Von Bedretto über den Hüenersattel zur Hütte

(EB) Route durch wildromantische Tessiner Alplandschaft. 31/2 Stunden von Bedretto oder Ronco. Kombination der Routen 497 und 496 des SAC Clubführers Gotthard (1995).

Von Ronco (1487 m, Postautostation) oder Bedretto (1402 m, Postautostation) steigt man auf guten Wanderwegen zur Cascina dei Piani (2064 m). Von dort weiter über Weiden zum Lago dei Laboni (2315 m) und dann zum Hüenersattel (Pt. 2695 m). Vom Hüenersattel wendet man sich nordwärts und geht zum Seelein 2434 m. Von dort den Stangen des Winterweges folgend zur Hütte.


Vom Furkapass zur Rotondohütte

Alpine Wanderung durch wildromantische Landschaft. Besonders in Kombination mit dem Weiterweg auf den Gotthardpass interessant. 6 Stunden vom Furkapass. 1998 durchgehend von der Furka-Passhöhe markiert.

Vom Furkapass (Postautohaltestelle) auf rot-weiss markiertem Wanderweg die NE-Flanke des Blaubergs über die Punkte 2552, 2621 und 2641 queren. Im Sattel zwischen den Punkten 2808 und 2745 beginnt die blau-weisse Markierung des Weges. Über die Deieren-Älpetli zur Gletscherzunge des Muttengletschers absteigen. Dort, je nach Verhältnissen, entweder den Gletscherbach oder die Gletscherzunge überqueren und wieder auf die Chrummegg (2427) aufsteigen. Von dort durch die N-Flanke des Rottällihorns (Pkte 2434, 2461.0, 2565, 2658) zum Pt. 2748.1. Nun wird der Rottälligrat für ca. 300 m nach Südwesten verfolgt, bis der Weg von diesem nach Süden zur Rotondohütte abzweigt.

 

Vermigelhütte - Sellapass - Gotthardpass

Die vielfältigen Aspekte der Gotthardlandschaft sind so interessant wie sein Mythos. Als Tor zum Süden, als Wasser- und Wetterscheide, als Pass- und Durchgangsroute, als Sprachgrenze, als Hospiz, als Museum, als Reduit und als Festungsraum. Die Geschichte des Passes hat im Verlauf der Jahrhunderte Spuren hinterlassen und als Geheimnisträger ganze Generationen in ihrem Denken geprägt.
Wohl kaum ein anderer Kanton hat auf so kleiner Fläche so viele natürliche Bergseen zu bieten wie Uri, es sind deren 22. Mit Ausgangspunkt Unteralptal, das sich von Andermatt rund 7 Km gegen Vermigel zieht,  liegen drei in seinem Einzugsgebiet, nämlich der Lolensee, der Gafallensee und der Portgerensee. Unterhalb des Maigelpasses liegt der Portgerensee auf 2383 m in einer Mulde, umgeben von Geröllhalden und Alpwiesen. Der See ist 1,6 ha gross und bis zu 16 m tief. Vom Portgerensee lässt sich der Höhenkurve folgend der auf der gleichen Talseite liegende Lolensee erreichen. Das Weglein ist jedoch weder unterhalten noch markiert. Es ist nur geübten Berggängern empfohlen und bei Nebel auf jeden Fall zu meiden. Der Gafallensee ist 0,8 ha gross und 7 m tief und liegt  von Alpweiden umgeben am Südhang des Gemsstockes auf 2498 m Höhe. Man kann ihn auf zwei Wegen erreichen: relativ mühelos von der Bergstation der Gemsststockbahn bergab oder von der Vermigelhütte berauf in rund 1 1/2 Stunden auf einem markierten Weg.

