|
Das Urserental zieht Skisportler, Kletterfreaks und Alpinisten ebenso in ihren Bann wie Naturfreunde und Wanderer. Sie alle finden im Eldorado des Gotthardgebiets aktive Erholung. Selbst Goethe war begeistert davon und sagte, dass es ihm unter allen Gegenden die er kenne, die liebste und interessanteste sei. Das Hochtal ist aber nicht nur im Winter zu empfehlen. Der Bergfrühling zeigt hier überraschend eine farbenprächtige und floristisch bemerkenswerte Flora. Auch im Herbst hat Urseren seine interessante Eigenheit. In den Talwiesen gibt es nach dem Alpsommer einen allgemeinen, freien Weidegang. Unterschiedlichste Wanderprofile, verschiedene Höhenwanderungen und eine Reihe von Übergänge stehen den Wanderern zur Auswahl. Wetten, auch Sie werden vom Wanderparadies Urserental mit gut markierten Wander- und Bergwegen begeistert sein. Geniessen Sie die Ruhe und staunen Sie über die faszinierende Schönheit der einmaligen Bergwelt am Gotthard- Furka- und Oberalppass. Das Furkagebiet zählt zu den bevorzugten Wander- und Bergsteigerparadiesen unseres Landes. Es bietet für fast alle Bergfreunde eine Fülle von schwierigen Routen aber auch landschaftlich reizvolle Wanderungen. Unterkunft und Verpflegung fand man am Tiefenbach schon 1875, denn bereits damals wurde hier gewirtet. Im Verlaufe der Jahre entwickelte sich hier ein regelrechter Weiler mit eigener Kapelle. Das Hotel Tiefenbach ist Ausgangspunkt der fünfeinhalbstündigen Wanderung (Urschner Höhenweg) entlang der felsigen Südosthänge hoch über dem Urserental. Die Route ist auch für Gelegenheitswanderer gut zu begehen und führt über den Tätsch, Lipferstein, Blauseeli und Luterseeli, nach Andermatt. Bis vor der Urschner Metropole Andermatt verläuft die Route ohne grössere Steigung oder Gefälle. Zum Abschluss geht’s dann ziemlich steil "nidsi". Wer noch eine gute Wanderstunde mehr erträgt, macht einen Umweg über die Albert-Heim Hütte und geniesst die Stille und Würde der versteinerten Gletscherlandschaft. In Realp folgen wir dem Wegweiser "Urschner Höhenweg", wo wir im Dorfkern für 3 Minuten der Hauptstrasse Richtung Andermatt gehen. Unmittelbar nach der Lawinenverbauung führt ein steiler Pfad links vom Bach bergauf. Wo er nach 10 Minuten auf einen breiteren Weg trifft, geht es schwach markiert nach links, am Kreuz vorbei zu einem Wegweiser, dem wir folgen. Ein perfekt angelegter Pfad steigt im Zickzack durch den Schutzwald. Bei einer Verzweigung folgen wir dem "Bergweg" mit den weiss-rot-weissen Markierungen. Fast mühelos gehts bergauf, bis nach der Geländestufe oberhalb des Waldes auf 1900 m ein etwas wilder schmaler Weg beginnt, der uns halbrechts, hoch über dem Bachtobel, zur Wasserfassung führt. Kurz davor mündet der Weg von Tiefenbach her in unsere Route ein, und ab hier ist der Weg gut markiert. Nach der Überquerung des Lochbergbachs wandern wir rechts dem Hang entlang zum Aussichtspunkt auf 2070 m, wo sich ein Halt lohnt. Schöner Blick zur Furkapassstrasse, ins Urserental mit der legendären Schmalspurbahn, zum Piz Lucendro und all den Bergen ringsum. Hier beginnt der genussvolle Höhenweg der Höhenkurve entlang, am Blauseeli vorbei und unzählige, meist harmlose Bergbäche überquerend. Alpenrosen und Enziane blühen am Weg, Murmeltiere flüchten in ihre Höhlen, Schafe suchen