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 Der Schweizer Alpen-Club bzw. seine Sektionen besitzen und betreiben 153 Hütten mit rund 9500 Schlafplätzen in den Schweizer Alpen. Alle Hütten sind grundsätzlich ganzjährig geöffnet. Etwa zwei Drittel davon sind in der Winter- und Sommersaison ständig oder teilweise bewartet, d.h. einfache Mahlzeiten und Getränke sind erhältlich. Mehrere hunderttausend Tagesgäste und rund 300'000 Übernachtungsgäste nutzen jedes Jahr das Gastronomie- und Unterkunftsangebot mitten in der alpinen Bergwelt. Mit Ausnahme der alpinen Hütten sind die meisten einfach und gefahrlos zugänglich und eignen sich darum auch sehr gut für Familien mit Kindern, aktive Senioren, einige sogar für Mountainbiker. Die Hütten sind aber nicht nur Wanderziele und Ausgangspunkte für Touren, sie bieten auch Schutz vor widrigen Wetterverhältnissen. Rettungsmaterial, Telefone, Funkanlagen usw. stehen für den Notfall zur Verfügung. Der SAC ist Exponent der Zivilisation in der sensiblen Gebirgswelt. Entsprechend rücksichtsvoll gestalten wir den Umgang mit Energie und Wasser. Eigens dafür ausgearbeitete Planungs- und Baurichtlinien ermöglichen den Bau energiesparender Gebäude mit Hilfe neuster Technik. Mit  jedem Aus- oder Umbau einer Hütte versuchen wir auch, den Komfort massvoll zu heben, d.h. kleinere Schlafräume, wo möglich und sinnvoll Duschen, Daunen- anstelle von Wolldecken usw.. Wir setzen alles daran, den Besuch in einer SAC-Hütte zum unvergesslichen Erlebnis zu machen. Mit ständiger Qualitätsverbesserung, fundierter Ausbildung des Hüttenpersonals und massvollem Ausbau der Infrastruktur wollen wir den vielfältigen Bedürfnissen unserer Gäste gerecht werden. Ein Besuch in einer SAC-Hütte bietet nicht nur ein unvergessliches Berg-Erlebnis, sondern auch unzählige Möglichkeiten, Natur, Umwelt und Kultur im Hüttenumfeld hautnah mitzuerleben. Wir wünschen Ihnen einen erlebnisreichen Aufenthalt!  Der SAC, die Korporationen Uri und Urseren- auf deren Hoheitsgebiet die meisten Urner Hütten stehen -  und die IG Uri Gotthard hoch hinaus.


   Albert Heim - Hütte: Sektion Uto

10    Rotondohütte: Sektion Lägern

2     Bergseehütte: Sektion Angenstein 

11    Salbithütte: Sektion Lindenberg    

3     Dammahütte: Sektion  Pilatus

12    Sewenhütte: Sektion Pfannenstiel

4     Chelenalphütte: Sektion Aarau

13    Sustlihütte: Sektion Rossberg      

6     Hüfihüttte: Sektion Pilatus

15    Treschhütte: Sektion Am Albis

7     Kröntenhütte: Sektion Gotthard

16    Vermigelhütte: Sektion Zofingen  

8     Leutschachhütte: Sektion Zimmerberg

17    Voralphütte: Sektion Uto  

9     Lidernenhütte: Sektion Mythen

18    Windgällenhütte: AACZ

              Geschichte Grassenbiwak                 Geschichte Salbitbiwak


 Albert Heim wurde am 12. April 1849 in Zürich geboren und starb dort am 31. August 1937.  Schon als Kind von den Bergen fasziniert und trat bereits mit 17 Jahren dem Schweizer Alpen-Club bei. In Zürich und Berlin studierte er Naturwissenschaften und lehrte später an der ETH und der Universität Zürich als Professor der Geologie. Albert Heim war ein einzigartiger Alpenforscher und Geologe. Er verfasste das bahnbrechende Werk "Geologie der Schweiz", welches noch heute als Grundlage für das Verständnis des Gebirgsaufbaus der Schweiz gilt. Auch als Gletscherforscher wurde er mit dem "Handbuch der Gletscherkunde" in Fachkreisen hoch geachtet. Albert Heim hielt zahlreiche Vorträge im Kreise der Bergfreunde und Bergsteiger und wurde bereits 1888 Ehrenmitglied der Sektion UTO und 1891 des Gesamt - SAC. 1898 unternahm er mit Eduard Spelterini die erste wissenschaftl. Ballonfahrt über die Alpen. Ausserdem setzte er sich für Tier- und Landschaftsschutz, Feuerbestattung, die Gleichberechtigung der Frauen, gegen Alkoholismus, Spielbanken und die Vivisektion ein. Dr. h.c. der Univ. Oxford und Bern sowie der ETH Zürich. Dazu  erhielt er zahlreiche Ehrungen, u.a. 1923 Marcel-Benoist-Preis. Der bekannte Wissenschaftler war viel mit dem Urner Bergführer Josef Maria Tresch, "dem Weissen" in den Bergen unterwegs. In  seinem Nachlass fand sich auch  dessen  Führerbuch.  Am 22. September 1918 wurde ihm zu Ehren die "Albert Heim Hütte" eingeweiht.  Den Berggottesdienst zelebrierte der Pfarrer von Realp und dies im Beisein zahlreicher Gäste.  Alle, auch die Gäste, mussten sich mit dem Dienstbüchlein als Schweizer ausweisen können. 
31 Jahre wurde die Heim Hütte von Russi Kari bewartet. Der unverwüstliche Urschner eigener Prägung zog 1982 vom Tiefengletscher ins "Refuge" zum Furkapass. Nach der Familie Clapasson ist heute Armin Rey für die Bewartung zuständig

Albert Heim- Stein.  Der Albert Heim-Stein ist ein riesiger Findling auf der nördlichen Rigiflanke der Schwyzer Seebodenalp. Der Granitblock ist gegen 150 Tonnen schwer und liegt auf 1027 m ü. M. Er belegt die maximale Eishöhe des Reuss-Gletschers während der Würm-Eiszeit vor etwa 20000 Jahren. Die Inschrift auf dem Stein lautet: "Am Gotthard verladen, vom Gletscher gebracht, halt  ich über dem grünenden Land  hier Wacht."


Bergseehütte, 2370m, erbaut 1966

Eigentum der Basler Sektion Angenstein, erbaut als "jüngste Hütte" im Göschenertal im Jahre 1966.  Die Sektion Angenstein ist eine der grösseren Sektion im Schweizer Alpen Club.
Die in Flüelen wohnhaften Toni und Maria Fullin sind für das Wohl der Hüttengäste verantwortlich. Der Bergführer Toni Fullin, hat in den letzten Jahren über 1500 Sicherungshaken gesetzt und so das Gebiet zu einem lohnenden Bergsteiger Ziel gemacht. 


