Oberalpstock mit Chli Oberälper und Staldenfirn.

 Placidus a Spescha nannte ihn Cötschen, romanisch Piz Tgietschen und die Älpler im Maderanertal sagten ihm Regenstaldenhorn. Er galt lange Zeit als unzugänglich , bis Spescha 1792 mit diesem Ruf aufräumte. Er nächtigte mit dem Tiroler Klosterbruder Josef Senoner auf der Alp Run und querte den Brunnipass zum "Eisfeld des Ruplätä- Thals". Auf dreizackigen, am Absatz angehefteten Fusseisen gehend, wichen sie den Spalten westlich aus: " Als ich mit meinem Diener durchs Seil verbunden in der Mitte der Schneelage war, riss sich der neue vom alten Schnee los und zielte geradewegs auf mich zu. Augenblicklich machte ich einen Hupf in die Höhe um festen Fuss zu fassen und schrie meinem Vorgänger zu: halt dich fest! Kaum hatte ich meinen stock in den Schnee gedrückt, als die Lawine mich ergriff und mitfürchterlichem Getöse neben mir herabstäubte ohne mich zu verrücken. AUf dem Gipfel schlief der junge unverzüglich ein. Beim Abstieg wandten sie sich mehr ostwärts wo sich die lange Hangspalte verengte und Senoner den Sprung wagte mit dem Stosssäufzer:¨ Santa Antonio"! Ich aber rief ihm in unartig verdorbenen Italienisch zu: "ciappa pel erba; Winde dich aus dem Spalt und lass den heiligen Antonius aus dem Spiel. Unverletzt gelangten wir am Abend nach Hause. Der Ausblick auf dem Gipfel liess Spescha keine Ruhe. Er dachte immer wieder an eine Wiederholung. Dies geschah, und zwar von Sedrun aus: Am 11. und 14. August 1812. Des Paters ausführliche Beschreibung mit samt der gezeichneten Karte des "Kärschela- Thals" wurde ihm vom österreichischen Hauptmann Schellheim abgefordert. Er "liess ihn bei der Annäherung der Franzosen im Jahre 1799 mitreisen".