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Sunnig-Täler Höhenweg: Bogli - Alp Matt - Kröntenhütte
Schwierigkeit Bogli bis zur Alp Matt          
Schwierigkeit ab der Alp Matt   
Zeitbedarf: Wilerli - Bogli: 1.25 Std. /  Bogli - Alp Matt:  1 Std. 
     Total bis Kröntenhütte:  ca. 5 Stunden  
Karten 1: 25'000: Blatt 1191 Engelberg/ 1192 Schächental  
    Urner Wanderkarte Blatt Maderanertal  
  Talstation 462 m - Bergst.  1084 m - Bogli 1462 m - Alp Matt 1509 m -  Börter Stei 1700 m -  Grüen Biel 1777m -  Hoch Biel 1815 m - Schlosslauwi 1650 m  Kröntenhütte 1903 m. 
  
   Die Talstsation der LSB - Wilerli ist über die Autobahnausfahrt Erstfeld erreichbar.

Oberhalb der Waldgrenze verläuft der Sunnig -Täler Höhenweg

Blick gegen den Wasserfall (Fulfall)

Blick über das Erstfeldertal mit Jakobiger, Ruchen, vorgelagert der Hundtschingel,  Mäntliser und Krönten

Karte Erstfeldertal

Oberhalb der Waldgrenze: Der "Sunnig-Täler- Höhenweg"
Rechts vom Schneeflecken: das kleine Plateau der Alp Matt (1509 m) 

Oberhalb der Waldgrenze: Der "Sunnig-Täler- Höhenweg"
Vom Päuggen aus sieht die Sache steiler  aus als sie ist.

Der "Sunnig-Täler-Höhenweg" führt hoch über dem Erstfeldertal oberhalb der Waldgrenze unter den bizarren Kalkschieferwänden der steilen "Sunnig- Stöcke" durch eine wildromantische Gebirgslandschaft. Der Zugang wird durch die Seilbahn Hofstetten- Wilerli erleichtert, wo nebst dem Wegweiser eine Wanderkarte den  weiteren Routenverlauf anzeigt.. Der erste Aufstieg vom Wilerli gegen das Bergheimetli Rüteli ist recht anstrengend. Dann dreht der Weg südwestwärts durch wilden Gebirgswald und durchzieht anschließend die Weiden und Mulden des Bergheimwesens Bogli. Die eigentliche Höhenwanderung beginnt beim Aussichtspunkt (Bogli) Horn, dessen Rundhöcker auf die eiszeitliche Vergletscherung hinweisen. Die wunderschöne Fernsicht weit über den Urnersee belohnt den Aufstieg und die vielschichtig gegliederte Gebirgslandschaft ruft nach einer hilfreichen Panoramakarte.  Ostwärts prallt der Blick gegen die ungeheuer steilen Wände der Windgällen, über dem Maderanertal  trohnt der Oberalpstock, gegenüber dem  Erstfeldertal das Massiv der  Jakobiger- Ruchen- Mäntliser- Krönten Kette. Im Hintergrund des Tales glänzt, umrahmt von der markanten Spannortgruppe der weite Gletscher des Glatt Firns. 

Die weiss-rot- weiss Markierung leitet mit nur wenig Höhenunterschied oberhalb vom Bogli unter den "Sunnigen Stöcke" durch fast einheitliche Geländestrukturen und durchzieht früher noch genutzte, steile Wildheuplanggen. Ein cirka 12 bis 15 Meter breites, rötlich- gelb gefärbtes Band begleitet uns durch das ganze Massiv. Es handelt sich um Rötidolomit, der nach der kleinen Alp Matt im Einschnitt vom Rotsteintal besonders sichtbar wird. Unter dem Spannort reduziert sich das Band und tritt erst wieder im Meiental, am Kalkkeil von Färnigen auf. Diese, vor ca. 200 Millionen Jahren enstandene Meeresablagerung mit seiner gelben bis gelbroten Anwitterungsfarbe zieht sich vom Vättis dem ganzen Nordrand des Aaremassiv’s entlang bis ins Lötschental, schon von weitem den Verlauf seiner Schichten  anzeigend. 