Chelenalphütte, 2350m, erbaut 1903

Wie bei anderen SAC-Sektionen war auch in Aarau das Streben vorhanden, irgendwo in den Bergen eine eigene Clubhütte zu besitzen.  Nach Erledigung der Platzfrage  konnte im August 1903 mit dem Bau begonnen werden und bereits am 6. September fand die Einweihung statt. Die Kosten beliefen sich auf Fr. 6500.--davon Fr. 2100.-- allein auf Transportausgaben. Die Hütte bot Raum für 25 Personen und war zum Schutz gegen Witterungseinflüsse mit Eternitplatten abgedeckt. Die Pritschen waren mit Bergheu belegt und warme Wolldecken ergänzten die Ausrüstung. Ein grosser Ofen diente zum Heizen und Kochen.Rund 50 Personen nahmen an der Einweihung teil, die bei bestem Wetter über die Bühne ging und zu einem Höhepunkt in der damaligen Clubgeschichte wurde. Die Aufsicht über die Hütte wurde dem Bergführer und Alpvogt Peter Gamma vom Gwüest übertragen. Die Besucherzahlen bewegten sich von 318 Personen im  ersten Jahr bis zu 600 in den je folgenden Jahren. Der Winter 1909/10 und der Frühling 1911 setzten der Hütte so  arg zu, dass das Dach vollständig erneuert werden musste. 1916 wurde mit dem Hüttenwart Peter Gamma eine Vereinbarung über die Wartung an den Wochenenden getroffen. Er erhielt dafür jeweils Fr. 10.--, während sein ganzjähriges Honorar für seine Bemühungen auf Fr. 200.-- angesetzt wurde.Die Notwendigkeit und der Wunsch nach einer neuen und grösseren Hütte wurde Anfang der Zwanzigerjahre immer aktueller und wurde bald einmal zum Hauptgesprächsthema in der Sektion. Man begann sich ernsthaft mit der Planung und der Finanzierung zu befassen. Im Frühling 1923 wurde eine Hüttenbaukommission gegründet und man war sich bald einmal einig, dass nicht ein Umbau der alten Hütte in Frage käme, sondern nur ein Neubau. Die Wahl fiel auf ein von Klubkamerad und Architekt Wilhelm Müller aus Aarau eingereichtes Projekt, ein massiver Steinbau und eine Kostenberechnung von Fr. 42000.--. Die Hoffnung auf einen Subventionsbeitrag von 50% vom CC zerschlug sich dann aber, als man an der AV 1925 erfahren musste, dass für 1926 mit keiner Subvention zu rechnen sei, bestenfalls 1927. Kurz nach der AV kam dann die überraschende Nachricht, dass ein holländisches SAC-Mitglied, der Industrielle, Dr. J. Moll von Charante aus Voorschoten bei Leiden, dem Gesamt-SAC eine Schenkung in der Höhe von Fr. 20000.-- gemacht habe, mit der Zweckbestimmung, der Betrag sei für einen Hüttenneubau zu verwenden. Der Donator behielt sich auch vor, ein bei der Subventionsverteilung zu kurz gekommenes Projekt selber bestimmen zu dürfen. Feierliche Einweihung der Chelenalphütte 1926.
Seine Wahl fiel auf unsere Chelenalphütte, war aber an die Bestimmung geknüpft, der Neubau müsse 1926 realisiert werden. Die grosszügige Schenkung löste in der Sektion eine äusserst rege Tätigkeit aus. Aus dem Mitgliederkreis gingen in kurzer Zeit weitere Fr. 11000.- an Spenden ein. Zusammen mit dem bestehenden Hüttenfonds in der Höhe von Fr. 8000.- war die Finanzierung gesichert. Nachdem das Projekt sowohl vom Zentralhüttenchef, als auch vom Donator genehmigt war, konnte mit dem Bau im Juli 1926 begonnen werden. Die Bauarbeiten wurden dem Baugeschäft Fedier in Amsteg in Auftrag gegeben. Trotz einem regnerischen Sommer konnte der Bautermin eingehalten werden. Die nasskalte Witterung stellte grosse Anforderungen an die Bauleute. Nach Abbruch der alten Hütte wurde in Zelten gehaust. Das oft schlechte Wetter wirkte sich vor allem auch erschwerend auf die Transporte aus. Das Material wurde mit Maultieren von Göschenen ins Chelenalptal transportiert. Für das letzte Steilstück zum Bauplatz musste aber der Mensch selber zupacken und die Lasten auf dem Rücken hinauftragen. Ein grosser Teil der Transporte wurde von der Säumerrekrutenschule in Andermatt unentgeltlich übernommen. Dankbar erwähnt werden darf auch die Zementspende der Jura Zementfabriken in Aarau. Auch bei allen späteren Bauvorhaben, so auch beim Ausbau 1990, hat uns diese Firma den nötigen Zement immer gratis geliefert. Die gesamten Baukosten für die Hütte und den Innenausbau beliefen sich auf Fr. 55000.--. Davon entfiel fast ein Viertel auf die Transportkosten. Damit keine Hypothek aufgenommen werden musste, spendete Dr. Moll nochmals einen Beitrag in der Höhe von Fr. 7000.-- in Form eines zinslosen Darlehens.
Nach 3-monatiger Bauzeit, am 3. Oktober 1926, kam der grosse Tag der Hütteneinweihung. Es war ein strahlender Herbstmorgen, als sich über 400 Teilnehmer auf der Hütte zur Feier einfanden. Ein grosser Teil von ihnen war am Samstag mit einem Extrazug angereist und hatte auf der Göscheneralp übernachtet. Unter den Ehrengästen befanden sich auch Dr. Moll und seine Gattin, die extra von Holland angereist waren. Wie in einem Amphitheater plazierten sich die Festbesucher auf der Terrasse und am Hang und lauschten den Worten von Kaplan Walker von der Göscheneralp, der sich für seine Bergpredigt keine schönere Kulisse hätte wünschen können. Nach der Einweihung der Hütte durch den Kaplan durfte der Sektionspräsident, Prof. Dr. Albert Tschopp, von Architekt Müller den Hüttenschlüssel entgegennehmen und dankte bei dieser Gelegenheit allen am Werk Beteiligten für den grossen Einsatz. Um 12 Uhr wurde die Festgemeinde aus dampfenden Kochkesseln verpflegt und gegen 16 Uhr erfolgte der Rückmarsch ins Tal. Zurück blieb die Erinnerung an einen denkwürdigen Tag in der Geschichte der Sektion Aarau.
In den Jahren 1925/1926 wurde die Hütte interimistisch durch Julius Mattli, der Vater unseres späteren Hüttenwartes Paul Mattli, bewartet. 1927 wurde diese Aufgabe vom jungen Albin Gamma vom Gwüest übernommen. 1931 musste er aber aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten. An seine Stelle trat sein Bruder Balz Gamma, der bis 1952 die Hütte betreute. Von 1953 - 1962 übernahm nochmals Julius Mattli die Bewartung. Dank seiner freundlichen und humorvollen Art war er bei den Gästen sehr geschätzt und die ältere Generation unserer Sektionsmitglieder erinnert sich noch gut und gern an seine schalkhaften Sprüche.
Nach dem Bau der neuen Hütte nahm die Besucherzahl in den folgenden Jahren stark zu. Von 1927 - 1945 logierten 22487 Touristen in unserem Bergheim, d.h. 1100 - 1300 pro Jahr. Für 90% der Besucher war das Sustenhorn das begehrte Tourenziel. Erfreulich war auch die Tatsache, dass trotz der Kriegsjahre von 1939 - 1945 die Frequenz nicht rückläufig war. Ein Rekordjahr war der trockene Sommer 1947 mit 1500 Uebernachtungen. Einen wesentlichen Anteil an diesen guten Belegungen hatten u. a, die regelmässigen Besuche der KTV-ler (Turnverband der Kantonsschule) und die von Sektionsmitgliedern organisierten Firmenausflüge. Besonders beachtlich sind diese Zahlen auch, wenn man bedenkt, dass damals noch keine Fahrstrasse zur Göscheneralp existierte und die Marschzeit von Göschenen zur Hütte 5 Stunden beträgt. Dank den guten Ergebnissen der Hüttenkasse konnte das von Dr. Moll gewährte Darlehen schon nach wenigen Jahren zurückbezahlt werden. 1936, anlässlich des 10-jährigen Hüttenjubiläums, wurde unserem Gönner die Ehrenmitgliedschaft der Sektion verliehen. Im Rahmen einer Feier zum 20. „Geburtstag“ unserer Hütte gedachte man u. a. des 1942 verstorbenen Ehrenpräsidenten Dr. Albert Tschopp. Zu dessen Andenken wurde an der Stützmauer auf dem Hüttenvorplatz eine Bronzetafel angebracht. Der Geehrte war Zentralpräsident von 1920 - 1922, Sektionspräsident von 1925 - 1936 und war massgeblich beteiligt am Gedeihen und Wachsen unserer Sektion in den Zwanziger- und Dreissigerjahren.
Im Januar 1951 brach die grosse Lawinenkatastrophe über unsere Alpentäler herein. Auch das Göscheneralptal wurde davon betroffen und der Zugang zur Göscheneralp war auch an Pfingsten noch äusserst prekär. Der Weg von Abfrutt zum Grünen Wald war haushoch mit Lawinenschnee und ausgerissenen Tannen versperrt. Lange Zeit bangte man auch um unsere Hütte, bis dann die erlösende Nachricht kam, dass sie unversehrt sei. Im gleichen Jahr konnte man auch das 25-jährige Bestehen der Hütte feiern. Nebst dem üblichen Programm hatte man sich diesmal noch etwas Besonderes ausgedacht - eine Mondscheintour auf das Sustenhorn. Nachts um 2 Uhr wurde aufgebrochen und die Teilnehmer sollen auf dem Gipfel einen unvergesslichen Sonnenaufgang erlebt haben. Wie wärs mit einer Wiederholung im diesjährigen Jubiläumsjahr
Als erste Etappe des Kraftwerkbaus im Göschenertal wurde 1952 mit dem Bau der 11 Kilometer langen Fahrstrasse von Göschenen bis zur  Göscheneralp begonnen. 1955 war der Baubeginn des 540 m langen und am Fuss 700 m breiten Staudammes. In der Zeit von 1955 bis 1961 waren mehr als 1000 Arbeiter auf dieser Grossbaustelle beschäftigt.  Für die Talbewohner war es eine lärmige und hektische Zeit und dazu kam noch die Belastung der Umsiedlung von der Hinteralp ins Gwüest. Unsere Hütte blieb von diesem Baulärm verschont und die Besucherzahlen hielten sich im normalen Rahmen. Zusätzlich gefordert war aber unser Vorstand, vor allem der Präsident Hans Suter und der Hüttenchef Hansueli Hächler. Die Verlegung des neuen Hüttenweges machte diverse Verhandlungen und Begehungen mit der Kraftwerkleitung nötig. Das Resultat war, dass man dem Wunsch der Alpkorporation entgegenkommen musste und den Weg 150 m über dem See auf die linke Bergflanke verlegte und nicht, wie wir erhofft hatten, dem See entlang. Diese Routenführung  hat für uns den Nachteil, dass man am oberen Seeende 150 m zur Talsohle absteigen und auf dem Rückweg als Gegensteigung in Kauf nehmen muss.
Im September 1960 war der Staudamm fertig und der Aufstau begann. Was von der ehemaligen, idyllischen Göscheneralp noch vorhanden war, versank für immer in den Fluten. Da die Damma- und Chelenreuss zur Füllung des Sees nicht ausreichen, wurden auch die Furka- und Voralpreuss mittels Stollen hinzu geleitet. 1961 konnte die Barackenstadt der Bauarbeiter abgebaut werden und das Leben im Tal begann sich wieder zu normalisieren. 1962 nahmen die Maschinengruppen der Kraftwerkzentrale ihren Dienst auf.
Im Februar 1960 verstarb unser grosser Gönner und Ehrenmitglied Dr. Moll von Charante, nicht ohne “seiner“ Hütte und seiner Sektion nochmals mit einem grosszügigen Legat zu gedenken.
1963 konnte der SAC seinen 100. Geburtstag feiern. Zu den 7 Gründersektionen gehört auch Aarau. Nebst dem offiziellen Festakt in Aarau plante man auch ein Fest auf der Chelenalphütte. Für diesen Anlass sollte unser Bergheim im besten Glanz dastehen. Die Fensterläden wurden, zum drittenmal, neu gestrichen und diverse Renovationsarbeiten ausgeführt. Leider musste dann das Fest wegen schlechten Wetters abgesagt werden, aber eine gut gelungene und würdige Feier im Herbst in Aarau tröstete über dieses Wetterpech hinweg.
In die freudige Stimmung des Jubiläumsjahres mischte sich ein Wermutstropfen, indem unser langjähriger Hüttenwart Juli Mattli auf die kommende Saison seinen Rücktritt ankündigte. Während 14 Jahren hatte er unsere Unterkunft gewissenhaft betreut und mit vielen Gästen verbanden ihn freundschaftliche Beziehungen. Die Nachfolge konnte problemlos geregelt werden, da sein Sohn Paul bereit war dieses Amt zu übernehmen und auch bereits die nötigen Kenntnisse mitbrachte. Während 31 Jahren, d.h. bis 1994 bewartete er unsere Hütte, davon die letzten 10 Jahre zusammen mit seiner Ehefrau Lisbeth. Er ist unser dienstältester Hüttenwart und hat in dieser langen Zeit viel Schönes, aber auch Unangenehmes erlebt und allergattig Gäste beherbergt. Im Sommer und im Winter, bei Sonne und Regen ist er x-mal zur Hütte aufgestiegen und hat zum Rechten geschaut. Es war eine Zeitepoche, die von der einfachen Hüttensuppe bis zum heutigen anspruchsvollen Menu reichte. Moderne Einrichtungen erleichtern heute zum Teil die Arbeit des Hüttenwartes, stellen aber auch höhere Anforderungen an die technische Bewartung. Seit 4 Jahren ist nun Paul im AHV-Alter. 

