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  Routen:

  Berghaus Birchweid            

Schächentaler Höhenweg

  Berggasthaus Seeblick

Biel- Geissgrätli- Ratzi

  Berggasthaus  Biel 

Eggberge- Spilauergrätli- Biel

  Ski + Berggasthaus  Edelweiss   

Biel- Eggberge

  Berggasthaus   Ratzi 

Ratzi- Sidenplangg- Gamperstock

  Hotel Klausen -Passhoehe  

Eggberge-Klausenpass

 

Clariden Höhenweg

Karte Schächental gross

Über den Chinzigpass

Karte Schächental 1

Bisisthal -Älpler Tor

Karte Schächental 2

Klausenpass- Balmergrätli

Karte Schächental 3

Wannelen/ Seilbahn

Chaiserstock

Eggberge- Schön Chulm. Lidernen

 

Vom Schächental ins Reusstal

 

Lidernen- Stoos

Bilder Schneeschuhtour

Ratzi- Rundweg

Wanderungen Rossstock + Fulen

Rundweg Haldi

Klettern am Hagelstock

Alpenkranz Routen

Bilder Windgällen- Ruchenkette

 

Schächentaler Höhenweg:  Klausen - Ratzi - Biel - Eggberge

Der Schächentaler Höhenweg vom Klausenpass zu den Eggbergen ist ein Kernstück vom Urner Alpenkranz. Die ganze Route ist als Bergwanderweg weiss-rot-weiss markiert und weist keine grossen Höhenunterschiede auf, dazu  präsentiert sich ein abwechslungsreiches Bergpanorama. Anreise: Mit Postauto von der Urner Talebene auf der Klausenpassroute bis kurz vor dem Pass, Haltestelle untere Balm.
Verschiedene Seilbahnen erlauben unterschiedliche Varianten.

Neues Kombi-Billett: Postauto Zentralschweiz, die Auto AG Uri und die Luftseilbahnen Eggbergen, Ruogig, Biel/Kinzig und Ratzi bieten ab 1. Juni 2004 ein gemeinsames Kombi-Billett an. Mit diesem Billett können die vorgenannten Verkehrsträger zwischen Flüelen und Klausen (Balm) benützt werden. Der Gast kann also noch unterwegs entscheiden, welche Luftseilbahnen er benutzen und von wo er mit dem Postauto oder der Auto AG Uri wieder zurückfahren will. Bei einer Übernachtung im Gebiet ist das Kombi-Billett auch noch am Folgetag gültig. Die Kombi-Bilette sind bei den beteiligten Verkehrträgern erhältlich.                                     

Fahrplan:                                                                                   Auto AG Uri
Luftseilbahn Altdorf Mossbad - Eggberge                       eggberge.ch
Luftseilbahn Biel - Kinzig, Talstation Bürglen                buerglen-kinzig.ch
Luftseilbahn  Ruogig, Talstation Bürglen                        ruogig.ch
Luftseilbahn Spiringen - Ratzi, Talstation Spiringen     ratzi.ch
  Ausschnitt Landeskarte                                                       Wandergebiet

Bergwanderweg      

Bei der 'unteren Balm' (1800 m) beginnt auf der rechten Talseite der Schächentaler Höhenweg vorerst mit einer breiten Naturstrasse bis zur Alp Heidmanegg (1862m).  Dann wechselt ein  Wanderweg in  leichtem  Auf und Ab durch die sonnigen Geländestrukturen bis zu den heimeligen Hütten der Alp Mettenen (1750m). Unter den eindrücklichen Felsbastionen der  Schächentaler Windgälle  passiert  der Weiterweg in landschaftlicher Vielfalt  zu „ob den Hegen“ und  weiter zum  Älpeli. Weit verstreut liegen die gepflegten Bauerngehöfte unter den Bergflanken des Schächentals, auf der gegenüberliegenden  schattigen Talseite, fallen die  gewaltig steilen Flühe der Ruchen- Windgällen- Kette gegen das tief eingeschnittene Brunnital. Mitten im Höhenweg bietet bei der Bergstation LSB - Spiringen - Ratzi, auf 1520 m das Berggasthaus Ratzi Unterkunft und Verpflegung. Unsere nächsten Orientierungen heissen  "Obflüe,  hintere und vordere Gisleralp sowie vorder Weissenboden"  (1720 m), wo beim deutlichen
Taleinschnitt eine gut sichtbare Hinweistafel zwei Bergrestaurants, Edelweiß und Biel und eine Seilbahn ankünden. Über der Route liegt nun der Chinzipass der ins Muotathal weiterleitet,  ihm stehen zwei markante Gipfel zur Seite: Rossstock und Fulen. Unsere Wanderung ab Vorder Weissenboden führt gut markiert zum Ruogig (1730m, wiederum eine Seilbahnstation)  und weiter zu "Selez" hinauf zur beliebten  Feuerstelle der Schweizer Familie in die  Mulde des trägen  'Fleschseeli'. Das Seeli ist nur 0,3 ha gross und liegt 1800 m hoch.  Das im Sommer recht warme Wasser lädt ein zum Baden in Gesellschaft der Regenbogenforellen.  Der  Wanderweg Richtung Bergkreuz bietet großartige Rundumsicht: Hüenderegg heißt der Punkt und liegt  auf 1874m. Im Nordosten die schroffen Felskragen der Bergkette mit dem 2461 Meter hohen Rossstock, im Osten die sanft abfallende Sonnenterrasse des eben durchquerten Wandergebietes, im Süden den Blick über das tief eingeschnittene Urner Reusstal und im Westen die markanten Gipfel des 2928 Meter hohen Uri Rotstocks und des 2952 Meter hohen Brunnistocks. Richtung Norden runden Ober- und Niederbauen das Panorama ab.   Der Höhenweg leitet nun abwärts nach Angelingen und dem Strässchen entlang  weiter nach den Eggbergen (1445m). Hier haben wir die Wahl der Qual. Entweder direkt mit der Luftseilbahn talwärts  Richtung Altdorf- Flüelen oder Einkehr ins Bergrestaurant Birchweid oder Seeblick.   

