Alpenüberquerung:  In sieben Tagen vom Engelberger Tal zum Gotthardpass

 Alpine, meist weiss-blau- weiss markierte Routen. Für Ihre Begleitung stehen unserere Bergführer gerne zur Seite!

 

1.Tag: Engelberg - Biwak am Grassen

Von Engelberg (Herrenrütiboden, Talstation der Fürenalpbahn) steigt man über das Leiterli zur Alp Bödmen auf (kleine Alpwirtschaft). Über das Ober Stäfeli erreicht man das Gorisegg, einer etwas mühsam zu begehenden Moräne, die direkt unter der beeindruckenden Titlis-Ostwand zum Firnalpeligletscher führt. Ab einer Höhe von ca. 2200 m. stapft man in Richtung Tierberg und gelangt zum Grassenbiwak.  
Platzangebot total: 18 Personen  
Anstieg: Engelberg - Herrenrüti - Firnalpeli -  Gorisegg  

GZ: 4.5h ab Herrenrüti
Engelberg  1084m,  Grassenbiwak: 2647m,  Aufstieg: 1563m
Karten: 1:50'00 Blatt 255 Sustenpass 1:25'000 / Blatt 1211 Meiental  

 

2.Tag: Biwak am Grassen - Sustlihütte

Angeseilt  wandert man über den Firnalpelifirn zum Stössensattel (Der Aufstieg zum nahen Gipfel des Grassen mit seinem weit hin sichtbaren Kreuz lohnt sich). Die ruinenartigen Spannorte weisen ostwärts zum gleichnamigen Joch Richtung Glatt Firn - Kröntenhütte -  Erstfeldertal.  Wir aber steigen über den Stössenfirn neben den Kletterbergen Trotzig - Wichel zur Sustlihütte ab.

Grassenbiwak: 2647m,  Stössensattel 2835m,  Aufstieg 188m,  Sustlihütte 2257m.
Sustlihütte

 

 

 

3.Tag: Sustlihütte - Tierberglihütte

Richtung Silberberg zum Sustenpass. Achtung: Fixseile beim Guferjoch (Der Hüttenwart der Sustlihütte gibt Auskunft). Variante: Abstieg über Oberplatti oder übers Egg durch Alpenrosen und Erlen gemütlich zum Sustenbrügggli an der Sustenstrasse. Dem Säumerweg über dem Chalchtal folgen bis zum Pass und den langen Wegkehren hinunter zum Restaurant Steingletscher. Auf den Sustenpasss bietet das total neu renovierte Sustenhospiz Unterkunft und Verpflegung an. Für den Aufstieg zur Tierberglihütte über Umpol genügend Zeit einrechnen.
Sustlihütte 2257m, Tierberglihütte 2795m, Aufstieg 930m

Karte  Koord. 674 630/172 790, 2797 m Karten: LK 1211 (Meiental) Tierberglihütte 

 

 

 

4.Tag: Tierberglihütte - Sustenhorn - Bergseehütte

Angeseilter Aufstieg über den teilweise zerrissenen Gletscher zum Sustenhorn. Die Sicht ist gewaltig; hinter den markanten 4000er der Berner Alpen zeigt sich das Matterhorn.  Über die Sustenlimi steigen wir in den Brunnenfirn und queren ihn mühsam gegen Osten.  Über viel Blockschutt und Schneefelder wandern wir anstatt ins Chelenalptal unter dem Hoch Horefellistock über eine Trogschulter zur Bergseehütte. Zusammen mit  dem Hüttenwart und Bergführer Toni Fullin und seiner Frau Maria geniessen wir unter den Kletterbergen der verschiedenen Schijen den  Nachmittag.

