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Schächentaler Höhenweg: Klausen - Ratzi - Biel - Eggberge Der
Schächentaler Höhenweg vom Klausenpass zu den Eggbergen ist ein Kernstück vom Urner Alpenkranz. Die ganze Route
ist als Bergwanderweg
weiss-rot-weiss markiert und weist keine
grossen Höhenunterschiede auf,
dazu präsentiert sich ein
abwechslungsreiches Bergpanorama.
Bergwanderweg
Wanderzeit Unter
Balm – Vorder Weissenboden
4 1/2 Std. Alp
Biel - Chinzigpass
- Geissgrätli - Ratzi Eine
dieser Routen führt vom
Chinzigpass rund um den
Gamperstock durch eine
grossartige Karstlandschaft. Vom
Chinzigpass (2073 m), den man
von der Bergstation Biel (1620 m,
Berggasthaus
Biel) der Kinzig-LSB in einer
Stunde erreicht, beginnt man
zuerst mit einem kurzen Abstieg
gegen die Alp Chinzertal. Nach
100 m biegt rechts die
blau-weiss markierte Route gegen
Osten in Richtung Gamperstock ab
und führt den Wanderer
anfänglich etwas mühsam über
verkarstetes Gelände in eine
sensationelle Kalklandschaft,
die ihresgleichen sucht. Weg ist
keiner vorhanden, so dass mit
Vorteil die nächste Markierung
im Gelände ins Auge gefasst
werden muss. Nördlich des
Geissgrätlis wird ein
ausgedehntes Karrenfeld
(Karstlandschaft) überquert.
Die Vielfalt der Formen ist
faszinierend und zwingt
förmlich zum Verweilen. Bei
intensiver Sonnenbestrahlung ist
das Spiel von Licht und Schatten
besonders schön zu beobachten.
Nehmen Sie sich Zeit und
entdecken Sie eine neue Welt aus
Kleingebirgen, Spalten,
messerscharfen Kanten und immer
wieder Pflanzen, die sich diese
unwirtliche Wildnis erobert
haben! Der Gamperstock wird ohne
allzu grossen Höhenverlust im
Norden umgangen. Im Osten des
Berges steigt man hinauf bis zum
Grätli (2190 m). Wer Lust hat,
kann vom Grätli den knapp 100 m
höheren Gamperstock besteigen.
Eine grossartige Rundsicht
entschädigt für diesen
Abstecher. Der Abstiegsweg
führt vom Grätli an den
Lawinenverbauungen oberhalb
Sidenplagg vorbei gegen die
Obere Gisleralp (1837m) und
weiter zur Strasse bei Obflüe
(1710 m). Nun steigen wir zum
Berggasthaus Ratzi ab, um
unseren beträchtlichen Durst zu
stillen, denn auf der ganzen
Route stand kein Wasser zur
Verfügung. Gut beraten ist, wer
genügend Flüssigkeit im
Rucksack mitnimmt. Für diese
Tour sind Bergschuhe
erforderlich. Die
Scharfkantigkeit der Kalkfelsen
sollte nicht unterschätzt
werden. Bei schlechtem Wetter
und Nebel ist von dieser Tour
abzuraten, bei gutem
Herbstwetter aber ist die
Umrundung des Gamperstockes ein
wahrer Leckerbissen.