Die Jahre gehen auch an einer SAC-Hütte nicht spurlos vorüber. Wind und Wetter  setzen den hochalpinen Unterkünften oft arg zu. Aber auch Anpassung an die heutige Zeit mit mehr Komfort sind unumgänglich und so mussten für 1966 folgende Ausbau- und Renovationsarbeiten geplant werden: Erweiterung und Modernisierung der Küche, Ersetzen des alten Kochherdes, Schaffung von mehr Schlafraum und eine direkte Wasserzuführung zur Küche. Unter der Leitung unserer Klubkameraden Fritz Blattner, Baumeister, und Architekt Godi Hertig erfolgte der Ausbau vom 9. - 24. Juli mit 30 Freiwilligen. 
Eine weitere Ausbauetappe erfolgte 1967. Der Bau einer neuen Toilettenanlage mit Waschraum und Holzschopf westlich der Hütte und Ersetzen des 40-jährigen  Schindeldaches durch Eternitplatten. Die Planung lag in den Händen von Präsident Karl Mösch und die Kameraden Hans Höchli und Gotthold Herzig waren für die Bauleitung vor Ort zuständig. Die Bauzeit dauerte drei Wochen mit wöchentlichen Schichten von 10 - 12 Frondienstlern plus einem Dachdecker. Erstmals wurde das Material  mit dem Helikopter zur Hütte geflogen. 1966 waren es 8 ½ Tonnen, die in 33 Flügen à 280 kg zur Hütte transportiert wurden. 1967 kam ein grösserer Heli zum Einsatz, der 21 Tonnen in 23 Flügen à 950 kg zur Baustelle brachte. Die gesamten Kosten für beide Bauetappen beliefen sich auf Fr. 50`000.--, d. h. annähernd so viel wie 1926 der Neubau gekostet hatte. 
1971 übernahm Richard Maurer aus Schlossrued die Nachfolge von Fritz Kamber als Hüttenchef. Als Schreinereifachmann war er für diesen Job bestens prädestiniert. 1972 erfolgte unter seiner Leitung ein weiterer Ausbau. Der Aufenthaltsraum wurde um 20 Plätze erweitert und zusätzliche neue Tische  und Stühle angefertigt. Durch Notschlafplätze im Kellerraum konnte auch die Schlafstellenzahl vergrössert werden. Ferner wurde von der Hütte westwärts bis zum Chelengletscher ein 800 m langer Weg angelegt, der den Zugang zum Gwächtenhorn-West- und Südgrat wesentlich erleichterte. 1982 begann in unserem Bergheim das elektrische Zeitalter. Nach dem Einbau einer Solaranlage gehörten die romantischen, aber nicht immer ungefährlichen Petrollampen der Vergangenheit an. Ein weiterer technischer Fortschritt, auch in Sachen Bergrettung, konnte im gleichen Jahr mit dem Einbau einer Funkanlage vollzogen werden.    

Im Frühling 1988 fegte westlich der Hütte eine gewaltige Staublawine zu Tal und beschädigte die Toilettenanlage und die Hausfassade. Eine umfassende Sanierung war unumgänglich und eine Baukommission unter der Leitung von Richard Maurer wurde mit der Planung beauftragt. Peter Frei aus Frauenfeld, damals Architekt im CC, wurde für die Planbearbeitung zugezogen. Das Projekt beinhaltete folgende Ausbauten: Neue Sanitäranlagen unterirdisch angebaut an der Hütte, Vorratskeller, Lager- und Rucksackraum, ein Winterraum mit Kochgelegenheit, Neueinteilung und Neutäferung der Schlafräume, eine neue Treppe zum 1. Stock, Modernisierung der Küche, ein neues Hüttenwartszimmer, Einbau einer Telefonstation und einer Abwasserreinigungsanlage. Als Ergänzung zum Projekt beschloss man später noch den Einbau einer Turbine mit der entsprechenden Wasserfassung. Nachdem das Projekt durch die Sektionsversammlung und vom CC abgesegnet war, konnte im Juni 1990 mit dem Ausbau begonnen werden. Die Erd- und Maurerarbeiten wurden der Firma Walker in Wassen übertragen. Die übrigen Arbeiten wurden fast ausschliesslich durch Eigenarbeit der Mitglieder ausgeführt. Dank dem grossen Einsatz aller Beteiligten war der Ausbau Mitte September planmässig fertig. Am 15. Oktober fand bei schönstem Herbstwetter die feierliche Einweihung statt. Unter den zahlreichen Ehrengästen befand sich auch der damalige CC-Präsident Franz Steinegger. Die Freude über das gut gelungene Werk war allgemein und die Verantwortlichen durften viel Lob und Dank entgegen nehmen. Die gesamten Baukosten beliefen sich auf Fr. 696'000.--. Vom CC erhielten wir Fr. 205'000.-- Subvention, Fr. 113'000.-- gingen an Spenden ein und Fr. 80'000.-- zahlte die Schadenversicherung. 34 Mitglieder leisteten 4500 Stunden Fronarbeit, was einem Betrag von Fr. 125'000.-- Eigenleistung entspricht.

Einigen Wechsel gab es bei der Besetzung der Hüttenwartstelle. Als Nachfolger von Paul Mattli kam Christian Hofmann aus Köniz, ihm folgte Peter Planzer aus Schattdorf und zuletzt Brigitta Camenzind. Alle haben unsere Hütte gut betreut, waren aber jeweils nur während 2-3 Jahren im Einsatz. Neuer Hüttenwart  ist ab 2003  Urs Arnold aus Schattdorf.