Wanderzeit            Unter Balm – Vorder Weissenboden       4  1/2  Std.
                                 Weissenboden- Eggberge                          2  1/2   Std.
Karten                     LK        1: 25'000                                      
                                          Blatt 1172   
Wanderkarte Uri: Blatt Schächental / Urnersee


Alp Biel - Chinzigpass - Geissgrätli - Ratzi

Rosstocklücke, Chinzig Chulm oder Ruosalper Chulm öffnen die Wege ins benachbarte Muotathal. Diese Wege führen von der Bergstation der Luftseilbahn Spiringen - Ratzi (Berggasthaus Ratzi) durch Waldgebiete und Alpweiden zu lohnenden Bergerlebnissen vor imposanter Gebirgskulisse.  Clariden und Scherhorn,  die riesige Nordwand des Ruchens und der
großen Windgällen, die  Gipfel rund um den Gotthard-und Sustenpass bis zu den Gletschern der versprengten Spannortgruppe und des Urirotstocks bilden den malerisch- alpinen  Hintergrund der  Wanderrouten. großen Windgällen, die  Gipfel rund um den Gotthard-und Sustenpass bis zu den Gletschern der versprengten Spannortgruppe und des Urirotstocks bilden den malerisch- alpinen  Hintergrund der  Wanderrouten.

Eine dieser Routen führt vom Chinzigpass rund um den Gamperstock durch eine grossartige Karstlandschaft. 

Vom Chinzigpass (2073 m), den man von der Bergstation Biel (1620 m, Berggasthaus Biel) der Kinzig-LSB in einer Stunde erreicht, beginnt man zuerst mit einem kurzen Abstieg  gegen die Alp Chinzertal. Nach 100 m biegt rechts die blau-weiss markierte Route gegen Osten in Richtung Gamperstock ab und führt den Wanderer anfänglich etwas mühsam über verkarstetes Gelände in eine  sensationelle Kalklandschaft, die ihresgleichen sucht. Weg ist keiner vorhanden, so dass mit Vorteil die nächste Markierung im Gelände ins Auge gefasst werden muss. Nördlich des Geissgrätlis wird ein ausgedehntes Karrenfeld (Karstlandschaft) überquert. Die Vielfalt der Formen ist faszinierend und zwingt förmlich zum Verweilen. Bei intensiver Sonnenbestrahlung ist das Spiel von Licht und Schatten besonders schön zu beobachten. Nehmen Sie sich Zeit und entdecken Sie eine neue Welt aus Kleingebirgen, Spalten, messerscharfen Kanten und immer wieder Pflanzen, die sich diese unwirtliche Wildnis erobert haben! Der Gamperstock wird ohne allzu grossen Höhenverlust im Norden umgangen. Im Osten des Berges steigt man hinauf bis zum Grätli (2190 m). Wer Lust hat, kann vom Grätli den knapp 100 m höheren Gamperstock besteigen. Eine grossartige Rundsicht entschädigt für diesen Abstecher. Der Abstiegsweg führt vom Grätli an den Lawinenverbauungen oberhalb Sidenplagg vorbei gegen die Obere Gisleralp (1837m) und weiter zur Strasse bei Obflüe (1710 m). Nun steigen wir zum Berggasthaus Ratzi ab, um unseren beträchtlichen Durst zu stillen, denn auf der ganzen Route stand kein Wasser zur Verfügung. Gut beraten ist, wer genügend Flüssigkeit im Rucksack mitnimmt. Für diese Tour sind Bergschuhe erforderlich. Die Scharfkantigkeit der Kalkfelsen sollte nicht unterschätzt werden. Bei schlechtem Wetter und Nebel ist von dieser Tour abzuraten, bei gutem Herbstwetter aber ist die Umrundung des Gamperstockes ein wahrer Leckerbissen.  
WanderzeitBiel -  Geissgrätli -  Ratzi    5 Std.   Alpine Route

Ratzi- Siedenplangg- Gamperstock

Auf einer Höhe von 1520 m ü. M. liegt am Sonnenhang das Schächentales, zwischen der Passhöhe des Klausenpasses und den Eggbergen, das ideale Wander-und Skigebiet RATZI mit dem gleichnamigen Berggasthaus.
Von Spiringen an der Klausenstrasse, mit reichlichen Parkplätzen, ist es mit einer Seilbahn gut erschlossen.
Fahrt mit der Luftseilbahn von Spiringen auf die Sonnenterrasse Ratzi 1520 m ü.M.
Aufstieg: Ratzi - Biegliberg - Älpli - Sidenplangg - Obere Gisleralp - Grätli - Gamperstock.
Auf dem Gamperstock wird der Aufstieg mit einer herrlichen Rundsicht belohnt.
Abstieg: Chinzig Chulm - Rietlig - Ratzi - oder Biel - Talfahrt mit der Luftseilbahn.
Wanderzeit: 4 bis 5 Stunden,    Urner Wanderkarte, Blatt Schächental


Rundwanderweg Biel
Aufstieg: Biel 1637m ü.M. - Richtung Kapelle Wissenboden - Chinzig Chulm 2073 m ü.M.
Abstieg: Richtung Spiringen, obere Gisleralp - Obflüe -  Biel. Unterwegs zur Chinzig Chulm können sie bei ruhigem Verhalten Murmeltiere beobachten. 
Wanderzeit ca. 2 1/2 Stunden,  Urner Wanderkarte, Blatt Schächental


