Bild: Urner Führer 1905

Übersicht: Schächentaler Windgällenmassiv

Gegenüber der Gross Windgällen- Gross Ruchen - Schärhornkette wirkt die Schächentaler Windgällenkette bereits weniger abweisend, man spürt schon die Nähe des Alpersees, die weichen Rundungen und Höcker der angrenzenden Schwyzer Voralpen.  Bild: www. giacomello.ch

Chulmseeli :aus www.busino.ch 

Die sonnenhalb gelegene Bergkette des Schächentals bietet Kletterrouten im Multipack und  in einer Vielfalt und Dichte an. die ihresgleichen suchen. Vom Hagelstock, Spilauerstock, Höch Pfaffen, Berglichopf über die Bastion, den Chäserturm  die  Wände des Chli- Gross  und Hinter Glatten zum Märcherstöckli und weiter über das Firnerloch zu den Jägerstöcken, um nur einige zu nennen, sie alle bieten Kletterfeeling "Marke Schächental".  Begeistert berichten die besten Kletterer der Vergangenheit davon, derweil die Magnesium Generation die  Schwierigkeitsspirale ohne Rohrzangeneinsatz weiter aufwärts schraubt.

 

Karte:swissinfo

Der Universalgelehrte und Zürcher Naturforscher Johann Jakob Scheuchzer war ein leidenschaftlicher Berggänger und erforschte auch in der Alpenwelt Unergründliches gründlich. 1705 zog er von Zürich her kommend nach dem Glarnerland und weiter über den Klausenpass nach Altdorf. Von dort marschierte er über den Gotthardpass nach Airolo. Von der Klausenpasshöhe stieg er „durch einen jähen krummen Weg den Berg hinab in das Schächenthal, zu dessen End der Berg Scharhorn seinen Kopf in die Höhe strecket, von welchem die Anwohner vorgeben, dass er ihnen von allen Seiten in gleicher Gestalt vorkomme“. Die Windgällen schildert er als „ die Berge windgall, allwo die rauen Nordwind so stark waehen, dass sie ziemlich schwere Schiefersteine in die freye Luft werffen.“

In Unterschächen kehrte er beim damaligen Pfarrer Josef Arnold ein. 1685 wurde zwar dem Kaplan noch ausdrücklich das Halten von Hühnern und das Spazieren durch das „Gras ausserst dem Weg“ aberkannt. Auch sahen es die Unterschächner gar nicht gerne, wenn der Priester „frömde Leuthe“ bewirte. Sie befürchteten große Landschäden, wenn die Gäste durch die Matten auf das „ in frömdem Guth stehende Pfruondhaus“ marschierten.

Flugbild: Schächentaler Windgällen,  rechts Clariden und Chammliberg 

 

Der Luzerner Staatsschreiber Fäsi verriet 1766: „Die Berge, welche gegen Mittag das Thal umschließen, zugleich aber das Schächen- vom Maderaner-Thal absondern, sind ein Schock von ungeheuren Eisbergen“  

Die erste touristische Besteigung der Schächentaler Windgällen erfolgte im Sommer 1884 durch Franz Huber mit Anton Imholz- Brunneler.  Urner Wochenblatt vom 23. Mai 1885.

Bildmitte Aelpler Tor Links Höch Windgällen   Ansicht von der "Schwyzer Seite"   Bild:  www.romankoch.ch 

Blick vom Chäserturm auf die Ruosalper Chulm

   Kletterbilder Unter Band  

Der italienische Spitzenkletterer Scalvatore am Chäserturm im Urner Schächental.

Eines der eingereichten Bilder am: TRENTO INTERNAZIONALE FILMVESTIVALE MONTAGNA

Bild: Blick vom Windgällen gegen den Klausenpass

Links: Die steilen Kletterwände des "Glatten". Rechts Clariden

Der "Jägerstöcke" auf der Schwyzer Seite mit der der Glattalphütte.

Jegerstöck (SZ UR, 2584m ) Bildnachweis

Das Schächental mit seinen Wanderrouten

Mächtiges Kalkmassiv mit zwei selbständigen, fast gleich hohen  Gipfeln : Südwestgipfel 2772 m und Nordostgipfel 2752 m. Die Besteigung des ist sehr lohnend, erfordert aber Vorsicht, da keine Route als leicht einzustufen ist. 

Die erste touristische Besteigung der Schächentaler Windgällen erfolgte im Sommer 1884 durch Franz Huber mit Anton Imholz- Brunneler (Urner Wochenblatt vom 23. Mai 1885).

Bild:  50 Jahre Gipfelkreuz (2005) auf dem Schächentaler Windgällen  hergestellt in Fronarbeit  vom Metallbauer Ernst Gisler  im Jahre 1955. Er war Mitglied des  Gesellenvereins  Altdorf, von dem der Input kam, wie Edi Fankhauser im Urner Wochenblatt 2005 berichtet.