Rundwanderweg
Biel Eggberge-
Schön Chulm - Spillauer Grätli -
Fruttstäge - Biel
Nach
der Fahrt mit der Seilbahn wartet auf
dem Biel neben der Bahnstation das Berggasthaus
Biel mit einer
grossen
Sonnenterrasse und einem kleinen, aber
feinen Kinderspielplatz. Der Wanderweg
beginnt gleich hinter dem Haus und
führt zuerst bergwärts an
Ferienhäusern und später an der
Bergkapelle 'Bruder Klaus' vorbei. Nach
wenigen Minuten mündet er in den
berühmten Schächentaler Höhenweg, der
vom Klausenpass bis zu unserem Ziel,
Eggberge, führt. Dank den vielen
Wegweisern ist jeder Irrtum
ausgeschlossen - nach Eggberge gehts
Richtung Westen. Vorbei am Restaurant
Skihaus Edelweiss
und einigen Ferienhäusern geht es
auf breitem, gut ausgebautem Weg über
Alpwiesen, die nach der Schneeschmelze
langsam ergrünen. Zwischen dem zarten
Grün erfreut immer wieder eine
vielseitige Alpenflora das Auge. Vor
allem Blauer Enzian,
Schlüsselblümchen und Butterblumen
säumen den Weg. Die gesamte Wegstrecke
bis Eggberge nimmt rund zweieinhalb
Stunden in Anspruch. Dazwischen gibt es
einen schönen Picknickplatz am kleinen
Fläschsee ganz in der Nähe des
höchsten Punktes der Wanderroute - aber
kein Berggasthaus. Den vorzeitig
Ermatteten oder den Hungerleidenden
bietet sich aber auf etwa halber
Wegstrecke eine effiziente
Rückzugmöglichkeit an. Die Seilbahn,
die ebenfalls von Brügg aus etwas mehr
westlich als die Biel-Kinzig-Bahn
bergwärts nach Ruogig fährt und deren
zweite Sektion schliesslich gleich beim
Wanderweg endet. Die kleine Gondel,
setzt sich immer fünf Minuten nach
jeder vollen oder nach jeder halben
Stunde in Bewegung. Und sehr oft wird
sie von Kletterern benutzt die in der
näheren Umgebung jede Menge neue
Herausforderungen an idealen Felswänden
finden. Der höchste Punkt der Wanderung
heisst Hüenderegg, liegt auf 1874
m.ü.M. und bietet vom kleinen Platz mit
dem Gipfelkreuz aus, eine prächtige
Rundumsicht. Im Nordosten die schroffen
Felskragen der Bergkette mit dem 2461
Meter hohen Rossstock, im Osten die
sanft abfallende Sonnenterrasse des eben
durchquerten Wandergebietes, im Süden
den Blick über das Urner Reusstal und
im Westen die markanten Gipfel des 2928
Meter hohen Uri Rotstocks und des 2952
Meter hohen Brunnistocks. Richtung
Norden
runden Ober- und Niederbauen das
Panorama ab. Über weiche Matten geht es
zum dichten Tannenwald oberhalb Eggberge
hinunter. Dieser stille Wald mit seinem
verborgenen Winkeln und den braunen
Moortümpeln allein ist schon einen
Ausflug wert. Die Wanderung von der
Hüenderegg bis zur Bergstation der
Seilbahn von Flüelen nach Eggberge auf
1500 m.ü.M. hinunter, nimmt rund 45
Minuten in Anspruch und führt nach dem
Tannenwald über weite offene Matten und
später durch Ferienhaus-Siedlungen.
Bevor wir mit der Seilbahn zu Tal
schweben, bieten sich zwei
Berggasthäuser zur Rast an: Birchweid
oder Seeblick. Wanderzeit:
Alp Biel -
Eggberge
2 1/2 Stunden Eggbergen
- Angelingen - Fleschseeli
- Hüenderegg
- Ober Eggberg - Bittleten - Bannwald - Moosbad -
Flüelen Von
der Bergstation der Eggbergbahn
marschieren wir zwischen Matten und
Chalets hinauf zum Berggut Angelingen.
Beim Skilift treffen wir auf die
Wegmarkierungen und folgen diesen durch
den lockeren Bergwald im Bogen nach
Osten hinauf zum romantischen
Fleschseeli. Auf den Geländestufen
hinter dem versteckt zwischen Hügeln
gelegenen Bergsee lässt es sich
gemütlich rasten und die Ruhe geniessen.
Wir lassen den tollen Rundblick auf
unsere Gemüter wirken, der blaue See
tief unter uns, gegenüber Ober- und
Niderbauen, das wohlgeformte Massiv des
Urirotstockes mit seinen Gipfeln und
dahinter der Titlis. Beim Fleschseeli
verzweigen sich die Wege. Einer führt
zum Mättental und zu den Gisleralpen.
Ein anderer verläuft zackig hinauf zur
Alp Schön Chulm, ein dritter führt
etwas südöstlich unter der Krete in
Südrichtung zur Hüenderegg und um
diese herum zurück ins Gebiet der
Eggberge. Wir behalten unsere Höhe bei
und wandern auf diesem Weg weiter.