Eggberge- Schön Chulm - Spillauer Grätli - Fruttstäge - Biel
Von den Eggbergen  wandern zum Fleschsee. Hier verlassen wir den breiten Wanderweg und steigen über Ober Ochsenbiel zum Schön Chulm, 2035 m, hinauf. Weiter geht es durch den Einschnitt zwischen Siwfass und Hagelstock zum Spilauer See und von hier über Schrofen zum Spilauer Grätli, ca. 2270 m. Der Abstieg führt uns über die steilen Fruttstägen hinunter nach der Alp Biel ( Berggrestaurant). Mit der Luftseilbahn gelangen wir nach Bürglen hinunter und fahren mit dem Bus nach Flüelen zurück.
 Wanderzeit ca. 5 Stunden        Urner Wanderkarte, Blatt Schächental

   


Alp Biel - Eggberge

Nach der Fahrt mit der Seilbahn wartet auf dem Biel neben der Bahnstation das Berggasthaus Biel mit einer grossen Sonnenterrasse und einem kleinen, aber feinen Kinderspielplatz. Der Wanderweg beginnt gleich hinter dem Haus und führt zuerst bergwärts an Ferienhäusern und später an der Bergkapelle 'Bruder Klaus' vorbei. Nach wenigen Minuten mündet er in den berühmten Schächentaler Höhenweg, der vom Klausenpass bis zu unserem Ziel, Eggberge, führt. Dank den vielen Wegweisern ist jeder Irrtum ausgeschlossen - nach Eggberge gehts Richtung Westen. Vorbei am Restaurant Skihaus Edelweiss und einigen Ferienhäusern geht es auf breitem, gut ausgebautem Weg über Alpwiesen, die nach der Schneeschmelze langsam ergrünen. Zwischen dem zarten Grün erfreut immer wieder eine vielseitige Alpenflora das Auge. Vor allem  Blauer Enzian, Schlüsselblümchen und Butterblumen säumen den Weg. Die gesamte Wegstrecke bis Eggberge nimmt rund zweieinhalb Stunden in Anspruch. Dazwischen gibt es einen schönen Picknickplatz am kleinen Fläschsee ganz in der Nähe des höchsten Punktes der Wanderroute - aber kein Berggasthaus. Den vorzeitig Ermatteten oder den Hungerleidenden bietet sich aber auf etwa halber Wegstrecke eine effiziente Rückzugmöglichkeit an. Die Seilbahn, die ebenfalls von Brügg aus etwas mehr westlich als die Biel-Kinzig-Bahn bergwärts nach Ruogig fährt und deren zweite Sektion schliesslich gleich beim Wanderweg endet. Die kleine Gondel, setzt sich immer fünf Minuten nach jeder vollen oder nach jeder halben Stunde in Bewegung. Und sehr oft wird sie von Kletterern benutzt die in der näheren  Umgebung jede Menge neue Herausforderungen an idealen Felswänden finden. Der höchste Punkt der Wanderung heisst Hüenderegg, liegt auf 1874 m.ü.M. und bietet vom kleinen Platz mit dem Gipfelkreuz aus, eine prächtige Rundumsicht. Im Nordosten die schroffen Felskragen der Bergkette mit dem 2461 Meter hohen Rossstock, im Osten die sanft abfallende Sonnenterrasse des eben durchquerten Wandergebietes, im Süden den Blick über das Urner Reusstal und im Westen die markanten Gipfel des 2928 Meter hohen Uri Rotstocks und des 2952 Meter hohen Brunnistocks. Richtung Norden runden Ober- und Niederbauen das Panorama ab. Über weiche Matten geht es zum dichten Tannenwald oberhalb Eggberge hinunter. Dieser stille Wald mit seinem verborgenen Winkeln und den braunen Moortümpeln allein ist schon einen Ausflug wert. Die Wanderung von der Hüenderegg bis zur Bergstation der Seilbahn von Flüelen nach Eggberge auf 1500 m.ü.M. hinunter, nimmt rund 45 Minuten in Anspruch und führt nach dem Tannenwald über weite offene Matten und später durch Ferienhaus-Siedlungen. Bevor wir  mit der Seilbahn zu Tal schweben, bieten sich zwei Berggasthäuser zur Rast an: Birchweid oder Seeblick

Wanderzeit: Alp Biel - Eggberge       2 1/2 Stunden


 Eggbergen - Angelingen - Fleschseeli - Hüenderegg - Ober Eggberg - Bittleten - Bannwald - Moosbad - Flüelen 

Von der Bergstation der Eggbergbahn marschieren wir zwischen Matten und Chalets hinauf zum Berggut Angelingen. Beim Skilift treffen wir auf die Wegmarkierungen und folgen diesen durch den lockeren Bergwald im Bogen nach Osten hinauf zum romantischen Fleschseeli. Auf den Geländestufen hinter dem versteckt zwischen Hügeln gelegenen Bergsee lässt es sich gemütlich rasten und die Ruhe geniessen. Wir lassen den tollen Rundblick auf unsere Gemüter wirken, der blaue See tief unter uns, gegenüber Ober- und Niderbauen, das wohlgeformte Massiv des Urirotstockes mit seinen Gipfeln und dahinter der Titlis. Beim Fleschseeli verzweigen sich die Wege. Einer führt zum Mättental und zu den Gisleralpen. Ein anderer verläuft zackig hinauf zur Alp Schön Chulm, ein dritter führt etwas südöstlich unter der Krete in Südrichtung zur Hüenderegg und um diese herum zurück ins Gebiet der Eggberge. Wir behalten unsere Höhe bei und wandern auf diesem Weg weiter. Zwischen Hüenderegg und Höch Egg gehen wir dem Waldrand entlang durch die Rossgrueben zum Ober Eggberg und dann im Bogen südlich zum Schnapf. Unter dem Hubel durch gelangen wir auf dem alten Saumweg hinunter zur Waldenen und durch dass offene Gelände zu den Liegenschaften von Bittleten. Von dort wandern wir auf einem prachtvollen, auf gleicher Höhe verlaufenden Weg über dem Kapuzinerkloster durch den Bannwald und in etlichen Kehren zum Strässchen gegen das Moosbad. Die letzte Viertelstunde Weg marschieren wir auf der Strasse Flüelen-Altdorf zurück zur Talstation der  Eggbergbahn.