Dammahütte, 2439m,  Einweihung 1916

 Die Dammahütte ist nicht irgendeine Hütte, nein, es ist die Hütte, die an der Berner Landesausstellung 1914 vom SAC ausgestellt, (Bild )1915 zerlegt und mit der Bahn nach Göschenen verfrachtet  und teils mit Saumtieren zum heutigen Standort hoch über dem Göscheneralptal transportiert und wieder aufgestellt wurde. Die Einweihung durch die Sektion Pilatus erfolgte dann 1916. Die Hütte ist in ihrem Charakter erhalten geblieben und macht den Aufenthalt und das Übernachten zu einem wunderschönen Erlebnis. Sie können der Hüttenwartin beim Kochen zuschauen und  werden staunen, dass es in der Hütte keinen Wasseranschluss gibt. Das Wasser wird heute - wie damals - mit Kesseln hereingetragen und vor dem Gebrauch abgekocht. Jedes Mal, wenn Sie die Dammahütte besuchen, sei es mit Familie, Freunden oder Kollegen, die wildromantische Gegend mit See, Gletscher und Dammakette als Kulisse, wird Sie immer von neuem faszinieren.

Fotografieren verboten

Das Material der Dammahütte  war im Dezember 1914 von Bern herkommend in Luzern eingetroffen. Im Mai 1915 wurde an das Gotthardkommando ein Gesuch gerichtet um Gratistransport von Göschenen nach der Göscheneralp durch Säumertruppen. Dieses Gesuch wurde positiv beantwortet unter der Bedingung, dass die Anlieferung des Materials so rasch als möglich zu geschehen habe. Darauf wurde das ganze Holz nach Göschenen spediert. Am 7. Juli begann der Transport; zum Teil zur Göscheneralp, zum grossen Teil aber nur bis unterhalb der Kapfsteinbrücke, wo das Material einfach liegen gelassen wurde. Die Sektion musste selber sehen, wie es weiter kam. Am 17. August begann der Führer Gustav Tresch, Sohn des Hüttenwarts der Hüfihütte, mit sechs Mann im Tageslohn das Material bis zur Göscheneralp zu transportieren, "was ein schöner Batzen Geld kostete". Am 27. August wurde mit dem Transport von der Göscheneralp zur Baustelle begonnen. Das an Baumeister Strub von Göschenen vergebene Mauerwerk des Unterbaus stand am 26. September zur Aufnahme des Oberbaus bereit und am 17. Oktober wurde mit dem Aufstellen desselben durch die Firma Mörker und Huber in Luzern begonnen. Das Aufstellen der Hütte war am 30. Oktober beendet, ausgenommen die Einschindelung, die an Dachdecker Schnüriger in Erstfeld vergeben worden war. Da dieser am gleichen Tag bei der Arbeit durch einen Sturz von einem Dach einen Oberschenkelbruch und Quetschungen davontrug, gab es eine unliebsame Verzögerung. Trotzdem fand schon am 31. Oktober 1915 die kirchliche Einsegnung der Clubhütte durch Kaplan Gisler von der Göscheneralp statt. Anwesend war der zur Besichtigung herauf gekommene Sektionsvorstand. Die Dachfläche wurde noch vor dem Einwintern eingeschindelt, der Rest der Arbeit auf den Frühsommer 1916 verschoben. Anders als beim Kauf der Hütte wurde die Clubversammlung über die Aufstellung ausführlich orientiert. Die Baukosten überschritten den Kostenvoranschlag von Fr. 11'000.- und betrugen nach Beendigung der Abrechnung Fr. 14'882.56, von denen Fr. 9'382.56 zu Lasten der Sektion gingen. Der Gedanke eines Nachsubventionsgesuchs an den CC scheint stillschweigend begraben worden zu sein. Die Einweihung Die Einweihung konnte in Anbetracht der Bauverhältnisse nicht mehr 1915 stattfinden, sondern musste auf das Jahr 1916 angesetzt werden. Die Clubversammlung vom 26. April 1916 bestellte als erste Vorbereitung ein Vergnügungskomitee. Die Feierlichkeiten wurden wegen ungünstiger Witterung und Schneeverhältnisse auf den 29./30. Juli verschoben. Auf der Anmeldekarte stand die Nachbemerkung "Das Photographieren ist im Hüttengebiet vom Gotthard-Kommando untersagt! ". An der Clubversammlung vom 21. Juli machte Präsident J. Spieler den 24 Anwesenden den Mund wässerig mit der Erwähnung der Gaben, welche von Clubmitgliedern gespendet worden waren. Unter anderem 160  Liter Wein, einige hundert Stumpen, schwarzer Kaffee (damals noch rationiert) und Cognac- und Träschsorten. Am Sonntag, den 30. Juli 1916, hatte der Wettergott seine üblen Launen einstweilen vergessen, und die Sonne ergoss ihre Strahlen über die Gletscherwelt. Um 11 Uhr harrte eine stattliche Clubgemeinde von 160 Damen und Herren bei den Klängen einer Ländlerkapelle der Einweihung der neuen Clubhütte.

Von 1916 bis 1921 wurde die Hütte von Bergführer Peter Gamma bewartet.

 

Etzlihütte, 2052m, erbaut 1911

Erste Hütte, erbaut 1910/11 :Geschichtliches

Die Hütte, 2080 m hoch gelegen, ist ein durch starke Eisenstangen wohlverankerter Holzbau von 5.50 X 5.00 m Bodenfläche und 5 m Höhe. Ein kleines durch Karbolineum imprägniertes Haus, steht es hoch oben über Müllersmatt auf blumigem Hang und macht schon von weitem einen recht heimeligen Eindruck mit seinen weiss gestrichenen Läden, Fenstern und Dachraffen. Der Architekt, unser Mitglied Herr W. Kaufmann, der die Pläne verfertigte und den Bau überwachte, hat es verstanden, dem Äußern gemäss den Prinzipien des Heimatschutzes ein gefälliges Kleid zu verleihen. Ebenso ist es ihm gelungen, den Anforderungen moderner Innenausstattung gerecht zu werden, wodurch eine Wohnlichkeit geschaffen wurde, die so recht zum Bleiben ermuntert, Jedes Winkelchen ist in dem kleinen Raume ausgenutzt, und überall sieht man bis in das kleinste Detail das Bestreben praktischen Sinnes. Reichlich ist das Inventar bemessen, und wohltuend wirkt die Einheitlichkeit des Koch- und Essgeschirrs aus Aluminium. Das Erdgeschoss umfasst einesteils den Wohn- und Kochraum mit einem großen Kochherde, neben welchem ein Schüttstein für die Abwasser als große Annehmlichkeit empfunden werden dürfte, andernteils hinter einem zierlichen Gitterkranze und farbigen Gardinen ein Matratzenlager - Kapok - für 8 Mann. Die eine Hälfte hiervon kann durch Vorhänge für sich abgeschlossen und alsdann für Damen reserviert werden. Im Dachraum ist für 14 Mann auf Heusäcken Unterkunft vorhanden. Jede Lagerstätte ist mit einem weichen Kopfkissen versehen, und es stehen 24 Wolldecken schwerster Qualität zur Verfügung. Holz befindet sich im Dachraum des Abortes. Das weitere Erfordernis, Wasser sprudelt in nächster Nähe als tadellose Quelle in reichlicher Menge. 

Die Baukosten belaufen sich auf: Bauleitung, Konzessionen u.s.w. Bau der Hütte und Transport Abort Inventar, Total Fr. 9'967.55  Möge nun die Thurgauerhütte ihren Zweck erfüllen und jahrzehntelang bleiben ein trautes Heim fröhlicher Bergwanderer und eine Zufluchtstätte für jedermann in Zeiten der Gefahr. Dr. Vogler Sektion Thurgau, aus www.etzlihuette.ch 

Heute steht ein stattliches Steinhaus das 110 Leute beherbergen kann.  Die Umgebung ist geprägt von Bergseen Hochmoor, Granitzacken, Firnschneefeldern und kleinen Gletschern. Für Kristallsucher ist die Region ein Paradies. 