ihr Futter. Nach dem Alpgebäude von Rotenberg kommen wir nochmals an zwei idyllischen Bergseen vorbei; schöne Plätze zum Picknicken gibt es in Hülle und Fülle. In Rossmettlen beginnt der recht steile Abstieg von Geländestufe zu Geländestufe; 300 m tiefer unten teilen sich die Wege: 0.40 h bis Hospental, 1.10 h bis Andermatt (kann wegen Schiessgefahr gesperrt sein). Wir folgen dem schmalen Hangweg Richtung Andermatt, den wir mit Kühen teilen; entsprechend ist er ausgetreten, teilweise morastig und mühsam zu gehen. Bei einem Alpgebäude mit Materialseilbahn beginnt ein steiler Zickzackweg nach Mülibach im Talboden. Wir wandern zur Reussbrücke, folgen links einem schönen Umweg dem Reussuferweg entlang, am Biotop des Militärs vorbei, überqueren die Reuss, unterqueren die Hauptstrasse und gelangen links auf Quartierwegen zum Bahnhof Andermatt. 5 1/2 Std.,
aufwärts 680 m, abwärts 830 m Route: Realp 1588 m - Wasserfassung
Lochberg 2020 m (1.20 h) - Blauseeli 2136 m (0.50 h) - Rotenberg 2108 m
(0.20 h) - Rossmettlen 2060 m (1 h) - Abzweigung Hospental 1750 m (0.30
h) - Mülibach 1438 m (0.50 h) - Andermatt 1436 m (0.30 h) Variante: Andermatt - Höhenweg - Rossmettlen - Albert - Heim - Hütte - Tiefenbach Wanderzeit: 7 1/2 Std.: Wanderroute: Andermatt (1435) - Mülibach (1140) - Rossmettlen (2060) - Rotenberg (2108) - Blauseeli (2130) - Lochberg (2100) - Albert Heim Hütte (SAC) (2541) - Tiefenbach (2106) Vom Bahnhof Andermatt (1430) über die Furkareuss (2014) Bätzberg (1800). Nach 600 m anstrengendem Aufstieg kommt ab Rossmettlen (2100) der gut markierte und abwechslungsreiche Höhenweg mit verschiedenen Bergseelein, u.a. dem Blauseeli (2136). Ab der Alp Lochberg (2100) über Realp beginnt der Alpine Aufstieg zur Albert Heim Hütte SAC (2541). Die lange Bergwanderung bietet herrliche Aussicht auf die gegenüberliegenden Urschner Berge (Gemsstock, Centrale, Pizzo Rotondo, Muttenhörner). Kurzer Abstieg nach Tiefenbach (2106) zur Furkastrasse (Postauto). Lehrreiche Wanderung durch den Bannwald Bereits 1397 haben die Andermatter ihren Wald oberhalb des Dorfs unter strengsten Schutz gestellt. Schon im ersten Satz verbietet der heute im Talarchiv aufbewahrte Bannbrief den Einwohnern und ihren Nachkommen, auch nur Tannenreisig oder Tannzapfen, geschweige denn Stauden, Äste oder gar Bäume aus dem Wald "ob der Matt" zu entfernen. Warum der Wald gebannt wurde, ist klar: Er bot den besten Schutz vor Lawinen, Steinschlag und Hochwasser. Daran hat sich bis heute gar nichts geändert. Wenn Sie mehr über den Bannwald erfahren möchten oder einfach Lust auf einen Spaziergang im Wald haben, dann ist der Lehrpfad genau das Richtige für Sie. Die Luftseilbahn bringt Sie auf die Gurschenalp. Von dort führt der Weg durch den Gurschenwald hinab zur Maria-Hilf-Kapelle am Dorfrand von Andermatt. Gleich hinter der Kapelle wartet ein interessanter Moorlehrpfad darauf entdeckt zu werden. Furkapasshöhe (2436) - Stotzigen Firsten (2732) - Deieren (2500) - Gässler (2366) - Realp (1538) Von der Furkapasshöhe wandern wir über den Grat zwischen dem obersten Urserental und dem Muttental, Stotzige Firsten genannt. Nach der Überschreitung des Gratrückens geht's abwärts über die Deieren, eine lange Trogschulter über dem Muttental an prächtigen alpinen Seelein (von den drei Seelein