Wanderzeit         5 Stunden
Landeskarte : 1:25 000 Blätter 1172 Muotatal und 1192 Schächental /   Wanderkarte Uri: Blatt Urnersee

Das Fleschseeli 
ist nur 0,3 ha gross und liegt 1800 m hoch. Man erreicht den kleinen See entweder von der Bergstation der Seilbahn Eggberge oder von Ruogig, Seilbahn Brügg-Eierschwand, Bürglen. Die Bezeichnung auf der Landeskarte lautet «Gross Flesch». Etwas unterhalb liegt noch ein kleiner Tümpel. Der Grund des Fleschseelis ist, natürlich bedingt, sehr verschlammt. Deshalb konnten sich die in früheren Jahren eingesetzten Namaycush nicht vermehren. Das im Sommer recht warme Wasser lädt ein zum Baden in Gesellschaft der Regenbogenforellen. (Amt für Umweltschutz Uri)


Eggberge- Klausenpass

 Eine Panoramaroute mit  vielen Höhepunkten und nur wenige Höhenunterschied ist der Wanderklassiker von  den Eggbergen auf der Sonnenseite des Schächentals  bis zum Klausenpass. Ausgangspunkt ist die Bergstation der Seilbahn Flüelen - Eggberge auf 1445 m ü.M. (Bergrestaurants) Während der einzige größere Aufstieg im Wald erfolgt, verläuft die weitere Wanderung, die insgesamt gut sechs Stunden dauert, praktisch immer im baumlosen Sonnenhang, "sonnenhalb". Das ist nicht nur eine Aussage über das Klima, denn "sonnenhalb" liegt das intensiv bewirtschaftete Land der Bergbauern, die Hütten und die Streusiedlungen  des Schächentals. Die gegenüberliegende Talseite, "schattenhalb", ist wenig bewohnt, dicht bewaldet, steile Felsbänder und Runsen durchziehen sie und erst in der Höhe finden sich  die Sommeralpen. Wandert man Richtung Klausenpass, so hat man ständig ein grossartiges Panorama vor sich:  Die unglaublich steile Kette:  Gross Windgällen,  Gross Ruchen, Griesstock, Schärhorn mit seinen zwei Spitzen, im Hintergrund der Clariden. Über dem Erstfeldertal grüsst inmitten des Gletschers die wildverzackte Spannortgruppe und der Blick zurück zeigt in Grossaufnahme über der Gitschen - Brunnistockkette den Urirotstock. Nicht vergessen: ausreichend Sonnenschutz und Getränke


Clariden-Höhenweg vom Fisetenpass 2036 m, zum Klausenpass 1948 m

Dieser Weg führt zwar  nicht auf den Clariden, trotzdem spüren Sie die Grösse dieses Massivs und kalten Hauch der Gletscherregion. Vom Fisetenpass ( Seilbahn Urnerboden - Fisentengrat) gehts westwärts mit einem kurzen Aufstieg auf Ober Orthalten, gemütlich weiter zum Hasentrittli und dann abwärts zum Gemsfairenhüttli auf 1951 Meter (1 Stunde / 3 Kilometer). Von hier ist die Postautohaltestelle "Klus" über ein Strässchen in 3/4 Stunden erreichbar. Unser Höhenweg führt uns aber weiter unter die Nordwand des Clariden, das heisst über die Follen zu den Wasserfassungen des Kraftwerkes Linth-Limmern, weiter durchs Firenband mit kühnen Tiefenblick in die Klus und übers Clariden-Bödemli zum Klausenpass, wo Sie wiederum das Postauto erreichen können (4 1/2 Kilometer, 200 Meter Höhendifferenz Aufstieg, 2 Stunden) 
Gesamtaufwand ab Fisetenpass: 3 bis 4 Stunden. Dieser Weg ist erst ab Mitte/Ende Juni empfohlen. (Schneeschmelze abwarten!) Seilbahn Fisetengrat: Talstation: unterhalb des Restaurantes Urnerboden, Bergstation: östlich des Fisetenpasses auf 2010 m.
 

 

Naturkundlicher Höhenweg:   Klausenpasshöhe - Chammli - Oberalp - Nideralp - Wannelen - Trogen - Brunnital - Unterschächen

 

 

         Route

Höhe in m

Hinweg

        Hotel Klausen - Passhöhe

1948

041 - 879 11 64

       Chammli

2049

45 min

       Oberalp/Hüenderli

1836

1 h 45 min

       Nideralp

1652

2 h 00 min

       Wannelen

1624

2 h 45 min

       Trogen

1511

3 h 30 min

       Unterschächen

995

4 h 30 min

        Berggasthaus  Ratzi   

 Seilbahn:  Spiringen- Ratzi

 

 

 

Verkehrsmittel
Für die Anreise zum Höhenweg empfehlen wir. die öffentlichen Verkehrsmittel zu benützen: mit dem Postauto Linie Flüelen - Klausenpass - Linthal. Hinfahrt bis Klausenpasshöhe, Rückfahrt ab Unterschächen. Verbilligte Rundreisebillette sind im Postauto erhältlich.

