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Urner Wochenblatt, 07. Nov. 2005
Urner Bergfuehrer
Beitritt zu Uri-Gotthard hoch hinaus
Der Urner Bergführerverein tritt der IG Uri-Gotthard hoch hinaus
bei.
An der GV vom Samstag, 5. November, stimmte man dem Beitritt unter
der Bedingung zu, dass jeweils ein Vereinsmitglied im Vorstand der IG
Einsitz nehmen kann. Richi Arnold konnte die Ehrenmitgliedschaft
entgegennehmen. Für 25-jährige Führertätigkeit wurden Alex
Clappasson, Geni Gnos und Alois Furrer geehrt.
Präsident Markus Wyrsch konnte als Gäste Regierungsrat Josef Dittli
und Hugo Bossart, Vertreter der SAC-Sektion Gotthard, zur GV im Hotel
Zum Weissen Rössli in Göschenen begrüssen. In seinem Jahresrückblick
kam der Vorsitzende auf den schneearmen Winter und den durchzogenen
Sommer zu sprechen. Gerade die unbeständigen Sommertage beeinträchtigten
die Hochtouren, wobei der Unwettermonat August von den Bergführern
besonders viel Improvisationstalent erforderte.
Die Aufträge seitens des Amtes für Jugend und Sport, der Armee sowie
des Schweizerischen Alpenclubs sind massiv zurückgegangen. «Diese
Zeichen müssen ernst genommen werden», so Markus Wyrsch. An der Präsidentenkonferenz
vom 15. Juni, wurde eine Grobinventarisierung in den öffentlichen
Archiven beschlossen. Neu kann der Bergführerverein Uri seine über
zehnjährigen Akten dem Staatsarchiv Uri zur Aufbewahrung übergeben.
Gleichzeitig stehen die Unterlagen interessierten Forschern zur Einsicht
offen. Über eine Vermögenszunahme konnte Kassier Ueli Arnold
berichten. Die gesunde Finanzlage erlaubt es dem Verein, den
Jahresbeitrag unverändert zu belassen.
Hüttenwarte und Bergfüherer am gleichen Strick
Sepp Huber rückte Uri Gotthard hoch hinaus, ein Zusammenschluss von
Urner Berghütten und Bergrestaurants, ins rechte Licht. «Besonders die
Hüttenwarte und Bergführer müssen am gleichen Strick ziehen und enge
Kontakte zueinander aber auch mit anderen Organisationen pflegen»,
sagte Sepp Huber. «Wenn nicht wir unsere Bergwelt vermarkten, so machen
dies andere. Notabene sind geführte Berg- und Klettertouren wieder
beliebt.»
Sepp Huber räumte die Möglichkeit ein, bei der nächsten Neuauflage
des Büchleins «Alpenkranz Uri» auch alle Urner Bergführer
aufzulisten. Im Falle eines Beitritts könne der Urner Bergführerverein
von interessanten Konditionen profitieren. Die Anwesenden folgten den
Argumenten und stimmten dem Beitritt zu. Allerdings wurde die Bedingung
gestellt, dass jeweils ein Mitglied des Bergführervereins im Vorstand
von Uri hoch hinaus Einsitz erhalten soll.
Ehrenmitgliedschaft für besondere Verdienste
Weiter hatte sich die Versammlung mit einer Statutenänderung zu
befassen. Bislang wurde ein Mitglied nach 25-jähriger Vereinszugehörigkeit
automatisch Ehrenmitglied. Neu erfolgt nach 25 Jahren eine Würdigung.
In die Gilde der Ehrenmitglieder aber soll ein Aktiv- oder
Passivmitglied erst aufgrund besonderer Verdienste aufgenommen werden.
Für 25-jährige Vereinszugehörigkeit durften Alex Clapasson, Alois
Furrer und Geni Gnos ein Präsent entgegennehmen. Auch Richi Arnold ist
bereits seit einem Vierteljahrhundert Mitglied der Urner Bergführer.
Als langjähriges Vorstandmitglied und ehemaliger Präsident ernannte
ihn die Versammlung unter Applaus zum neuen Ehrenmitglied.
«Bergführer stehen mit beiden Beinen fest auf dem Boden, sie sind
verantwortungsvoll und kompetent», sagte Regierungsrat Josef Dittli in
seinem Grusswort. «Für unseren Kanton ist der Alpintourismus eine
reiche Plattform mit grossem Potential, das die Bergführer ausschöpfen
können.» Auch wenn Armeereformen die Nachfrage drosseln, so soll
gerade der Armeestützpunkt Andermatt gestärkt und den Bergführern
Verdienstmöglichkeiten geboten werden. Die GV 2006 findet in Unterschächen
statt.
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