am "Stotzigen Firsten", genannt Schwärziseeli, ist der höchstgelegene auf 2650 m, seit kurzem mit Fischen besetzt. Seine Fläche beträgt 2,1 ha., der mittlere See ist wenig tief, der unterste bleibt eine Option) vorbei immer steiler abwärts, bis wir über das alpwirtschaftlich genutzte Witwasserental mit dem Markenzeichen Piz Lucendro im Hintergrund nach dem Bergdorf Realp gelangen. Bei gutem Wetter herrliche Sicht Richtung Oberalp- Tavetsch und auf den das Urserental umgebenden Kranz der Urner Berge mit den Piz Centrale und dem gut sichtbaren Skiberg Gemsstock. Diese Wanderung durch eine wenig begangene, reizvolle Landschaft lässt sich gut als 7 Seen-Wanderung betiteln und ist für gut trainierte Bergwanderer ohne grosse Schwierigkeiten zu bewältigen. Zu beachten sind auf dieser Höhenlage die Wetterumstürze. Alpine Wanderroute, Wanderzeit: 5 Stunden Tiefenbach - Albert - Heim - Hütte - Ochsenalp - Tiefenbach 4 h,45 bis 5h auf- und abwärts Ca. 300m vom Hotel Tiefenbach Richtung Furkapass erreichen wir die Brücke (2126m) über den stiebenden Tiefenbach und folgen hier dem Wanderweg, der in nördlicher Richtung dem linken Ufer des Bachs folgt und bis zum Älpetli (2360m) ansteigt, Jetzt bewegen wir uns in einfachem weglosem Gelände immer leicht steigend bis auf eine Höhe von 2460m. Der Wanderer wird staunen, wie einfach der Weg durch das vom Tiefengletscher zurückgelassene Geröll und Geschiebe zu finden ist. Nach der Durchquerung des weglosen Geländes erreichen wir den 'Nepali Highway', die anspruchsvolle Verbindung von der Albert Heim Hütte zur Sidelen Hütte der Alpinen Sportschule. Aufmerksame werden im Eldorado der Alpinisten in den Wänden und Gräten der bizarren Granitlandschaft immer wieder Kletterer entdecken. Diesem 'Highway' folgen wir zum kleinen See, den der Tiefengletscher einst geschaffen hat, und steigen von hier zur SAC - Albert Heim Hütte hinauf. Hier rasten wir und geniessen den Ausblick in die imposante Gletscherlandschaft. Von der Hütte führt ein Weg in südöstlicher Richtung nach Auf den Stöcken (2591m) und von hier über Ochsenalp und Matten zurück nach Tiefenbach (2106m). Von der Albert- Heim Hütte über den Lochberg zur Dammahütte 5 h,30 auf- und abwärts Die alpine Verbindungsroute zwischen den beiden SAC- Hütten ist weiss-blau- weiss markiert. Dabei bildet die Lochberglücke ( 2815 m) die man über Saas ( 2439 m) über gut gestuftes Felsgelände ohne grosse alpine Hindernisse erreicht, den höchsten Punkt. Neben der dominanten Winterberggruppe bilden schrägstehende Plattenfluchten und kühne Pfeiler eine Felslandschaft von aussergewöhnlicher Wildheit. Der Abstieg ins Göscheneralptal trifft nach felsigen Stufen am grossen Strahlenfundort vom Planggenstock vorbei, zur Brücke (1927m ) wo man auf den Göscheneralpsee- Rundweg trifft. Nach der Dammareuss windet sich der Pfad über gut angelegte Wegstufen über den Rücken vom Moosstock hinauf zur Dammahütte ( 2439m). Nebst den Bergwanderwegen gehören die beschriebenen Wanderungen in die Kategorie: Alpinwandern und Alpine Routen. Man bedenke, dass diese Routen, mit Ausnahme des Weges von Realp, durch eine hochalpine Gegend führen und nur zum Teil markiert sind. Eine zweckmässige Ausrüstung mit guten Schuhen, Regen- und Sonnenschutz, Karte und Kompass ist deshalb sehr empfohlen. Eine Anfrage in der Hütte für die aktuellen Verhältnisse ist sehr empfohlen. Von Realp zur Rotondohütte, einfachster Weg Von Realp (1538 m) zum Teil auf einem guten Wanderweg, zum Teil auf einer Militärstrasse Richtung Oberstafel. Beim Punkt 2155, in Gehrichtung rechts, auf einem gut ausgetretenen Weg um das Helig Egg zur Hütte. 