Inmitten einer imposanten Alpenkulisse liegt die Etzlihütte etwa 70 Meter über der Müllersmatt, wo von verschiedenen Seiten glasklare Bergbäche zusammenfließen. Die Hütte wurde 1999 sehr aufwändig renoviert und den aktuellen Bedürfnissen ihrer Gäste angepasst. Einladende Aufenthaltsräume sorgen genau so wie die moderne Küche und gemütliche Unterkünfte für einen angenehmen und erlebnisreichen Aufenthalt. Auf 2052 m.ü.M. finden Wanderer, Bergsteiger, Familien, Strahler und Jäger sowie Teilnehmer von Lagern, Seminaren oder Vereinsausflügen ihre verdiente Erholung für Leib und Seele. Die Hütte ist der ideale Ausgangspunkt für Bergwanderungen, Alpintouren, Klettereien und Hochtouren. Ihre zentrale Lage in den Urner Alpen macht die Etzlihütte auch zum idealen Etappenziel auf Wanderungen von Hütte zu Hütte. Im Winter bietet das Gebiet für den Skitouristen und Schneeschuhläufer eine Mehrzahl von mittelschwierigen bis anspruchsvollen Touren. Die Versorgung der Hütte mit Lebensmitteln und Brennholz sowie der Abtransport von Abfällen und Leergut geschieht mehrheitlich mit dem Hubschrauber. Beschränkt steht elektrische Energie aus einer Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach zur Verfügung. Das frische Quellwasser wird unweit der Hütte in einer Brunnenstube gefasst und direkt ins Haus geleitet. Das Abwasser wird in einer modernen Zweikammerfaulgrube gelagert und im Herbst entsorgt.

Der erste Wart, Ratsherr Josef Maria Epp, verunglückte 1917 beim Strahlnen, als sich ein Felsblock am Piz Giuv löste und ihn auf den Fellifirn hinabriss. Er verlor den Tornister und konnte zwei Tage nur noch Eis lutschen.  Als der Geißbub den Hüttenwart nicht antraf, fand man auf dessen Suche den stark unterkühlten Verletzten neben einer Spalte. Er lebte noch wenige Tage in Silenen, starb jedoch 38-jährig  trotz aller Pflege. Es folgte als Hüttenwart ein Bruder Josef Epp- Baumann (1918 - 1951) wonach das Amt auf seinen Sohn, Bergführer Sepp Epp - Indergand überging. Mit dessen Sohn Anton endete die fast ein Jahrhundert dauernde Hüttenwart - Aera  der "Brenner - Epp ", die den  Zunahmen wegen Ihrer Tätigkeit des Schnaps- Brennens aus Enzianwurzeln erhielten. 

Übrigens: Der Name "Etzli", mittelhochdeutsch "etze" heisst Weideplatz.  (Eine Wiese abweiden,'etzen').


Hüfihütte, erste  Hütte 1873, zweite Hütte 1899, 2334m

 Die erste Hütte, mit Kosten von Fr. 842.-- wurde 1873 an einen Block geschmiegt, auf Hüfialpli  erbaut. Die zweite Hüfihütte der Sektion Pilatus entstand auf Oberhüfi  und war  Ende 1899 bezugsbereit.  Solange sie bestand bis 1937, amtete der "Schöne Tresch" als gestrenger Hüttenwart. Das Haus, von Zimmermeister Dietrich aus Erstfeld  errichtet, bestand aus Holz auf gemauertem Sockel, bot 40 Schlafstellen und kostete 8300 Franken. 1937 unter dem Walliser Baumeister Camille Brantschen und den Luzerner Architekten W. Dolder wurde auf  Hüfistöckli die dritte Hütte erbaut.  Maultiere trugen die Last von 40 Tonnen durch den ausgebesserten Rimenenweg, darunter Steinbrecher und schwere Holzbalken.  Sie steht  zuhinterst im Maderanertal unter dem Gross Düssi in prächtiger Lage am Hüfifirn gelegen. 70 Schlafplätze, davon 12 Plätze Winterraum,  stehen den Hüttenbesuchern zur Verfügung und wurde zuerst von Bergführer Gustav Tresch, einem Sohn des "Schönen Tresch" bewartet. 1959 übernahm Bergführer Franz Zgragggen aus dem Stamm der "Dubeler" bis 1971 gemeinsam mit seiner Gattin die Aufsicht. Dann folgte Walter Kunz. Ab 1976 war der Altdorfer Hermann Gisler mit seiner Frau auf dem Hochsitz tätig.

Kröntenhütte, alte Hütte 1890, neue Hütte, 1903m, erbaut 1921

 

 
Einweihung am 28. Sept. 1890. Menue: Erbensuppe, Gemspfeffer, Murmeltierbraten, Risotto, Italiener und Champagner. Bei schönstem Wetter wurde am 28. September 1890 die Klubhütte der Sektion Gotthard eingeweiht. Sie bietet Raum zu Übernachten für über 20 Personen und ist in der Reihenfolge die 86. Hütte welche der SAC erstellt, beziehungsweise subventioniert hat.Die Hütte liegt etwa 4 Stunden von Erstfeld, nahe am Ausflusse vom Obersee und bietet schon von weitem mit der talwärts gerichteten Giebelseite den Anblick einer Kapelle. Sie ist massiv in Holz gebaut und für die  notwendigsten Bedürfnisse mit durchgehenden Pritschen, Ofen, Kocherd und Geschirr recht freundlich eingerichtet. Zur Feier hatten sich etwa 25 Klubisten, nahezu die Hälfte Urner, eingefunden.  Der von der Sektionsversammlung bewilligte Kredit von Fr. 200.-- für die Einweihung wurde im allgemeinen für das Festmahl verwendet:: Erbensuppe, Gemspfeffer, Murmeltierbraten, Risotto, Italiener und Champagner. Dann folgte die Einweihung durch den Vizepräsidenten des CC, Pfarrer Dr. Buss aus Glarus. In feierlicher Rede übergab er das gemeinnützige Bauwerk der Sektion Gotthard als Eigentum. Präsident Müller dankte mit einem Rückblick auf die Entstehungsgeschichte und als gewandter Fotograf gelang ihm von der Hütteinweihung eine prächtige Gruppenaufnahme[1]


Urner Führer 1905: Kröntenhütte: Fassungsraum  26- bis 28 Personen. Mit Brennholz versorgt, Wasser am Bach neben der Hütte. An der Jahresversammlung der Sektion Gotthard in Altdorf wurde ein Pflichtenheft für den Hüttenwart der Kröntenhütte genehmigt, dessen Anstellung das CC befürwortete. Vom Sommer 1905 an wird Sepp Huber- Wipfli, der als „Michi-Sepp“ bekannte Älpler und Bergführer auf der Kuhplanggalp, die Hütte bewarten. Er soll jeweils samstags und sonntags auf der Hütte sein und an den übrigen Tagen die Hütte abends besuchen, ebenso ist eine einfache Verproviantierung geplant. Er durfte „Lebensmittel zu offiziellen Preisen“ abgeben um sich neben Holz- und Küchentaxen etwas Verdienst zu verschaffen. Die Abgabe von alkoholischen Getränken war nicht gestattet.

Umbau 1912

Die Erweiterung der Kröntenhütte erfolgte nach den Plänen der Firma Püntener und Sohn, dem „Sagen - Püntener“ Erstfeld. Dem ersten Bau wurde ein zweiter, gleich grosser angegliedert und über das ganze ein hohes Dach erstellt. Die Kosten beliefen sich auf Fr. 4’795.-- Nun stehen 70 Schlafplätze mit zusätzlichen Fenstern zur Verfügung. „Püntener hat ein tüchtiges und solides Werk erstellt“. Die Einweihung fand am 8. September 1912 mit einem saftigen Festmahl in einfachem Rahmen statt, die markante Bergpredigt hielt der Erstfelder Pfarrhelfer Kälin. Ebenso wurde der „Fulfad“ neu markiert und der Fulensee gangbar gemacht. Nachtgefährliche Bachübergänge und trügerische Sumpfstellen erhielten eisenbetonierte Brücken.

1920      Am 22. Februar bemerkten Sektionsmitglieder auf einer Skitour, dass die Kröntenhütte durch einen vereisten Wächtenabbruch stark beschädigt war. Der Abbruch erfolgte vermutlich nach den starken West-stürmen im Januar des gleichen Jahres. Vom Felsen des Bergrückens des Oberseemändli beschädigte der Aufprall einer niederstürzenden Wächte die Hütte, verschob sie aus dem Fundament, drückte die Hüttenwandungen ein und verschob den ganzen Oberbau. Die Hütte wurde vorerst behelfsmässig verankert und im Mai soweit wieder hergerichtet, dass sie für den kommenden Sommer wieder Unterkunft bieten konnte. Expertisen und Kostenbe­rechnungen führten jedoch dazu, auf die totale Instandstellung der Hütte zu verzichten und dem Neubau an einem sicheren Ort den Vorzug zu geben. Gustav Kruck war von der vergrösserten Hütte ohnehin wenig begeistert. „Die vergrösserte Kröntenhütte war äusserlich ein schmucker Holzbau und bot verhältnismässig viel Platz: In der Anordnung und Ausgestaltung der Räume wies sie aber viele Mängel auf, dass 1919 ihr Umbau in Aussicht genommen wurde. Ihre Herrichtung in den früheren Zustand wäre vielleicht mit einem Aufwand von etwa Fr. 6000.--möglich gewesen, hätte aber nie befriedigen können. Sie gleichzeitig zweckmässig umzubauen hätte mindestens 20'000.--Franken erfordert. Aber auch dann wären noch Mängel vorhanden gewesen. Zu alledem kam der Nachteil und die Gefahr ihrer Lage“.