Hinter der Kapelle am Klausenpass beginnt der linksseitige Höhenweg zur Ostflanke des Brunnitals. Dieser Weg verläuft wie auf einem Balkon mitten durch die Schächentaler Alpen grossenteils knapp unterhalb der 2000 m Höhenlinie. An mehreren imposanten Wasserfällen vorbei geht es zuerst über Karrenfelder zur Chammlialp. Auf dieser Aussichtsterrasse überblickt man das ganze Schächental mit seinen Weiden und Wäldern bis hinab in den Urner Talboden zur Einmündung ins Reusstal. Anschliessend überschreitet man die Endmoräne des Griess-Firns, dessen Schmelzwasser weiter unten den berühmten und weithin sichtbaren 'Stäubenfall' bilden.  Auf dem neuen, teilweise etwas ausgesetzten Weg steigt man ab zur Oberalp. Hier stehen verschiedene Alphütten nahe dem nur schuhtiefen Seelein. Bei der Transportseilbahn führt ein steiler Zickzackweg zwischen den Felsen hindurch zur unmittelbar über der heutigen Waldgrenze liegenden Nideralp. Der  Wegweiser weist uns nach Westen auf den Alpweg nach der Alp  Wannelen. Wer Steilhänge nicht sonderlich liebt, besteigt hier die Personen- Luftseilbahn nach Ribi, (Unterschächen) direkt an der kurvenreichen Klausenpass-Strasse (Postautohaltestelle). Abenteuerlicher ist es jedoch, dem gut ausgebauten Wanderweg zur Alp Trogen zu folgen. Zwischen Fichten führt ein wildromantischer, sehr steiler Weg an mehreren Wasserfällen vorbei ins wildromantische Brunnital. Den Talgrund erreicht man ca. eineinhalb Kilometer südlich von Unterschächen. Wer das Brunnital jedoch in seiner ganzen Schönheit geniessen will, dem wird empfohlen, auf dem Höhenweg zu bleiben. Es besteht die Möglichkeit, bei Nider Lammerbach ins Tal abzusteigen oder auf der neuerstellten Alperschliessungsstrasse durch dichte Fichtenbestände bis zur Brunnialp zu wandern. Nun folgt man dem durch einen Wegweiser bezeichneten Weg auf die linke Talseite bis zur Brücke vor der sogenannten Bad-Kapelle. Das Dorf erreicht man auf der neuen Talstrasse.  Literatur: Arbeitsgruppe Naturkundliche Höhenwege Uri


Geschichte

Im Frühjahr 1799 hatten sich Engländer, Österreicher und Russen verbündet, um der von Napoleon ausgerufenen Helvetischen Republik ein Ende zu bereiten. Je ein österreichisches und ein russisches Heer griffen im Mittelland an, während der russische Feldmarschall und Haudegen Graf Alexander Wassilitsch Suworow-Rymnikskij von Italien aus dem Feind über den Gotthard in die Flanke fallen sollte. Die 21.284 Mann der russischen Streitmacht trafen mit ihren 5000 Pferden und Maultieren und 25 zerlegbaren Feldgeschützen verspätet auf dem Gotthardpass ein. Nach harten Kämpfen in der Schöllenen erreichte er zwei Tage später den Urner Hauptort Altdorf. Dort aber gab es kein Weiterkommen, da die Franzosen alle Schiffe von Flüelen hatten wegbringen lassen. Aus diesem Grund befahl der General am 27. September 1799 seinen Truppen den Abmarsch nach Bürglen und weiter über den Chinzigpass Richtung Muotathal. Das über  20'000-Mann starke Heer kroch wie eine ungeheure Raupe bei Regen und Schnee auf die 2073m hohe Chinzig Chulm.
Die erschöpften Soldaten mussten vom Muotathal noch weiter über den Pragel- und Panixerpass marschieren, da der Weg nach Zürich auch hier abgeschnitten war. Die Truppen mit lediglich 14'000 Überlebenden verliessen am 11. Oktober 1799 auf dem Weg über Chur, zur österreichischen Grenze, die Schweiz. Diese Route ist auch als "Suworow Wanderung" markiert. Aber nicht nur die Geschichte macht diesen Weg attraktiv. Weil die Wanderung weg von touristischen Rummel verläuft, ist speziell der Teil Chinzig-Seenalpsee still und friedlich.

Über den Chinzigpass

Der Wanderweg von der Chinzig Chulm zur Rindermatt und weiter Richtung Matten, Galtenebnet und Schwarzenbach im Bisistal ist auf der ganzen Strecke neu markiert und zum grossen Teil neu beschildert worden, versehen mit den den entsprechenden Zeitangaben. Von der Chinzig Chulm erreicht man Schwarzenbach in 5 Stunden und 45 Minuten, umgekehrt in in 6 1/4  Stunden.  Der Verbindungsweg von der Rindermatt zur Alp Wängi und weiter nach Liplisbüel ist ebenfalls neu markiert und beschildert. Herrliche Ausblicke begleiten den Wanderer, sich verpflegen kann man auf  der Alp Galtenebnet. Öffentliche Verkehrsmittel stehen in beiden Talschaften zur Verfügung ebenso Luftseilbahnen auf der Urner Seite: Eggberge, Ruogig, Biel und Ratzi. Verschiedene Berggasthäuser sind dort  Anlaufstelle für Hunger und Durst und bieten ideale Beherbergungsmöglichkeiten.
Bild: Route