Wir verlassen die heimelige Vermigelhütte und wählen die Wanderung über den Sellapass zum Gotthardpass. Dem alten Saumpfad folgend, erreicht man zuerst die Ziegelfurtflue. Nach überwinden dieser Steilstufe gelangen wir zum Pt. 2343 und wandern dem sonnigen Süden entgegen bis zur "verborgenen Plangge" wo sich der Weg teilt. Bei dieser Verzweigung nehmen wir den Weg Richtung Südwesten und erreichen den Übergang Passo della Sella. Nach einer kurzen Verschnaufpause steigen wir in südöstlicher Richtung zum Piz Güibin, Pt. 2776, auf. Der Abstieg vom Sellapass folgt dem markierten Wanderweg durch Rasenhänge und Felskuppen hinunter zum gestauten Sellasee. Auf dem Weglein, das parallel zur Strasse verläuft, erreichen wir den Gotthardpass (2091m) und nehmen gerne ein Nachtlager im Albergo San Gottardo in Anspruch.
Wanderzeit 4 ½ Std.
Höchster Punkt 2701 m
Karten 1: 25'000 1232 Oberalppass 1252 Ambri- Piotta 1251 Val Bedretto

Wanderkarte Uri Blatt Gotthard


Oberalppass 2044 m – Pazolastock 2740 m – Badushütte – Lai da Tuma –
Maighelshütte - Oberalppass.( Variante: Lai da Tuma - Unteralptal- Vermigelhütte)

Oberalppass – Pazolastock 1¾ Std.          
Pazolastock – Badushütte ¾ Std.                       
Badushütte – Lai da Tuma 25 Min.
Lai da Tuma – Oberalppass 1 Std.
Gesamt knapp 4 Std.
Mit dem Abstecher zur Maighelshütte knapp 5 Stunden.
Höhenunterschied: Jeweils 800 m im An-und Abstieg.
Unterkunft: Badushütte, Maighelshütte

Die reizvolle Wanderung zum Ursprung des Flusses führt uns zum idyllisch gelegenen Tomasee im zentralen Gotthardmassiv. Der geografischen Bedeutung entsprechend eine viel begangene Tour! In der Region des Oberalppasses findet sich auf kleinem Raum ein überaus vielfältiger Blumenreichtum. In den unteren Lagen begegnen wir Orchideen, Glockenblumen, Enziane und vielem mehr. In höhere Regionen begegnen wir Himmelsherolden. Der Abstieg führt uns über die Badushütte zur Quelle des Vorderrheins am Laj da Tuma und zurück zum Oberalppass.
An der Passhöhe des Oberalp (2044 m) weisen Schilder zum "Pazolastock/Lai da Tuma" einen anfangs noch gepflasterten Weg hinauf. Nach einem Holzkreuz wird der Weg zum Bergwanderweg, der als stellenweise ausgewaschene Rinne durch Matten von Alpenrosen steinig und zunehmend steil die Nordflanke des Pazolastocks hochführt. Je mehr wir an Höhe gewinnen, umso beeindruckender werden die Tiefblicke in die Surselva. 