1921          Neubau der Kröntenhütte am heutigen Standort

Standortabklärungen ergaben, dass eine Verschiebung auf den Grat gegen das Oberseemanndli wegen zu hoher Baukosten verworfen wurde, wie auch der Standort auf die höch­ste Kuppe nördlich des Paukenstockes. Sand und Kies waren beim Obersee zu finden. Der Vorstand wählte das Projekt des Zürcher Stadtrats, Architekt Gustav Kruck. Ihm zur Seite stand dessen Berufsfreund Architekt Heinrich Bräm „freudig bereit wie seinerzeit für die Albert- Heim- Hütte und die Domhütte, meinem Projekt der neuen Kröntenhütte aussen und innen in einfachster Gestaltung wohlerwogene künstlerische Formen zu geben”. Vorerst mußte jedoch die Finanzierung gesichert werden. Von den Mitgliedern der Sektion Gotthard erfolgte am 18. Sept. 1920 der Neubaubeschluss, den die DV des SAC in Schwyz mit einem Beitrag von Fr. 32’000.- bestätigte. Die Gotthärdler waren bereits im Herbst daran, für den vorgesehenen Bau am Obersee Sand zu rüsten.                                                                                                   

 Am Bau der Kröntenhütte beteiligte Firmen  

Baukommissionspräsident        

Josef Baumann, Baumeister, Altdorf  

Hüttenchef      

Jean Oettli  

Bauarbeiten:  

Baufirma J. Bernath, Altdorf  

Zimmer-Schreiner und Glaserarbeiten:

J.Püntener, Erstfeld  

Schindeldach:   

Gebr. Gisler, Altdorf   

Malerarbeiten: 

C. Renner, Altdorf             

Kochherd:  

Gebr. Denier, Altdorf  

Beschläge und Leuchter: 

J. Baumann & Sohn, Altdorf  

Transporte:   

Siegfried Gnos, Hofstatt, Erstfeld  

Dekorativer Schmuck: 

Heinrich Danioth, Kunstmaler, Altdorf  

                                        

Einweihung der 2. Kröntenhütte  am 24/ 25. September 1921

Bei prachtvollem Wetter waren am Sonntag der Einweihung gegen 300 Personen anwesend. Der schmucke Bau mit Gesamtkosten von Fr. 54’000.--,der Sektion Gotthard verbleiben nach Abzug der SAC Subventionen Fr. 22’000.--, wusste allgemein zu gefallen. Die Sektion Gotthard trägt die Last der Bauschuld gerne denn sie ist auf ihre neue Kröntenhütte stolz.  

Von besonderem Wert ist, dass sich die Sektion entschlossen hat, die Hütte nicht zu bewirtschaften. Niemals soll sie Gelagen dienen.  Schutz und Schirm will sie sein dem, der die Schönheit der Berge erleben, in ihrer Reinheit gesunden will.  

 

 

1922       Die neue Kröntenhütte braucht als Refugium auch eine Bewartung. Es wurde ein Hüttenwarts- Vertrag erlassen und die Stelle ausgeschrieben. Gewählt wurde aus sechs Bewerbern Emil Epp, Schreiner aus Bristen. Emil war bis 1967 auf „seiner Hütte“, versah also 46 Jahre das Amt als Hüttenwart.

Umbau  1939/ 1940

Den Arbeitsauftrag erteilte die Baukommission inkl. Transport am 26. Juli 1939 an die Firma Fridolin Gisler & Sohn, Zimmereigeschäft, Bürglen. Unverzüglich wurde für den Transport eine Seilanlage erstellt, Rohrarbeiten verlegt und Steine gerüstet. Für die Vergrösserung wurde die nördliche Seite abgerissen, dann erfolgte am 1. September die Kriegsmoblimachung. Zusammen mit den wenigen dienstfreien Arbeitern, Fronarbeitern und dank ausserordentlichen Anstrengungen des Hüttenwartes Emil Epp gelang es trotz früh einsetzender Schneefälle, den Rohbau Ende Oktober zu beenden. Das CC inspizierte durch den Zentralhüttenchef am 11./12. November die getätigten Arbeiten und überwies den zu­gesicherten Beitrag vonFr. 8000.-- Eine in Erstfeld stationierte Infanterie- Saumkolonne übernahm bereitwillig und gegen eine geringe Entschädigung den Transport des Inventars und des Dachmaterials bis in die Bodenberge. Noch vor Abbruch der Seilanlage konnte alles Material zu Aufbau des Ofens sowie alle Matratzen hochgezogen und in die Hütte transportiert werden.

1940     Am 1. September, ein Jahr nach Kriegsausbruch, fand die Einweihung der Kröntenhütte in Anwesenheit von rund 350 Personen statt. (Rund einen Monat später, am 6. Oktober 1940 wurde die neu erstellte Leuschachütte der Sektion Zimmerberg SAC, ebenfalls eingeweiht.) Clubkamerad Pater Franz Xaver Muheim stellte in seiner Bergpredigt das Refugium unter den Machtschutz Gottes. Für die geladenen Gäste war das Mittagessen in der Hütte vorbereitet, die Besucher konnten am grossen Wellchessi währschafte Suppe fassen. Ausnahmsweise wurde heute auch für den Durst gesorgt und das Alkoholverbot ausser Kraft gesetzt. An die erhöhte Bauabrechnung von Fr. 34’924.-- leistete das CC einen Zuschuss im Gesamtbetrag von Fr. 10'000.--

Die Einweihung wurde von einem tragischen Unfall überschattet. Drei Mitglieder der Sektion Gotthard, Eugen Hedinger, Heinrich Spoerrer und Dr. Burckhard mit seinem kleinen Töchterchen wollten am Tag der Einweihung von der Leutschachhütte über das Steinchälenfurggi zur Kröntenhütte gelangen. Dabei verfehlten sie die Abstiegsroute. Dr. Burckhard stieg mit seinem Töchterchen zurück, während die beiden anderen den falschen Abstieg fortsetzten. Dabei rutschte Eugen Hediger auf einem Schneefeld aus und fand dabei den Bergtod. Die Notsignale wurden von der Kröntenhütte her beobachtet, der Verunglückte lag an einer schwer zugänglichen Stelle in der Nordwand des Krönten. Die Leiche des Verunfallten konnte erst am Montag geborgen werden.           


1967        Umbau

Im Juni wurden die Bauarbeiten begonnen und am 8. Okt. bei der Einweihung strahlte das neue Kupferdach mit der Sonne um die Wette. Das CC sicherte 40 % der Kosten, jedoch höchstens Fr. 33’000.-- zu.  Nach dem Umbau endete die Ära des Hüttenwartes Emil Epp, der als Hüttenwart 46 Jahre lang zum Bild der Kröntenhütte gehörte. Abgelöst wurde er durch Sepp und Marie Theres Huber aus Erstfeld. Die Übernachtungstaxe betrug damals für Sektionsmitglieder Fr. 2.50.--, die Holztaxe 70 Rappen pro Mahlzeit.


Totalrenovation und Anbau

1987         Durch die Totalrenovation und einem Anbau wird die Kröntenhütte der Sektion Gotthard SAC zu  einer der besteingerichteten  SAC - Hütten. Es stehen nun 86 Schlafplätze zur Verfügung. 
2003      Mit dem Jahrhundertsommer erreicht die Kröntenhütte mit über 3000 Übernachtungen einen neuen Besucherrekord. Im August erhielt die Sektion ein Legat von 50`000 Franken und hat die stolze Anzahl von 1`601 Mitglieder.
2004  25 Jahre Hüttenwartsfamilie: Markus + Irene  Wyrsch- Walker 

Bilder Nostalgie: Foto Aschwanden, Karl Iten Literatur: Clubchronik der Sektion Gotthard SAC  1981/ SAC - Jahrbücher/ Urner Wochenblätter/ Mitteilungen der Korporation Uri/ Urner Führer 1905/ Führerbücher/ usw. copyright  by: Sepp Huber 

Leutschachhütte, 2208m, Einweihung 1940

 Schon bald nach der Gründung der Sektion Zimmerberg wuchs der Wunsch, eine eigene Hütte in den Bergen zu besitzen. Zu diesem Zweck wurde an der Generalversammlung vom Herbst 1932 die Schaffung eines Hüttenfonds mit einer jährlichen Einlage von Fr. 100.- beschlossen.Die damals wirtschaftlich und politisch schwierige Zeit erschwerte die Realisierung der Hüttenträume. Umso mehr überraschte es, als Ende 1935 ein Vorstandsmitglied mit einem selber erstellten Bauprojekt für eine Hütte mit 17 Schlafplätzen im Kartigeltal im Urnerland, aufwartete. In der Folge wurde eine Hüttenbaukommission eingesetzt, welche sich zuerst einmal die Standortfrage abklären musste. Aus 19 Vorschlägen wurde ein über dem herrlich blauen Niedersee gelegener Standort im landschaftlich reizvollen Leutschachtal ausgewählt. Die Landihütte, 1939 - 1940
An der Abgeordnetenversammlung 1937 beschloss der SAC, sich an der bevorstehenden Landesausstellung (Landi 1939) mit einer Muster - Clubhütte vom Typ SAC zu beteiligen. Im Vorfeld der Ausstellung führten Kontakte zwischen dem damaligen Zentralpräsidenten des SAC und der Sektion Zimmerberg zur Vereinbarung, dass die Landihütte am Ende der Ausstellung abgebaut und als sektionseigene Hütte im Leutschachtal neu aufgebaut werden soll. Der Ausbruch des 2. Weltkrieges und ausgiebige Schneefälle im Spätsommer 1940 machten den Hüttenbau zu einem schwierigen Unterfangen. Trotzdem konnte die neue, 19 Schlafplätze aufweisende, Hütte am 6. Oktober 1940, termingerecht zum 18. Geburtstag der Sektion Zimmerberg, festlich eingeweiht werden.