 Biel - Chinzigpass - Seenalp- Liplisbüel - Hintertal
 Die LSB Biel - Kinzig hat zwei Sektionen und bringt uns von der Talstation "Brügg" oberhalb Bürglen rasch hinauf in eine wunderschöne, aussichtsreiche Bergregion, hoch über dem Urner Schächental. Von der Bergstation der Alp Biel (1637m) mit dem Berggasthaus Biel, führt der Pfad stetig ansteigend hinauf zur hübsch geschmückten Bergkapelle Bruder Klaus. In der Nähe befindet sich das Restaurant /Skihaus Edelweiss  mit Zimmer und Massenlager. Nach knapp einer Stunde erreichen wir ob dem hinteren Wyssenboden die steilen Flanken der Bergkette Rosstock- Fulen mit einer deutlich  sichtbaren  Wegroute und steigen  gleichmäßig weiter hinauf zum Chinzig Chulm
(2073 m). Auf dem Pass mit der kleinen Kapelle und einer Gedenktafel in Erinnerung an General Suworow geniessen wir die herrliche Aussicht in die vergletscherten Urner Berge und hinunter ins tief eingeschnittene untere Reusstal. Zwei Wege führen nun ins schwyzerische Muotathal. Derjenige zur Rechten folgt dem Chinzig Tal. Wir wählen denjenigen zur Linken, übers Seenalpseeli. Nach etwa 200 m kommen wir an der Alphütte Chinzig  vorbei. Auf Felsbrocken im Boden wird die weitere Richtung angegeben: entlang den felsigen Abhängen der steilen Bergkette zu unserer Linken mit Fulen, Chaiserstock, Blüemberg. Der schöne Pfad führt über bunte Alpweiden mit den vielen Felsbrocken die überall sichtbar sind. Vom See wird der Abstieg zur Seenalp etwas steiler.
Von der Seenalp hinunter ins enge Hürital führt eine gute Kiesstrasse. Vielleicht ziehen Sie diese dem steilen Wanderweg vor. Nahe dem Talboden vereinigen sich die beiden Strassen vom Chinzertal und der Seenalp. Beim Hüribach benutzen wir den Pfad links vom Bach (nicht markiert). Die neue Strasse verläuft auf der rechten Seite. Bald treffen wir auf einen Wegweiser, der zur Seenalp hinauf weist. Nach Überqueren der Brücke (die Gegend wird als Parkplatz benutzt) führt der Weg zunächst der Asphaltstrasse entlang. Bald treffen wir auf einen Pfad der links hinunter durch den Wald führt. Später treffen wir wiederum auf die Asphaltstrasse, aber wiederum werden wir nach kurzer Distanz auf einen Wanderweg treffen. Bei Liplisbüel (Restaurant
1194 m) beginnt der Wanderweg rechts vom Restaurant. Der letzte Teil oberhalb Hinterthal ist recht steil und verläuft direkt dem wilden Bach entlang. Er hat tiefe Schluchten und Höhlen herausgeschnitten, ein sehr beeindruckendes Wegstück, als finale furioso. Die nächste Haltestelle ist Hinterthal (624m).  Wanderzeit Total ca. 5.5 Std.


Muotathal/Hinterthal  - Liplisbüel - Wängi - Chinzertal - Chinzig Chulm -  Biel

 

Von Muotathal/Hinterthal (624m) wandern wir zuerst stark steigend ins enge Hürital, teilweise auf dem Fahrsträsschen und oft wieder auf einem schmalen Fussweg nach Liplisbüel (Restaurant 1194 m). Das Rauschen des Hüribaches ist unsere ständige Begleitmusik auf dem sonst einsamen Weg. Nach den wenigen Häusern des kleinen Dörflein erreichen wir bald die Urner Kantonsgrenze und auch die Wegscheide, rechts über die Seenalp und links durchs Wängi- und Chinzertal. (Wängi 1455 m).  Auf 1719 m liegt der  Seenalpsee.  Er liegt ideal, unberührt von Lawinen und inmitten saftiger Alpweiden. Ein kleiner Bach speist den 3,75 ha grossen und 13 m tiefen See. Er gehört zu den beliebtesten Bergseen und wird dementsprechend intensiv befischt. Wir wählen die letztere Wegroute zum Chinzig-Chulm und so bleibt uns der Hüribach noch weiterhin treuer Begleiter. Der lange mühsame Aufstieg zum 2073 m hohen Chinzigpass muss redlich verdient werden, umso größer die Freude wenn man die kleine Kapelle erreicht und der Aufstieg geschafft ist. Der Abstieg über den Wyssenboden bis zur Alp Biel ist nicht allzu lange.  Für Hunger und Durst stehen oberhalb der Luftseilbahn, die uns in den  Talboden zurückbringt, zwei Berggasthäuser zur Verfügung. (Bildmitte Aelpler Tor, links  Schächentaler Windgällen)

Wanderzeit 5 1/2 Std.,  Aufstieg:1450 Höhenmeter

Alpler Tor
(Im Quellgebie der Mouta)
  Alpiner Bergweg

Vom Bisistal (Sali),  auf der Naturstrasse hinauf zur Ruosalp, weiter auf der neu angelegten Alpstrasse bis auf ca. 1740m Höhe. Zu Fuss auf dem aus den Felsen herausgesprengten Weg zur „Alplen“ (Ober Stafel auf 1888m). In der neu ausgebauten und erweiterten Alphütte gibt's Massenlager.  Weiter geht die  Wanderung über Rossboden, vorbei am Alplersee zum Alpler Tor (2448m), Lücke zwischen Schwarzstock/ Schächentaler Windgällen. Ab hier steiler Abstieg zum Unter-Band (leichte Kletterstelle) über die Alp Mettener Butzli (1966m). Der weitere Abstieg  zur Alp Mettenen  (1749m) hinab Richtung Berggasthaus Ratzi, 1520m, bietet keine Schwierigkeiten. Das Berggasthaus ist unmittelbar neben neben der LSB, die nach Spiringen hinunterführt.

 

Der Alplersee liegt 2050 m hoch, er ist 1,6 ha gross und nur drei m tief. Ein guter Weg, teilweise spektakulär in den Fels gehauen, führt von der Ruosalp über Oberstafel dorthin. Die Marschzeit beträgt etwas über zwei Stunden. Obwohl das Gelände nach Süden offen ist, liegt dort nach strengen Wintern oft noch viel Lawinenschnee.