Nach einer guten Aufstiegsstunde erreichen wir eine Gabelung. Rechts runter geht's Richtung Urserental. Im Hintergrund des weiten Urner Hochtales können wir die Route der Furkapassstrasse ausmachen, rechts von Andermatt ist der enge Einschnitt der Schöllenenschlucht erkennbar. Weiter geradeaus windet sich der stellenweise recht abschüssige Saumpfad oberhalb der Seeplanggenflüe (2572 m) im Zickzack zur Militärbaracke unterhalb des Pazolastocks (2740 m) hinauf. Zwei Minuten darauf schlagen wir an der Steinsäule auf dem Gipfel an und geniessen das grandiose Rundum- Panorama. Sedrun liegt wie eine Spielzeugstadt unter uns, bei guter Sicht lässt sich das Vorderrheintal bis Chur überblicken. Zurück an der Schutzhütte läuft der Pfad zunächst auf dem Südgrat ein kurzes Stück abwärts, um dann im Gegenanstieg nochmals steil anzusteigen. Die Passage sieht schwieriger aus, als sie ist, und kann  überraschend einfach gemeistert werden.  Vom Grat geniessen wir fulminante Aussichten hüben und drüben – zur Rechten auf Andermatt und Furka, zur Linken in die Surselva. 20 Minuten nach dem Pazolastock wird der der höchste Grat (2743 m) erreicht – höher geht es heute nicht mehr. Wir steigen nun unterhalb des felsigen Grates des Fil Tuma zur  Badushütte (2503 m) ab. Die gerundete Kuppe des Pazolastocks nimmt sich trotz der Höhe von 2740m vor der umliegenden Felsenarena recht bescheiden aus – links der Schijenstock, rechts der Crispalt-Grat. Von der Berghütte führen zwei Routen zum See. Wir wählen die schönere und ein paar Minuten längere Variante, die von der Hütte rechts bergab an grossen Steinmännchen vorbei durch grüne Matten in ein sumpfiges Kerbtal läuft. In der Talsohle gehen wir am Bach entlang, queren diesen und blicken dann auf den von bizarren Felsblöcken umgebenen, idyllisch gelegenen Lai da Tuma (2343 m), den Quellsee des Vorderrheins.  Der junge Rhein hat eine weite Reise vor sich: Noch 3000 km bis zur Nordsee, erklärt uns die Inschrift einer Bronzetafel. Obschon er dann als Vorderrhein als bereits stattlicher junger Fluss dem Dörfchen Tschamut  zueilt, hat seine Wasserführung die Fachleute der Energiewirtschaft kaum je beeindruckt. Er entstammt nicht dem blauschimmernden Schoss eines Gletschers und verfügt deshalb nicht uber die ungestüme Kraft der Schmelzwasserbäche. Gerade das vielleicht hat seinem Quellgebiet das Schicksal der benachbarten Täler erspart. Kurz vor dem See queren wir ein zweites Mal den durch Wollgraswiesen mäandernden Wildbach. Wir steigen links das Nordufer hinauf und treffen oberhalb des Sees auf den anderen von der Badushütte kommenden Pfad. Der nun breite felsige Weg läuft hangabwärts auf die unter uns liegende Passstrasse zu. Nochmals haben wir eine herrliche Aussicht in die Cadi. Wer den lohnenden Abstecher zur Maighelshütte unternimmt, zweigt bei der beschilderten Gabelung rechts ab, direkt zum Oberalppass halten wir uns links und erreichen eine halbe Stunde darauf auf einem sumpfigen Wiesenpfad wieder den Ausgangspunkt Oberalppass. Dort laden Hinweistafeln zu weiteren Taten: Fellilücke - Fellital- Treschhütte.

CSS-Wandertipp für Familien: Camona da Maighels SAC         

Die Rheinquelle ist ein kleiner See
Gesamt-Wanderzeit 6 ½ Std., auch für kleinere Kinder geeignet.
Auf dem Weg zum Lai da Tuma werden Sie sicher auch den einen oder anderen Glitzerstein finden. Strahler, wie Kristallsammler genannt werden, kennen das Hochtal bestens. Am Lai da Tuma entspringt der Rhein als munterer, klarer Bach, der träg und gross bei Basel schliesslich die Schweiz verlässt. Der Abstecher zum See ist aber nicht unbedingt notwendig. Den Aufstieg zur Maighelshütte starten Sie auf dem Oberalppass – also auf einer Höhe von 1987 Metern. Bis hier gelangen Sie ohne Probleme mit der Eisenbahn. Auf halbem Weg Richtung Hütte zweigt der Pfad zum See ab. Etwa eine Stunde müssen Sie für diesen Umweg einrechnen. Auf der Normalroute erreichen Sie die Camona da Maighels nach etwa 2 Stunden. Sie liegt auf 2314 m ü.M..
Ein sehr lohnenswerter Abstieg führt über den Maighels-Pass. Der Weg führt vorerst über eine Ebene, die durchzogen ist von Moorflächen und kleinen Tümpeln. Dann steigt er kurz an und erreicht schon bald die Passhöhe auf 2421 m ü.M.. Von hier oben wandern Sie zur Vermigelhütte hinunter. Ein Kaffee nach dem Pick-nick ist sicher nicht zu verschmähen! Durch das Unteralptal führt der gute Weg dann beschaulich nach Andermatt. Für diese Wanderung müssen Sie etwa 4 ½ Stunden einrechnen. An der Gotthardstrecke sind Sie dann bestens an das Zugsnetz angeschlossen.