Zwischen Hüenderegg und Höch Egg gehen
wir dem Waldrand entlang durch die
Rossgrueben zum Ober Eggberg und dann im
Bogen südlich zum Schnapf. Unter dem
Hubel durch gelangen wir auf dem alten
Saumweg hinunter zur Waldenen und durch
dass offene Gelände zu den
Liegenschaften von Bittleten. Von dort
wandern wir auf einem prachtvollen, auf
gleicher Höhe verlaufenden Weg über
dem Kapuzinerkloster durch den Bannwald
und in etlichen Kehren zum Strässchen
gegen das Moosbad. Die letzte
Viertelstunde Weg marschieren wir auf
der Strasse Flüelen-Altdorf zurück zur
Talstation der Eggbergbahn. Wanderzeit
5 Stunden
Das
Fleschseeli Eine Panoramaroute mit vielen Höhepunkten und nur wenige Höhenunterschied ist der Wanderklassiker von den Eggbergen auf der Sonnenseite des Schächentals bis zum Klausenpass. Ausgangspunkt ist die Bergstation der Seilbahn Flüelen - Eggberge auf 1445 m ü.M. (Bergrestaurants) Während der einzige größere Aufstieg im Wald erfolgt, verläuft die weitere Wanderung, die insgesamt gut sechs Stunden dauert, praktisch immer im baumlosen Sonnenhang, "sonnenhalb". Das ist nicht nur eine Aussage über das Klima, denn "sonnenhalb" liegt das intensiv bewirtschaftete Land der Bergbauern, die Hütten und die Streusiedlungen des Schächentals. Die gegenüberliegende Talseite, "schattenhalb", ist wenig bewohnt, dicht bewaldet, steile Felsbänder und Runsen durchziehen sie und erst in der Höhe finden sich die Sommeralpen. Wandert man Richtung Klausenpass, so hat man ständig ein grossartiges Panorama vor sich: Die unglaublich steile Kette: Gross Windgällen, Gross Ruchen, Griesstock, Schärhorn mit seinen zwei Spitzen, im Hintergrund der Clariden. Über dem Erstfeldertal grüsst inmitten des Gletschers die wildverzackte Spannortgruppe und der Blick zurück zeigt in Grossaufnahme über der Gitschen - Brunnistockkette den Urirotstock. Nicht vergessen: ausreichend Sonnenschutz und Getränke. Dieser Weg führt zwar nicht
auf den Clariden, trotzdem spüren Sie die Grösse dieses Massivs und kalten
Hauch der Gletscherregion. Vom Fisetenpass ( Seilbahn Urnerboden - Fisentengrat) gehts westwärts mit einem kurzen
Aufstieg auf Ober Orthalten, gemütlich weiter zum Hasentrittli und dann
abwärts zum Gemsfairenhüttli auf 1951 Meter (1 Stunde / 3 Kilometer). Von hier
ist die Postautohaltestelle "Klus" über ein Strässchen in 3/4
Stunden erreichbar. Unser Höhenweg führt uns aber weiter unter die Nordwand
des Clariden, das heisst über die Follen zu den Wasserfassungen des Kraftwerkes
Linth-Limmern, weiter durchs Firenband mit kühnen Tiefenblick in die Klus und
übers Clariden-Bödemli zum Klausenpass, wo Sie wiederum das Postauto erreichen
können (4 1/2 Kilometer, 200 Meter Höhendifferenz Aufstieg, 2 Stunden)
Naturkundlicher Höhenweg: Klausenpasshöhe - Chammli - Oberalp - Nideralp - Wannelen - Trogen - Brunnital - Unterschächen
Verkehrsmittel