3 bis 3 1/2 Stunden. Die Militärzentrale Andermatt erteilt unentgeltlich Bewilligung um die Militärstrasse bis Oberstafel (2220.5 m) zu befahren. Die Bewilligungen können schriftlich bei der Militärzentrale bestellt (Tel 041 888 81 11) werden oder in Andermatt persönlich direkt abgeholt werden. Von Oberstafel in auf gutem Weg in knapp einer Stunde zur Hütte. CSS-Wandertipp für Familien: Rotondohütte SAC Gesamt-Wanderzeit 4,75 oder 7 Std., auch für kleinere Kinder geeignet. Im Gotthard-Massiv sind tatsächlich Steinadler zu Hause. Wer scharfe Augen hat und sich hie und da eine Pause gönnt, entdeckt vielleicht einen der edlen Vögel beim Kreise ziehen oder wie er ohne Flügelschlag den Berghängen entlanggeleitet. Gestartet wird der Aufstieg in Realp. Bis dahin führt Sie die Bahn. Mit dem Taxi können Sie sich den Aufstieg auf 1,25 Stunden verkürzen. Ansonsten dauert die Wanderung 3,5 Stunden. Sie führt erst das Tal hinan und zieht dann kurz vor Ende der befahrbaren Strasse rechts hinauf. Ab hier sind noch 400 Höhenmeter zu bezwingen. Erst einmal bei der Hütte, die 2569 Meter über Meer liegt, angelangt, erwartet Sie eine kürzlich umgebaute Hütte, die auch für Familien attraktiv ist. Kristallklare Seen, grosse Steinblöcke zum Kraxeln, Kletterrouten und vieles mehr laden zum Erkunden der Umgebung ein. Wer will, kann sich auch den nahen Witenwasserngletscher zeigen lassen. Mit grösseren Kindern können Sie eine anspruchsvollere Variante zum Absteigen wählen. Dieser Weg führt zuerst über den Rottälligrat auf den Stelliboden hinunter zur Oberen Chäseren und schliesslich wieder nach Realp. Sie werden dafür etwa 3,5 Stunden unterwegs sein. Mit kleinen Kindern marschieren Sie am besten die Aufstiegsroute wieder zurück. Rotondohütte SAC, bewartet von Anfang Juli bis Ende September, 92 Schlafplätze, Tel. 041 887 16 16. Wanderkarte 1:50000, Nr. 265 /Wanderkarte Uri: Blatt Urserental Vom Gotthardpass zur Rotondohütte, einfachere Variante (EB) Lohnende Wanderung durch eine ständig wechselnde Umgebung. 5 Stunden von der Galleria Banchi. Kombination der Routen 504, 499 und 496 des SAC Clubführers Gotthard (1995). Von der Galleria Banchi (Postautohaltestelle) auf gutem Weg zum Punkt 2045, unter dem Pizzo di Fieud durch zur Posso di dentro (Punkt 2090). Beim Punkt 2063 steigt der Weg an Richtung Punkt 2454 und von dort im Zickzack zum Cavannapass (2613 m). Vom Cavannapass auf dem ausgeprägten Weg auf dem Grat Richtung Westen, bis sich der Grat verschmälert, wo man fast waagrecht in die Nordabdachung quert und schliesslich mit etwas Gefälle den Hüenersattel (Pt. 2695 m) erreicht. Vom Hüenersattel in weitem Bogen unter dem Witenwassernstock hindurch zur Hütte. Vom Gotthardpass zur Hütte, anspruchsvollere Variante Lohnende Wanderung durch eine ständig wechselnde Umgebung. 