Tierberglihütte 2795m, Sustenhorn 3503m, Bergseehütte 2370m,  Aufstieg 708m         Bergseehütte

 

 

5.Tag: Bergseehütte - Lochberglücke - Tiefenbach

Auf dem neu ausgebauten Weg steigen wir bequem zur Göscheneralp ab. Nach einem Kaffee wandern wir über den Staudamm und steigen neben dem Kristallfundort des Planggenstocks hinauf zur Lochberglücke.  Wir rutschen über viel Schnee in leichten Bogen hinunter zur Saasegg, umgehen die Albert Heim-Hütte östlich und gelangen  über den Tätsch auf einem Fahrweg zur Furkapassstrasse, wo wir im Hotel Tiefenbach Quartier beziehen. Endlich wieder einmal duschen und Zeitungen lesen!

Berseehütte 2370m, Lochberglücke 2815m, Tiefenbach 2106m, Aufstieg 1033m      www.hotel-tiefenbach.ch

 

 

6.Tag: Furkapass - Stotzigen Firsten - Gross Leckihorn - Rotondohütte
Tiefenbach bis Furka - Passhöhe per Auto.  Aufstieg über die Stotzigen Firsten und über das Deieren-Älpetli ins Tal der Muttenreuss absteigen. Der einfach zu begehende Muttengletscher leitet unsere Tour zum Leckipass. Dann wir steigen wir zur Rotondohütte ab. Im Laufe des Nachmittags nehmen wir  uns den Hüenerstock als Zvierigipfel vor. Nach einer guten Stunde stehen wir auf dem Gipfel und blicken zur Rotondohütte hinunter. Wir entscheiden morgen nicht wie geplant über den Witenwasserenstock nach Ronco abzusteigen, sondern über den Ronggergrat und den Pizzo Lucendro in Richtung Gotthardpass zu wandern.

Furkapass 2429m, Stozigen Fisten 2732m, Aufstieg 303m, Abstieg ins Muttental 375m, Gross Leckihorn 3068m, Aufstieg 711m, Rotondohütte 2570m Koord. 680.200/155.380 LK 1:25'000 1251 Val Bedretto Wanderkarte 1: 50'000, 265T Nufenenpass 
Rotondohütte 

 

 

7.Tag: Rotondohütte - Ronggergrat - Pizzo Lucendro - Gotthardpass - Strasse

Nach einer klaren Nacht ist der Schnee ist hart gefroren, und  der Versuch, mit möglichst wenig Gegensteigung zum Hüenersattel zu gelangen, zwingt uns zu vielen anstrengenden Traversen in harten und steilen Schneeflanken; manchmal müssen wir Stufen schlagen. Vom Hüenersattel aus folgen wir dem Plattenweg (ein Werk der Armee aus dem zweiten Weltkrieg) auf der Nordseite des Ronggergrats zum Passo di Cavanna. Da der Plattenweg noch teilweise schneebedeckt ist, müssen wir manchmal recht ausgesetzt an seinem Rand entlang balancieren. Wir umgehen den Pizzo Lucendro auf seiner Südseite und kommen nach weiteren mühsamen Schneetraversen über die Cresta del Poncionetto zum Passo di Lucendro. Unser Führer spurt uns einen Weg in die Nordostflanke des Pizzo Lucendro, und gegen elf Uhr erreichen wir den Gipfel. Die Rundsicht ist schlicht atemberaubend! Tief unter uns liegt der Lago di Lucendro, und gegen Norden sehen wir fast alle Gipfel und Pässe, die wir im Laufe der Woche überquert haben. Dann steigen wir zu unseren Rucksäcken, die wir beim Passo di Lucendro zurückgelassen haben ab und gelangen über letzte Schneefelder und aufgegebene Alpweiden bei Rosso di fuori auf eine Armeestrasse, auf der wir zur Gotthardpassstrasse wandern.  Rotondohütte 2570m; Ronggergrat 2775m; Aufstieg 305m; Lucendropass 2600m; Piz Lucendro 2963, Aufstieg 363 m Gotthardstrasse 1931m, Abstieg 1032m

gotthard-hospiz

Besten Dank für die Bilder aus der Wanderung 2004 an:  Roman Koch