Hinter der Kapelle am Klausenpass beginnt der linksseitige Höhenweg zur Ostflanke des Brunnitals. Dieser Weg verläuft wie auf einem Balkon mitten durch die Schächentaler Alpen grossenteils knapp unterhalb der 2000 m Höhenlinie. An mehreren imposanten Wasserfällen vorbei geht es zuerst über Karrenfelder zur Chammlialp. Auf dieser Aussichtsterrasse überblickt man das ganze Schächental mit seinen Weiden und Wäldern bis hinab in den Urner Talboden zur Einmündung ins Reusstal. Anschliessend überschreitet man die Endmoräne des Griess-Firns, dessen Schmelzwasser weiter unten den berühmten und weithin sichtbaren 'Stäubenfall' bilden. Auf dem neuen, teilweise etwas ausgesetzten Weg steigt man ab zur Oberalp. Hier stehen verschiedene Alphütten nahe dem nur schuhtiefen Seelein. Bei der Transportseilbahn führt ein steiler Zickzackweg zwischen den Felsen hindurch zur unmittelbar über der heutigen Waldgrenze liegenden Nideralp. Der Wegweiser weist uns nach Westen auf den Alpweg nach der Alp Wannelen. Wer Steilhänge nicht sonderlich liebt, besteigt hier die Personen- Luftseilbahn nach Ribi, (Unterschächen) direkt an der kurvenreichen Klausenpass-Strasse (Postautohaltestelle). Abenteuerlicher ist es jedoch, dem gut ausgebauten Wanderweg zur Alp Trogen zu folgen. Zwischen Fichten führt ein wildromantischer, sehr steiler Weg an mehreren Wasserfällen vorbei ins wildromantische Brunnital. Den Talgrund erreicht man ca. eineinhalb Kilometer südlich von Unterschächen. Wer das Brunnital jedoch in seiner ganzen Schönheit geniessen will, dem wird empfohlen, auf dem Höhenweg zu bleiben. Es besteht die Möglichkeit, bei Nider Lammerbach ins Tal abzusteigen oder auf der neuerstellten Alperschliessungsstrasse durch dichte Fichtenbestände bis zur Brunnialp zu wandern. Nun folgt man dem durch einen Wegweiser bezeichneten Weg auf die linke Talseite bis zur Brücke vor der sogenannten Bad-Kapelle. Das Dorf erreicht man auf der neuen Talstrasse. Literatur: Arbeitsgruppe Naturkundliche Höhenwege Uri Geschichte Im
Frühjahr 1799 hatten sich Engländer,
Österreicher und Russen verbündet, um
der von Napoleon ausgerufenen
Helvetischen Republik ein Ende zu
bereiten. Je ein österreichisches und
ein russisches Heer griffen im
Mittelland an, während der russische
Feldmarschall und Haudegen Graf
Alexander Wassilitsch Suworow-Rymnikskij
von Italien aus dem Feind über den
Gotthard in die Flanke fallen sollte.
Die 21.284 Mann der russischen
Streitmacht trafen mit ihren 5000
Pferden und Maultieren und 25
zerlegbaren Feldgeschützen verspätet
auf dem Gotthardpass ein. Nach harten
Kämpfen in der Schöllenen erreichte er
zwei Tage später den Urner Hauptort
Altdorf. Dort aber gab es kein
Weiterkommen, da die Franzosen alle
Schiffe von Flüelen hatten wegbringen
lassen. Aus diesem Grund befahl der
General am 27. September 1799 seinen
Truppen den Abmarsch nach Bürglen und
weiter über den Chinzigpass Richtung
Muotathal. Das über 20'000-Mann
starke Heer kroch wie eine ungeheure
Raupe bei Regen und Schnee auf die 2073m
hohe Chinzig Chulm.
Der
Wanderweg von der Chinzig Chulm
zur Rindermatt und weiter
Richtung Matten, Galtenebnet und
Schwarzenbach im Bisistal ist
auf der ganzen Strecke neu
markiert und zum grossen Teil
neu beschildert worden, versehen
mit den den entsprechenden
Zeitangaben. Von der Chinzig
Chulm erreicht man Schwarzenbach
in 5 Stunden und 45 Minuten,
umgekehrt in in 6 1/4
Stunden. Der
Verbindungsweg von der
Rindermatt zur Alp Wängi und
weiter nach Liplisbüel ist
ebenfalls neu markiert und
beschildert. Herrliche Ausblicke
begleiten den Wanderer, sich
verpflegen kann man auf
der Alp Galtenebnet.