Camona da Maighels CAS, bewartet von Mitte Juni bis Ende Oktober, 100 Schlafplätze, Tel. 081 949 15 51. Wanderkarte 1:50000, Nr. 256. Für weitere Wanderungen und Wandertipps bestellen Sie die kostenlose Broschüre HÖHENFLÜGE unter Tel. 041 368 22 40 oder unter www.css.ch/hoehenfluege

Variante:
Vom Ursprung des Rheins, vom Lai da Tuma, steigen wir zuerst bis ca. 2260 m ab und queren dann in südöstlicher Richtung zum Westufer des Lai Urlaun (2248 m). Ohne Höhe zu verlieren folgen wir dem gut markierten Weg, der zum flachen Lolenpass empor führt (2399 m). Fast parallel liegt das Unteralptal vor uns. Westwärts geht's weiter bis Pt. 2310, dann abwärts  und  zwar  in mehreren Dutzend gut angelegten Wegkehren hinunter  in den Talgrund. In leichter Wanderung der Unteralpreuss entlang durch das alpwirtschaftlich genutzte Tal reussaufwärts erreichen wir  nach einem kurzen, letzten Steilstück die heimelige Vermigelhütte (2047 m).


Hospental (1450) - Gamssteg (1616) - Guspistal (2346) - Gloggentürmli (2692) - Sellasee (2230) - Gotthardpass (2090) 

Wanderzeit: 6 1/2 Stunden  Anforderung: Anspruchsvolle Bergwanderung, Trittsicherheit und Ausdauer erforderlich  

Vom Bahnhof Hospental wandern wir auf dem Gotthardweg über den Gamsboden bis zum Guspisbach. Auf einem kaum begangenen Alpweg erreichen wir in vielen Kehren das einsame Guspistal, das eine bemerkenswerte Flora aufweist. Am Ende des Tals steigen wir über Geröll zum Gloggentürmli, dem Übergang ins Sellatal, auf. Der Abstieg zum Sellapass ist steil und erfordert Trittsicherheit. Vom Sellasee wandern wir zurück zum Gotthardpass und mit dem Postauto fahren wir nach Andermatt. 
Variante: Mit der Gotthard Luftseilbahn bis auf den Gemsstockgipfel. Kurzer, steiler Abstieg - Aufstieg Gafallenlücke - Guspistal, -Gloggentürmli - Sellasee-  Gotthardpass: Wanderzeit ca. 5 Stunden


Pian Secco 1960m - Laghi Scuri 2397m - Passo di Lucendro 2532m - Alpe di Lucendro 2189m - Passo S.Gottardo 2091m 

Bergwanderung über den Passo di Lucendro. Route mit herrlichen Rundsichten im Gotthardgebiet zum Quellgebiet der Reuss.  Anforderung Bergwanderung für geübte Wanderer mit Trittsicherheit. Teleskopstöcke und gutes Schuhwerk erforderlich.
Piansecco-Hütte: 1988 m, Standort: Valle Bedretto,  Landeskarte 1:25000 : SLK 1251 Valle Bedretto.  Koordinaten: 679.300 - 149.750 Geöffnet: immer offen Schlafplätze: 50 Speisen: Möglichkeit vom Hüttenwart selbst zubereitete Speisen zu essen. Getränke: Erhältlich nur bei Anwesenheit des Hüttenwartes. Zugang: All'Acqua 1 Stunde.
Wanderzeit 5 1/2 -  6 Std. 
http://www.capanneti.ch/tedesco/tedesco.html