Bild aus Urner Führer 1905
 Blick vom Piz Giuv gegen das Meien und- Gornerental mit dem Zwächten und der Spannortgruppe im Hintergrund.

Bildnachweis

Der gipfelreiche Felsabschluss der Val Giuf (Giuv = Joch ) ist von der Urnerseite her, von dem Etzli- und dem Fellital aus, zuerst bekannt, benannt und bestiegen worden. Der Piz Giuv, von den Urnern Schattig Wichel genannt, erscheint mit seinem Nachbar, dem Roten Wichel, 3085 m, von der Bündner Seite  aus zahmer als von der Urnerseite. Der Giuf wurde zuerst von Placidus a Spescha 1804 erstiegen, der Rote Wichel 1897 durch J. Mercier und Fr. Weber. Alle diese kristallreichen Berge bieten schöne, teils leichte, teils schwierige Klettereien. In Dieni erinnert ein Kreuz an einen Strahler Cavegn aus Rueras, der 1872 in der Val Giuv abstürzte. Neben dem Roten Wichel, über dem westlichen Giuvgletscher, erblickt man die Giuflücke, 2960 m, als breiten Sattel: ein Übergang ins Fellital. Scharf heben sich westlich der Giuvlücke die Zacken der Giufstöckli vom Horizont ab, welche hauptsächlich von Fr. Weber 1898 bis 1902 erstiegen wurden. Dann schneidet die Crispaltlücke, 2960 m, ein, welche aber schon in dem die Val Giuf westlich begrenzenden Grat liegt und daher zur Val Val hinüberführt.

Tavetsch.htm