Öffentliche Verkehrsmittel
stehen in beiden Talschaften zur
Verfügung ebenso Luftseilbahnen
auf der Urner Seite: Eggberge,
Ruogig, Biel und Ratzi.
Verschiedene Berggasthäuser
sind dort Anlaufstelle
für Hunger und Durst und bieten
ideale
Beherbergungsmöglichkeiten. Biel
- Chinzigpass - Seenalp-
Liplisbüel - Hintertal
Muotathal/Hinterthal - Liplisbüel - Wängi - Chinzertal - Chinzig Chulm - Biel
Alpler
Tor Vom Bisistal (Sali), auf der Naturstrasse hinauf zur Ruosalp, weiter auf der neu angelegten Alpstrasse bis auf ca. 1740m Höhe. Zu Fuss auf dem aus den Felsen herausgesprengten Weg zur „Alplen“ (Ober Stafel auf 1888m). In der neu ausgebauten und erweiterten Alphütte gibt's Massenlager. Weiter geht die Wanderung über Rossboden, vorbei am Alplersee zum Alpler Tor (2448m), Lücke zwischen Schwarzstock/ Schächentaler Windgällen. Ab hier steiler Abstieg zum Unter-Band (leichte Kletterstelle) über die Alp Mettener Butzli (1966m). Der weitere Abstieg zur Alp Mettenen (1749m) hinab Richtung Berggasthaus Ratzi, 1520m, bietet keine Schwierigkeiten. Das Berggasthaus ist unmittelbar neben neben der LSB, die nach Spiringen hinunterführt.
Der Alplersee liegt 2050 m hoch, er ist 1,6 ha gross und nur drei m tief. Ein guter Weg, teilweise spektakulär in den Fels gehauen, führt von der Ruosalp über Oberstafel dorthin. Die Marschzeit beträgt etwas über zwei Stunden. Obwohl das Gelände nach Süden offen ist, liegt dort nach strengen Wintern oft noch viel Lawinenschnee. Hotel Klausenpass - Balmer Grätli - Ruosalper Chulm (2218 m) Direkt beim Hotel Klausenpasshöhe beginnt der Aufstieg zum Balmergrätli (2218) das man in einer guten Stunde erreicht. Über den Grat wandert man weitere 30 Minuten bis zum Tagesziel, der Ruosalper Chulm. Anschaulich zeigen sich hier verschiedenste Geländeformen und der Blick schweift nicht nur auf das Claridenmassiv sondern ebenso nach Norden auf die weitläufige Ruossalp und hinüber zu den Karstfeldern rund um den Glattalpsee. Ende September 2004 wurde dieses Wanderweg-Teilstück nördlich vom Klausenpass neu eröffnet. Der neue Panorama-Wanderweg führt vom Balmer Grätli zur Ruosalper Chulm. Die rund 1.5 km wurden in teils sehr anspruchsvollem Gelände, auf einer durchschnittlichen Höhe von 2200 M.ü.M., unter der Leitung von Tourismus Unterschächen/Klausenpass realisiert. Bei der Routenwahl wurde darauf geachtet, dass der Weg im Frühling möglichst rasch schneefrei wird. Die Route ist größtenteils auf dem Grat geführt, so dass die Bergwelt Richtung Schächental mit Clariden, Schärhorn über Gross Windgällen und bis zum Uri Rotstock als auch Richtung Norden mit einem weiten Einblick ins Muotathal bewundert werden kann. Mit der Fertigstellung dieses Abschnittes eröffnet sich dem Wanderer ein wunderbarer Rundweg: Wenn man das Hotel Klausenpass als Ausgangspunkt nimmt, so erreicht man in einer Stunde und einem Aufstieg von 400 Höhenmetern das Balmer Grätli. Weiter in Richtung Westen erreicht man in 30 Minuten über den neuen Panoramaweg die Ruosalper Chulm. Der Rundweg endet mit dem Abstieg auf die Balm und zurück zum Hotel Klausenpass und dauert total 2 Stunden. Route: Bisisthal Rest. 853 m, Feldmoos 1335 m, Vorder