Hotel Klausenpass -  Balmer Grätli - Ruosalper Chulm  (2218 m) 

Direkt beim Hotel Klausenpasshöhe beginnt der Aufstieg zum Balmergrätli (2218) das man in einer guten Stunde erreicht. Über den Grat wandert man weitere 30 Minuten bis zum Tagesziel, der Ruosalper Chulm. Anschaulich zeigen sich hier verschiedenste Geländeformen und der Blick schweift nicht nur auf das Claridenmassiv sondern ebenso nach Norden auf die weitläufige Ruossalp und hinüber zu den Karstfeldern rund um den Glattalpsee. Ende September 2004  wurde dieses Wanderweg-Teilstück nördlich vom Klausenpass neu eröffnet. Der neue Panorama-Wanderweg führt vom Balmer Grätli zur Ruosalper Chulm. Die rund 1.5 km wurden in teils sehr anspruchsvollem Gelände, auf einer durchschnittlichen Höhe von 2200 M.ü.M., unter der Leitung von Tourismus Unterschächen/Klausenpass realisiert. Bei der Routenwahl wurde darauf geachtet, dass der Weg im Frühling möglichst rasch schneefrei wird. Die Route ist größtenteils auf dem Grat geführt, so dass die Bergwelt Richtung Schächental mit Clariden, Schärhorn über Gross Windgällen und bis zum Uri Rotstock als auch Richtung Norden mit einem weiten Einblick ins Muotathal bewundert werden kann. Mit der Fertigstellung dieses Abschnittes eröffnet sich dem Wanderer ein wunderbarer Rundweg: Wenn man das Hotel Klausenpass als Ausgangspunkt nimmt, so erreicht man in einer Stunde und einem Aufstieg von 400 Höhenmetern das Balmer Grätli. Weiter in Richtung Westen erreicht man in 30 Minuten über den neuen Panoramaweg die Ruosalper Chulm. Der Rundweg endet mit dem Abstieg auf die Balm und zurück zum Hotel Klausenpass und dauert total 2 Stunden. 

Ruosalper Chulm

Route: Bisisthal Rest. 853 m, Feldmoos 1335 m, Vorder Hütten 1330 m, Waldisee 1430 m, Ruosalp 1424m, Rossplatten, Ruosalp Chulm 2178 m, Balm Klausenpasstrasse, 1800 m.

Wanderzeit ca.  71/2 Std.

 


Berggasthaus Biel - Alp Wissenboden - Chinzigpass - Berggasthaus Ratzi

Vom Berggasthaus Biel (Bildnachweis) geht  unsere Wanderung gegen das Gadenstettli und höher hinauf zur Bergkapelle Bruder Klaus.  Beim Punkt 1720, an dem sich die Wege scheiden, treffen wir auf den Passzugang zum Chinzigpass. Wir folgen ihm im Aufstieg über die Alp Wissenboden. Bei der Stelli zweigt ein oberer Weg zur Fruttstäge ab. Er führt direkt auf den Felsriegel hinauf. Wir halten uns an den Saumweg, der im Bogen die Alp Wissenboden umgeht und dann steil in die Passmulde hinaufführt. Eine kleine Kapelle und eine Erinnerungstafel an General Suworow, der im September 1799 mit russischen Truppen hier den Übergang ins Muotathal genommen hat, weisen auf die Bedeutung des Passes hin. Auf Chinzig - Chulm (2073m) öffnet sich eine weite Sicht zu den Urner und Schwyzer Alpen. An der Westseite sehen wir die Chaiserstock - Gruppe, Wasserberg, Höch Turm und Ortstock erkennt man nordöstlich. Dahinter erkennt man den Glärnisch mit seinen Gletschern. Rechts dominiert die wuchtige Schächentaler Windgälle. Hinunter nach Muotathal muss man ca. drei Stunden Marschzeit rechnen. Für den Abstieg nehmen wir ein kurzes Stück den Hinweg, wenden uns dann links in Richtung Ratzi. Es ist ein prächtiger Bergweg mit traumhafter Kulisse, der uns hoch über der Gisleralp zuerst über eine ausgedehnte Risi gegen die Obere Gisleralp, dann zur Oberflüeweid und schliesslich auf mehr oder weniger offenem Gelände ins Rietlig und über Wiesenwege zum Berggasthaus Ratzi hinunter leitet. Hier folgen wir erst ein Stück westlich der Strasse, dann dem Locherbächli entlang gegen Meinzig bis Spiringen oder benützen die LSB, die uns bequem vom Ratzi hinunter nach Spiringen bringt. 

Wanderzeit ca. 4.25  Std./ Höchster Punkt: 2073 m / Wanderkarte Uri: Blatt Schächental  /  (Kombibillette).


Eggberge - Schön Chulm - Lidernenhütte

Im Schnittpunkt der Kantone Uri- Schwyz liegt über dem Urner Talboden am Südhang des Schächentals das einzigartige Wandergebiet Lidernen- Eggberge - Biel - Ratzi - Klausenpass. In der touristisch interessanten und weiträumigen Kulturlandschaft stehen leichte bis anspruchsvolle Wanderungen sowie verschiedene Berggasthäuser und Berghütten zur Auswahl.

