Unterschächen-Sittlisalp- Griesstal-Seewligrat-Seewlisee-Seldertal-Chilcherbergen-Strängmatt-Schwandi. 

Um von Unterschächen nach Erstfeld oder Silenen zu wandern, stehen verschiedene Routen zur Verfügung.  Diejenige von Unterschächen über den Stich nach Schwandi (Bergstation Seilbahn) dauert  rund 7 Stunden  (Höhenunterschied von 1500 m).  Die Route über den Seewli Grat zum beliebten Seewilsee mit Abstieg nach den Chilcherbergen (Bergstation Seilbahn) erheischt noch  50 Minuten mehr Zeit.
1. Vom Dorf Unterschächen (995 m) führt der Weg durchs Brunnital zur Talstation der Seilbahn Sittlisalp (1630 m). Von der Bergstation auf dem Vorderer Boden durchquert man die Sittlisalp und folgt dem Weg über die Widerflüe ins Griestal (1907 m), wo sich der Weg gabelt. Bei ruhigem Verhalten und mit etwas Glück erspähen wir hier eine Steinbockkolonie. Der Weg nach Erstfeld (Ober Schwandi) führt in westlicher Richtung zum Einschnitt Stich (2329 m) mit Abstieg über Bälmeten - Öfeli - Ronen -  Schwandi (1123 m, Bergstation der Seilbahn nach Erstfeld). 

2. Die Route von Unterschächen (995m) (Bergstation Luftseilbahn Sittlisalp, 1630m) nach Silenen (Chilcherbergen) führt in südwestlicher Richtung über den Seewli Grat (2245 m)  hinab zum Seewlisee (2028m), am Fusse einer der grössten Kalkwände der Alpen, der breiten und unsäglich steilen Nordwandflucht der Windgällen- Ruchenkette.  Der Rückmarsch über die gleiche Route beginnt aber mit einem etwa halbstündigen Aufstieg.
Der Abstieg zur  Bergstation Chilcherbergen (1125 m) erreicht man über das Riedersegg am Nord - oder Südhang des Seldertales mit der Möglichkeit, weiter zur Strengmatt - Schwandi zu wandern. Vom Abstieg durch den "Zigererweg", der sich exponiert durch die sehr  steilen Fels- und Rasenbänder unter dem Rinderstock durchzieht , ist selbst bei aperen Verhältnissen ohne  Alpinkenntnisse und Schwindelfreiheit, dringend abzuraten.
 

LK 1192         Schächental
Marschzeit je nach Variante  7 ½ bis 8 Std. 
SchwierigkeitAlpine Route    

 

Bergstation Seilbahn Schwandi- Ronen-Oefeli- Stich- Seewlisee
Marschzeit ca. 3 1/2 Stunden

Ab der Bergstation der Schwandi Seilbahn folgt man dem dem Wanderweg  Richtung Strengmatt. Kurz vor dem Berggasthaus zweigt der Bergweg in Richtung Ronen ab und gewinnt durch den Bergwald schnell an Höhe.  Auf der Alp Ronen sind wir bereits am Rande der Waldgrenze. Legföhren und  kleine Steinhalden prägen den Aufstieg zum Oefeli.  Dann dreht der Weg in östlicher Richtung und erklimmt in steilem Aufstieg den "Stich". Nach dieser Barriere zweigt der Weg nach rechts und leitet über Steinhalden und Bergwiesen hinunter  in die Ebene zum Seewlisee, 2028m. Er ist mit 9 ha der grösste und mit 20 m der tiefste aller natürlichen Bergseen im Kanton Uri. Die Chronik zeigt, dass er als erster im Kanton aktiv bewirtschaftet worden ist. Grosse kanadische Seeforellen (Namaycush), mit über 10 Pfund Gewicht wurden hier schon gefangen. Vom Ertrag her rangiert er unter den besten Seen, nicht zuletzt wegen seiner Grösse und günstigen Lage. Eine weitere Annehmlichkeit: Die im Sommer bestossene Alp verfügt über ein grösseres Massenlager. 

 

Oefeli - Stich - Brunnital - Unterschächen
 Marschzeit ab Schwandi ca. 6 Stunden 

Von der Abzweigung Stich - Seewlisee sind es nur noch wenige Höhenmeter bis zum Übergang ins Griesstal. Die Wanderung durch dieses lang gezogene Tal talwärts mündet ins Brunnital, begleitet von den imposanten  Ansicht der Nordwände von Gross Ruchen und Gross Windgälle. Auf der gegenüberliegende Talseite erkennt man die  Alp Trogen und die extrem steile Ruchchäle, die im Winter oft mit den Skiern begangen wird. Für den Weiterweg haben wir die Wahl. Talwärts weiter Richtung Brunnital, wo wir auf ein kleines Bergrestaurant treffen oder auf der linken Talseite den flacher verlaufenden Weg zur Sittlisalp wählen, wo uns eine Seilbahn hinunter ins tief eingeschnittene Brunnital zur Verfügung steht.

 

Seilbahn Chilcherberge - Seewlisee

Marschzeit Hinweg ca. 2 1/2 Stunden 

Der Seewlisee auf 2028 m ü. M. ist ein sehr lohnendes Wanderziel. Im Frühjahr zeigt sich hier eine einmalig prachtvollen Alpenflora. Gleich bei der Bergstation beginnt der Weg anzusteigen. Über Bergwiesen und durch einen lichten Wald gewinnt der steile Anstieg schnell an Höhe und erreicht bald die Baumgrenze.  Im Banne der Kleinen Windgälle, dessen mächtige Felsformationen sich in unmittelbarer Nähe auftürmen schwenkt der Weg nach dem Überwinden einer steilen Grasflanke Richtung Osten. Nun wird der Bergweg auch flacher und nach ca. 30 weiteren Minuten stehen wir inmitten einer grossartigen Naturarena vor den fischreichen Seewlisee.   Seewlialp