Hütten 1330 m, Waldisee 1430 m, Ruosalp 1424m, Rossplatten, Ruosalp Chulm 2178 m, Balm Klausenpasstrasse, 1800 m. Wanderzeit ca. 71/2 Std. Berggasthaus Biel - Alp Wissenboden - Chinzigpass - Berggasthaus Ratzi Vom Berggasthaus Biel (Bildnachweis) geht unsere Wanderung gegen das Gadenstettli und höher hinauf zur Bergkapelle Bruder Klaus. Beim Punkt 1720, an dem sich die Wege scheiden, treffen wir auf den Passzugang zum Chinzigpass. Wir folgen ihm im Aufstieg über die Alp Wissenboden. Bei der Stelli zweigt ein oberer Weg zur Fruttstäge ab. Er führt direkt auf den Felsriegel hinauf. Wir halten uns an den Saumweg, der im Bogen die Alp Wissenboden umgeht und dann steil in die Passmulde hinaufführt. Eine kleine Kapelle und eine Erinnerungstafel an General Suworow, der im September 1799 mit russischen Truppen hier den Übergang ins Muotathal genommen hat, weisen auf die Bedeutung des Passes hin. Auf Chinzig - Chulm (2073m) öffnet sich eine weite Sicht zu den Urner und Schwyzer Alpen. An der Westseite sehen wir die Chaiserstock - Gruppe, Wasserberg, Höch Turm und Ortstock erkennt man nordöstlich. Dahinter erkennt man den Glärnisch mit seinen Gletschern. Rechts dominiert die wuchtige Schächentaler Windgälle. Hinunter nach Muotathal muss man ca. drei Stunden Marschzeit rechnen. Für den Abstieg nehmen wir ein kurzes Stück den Hinweg, wenden uns dann links in Richtung Ratzi. Es ist ein prächtiger Bergweg mit traumhafter Kulisse, der uns hoch über der Gisleralp zuerst über eine ausgedehnte Risi gegen die Obere Gisleralp, dann zur Oberflüeweid und schliesslich auf mehr oder weniger offenem Gelände ins Rietlig und über Wiesenwege zum Berggasthaus Ratzi hinunter leitet. Hier folgen wir erst ein Stück westlich der Strasse, dann dem Locherbächli entlang gegen Meinzig bis Spiringen oder benützen die LSB, die uns bequem vom Ratzi hinunter nach Spiringen bringt. Wanderzeit ca. 4.25 Std./ Höchster Punkt: 2073 m / Wanderkarte Uri: Blatt Schächental / (Kombibillette). Eggberge - Schön Chulm - Lidernenhütte Im Schnittpunkt der Kantone Uri- Schwyz liegt über dem Urner Talboden am Südhang des Schächentals das einzigartige Wandergebiet Lidernen- Eggberge - Biel - Ratzi - Klausenpass. In der touristisch interessanten und weiträumigen Kulturlandschaft stehen leichte bis anspruchsvolle Wanderungen sowie verschiedene Berggasthäuser und Berghütten zur Auswahl. Auf
den Eggbergen folgen wir dem Güterweg
hinauf bis Angelingen. Bei dieser Verzweigung
steigt der Weg aufwärts zum gut sichtbaren
Bergkreuz und leitet dann weiter durch das
leicht bewaldete Naturschutzgebiet zum
Hüenderegg (1874 m). Auch hier präsentiert
sich eine wunderbare Rundsicht, die uns auf
dieser Wanderung in verschiedenen Ansichten
begleitet. Auf leicht abfallendem Weg erreicht
man in einer Senke das beliebte Fleschseeli
(eingerichtete Feuerstelle der Schweizer
Familie) und wandert anschliessend zur
Chalberweid, wo der Weg hinauf zur Waldgrenze
ansteigt. Hier ändert das Wegprofil, denn vor
uns liegt der ziemlich steile Bergweg hinauf zur
Schön Chulm. In östlicher Richtung steigt die
Route hinauf zum Hagelstock, wo wir mit 2181 m
den höchsten Punkt unserer Wanderung erreichen.