Auf den Eggbergen  folgen wir dem Güterweg hinauf bis Angelingen. Bei dieser Verzweigung steigt der Weg aufwärts zum gut sichtbaren Bergkreuz und leitet dann weiter durch das leicht bewaldete Naturschutzgebiet zum Hüenderegg (1874 m). Auch hier präsentiert sich eine wunderbare Rundsicht, die uns auf dieser Wanderung in verschiedenen Ansichten begleitet. Auf leicht abfallendem Weg erreicht man in einer Senke das beliebte Fleschseeli (eingerichtete Feuerstelle der Schweizer Familie) und wandert anschliessend zur Chalberweid, wo der Weg hinauf zur Waldgrenze ansteigt. Hier ändert das Wegprofil, denn vor uns liegt der ziemlich steile Bergweg hinauf zur Schön Chulm. In östlicher Richtung steigt die Route hinauf zum Hagelstock, wo wir mit 2181 m den höchsten Punkt unserer Wanderung erreichen. Der Landschaftswechsel zeigt die Gegensätze zwischen dem steil aufragenden Rossstock und der Sanftheit der Voralpen, mit der Sicht hinunter zum Spilauer See. Nach einer ausgiebigen Mittagsrast wandern wir über sattgrüne Alpweiden hinunter in die Senke zum Spilauer See und geniessen eine halbe Stunde später in der heimeligen Lidernenhütte (1727m) ein kühles Getränk.
Wanderzeit 3 ½ Std.
Höchster Punkt 2181 m
Karten 1: 25'000 1172 Muotathal 1192 Schächental
Wanderkarte Uri Blatt Urnersee
Luftseilbahn Chäppeliberg- Gitschen 041 820 44 48
Nur mit Reservation: Autobus Chäppeliberg- Sisikon 041 820 32 55
Schwierigkeit T 2 weiss-rot-weiss

Bilder Lidernengebiet 


Lidernenhütte - Rossstock - Biel

Ein gut markierter Weg steigt von der heimeligen Lidernenhütte über sanfte Bergwiesen mit seltener Alpenflora Richtung Schmal Stöckli in die Senke von Ober Hüttli (Bild)- Die Route geht nun unter dem Rossstöckli zum Sattel Mälchbödeli und dann auf luftigen Grat (ausgesetzt) über den grasbewachsenen Rücken südwärts zum Gipfelkreuz des markanten Rossstocks. Weit über die Alpennordseite sieht man bis zum Schwarzwald und der Rundblick zeigt die nahe Gebirgslandschaft der Zentralschweiz. Nach der Verpflegung aus dem Rucksack und dem obligaten Eintrag ins Gipfelbuch folgt man dem Abstiegsweg und quert die Nordostflanke zur Rossstocklücke. Der Abstieg durch eine steile Runse mündet auf gut markiertem Weg hinunter zur Ober Frutt. Hoch über dem Chinzertal steigt der Wanderweg zur Schutzhütte Kinzigpass (2073 m), wo uns ein grossartiger Blick auf die Urner Bergwelt erwartet. Eine Gedenktafel präsentiert Geschichte: Zur Erinnerung an den Übergang des Russischen Heeres unter der Führung des Generalissimus Suworow im Spätherbst 1799. Der Abstieg von der Chinzig Chulm durchquert nach dem weiten Kessel des Hinter Weissenboden den vorder Weissenboden. Nach der historisch geprägten Alpenetappe trifft man je nach Anmeldung im Berggasthaus Biel oder im Skihaus Edelweiss ein. Für die leichtere Variante benötigt man vier Stunden. Sie führt von der Lidernenhütte vorbei am bezaubernd gelegenen Spilauersee aufs Spilauergrätli, Frutt, zum Kinzigpass, hinab zur Alp Biel.

Wanderzeit 5 ½ Std.
Höchster Punkt 2460 m
Karten 1: 25'000 1172 Moutathal 1192 Schächental
Wanderkarte Uri Blatt Schächental
Unterkünfte: Lidernenhütte, Rest. Skihaus Edelweiß, Berggasthaus Biel. Ideales Gelände für Schneeschuhtouren, Schneeschuh - Vermietung im Gasthaus Biel.
Schwierigkeit T 2        weiss-rot-weiss     Rossstock T 3 weiss-blau-weiss

Bilder: Rosstock Fulen

Lidernenhütte - Wannentritt- Stoss

Durch blühende Alpenrosenfelder wandern wir von der Lidernenhütte im Herdengeläut taleinwärts: auf steinigem Weglein erst sanft, zum Schluss dann steiler hinunter ins Tal und gleich wieder hoch am Gegenhang über eine markierte Grasspur zum gut gesicherten Übergang beim Wannentritt. Auf der Rückseite der Bergflanke führt ein guter Weg durch feuchte Weiden voll Purpurenzian und vielerlei Orchideen talauswärts. Noch einmal quert die Route den Grat und teilt sich dann nach der Alp Laubgarten in einen oberen Pfad «nur für Berggänger» und den bequemeren Abstieg über Alpsträßchen. Mit Blick ins Muotathal und an den markanten Gipfel des Grossen Mythen geht es nochmals durch üppig blühende Waldwiesen zu den Ferienhäusern auf dem Stoos, die man schon lange von ferne erblickt hat. Wer den teilweise recht steilen Abstieg scheut, fährt mit der Drahtseilbahn zu Tal und findet so vor der Busfahrt zum SBB-Bahnhof Schwyz noch Zeit für eine Abkühlung im Schwimmbad Schlattli. Tüchtige Wandersleute schaffen diese Tour auch in einem Tag, vor allem in umgekehrter Richtung mit Hilfe der Stoosbahn. Doch sie werden nie wissen, welch gemütlichen Abend sie in der Lidernenhütte verpasst haben.

Route: Riemenstalden (1030 m)– Alplen-SAC-Hütte Lidernen (1727 m, 2 1/2  Stunden)–Höchi (1487 m)–Wannentritt (1596 m)– Laubgarten–Chruteren oder Rinder–Chruteren–Stoos (1275 m, 3 1/2 Stunden)–Schlattli (569 m) oder Morschach (485 m, 2 Stunden).
Die Route kann auch in umgekehrter Richtung begangen werden.
Lohnende Variante: Stoos–Wannentritt–Lidernen– Rotenbalm–Eggbergen (4 Stunden ab Lidernen)–Luftseilbahn nach Flüelen.
Karte/Führer: Landkarte 1:50 000, Blatt 246, oder Kümmerly & Frey, Wanderkarte 1:60 000 und Wanderführer