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Furt ist heute ein Ausstafel der Leutschachalp ob Amsteg, nach der Sage aber bildete es vor alten Zeiten eine Alp und konnte zwei Sennten erhalten. Eines Abends flog ein weisser Vogel über die Alp und schrie: "Furt, Furt "! Die Alpschweine stellten die Ohren, horchten auf und in rasenden Galopp stürmten sie davon talauswärts. Nicht so die Menschen mit dem übrigen Vieh; sie blieben. Am zweiten Abend erscholl der gleiche Ruf. Der Senn des einen Sennten meinte, man solle doch die Warnung beachten und die Alp verlassen. Er wurde jedoch nur ausgelacht. Der dritte Abend, es war der Abend vor St. Jakobstag, brachte schwarze Wolken mit die sich drohend über der Alp lagerten und wieder erschien der weisse geflügelte Bote über der Alp und schrie mit schauerlicher Stimme: " Furt, Furt"! Der eine Senn liess sein Sennten zusammentreiben und verliess mit ihm und seinen Knechten die unheimliche Alp. Ein schreckliches Gewitter brach los. Als sie auf Heitersbüel noch einmal zurückblickten, berstete gerade die Felswand ob der Alp und stürzte samt dem dahinterliegenden Jakobsee krachend zur Tiefe und begrub die Trift mit Menschen und Vieh unter haushohen Trümmern. Seit jener Zeit heißt die Gegend Furt und ist nicht mehr nutzbar, den Stafel mussten sie auf eine andere Talseite verlegen. Das Mendrisch Im Leutschachtle ob Arni in Gurtnellen lag einst auf einer hohen Felswand ein stiller, tiefer See. Der Jakobsee. Unter dieser Wand zog sich ein Alpstafel hin, auf dem ein Alpgeist, das "Mendrisch" hauste. Eines Tages hörten ihn die Sennen mit fürchterlicher Stimme von der Felswand herab rufen: Furt, furt!" Als der Ruf sich wiederholte, folgten einige Älpler der Warnung, andere blieben an der Stelle. Über Nacht brach plötzlich die Felswand ein und begrub den ganzen Stafel, Menschen und Vieh unter ihren Trümmern und dem Wasser des Sees. Deshalb heißt der Ort heute noch "Furt". Gisler, Sagen 1920 Sturz des Mändliser Der Mandliserberg in Uri
bildet mit einem seiner Grate, dem Jakober, die südliche Begrenzung des
Leutschachtales, dessen Hintergrund, früher eine schöne Alptrift,
jetzt mit ungeheuren Granitblöcken bedeckt ist. Vor vielen
Jahrhunderten stürzte ein Teil des Mandlisers ein. Davon erzählen die
Hirten folgende Sage: Vor Zeiten weideten mehrere Hirten in diesem
Talboden eine große Herde. Eines Abends wurden sie in nicht geringen
Schrecken versetzt, als aus der Felswand gerade über ihnen ein Getöse
und ein dreimaliger Ruf "Fort!" sich vernehmen ließ. Eilig
traten sie zusammen und beratschlagten, ob sie der Stimme folgen und den
Ort verlassen sollten. Die Mehrzahl war der Meinung, daß man auf das
Geschrei des Ungeheuers nicht achten solle. Sie blieben auch dann noch
fest auf ihrem Beschlüsse, als am dritten Tag der Berg noch heftiger
dröhnte und als furchtbar die Worte erschollen: "Hinnech chumeni
da!" (Heute Nacht komme ich dann!) Kaum war aber die Nacht
eingebrochen, so stürzte der Berg zusammen und Hirt und Herde wurden
unter den Trümmern begraben. Zur Erinnerung an die schreckliche
Begebenheit heißt jetzt noch der verschüttete Ort vom Warnungsrufe
"Fort!" Z'Furt.
Arme Seele auf Moosberg Auf Arni im Moosberg hatte die Lawine ein Haus zerstossen und der Besitzer baute an einer anderen Stelle ein neues. Da hörte er eines Tages auf dem alten Hausplatz flennen und merkte, dass es eine arme Seele sei. Wenn es niemandem etwas zuleide tue so könne es im neuen Haus einkehren, rief Ihr der Mann zu. Da kam sie in Mannesgestalt ins neue Haus hinein und nahm ihren Platz auf dem Sitz hinter dem Ofen ein und er gab ihr ein Schelmenchen, dass es ihre Füsse darauf stellen konnte. Ausser dem Bauern sah sieh niemand. Nach einem Jahr sah er sie ganz schneeweiss vom Hause über den Treschenbüel dahinschweben. Der Schatz auf dem Oppli- Egg Auf dem Oppli- Egg zwischen Opplital und Wilerlaui sind drei Kisten mit Gold im Erdboden vergraben. Sie werden aber von einer Kröte oder von einem Frosch behütet. Wer dreimal nacheinander um das Tier herumgeht und ihm nach jedem Umgang einen Kuss gibt, der kann einen unermesslichen Schatz heben. Drei kecke Burschen haben es einmal gemeinschaftlich versuchen wollen. Der erste brachte es auf zwei Küsse, da schwoll das Tier an, der Bursche erschrak und ging zurück. Der zweite wagte noch einen Kuss, floh aber, als das Tier Flammen spie und der dritte nahm angesichts des schrecklichen Untiers Fersengeld ohne einen Kuss zu probieren. Müller, Sagen aus Uri Die Intschi Hexe Alljährlich an Fronfastenmittwoch, liess sich vor Zeiten die Intschi- Hexe sehen. Sie ritt auf einem Besen von Breitental durchs Intschitobel zur Bockstelle und Lichenkirmi, setzte mit grässlichem Geheul nach Egglen hinüber und kehrte über das Mühlegärtli zur Breitlauwi zurück. Ihr Geschrei war so laut und schrecklich, dass alle Wiggelen der Gegend in den Lärm einstimmten und sich kein Kind mehr vors Haus wagte. Der Mann ohne Kopf Gegen den Rosstock in der düsteren Leutschachalp ab Amsteg bewegte sich eines schönen Wintermorgens eine Kolonne rüstiger Männer von Intschi, im Gänsemarsch langsam aber ausgiebig bergan steigend, um aufgetristetes Wildheu zu fassen. Zwischen Chäserli und Heitersbiel kommt ihnen ein Mann ohne Kopf entgegen, den sie nicht kennen. Dieser marschiert am Ersten der Gruppe, Inderkum mit Namen, vorbei und verschwindet sofort, sodass der neugierig zurückschauende Inderkum ihn schon nicht mehr erspäht. Den Übrigen, die etwas zurückgeblieben, begegnet der Unbekannte überhaut nicht. Im folgenden Sommer anno 1860 verunglückte Inderkum in jener Gegend, als er zwei Neesli in den Rosstock führte und fiel über eine schreckliche Fluh zutode und zerschmetterte in kleine Stücke, den Kopf fanden sie nicht einmal. Weisse Rinder "Vor kaum 20 Jahren (um 1900) sahen zwei Jäger oder nach anderen, zwei Männer, die das trigonometrische Signal auf dem Sonniggrat aufstellten, in etwas mehr als Büchsenschuss großer Entfernung von ihnen im so genannten alten Stäfelil ein weißes Rinderhaupt"." Als das Vieh auf Grossgand wieder einmal wie rasend davon rannte, lief ihm der Hirte nach und rief die Vorkuh beim Namen. Da kehrten sie wieder um". Müller. Sagen aus Uri
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