Der Landschaftswechsel zeigt die Gegensätze
zwischen dem steil aufragenden Rossstock und der
Sanftheit der Voralpen, mit der Sicht hinunter
zum Spilauer See. Nach einer ausgiebigen
Mittagsrast wandern wir über sattgrüne
Alpweiden hinunter in die Senke zum Spilauer See
und geniessen eine halbe Stunde später in der
heimeligen Lidernenhütte (1727m) ein kühles
Getränk. Lidernenhütte - Rossstock - Biel Ein gut markierter Weg steigt von der heimeligen Lidernenhütte über sanfte Bergwiesen mit seltener Alpenflora Richtung Schmal Stöckli in die Senke von Ober Hüttli (Bild)- Die Route geht nun unter dem Rossstöckli zum Sattel Mälchbödeli und dann auf luftigen Grat (ausgesetzt) über den grasbewachsenen Rücken südwärts zum Gipfelkreuz des markanten Rossstocks. Weit über die Alpennordseite sieht man bis zum Schwarzwald und der Rundblick zeigt die nahe Gebirgslandschaft der Zentralschweiz. Nach der Verpflegung aus dem Rucksack und dem obligaten Eintrag ins Gipfelbuch folgt man dem Abstiegsweg und quert die Nordostflanke zur Rossstocklücke. Der Abstieg durch eine steile Runse mündet auf gut markiertem Weg hinunter zur Ober Frutt. Hoch über dem Chinzertal steigt der Wanderweg zur Schutzhütte Kinzigpass (2073 m), wo uns ein grossartiger Blick auf die Urner Bergwelt erwartet. Eine Gedenktafel präsentiert Geschichte: Zur Erinnerung an den Übergang des Russischen Heeres unter der Führung des Generalissimus Suworow im Spätherbst 1799. Der Abstieg von der Chinzig Chulm durchquert nach dem weiten Kessel des Hinter Weissenboden den vorder Weissenboden. Nach der historisch geprägten Alpenetappe trifft man je nach Anmeldung im Berggasthaus Biel oder im Skihaus Edelweiss ein. Für die leichtere Variante benötigt man vier Stunden. Sie führt von der Lidernenhütte vorbei am bezaubernd gelegenen Spilauersee aufs Spilauergrätli, Frutt, zum Kinzigpass, hinab zur Alp Biel. Wanderzeit
5 ½ Std. Bilder: Rosstock Fulen Lidernenhütte - Wannentritt- Stoss Durch blühende Alpenrosenfelder wandern wir von der Lidernenhütte im Herdengeläut taleinwärts: auf steinigem Weglein erst sanft, zum Schluss dann steiler hinunter ins Tal und gleich wieder hoch am Gegenhang über eine markierte Grasspur zum gut gesicherten Übergang beim Wannentritt. Auf der Rückseite der Bergflanke führt ein guter Weg durch feuchte Weiden voll Purpurenzian und vielerlei Orchideen talauswärts. Noch einmal quert die Route den Grat und teilt sich dann nach der Alp Laubgarten in einen oberen Pfad «nur für Berggänger» und den bequemeren Abstieg über Alpsträßchen. Mit Blick ins Muotathal und an den markanten Gipfel des Grossen Mythen geht es nochmals durch üppig blühende Waldwiesen zu den Ferienhäusern auf dem Stoos, die man schon lange von ferne erblickt hat. Wer den teilweise recht steilen Abstieg scheut, fährt mit der Drahtseilbahn zu Tal und findet so vor der Busfahrt zum SBB-Bahnhof Schwyz noch Zeit für eine Abkühlung im Schwimmbad Schlattli. Tüchtige Wandersleute schaffen diese Tour auch in einem Tag, vor allem in umgekehrter Richtung mit Hilfe der Stoosbahn. Doch sie werden nie wissen, welch gemütlichen Abend sie in der Lidernenhütte verpasst haben. Route:
Riemenstalden (1030 m)– Alplen-SAC-Hütte Lidernen (1727 m, 2 1/2
Stunden)–Höchi (1487 m)–Wannentritt (1596 m)– Laubgarten–Chruteren oder
Rinder–Chruteren–Stoos (1275 m, 3 1/2 Stunden)–Schlattli (569 m) oder
Morschach (485 m, 2 Stunden).
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