6 Stunden vom Gotthardhospiz. Kombination der Routen 571, 503, 499 und 496 des SAC Clubführers Gotthard (1995). Das Stück vom Passo di Lucendro über die Cresta del Poncionetto zur SE-Flanke des Pizzo Lucendro ist schmal und sehr exponiert. Hier ist Trittsicherheit absolut erforderlich Vom Gotthardhospiz (2091 m, Postautohaltestelle) zum Lago di Lucendro und an dessen Nordufer zur Alpe di Lucendro (2189 m). von dort auf einem guten Weg Südwärts zum Passo di Lucendro. Dort auf dem Weg gegen Süden durch die Cresta del Poncionetto durch die SE-Flanke des Pizzo Lucendro zu einem Sättelchen knapp nördlich von Pt. 2508.6. Weiter auf dem Weg bis unterhalb des Cavannapasses und dann im Zickzack auf den Übergang (2613 m). Vom Cavannapass auf dem ausgeprägten Weg auf dem Grat Richtung Westen, bis sich der Grat verschmälert, wo man fast waagrecht in die Nordabdachung quert und schliesslich mit etwas Gefälle den Hüenersattel (Pt. 2695 m) erreicht. Vom Hüenersattel in weitem Bogen unter dem Witenwassernstock hindurch zur Hütte. Von Villa über den Passo di Cavanna zur Hütte EB) Route durch wildromantische Tessiner Alplandschaft. 4-41/2 Stunden von Villa, 31/2-4 Stunden von der Alpe di Fieud. Kombination der Routen 504, 499 und 496 des SAC Clubführers Gotthard (1995). Von Villa folgt man dem Weg, der in Kehren über die Traversa di Cavanna (1809.3 m) zur Cascina di Viei (2015 m) führt. Hierhin gelangt man auch von der Alpe di Fieud (ca. 2040 m) auf einem Alpsträsschen, das die Südhänge von Fibbia und Pizzo Lucendro quert. Nun steigt man westlich des Baches zur Cascina Nuova (2221 m) auf und erreicht nordwärts über Weiden den Cavannapass (2613 m). Auf dem ausgeprägten Weg auf dem Grat Richtung Westen, bis sich der Grat verschmälert, wo man fast waagrecht in die Nordabdachung quert und schliesslich mit etwas Gefälle den Hüenersattel (Pt. 2695 m) erreicht. Vom Hüenersattel in weitem Bogen unter dem Witenwassernstock hindurch zur Hütte. Von Bedretto über den Hüenersattel zur Hütte (EB) Route durch wildromantische Tessiner Alplandschaft. 31/2 Stunden von Bedretto oder Ronco. Kombination der Routen 497 und 496 des SAC Clubführers Gotthard (1995). Von Ronco (1487 m, Postautostation) oder Bedretto (1402 m, Postautostation) steigt man auf guten Wanderwegen zur Cascina dei Piani (2064 m). Von dort weiter über Weiden zum Lago dei Laboni (2315 m) und dann zum Hüenersattel (Pt. 2695 m). Vom Hüenersattel wendet man sich nordwärts und geht zum Seelein 2434 m. Von dort den Stangen des Winterweges folgend zur Hütte. Vom Furkapass zur Rotondohütte Alpine Wanderung durch wildromantische Landschaft. Besonders in Kombination mit dem Weiterweg auf den Gotthardpass interessant. 6 Stunden vom Furkapass. 1998 durchgehend von der Furka-Passhöhe markiert. Vom Furkapass (Postautohaltestelle) auf rot-weiss markiertem Wanderweg die NE-Flanke des Blaubergs über die Punkte 2552, 2621 und 2641 queren. Im Sattel zwischen den Punkten 2808 und 2745 beginnt die blau-weisse Markierung des Weges. Über die Deieren-Älpetli zur Gletscherzunge des Muttengletschers absteigen. Dort, je nach Verhältnissen, entweder den Gletscherbach oder die Gletscherzunge überqueren und wieder auf die Chrummegg (2427) aufsteigen. Von dort durch die N-Flanke des Rottällihorns (Pkte 2434, 2461.0, 2565, 2658) zum Pt. 2748.1. Nun wird der Rottälligrat für ca. 300 m nach Südwesten verfolgt, bis der Weg von diesem nach Süden zur Rotondohütte abzweigt.