Dann überschreitet der Weg verschiedene Senken und Taleinschnitte und führt wie auf einem Balkon in leichtem Auf und Ab durch die vorderen Bänder. Kurz vor dem "Geisstal" senkt er sich ca. 100 m  zur heimeligen Alp Matt ab. Hier kann man den Höhenweg beenden und durch den mässig steil bewaldeten Hang bis zu den Oberbergen und weiter durch lichten Buchenwald in die Ebene der Bodenberge hinabsteigen. Will man von den Oberbergen wieder zur Seilbahn Wilerli, leitet ein Wanderweg ohne grossen Höhenverlust durch die "Sunnigen Teler" zum Wilerli zurück. 

Der Weiterweg von der Alp Matt gegen den Hintergrund des Tales ist weiss-blau- weiss markiert und zeigt damit den Beginn eines alpinen Wanderweges an. Im  Frühsommer sowie bei Regen oder nach einem Gewitter ist der Abschnitt Alp Matt- Grüen Biel nicht zu empfehlen. (Schneefelder, Lawinen- und Steinschlaggefahr). Mit rechtem Schuhwerk und bei guten Verhältnissen aber ist die alpine Route unter den steilen Kalkschieferwänden der Sonnigstöcke ein Wandergenuss ohnegleichen. Sie überschreitet die geologisch interessanten Täler Gross- und Rotsteintal und leitet durch die Wildheuplanggen der hinteren Bänder zu den steilen Sitenplanggen. Dann wird das Terrain flacher und erreicht die hohen Weidegebiete der Chueplangg Alp. Beim Wegweiser "Börterstei" kann man die Höhenwanderung beenden und direkt gegen die Alp Chueplangg absteigen. Sonst führt der Weg weiter westwärts durch die Börter über schöne Alpweiden zum Hubel des Grünen Biel und leitet weiter zum Hohen Biel. Unter den Bändern des Älpli Griess hindurch steigen wir in angenehmer Wanderung vor den "roten Steinen" hinab bis in die Ebene 'Uf den Gründen'. Wir befinden uns hier in einer Umgebung die ihresgleichen sucht. Wie ein Dom ragt der Älplistock in dem Himmel, dann reihen sich bizarre Türme und Plattenfuchten aufwärts bis zur senkrechten Gipfelwand des Vorder Schloss. Aus dem gewaltigen Felstrichter seines Kessels donnern alljährlich ungeheure Schneemengen gegen die Schlosslauwi. Dann folgen senkrecht  aufstrebende Zinnen und schrägstehende steile Flühe, die das archaische Bollwerk des Schlossbergs charakterisieren und schliesslich bei der Schlossberglücke die tiefste Wandflucht aufweisen. Neben dem Schwarz Stöckli klafft der Eisabbruch des Glatt Firns gegen den 'Grund', durch dessen geröllübersäte Fläche die milchigen Schatttig- und Sunnig Grundbäche fliessen und sich anschliessend zum 'Alpbach' vereinen.  

Eine Brücke erleichtert den Übergang bei den Gründen über den Bach, dann folgt man den weiss- rot- weissen Markierungen des Hüttenweges, der sich kurz vor dem Talhintergrund um 180° wendet und über meist nasse Felsstufen zum Einstieg in den Fulfad wendet. Der Durchstieg durch die steile Felswand hat einen prächtig angelegten Pfad und mündet über die Brücke des Fulenbaches in die geschützte Hochmoor Ebene Fulensee. Hier liegt eingebettet in einer Karmulde, das sicher wärmste Gewässer der Gemeinde Erstfeld, der 4.5 Meter tiefe Fulensee, wo Frösche und Libellen als Empfangskomitee amtieren. Ein Bad inmitten dieses herrlichen warmen Bergsees gefällig, oder verlockt bereits die Kröntenhütte, die auf einer Aussichtskanzel sichtbar wird? Ein beachtlicher Wasserfall, der sich aus dem Obersee über grosse Stufen gegen den Fulensee ergiesst, begleitet uns durch das vielfältige Biotop weiter durch die Ebene. Dann schlängelt sich der Weg, östlich drehend durch herrlichen Legföhrenbestand hinauf und vereint mit dem Geissfad, bevor wir in wenigen Minuten auf 1903 m ü.M. die Kröntenhütte der Sektion Gotthard SAC erreichen. 
Bilder: " by: Alpenkalp"  + Sepp Huber + Bildernachweis Text: copyright: Sepp Huber