Vergrösserung der Leutschachhütte, 1960 - 1963. Bei der Planung der Landihütte ging man von Jahresfrequenzen von 300 – 400 Uebernachtungen aus. Schon bald nach Inbetriebnahme der neuen Hütte wurden aber über 800 Uebernachtungen pro Jahr erreicht und die häufigen Ueberbelegung der Leutschachhütte an Wochenenden beschäftige die für die Hütte Verantwortlichen der Sektion immer wieder.  An der Generalversammlung im Januar 1959 erhielt der Vor stand den Auftrag, eine Erweiterung der Hütte zu prüfen. Im Januar 1960 konnte der Generalversammlung ein Vorprojekt vorgestellt werden, dieses sah eine Erweiterung der Hütte um je rund 25 Schlaf- und Sitzplätze vor und rechnete mit Kosten von etwa Fr. 55'000.-.

Die Weigerung einer Grundeigentümer, die Alpwege für den Materialtransoprt zu benützen, machte es notwendig, dafür mit erheblichen Mehrkosten einen Helikopter einzusetzen. Nur dank einem bewundernswertem Froneinsatz vieler Sektionsmitglieder war es möglich, das Bauprogramm einzuhalten. 
Ende Juni 1963 konnte dann die erweiterte Hütte eingeweiht werden, die Baukosten beliefen sich letztlich auf Fr. 82'000.-.

Umbau der Leutschachhütte, 1984 - 1986. In den 70er Jahren sahen sich die Hüttenverantwortlichen der Sektion in zunehmenden Mass mit Feuchtigkeitsschäden am Mauerwerk und am Innenausbau konfrontiert. Nachdem punktuellen Sanierungen kein nachhalter Erfolg beschieden war, fasste man ein umfassendes Sanierungsvorhaben ins Auge. Die Begutachtung des Vorhabens durch die Hüttenkommission unter Leitung des CC Ticino hatte die Verweigerung einer Subventionszusage zur Folge. Die Hüttenkommission verlangte die Ausarbeitung eines Umbauprojektes mit dem Ziel, neben der baulichen Mängeln gleichzeitig auch betriebliche Unzulänglichkeiten zu beheben.

Die Ueberbelegung der Leutschachhütte ist heute kein Problem mehr. Zur Zeit sind es die geänderten Ansprüche der Hüttengäste und vermehrte gesetzliche Vorschriften, welche die Hüttenverantwortlichen mit neuen Problemen konfrontiert. Im Vordergrund stehen Massnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur der Leutschachhütte (Trink- und Abwasser, elektrische Energie), aber auch die Schaffung kleinerer Schlafräume für Familien wird ein Thema sein.


Lidernenhütte,1727m

 

Eigentümer SAC Mythen, 6430 Schwyz, 

Wachsen nicht erlaubt

Die erste Lidernenhütte der Sektion Mythen wurde 1912 erbaut. Der gebürtige Tscheche Josef Sindelar war von 1921 bis 1943 Hüttenwart auf der Lidernen. Um ihn ranken sich einige interessante Geschichten. Mit seinem eigenwilligen Humor verstand er es, viele der angereisten Touristen zu fesseln. Die Episode mit dem Wachsen zeigt, dass aber nicht alle seine Spässe lustig fanden..!

Die heute Holzhütte wurde 1944  gebaut und 1981 erweitert. Für ihre heimelige Atmosphäre und die kinderfreundliche Umgebung wird sie von Gross und Klein sehr geschätzt. 


Rotondohütte, 2569m, erbaut 1909

 

1909 Bau der Rotondohütte; Gemeindegebiet Realp ; Eigentum der Sektion Lägern SAC
Einzugsgebiet:  Region Baden, Aaretal bis Zurzach, Limmattal Richtung Zürich bis Dietikon, Rohrdorferberg bis Mutschellen.
1930 Umbau und Vergrösserung. 
1965 Beginn Umbau und Vergrösserung. 
1992 Erneuter Umbau und Vergrösserung.Auf dem Leckipass steht die "Alaska-Bar", eine Notunterkunft aus beschlagnahmtem Baumaterial, Kriegjahr 1941, für Wachsoldaten des Réduits. Auf dem Leckihorn wurde ein hölzernes Kreuz errichtet, das aber den Stürmen nicht stand hielt. Die "Alaska- Bar" hingegen kann heute noch besichtigt werden.

Salbithütte, 2105m, erbaut 1931

Die Sektion Lindenberg wurde 1894 in Wohlen gegründet und zählt  Mitglieder aus den Bezirken Bremgarten und Muri.  Salbiten so heisst der wunderschöne Ort, den sich einige Bergbegeisterte aus dem Aargau als Standort für ihren Hüttenbau ausgesucht haben.  Die Hütte, erbaut 1935, wurde nach diversen Umbauten 1966 und 1979 im Jahre 1988 total saniert. Vier 10er Schlafräume sowie der altbelassene Rundbau bieten 58 Schlafplätze. Der Winterraum, mit Kochgelegenheit und Spülbecken, rühmt sich einer der schönsten im Alpentraum zu sein und eignet sich vorzüglich als Theorieraum. Besonders schön ist der  wunderbare Ausblick aus der Küche, der direkte Kontakt zu den Gästen in den Essräumen und die neue, große Hüttenterrasse. Die Energie für den täglichen Bedarf spenden die Solarzellen an der Hütten- Südfront. Auf der großen Sonnenterrasse wird frisch gezapftes Bier serviert und dieses schmeckt nach einen unvergesslichen Klettertag doppelt gut.  50 Jahre war die Familie Gamma auf der Salbithütte, 1984 beendete der legendäre Moses Gamma, der 1969 den Salbit Westgrat als erster im Alleingang bezwang, die Dynastie. Seither betreut der aktive Bergführer Hans Berger auf  Salbiten die Hüttengäste.

Sewenhütte, 2150m, Einweihung der heutigen Hütte 1974

In der Geschichte der SAC-Hütten ist die Sewenhütte eher jung. Wurden einige Hütten schon im vorletzten Jahrhundert erstellt, gibt es die Sewenhütte erst seit rund 30 Jahren. Am 18. Oktober 1970 durfte die Sektion Pfannenstiel eine „richtige“, vom Zentralverband anerkannte SAC Hütte auf Sewenstöss im Meiental einweihen. Drei Jahre später zerstörte eine Lawine das Gemeinschaftswerk, auf das alle so stolz waren. Eine gewaltige Lawine zerstörte die Hütte vollständig und schmetterte die Trümmer bis zum See  hinunter. Es muss ein trauriger Anblick gewesen sein. Schon im folgenden Frühling wurde ein neuer Hüttenplatz gesucht und auf Mandlenen gefunden. Dank grosszügiger Spenden und des unermüdlichen Einsatzes vieler Sektionsmitglieder stand auf Mandlenen bereits 1975 wieder eine neue Sewenhütte.

Sustlihütte, 2257m, erbaut 1915

Eigentum der SAC Sektion Rossberg aus Zug. Erbaut 1915, erweitert 1949 gemeinsam mit dem Schweizerischen Frauenalpenclub. S.F.A.C. Die Materalseilbahn wurde vom Bergführer Alois Furrer erstellt, der zusammen mit seiner Frau Theres die Sustlihütte während mehr als einem Vierteljahrhundert betreute. Nach dem Erstfelder Bergführer Wisi Zgraggen waren die Zuger Brigitte und Giorgio Ruele  10 Jahre als Hüttenwart tätig.  Seit 2004 zeichnen Kari (Bergführer)und Agnes Stadler aus Seedorf auf der Sustli für den Hüttendienst verantwortlich. 