Vermigelhütte - Sellapass - Gotthardpass Die
vielfältigen Aspekte der
Gotthardlandschaft sind so interessant wie sein Mythos. Als Tor zum
Süden, als Wasser- und Wetterscheide, als Pass-
und Durchgangsroute, als Sprachgrenze, als
Hospiz, als Museum, als Reduit und als
Festungsraum. Die Geschichte des Passes hat im
Verlauf der Jahrhunderte Spuren hinterlassen und
als Geheimnisträger ganze Generationen in ihrem
Denken geprägt. Wir
verlassen die heimelige Vermigelhütte und wählen die
Wanderung über den Sellapass zum Gotthardpass.
Dem alten Saumpfad folgend, erreicht man zuerst
die Ziegelfurtflue. Nach überwinden dieser
Steilstufe gelangen wir zum Pt. 2343 und wandern
dem sonnigen Süden entgegen bis zur
"verborgenen Plangge" wo sich der Weg
teilt. Bei dieser Verzweigung nehmen wir den Weg
Richtung Südwesten und erreichen den Übergang
Passo della Sella. Nach einer kurzen
Verschnaufpause steigen wir in südöstlicher
Richtung zum Piz Güibin, Pt. 2776, auf. Der
Abstieg vom Sellapass folgt dem markierten
Wanderweg durch Rasenhänge und Felskuppen
hinunter zum gestauten Sellasee. Auf dem Weglein,
das parallel zur Strasse verläuft, erreichen
wir den Gotthardpass (2091m) und nehmen gerne
ein Nachtlager im Albergo San Gottardo in
Anspruch. Wanderkarte Uri Blatt Gotthard Oberalppass 2044 m –
Pazolastock 2740 m – Badushütte – Lai da Tuma – Oberalppass – Pazolastock 1¾ Std.
Die reizvolle Wanderung zum
Ursprung des Flusses führt uns zum idyllisch gelegenen Tomasee im
zentralen Gotthardmassiv. Der geografischen Bedeutung entsprechend eine
viel begangene Tour! In der Region des Oberalppasses findet sich auf
kleinem Raum ein überaus vielfältiger Blumenreichtum. In den unteren
Lagen begegnen wir Orchideen, Glockenblumen, Enziane und vielem mehr. In
höhere Regionen begegnen wir Himmelsherolden. Der Abstieg führt uns
über die Badushütte zur Quelle des Vorderrheins am Laj da Tuma und
zurück zum Oberalppass. Nach einer guten Aufstiegsstunde erreichen wir eine Gabelung. Rechts runter geht's Richtung Urserental. Im Hintergrund des weiten Urner Hochtales können wir die Route der Furkapassstrasse ausmachen, rechts von Andermatt ist der enge Einschnitt der Schöllenenschlucht erkennbar. Weiter geradeaus windet sich der stellenweise recht abschüssige Saumpfad oberhalb der Seeplanggenflüe (2572 m) im Zickzack zur Militärbaracke unterhalb des Pazolastocks (2740 m) hinauf. Zwei Minuten darauf schlagen wir an der Steinsäule auf dem Gipfel an und geniessen das grandiose Rundum- Panorama. Sedrun liegt wie eine Spielzeugstadt unter uns, bei guter Sicht lässt sich das Vorderrheintal bis Chur überblicken. Zurück an der Schutzhütte läuft der Pfad zunächst auf dem Südgrat ein kurzes Stück abwärts, um dann im Gegenanstieg nochmals steil anzusteigen. Die Passage sieht schwieriger aus, als sie ist, und kann überraschend einfach gemeistert werden. Vom Grat geniessen wir fulminante Aussichten hüben und drüben – zur Rechten auf Andermatt und Furka, zur Linken in die Surselva. 