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Der gipfelreiche Felsabschluss der
Val Giuf (Giuv = Joch ) ist von der
Urnerseite her, von dem Etzli- und dem Fellital aus, zuerst bekannt, benannt und
bestiegen worden. Der
Piz Giuv, von den Urnern Schattig Wichel
genannt, erscheint mit seinem Nachbar,
dem Roten Wichel, 3085 m, von der Bündner Seite aus zahmer als von der Urnerseite. Der Giuf
wurde zuerst von Placidus a Spescha 1804 erstiegen, der Rote Wichel 1897 durch
J. Mercier und Fr. Weber. Alle diese kristallreichen Berge bieten schöne, teils
leichte, teils schwierige Klettereien. In Dieni erinnert ein Kreuz an einen
Strahler Cavegn aus Rueras, der 1872 in der Val Giuv abstürzte. Neben dem Roten
Wichel, über dem westlichen Giuvgletscher, erblickt man die Giuflücke, 2960 m,
als breiten Sattel: ein Übergang ins Fellital. Scharf heben sich westlich der
Giuvlücke die Zacken der Giufstöckli vom Horizont ab, welche hauptsächlich
von Fr. Weber 1898 bis 1902 erstiegen wurden. Dann schneidet die Crispaltlücke,
2960 m, ein, welche aber schon in dem die Val Giuf westlich begrenzenden Grat
liegt und daher zur Val Val hinüberführt.
Tavetsch.htm
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