Spannorthütte, 1956m, erbaut 1880

 Spannorthütte  Eigentum der Sektion Uto

Erbaut 1880.  Am gleichen Ort stand schon vorher unter dem Schutz eines grossen Felsens ein notdürftiges Biwak der Engelberger  Bergführer, von denen auch die nötigen Impulse für den Hüttenbau kamen. Als treibende Kraft und großer Initiant für ein alpines Refugium unter der mächtigen Schlossberg- Westwand  gilt vor allem der legendäre Bergführer Eugen Hess von Engelberg."

Die erste Notiz über eine Beteiligung der Sektion Uto an Klubhüttenbauten findet sich im Sektionsprotokoll vom 25. April 1879. Damals wurde der Antrag gestellt, dass die Sektion Uto mit der Sektion Pilatus in Unterhandlung treten solle, um eventuell am Urirotstock eine Klubhütte zu erbauen. Es wurde auch für diesen Zweck ein Kredit von Fr. 1000.- gewährt. Am Ende des gleichen Jahres ging man jedoch wieder von diesem Projekt ab. Im Jahr 1880 wurde als erste Hütte der Sektion Uto die Spannorthütte gebaut, nach Plänen unseres Mitgliedes Ing. Emil Hilgard. Die Gesamtkosten inkl. Ausstattung im Innern beliefen sich auf Fr. 2275.-, an welche das Centralcomité Fr. 800.- bezahlte. Die Hütte wurde aus Stein gebaut, das Dach aus Holzzementen. Sie liegt auf 1980m Höhe, vier Stunden von Engelberg entfernt und dient zu Besteigungen im Spannortgebiet. Bemerkenswert ist, dass an der am 8. August 1880 stattfindenden Hütteneinweihung vier (!) Mitglieder der Sektion Uto, ein Mitglied der Sektion Titlis und einige andere Gäste teilnahmen. Im Jahr 1901 wurde die Hütte dann nach Plänen von Architekt M. Guyer vergrößert auf die Zahl von 24 Schlafplätzen, die sie heute noch besitzt. Im Jahr 1927 wurde der Hütte eine Terrasse vorgebaut und ihr im Äussern und Innern ein schmuckeres Aussehen verliehen." (Zitat aus: "75 Jahre Sektion Uto", Festschrift von Paul Gysin, S. 18) 

Umbau und Erweiterungsbau 1961

DIe Sektion Uto erstellte an der Landesausstellung 1883 in Zürich eine Modell- Hütte. Diese wurde als Dank und  Anerkennung der Bergführerschaft von Engelberg geschenkt. Da es noch keine Bahnlinie nach Engelberg gab, wurde sie demontiert und mit Ross und Wagen, teils auf dem Seeweg, nach Engelberg transportiert und auf  Rugghubel aufgestellt. In späteren Jahren wurde sie der Sektion Titlis SAC übertragen, die Einweihung  erfolgte 1884. Ch.Hauser, Siebnen


Tresch - Hütte, 1475m, Neubau 1947

Namenspate der Treschhütte ist der legendäre " Felli - Tresch ". Viele Jahre lebte der 1835 in Silenen, im Evibach als Sohn des 'Grossen Tresch'  geborene Johann Josef  Tresch- Indergand einsam im Fellital. Am 28. September  1902 kehrte er nicht mehr vom Berg zurück, er verunglückte nach der Bergtour beim Abstieg vom Bristenstock. Sein hochgewachsener Vater, Josef Maria Tresch- Zgraggen, war einer der besten Gämsjäger des Landes Uri  und der Bruder des 'Felli- Tresch', Josef Maria Tresch- Exer  (1818 -1886) gilt  als einer der Pioniere der Urner Alpen.1905 war die Treschhütte Privateigentum von J.Jauch, Bristen und Führer M. Wipfli in Silenen. 
Der 1875 geborene Michael  Wipfli, verheiratet mit Berta Zgraggen aus dem Stamm der 'Dubel- Zgraggen' war einer ersten Skihersteller. 1911 lies er seine Erfindung bei Eidg. Amt für geistiges Eigentum patentieren. Vor der Emigration (1914) verkaufte er seinen Anteil Treschhütte und versuchte das Glück im Westen Kanadas. "Möge diesem intelligenten Führer auch das weitere glücken", schrieb damals die Urner Presse.1923 hat die im Bezirk Affoltern beheimatete SAC - Sektion "Am Albis"  von der Gemeinde Gurtnellen die frühere Behausung des J.J. Tresch erworben und ausgebaut. Anstelle der baufällig gewordenen Holzhütte wurde 1947 der heutige, massive Blocksteinbau ca. 100 m über dem früheren Standort, am Eingang zum Vorder Waldi gebaut und 1984 talseitig erweitert. Die Hütte ist ein beliebter Ausgangspunkt für Bergtouren über die Fellilücke zum Oberalppass oder nach Andermatt und über die Pörtlilücke zur Etzli-Hütte.


          Vermigelhütte, 2042m, erbaut 1944

Erbaut durch die Eidgenossenschaft 1944.
1946 von der Sektion Zofingen des SAC übernommen.  Bewartet durch Clubmitglieder. Geschichte der Sektion: Elf Jahre nach der Gründung des Schweizer Alpenclubs fanden sich in Zofingen 19 Mannen zusammen, deren gemeinsames Interesse der Bergwelt galt. Sie gründeten 1874 die SAC Sektion Zofingen. 1882 übernahm die noch kleine Sektion ihre erste Hütte, den Pavillon Dollfus. Ab 1890 begann die Zeit der Sektionstouren und von 1900 an wurde ein respektables Tourenprogramm durchgeführt. 1926 war das Geburtsjahr der Sohlenschoner. Vier Pfaffnauer traten in die Sektion Zofingen ein und bildeten eine Gruppe, die noch heute durch ihren Zusammenhalt auffällt. Ein grosses Ereignis war 1931 der Bau der Lauteraar-Hütte, die den baufälligen Pavillon Dollfus ersetzte. 1946 kam die Sektion zu ihrer zweiten Hütte. Im Unteralptal konnte eine Militärunterkunft übernommen werden. Anstelle dieser feuchten, schattigen Unterkunft konnte 1974, 100 Jahre nach der Sektionsgründung, ein neues, eigenes Berghaus, die Vermigelhütte, eingeweiht werden. Heute zählt die Sektion 400 Mitglieder. Im Kreise des SAC ist sie eine kleine Sektion, in der man sich jedoch kennt und seine Kameraden bezw. Kameradinnen findet.

Urner Namenbuch: Vermigel, Alp in der hinteren Unteralp, im Userental, Talkessel, hinter dem sich das Tal der Unteralp in zwei Teile trennt. In Alten Karten als "Vormigel" bezeichnet. Lateinisch: 'firmus' Rötoromanisch:'fermar', surselv:'ir a ferm'> sich in den Felsen versteigen.  Im weiteren könnte Vermigel als enge Stelle, wo man am Weiterkommen gehindert wird, (Talabschluss) erklärt werden.

  Voralphütte, 2126m, erbaut 1891  

Erste SAC-Hütte im Gebiet des Göschenertals,  erbaut im Voralptal  durch die Sektion UTO 1891 als  schmucker Holzbau, südwestlich des Fleckistock gelegen. Sie bot Raum für 16 Personen und wurde von Bergführer Josef Maria Gamma von Göschenen bewartet.  1920 umgebaut, bot sie Platz für 22 Personen.  1988 fegte eine Staublawine die Hütte bis auf die Grundmauern weg, wurde wieder aufgebaut und kann heute 40 Personen beherbergen.  20 Jahre bewarteteten Hans und Gritli Tresch aus Göschenen das Refugium im stillen Voralptal. Seit Herbst 2005 amten Anita Stadler und Bruno Müller als Hüttenwarte im stillen Voralptal.

Windgällenhütte, 2032m, erbaut 1906

Das Massiv der Windgällen im östlichen Kanton Uri war bereits in den ersten Jahrzehnten nach der Gründung des AACZ 1896 ein bevorzugtes Tourengebiet von Zürcher Alpinisten. Nicht zuletzt deshalb wurde bereits Anfang des letzten Jahrhunderts am Rande der Hochebene vom AACZ eine  Klubhütte errichtet. Die im August 1906 eingeweihte Unterkunft wurde jedoch schon wenige Monate später durch eine Staublawine vollständig zerstört. Nur zwei Jahre später wurde eine neue, von einem starken Lawinendamm geschützte Hütte eingeweiht. In den folgenden Jahrzehnten wurde an der Windgällenhütte wenig verändert.  51 Jahre wurde sie vom der Familie des  Bergführers Gottfried Epp bewartet. Erst im Sommer 1970 wurde ein kleiner Ausbau vorgenommen, bevor dann 1987 und erneut 2001 ein vollständiger Umbau realisiert  werden konnte.

 
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