20 Minuten nach dem Pazolastock wird der der höchste Grat (2743 m) erreicht – höher geht es heute nicht mehr. Wir steigen nun unterhalb des felsigen Grates des Fil Tuma zur Badushütte (2503 m) ab. Die gerundete Kuppe des Pazolastocks nimmt sich trotz der Höhe von 2740m vor der umliegenden Felsenarena recht bescheiden aus – links der Schijenstock, rechts der Crispalt-Grat. Von der Berghütte führen zwei Routen zum See. Wir wählen die schönere und ein paar Minuten längere Variante, die von der Hütte rechts bergab an grossen Steinmännchen vorbei durch grüne Matten in ein sumpfiges Kerbtal läuft. In der Talsohle gehen wir am Bach entlang, queren diesen und blicken dann auf den von bizarren Felsblöcken umgebenen, idyllisch gelegenen Lai da Tuma (2343 m), den Quellsee des Vorderrheins. Der junge Rhein hat eine weite Reise vor sich: Noch 3000 km bis zur Nordsee, erklärt uns die Inschrift einer Bronzetafel. Obschon er dann als Vorderrhein als bereits stattlicher junger Fluss dem Dörfchen Tschamut zueilt, hat seine Wasserführung die Fachleute der Energiewirtschaft kaum je beeindruckt. Er entstammt nicht dem blauschimmernden Schoss eines Gletschers und verfügt deshalb nicht uber die ungestüme Kraft der Schmelzwasserbäche. Gerade das vielleicht hat seinem Quellgebiet das Schicksal der benachbarten Täler erspart. Kurz vor dem See queren wir ein zweites Mal den durch Wollgraswiesen mäandernden Wildbach. Wir steigen links das Nordufer hinauf und treffen oberhalb des Sees auf den anderen von der Badushütte kommenden Pfad. Der nun breite felsige Weg läuft hangabwärts auf die unter uns liegende Passstrasse zu. Nochmals haben wir eine herrliche Aussicht in die Cadi. Wer den lohnenden Abstecher zur Maighelshütte unternimmt, zweigt bei der beschilderten Gabelung rechts ab, direkt zum Oberalppass halten wir uns links und erreichen eine halbe Stunde darauf auf einem sumpfigen Wiesenpfad wieder den Ausgangspunkt Oberalppass. Dort laden Hinweistafeln zu weiteren Taten: Fellilücke - Fellital- Treschhütte. CSS-Wandertipp für Familien: Camona da Maighels SAC
Die Rheinquelle ist ein
kleiner See
Variante: Hospental (1450) - Gamssteg (1616) - Guspistal (2346) - Gloggentürmli (2692) - Sellasee (2230) - Gotthardpass (2090) Wanderzeit: 6 1/2 Stunden Anforderung: Anspruchsvolle Bergwanderung, Trittsicherheit und Ausdauer erforderlich Vom
Bahnhof Hospental wandern wir auf dem Gotthardweg über
den Gamsboden bis zum Guspisbach. Auf einem kaum
begangenen Alpweg erreichen wir in vielen Kehren das
einsame Guspistal, das eine bemerkenswerte Flora
aufweist. Am Ende des Tals steigen wir über Geröll zum
Gloggentürmli, dem Übergang ins Sellatal, auf. Der
Abstieg zum Sellapass ist steil und erfordert
Trittsicherheit. Vom Sellasee wandern wir zurück zum
Gotthardpass und mit dem Postauto fahren wir nach
Andermatt. Pian Secco 1960m - Laghi Scuri 2397m - Passo di Lucendro 2532m - Alpe di Lucendro 2189m - Passo S.Gottardo 2091m Bergwanderung
über den Passo di Lucendro. Route mit herrlichen
Rundsichten im Gotthardgebiet zum Quellgebiet der Reuss. Anforderung Bergwanderung für geübte
Wanderer mit Trittsicherheit. Teleskopstöcke und gutes
Schuhwerk erforderlich.
|