| Zurück zum Erstfeldertal | |
| Sunnig-Täler Höhenweg: Bogli - Alp Matt - Kröntenhütte | |
Total bis Kröntenhütte: ca. 5 Stunden |
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Urner Wanderkarte Blatt Maderanertal |
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Oberhalb der Waldgrenze verläuft der Sunnig -Täler Höhenweg |
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Blick gegen den Wasserfall (Fulfall) |
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Blick über das Erstfeldertal mit Jakobiger, Ruchen, vorgelagert der Hundtschingel, Mäntliser und Krönten |
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| Oberhalb der Waldgrenze: Der "Sunnig-Täler- Höhenweg" |
| Rechts vom Schneeflecken: das kleine Plateau der Alp Matt (1509 m) |
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| Oberhalb der Waldgrenze: Der "Sunnig-Täler- Höhenweg" |
| Vom Päuggen aus sieht die Sache steiler aus als sie ist. |
Der "Sunnig-Täler-Höhenweg" führt hoch über dem Erstfeldertal oberhalb der Waldgrenze unter den bizarren Kalkschieferwänden der steilen "Sunnig- Stöcke" durch eine wildromantische Gebirgslandschaft. Der Zugang wird durch die Seilbahn Hofstetten- Wilerli erleichtert, wo nebst dem Wegweiser eine Wanderkarte den weiteren Routenverlauf anzeigt.. Der erste Aufstieg vom Wilerli gegen das Bergheimetli Rüteli ist recht anstrengend. Dann dreht der Weg südwestwärts durch wilden Gebirgswald und durchzieht anschließend die Weiden und Mulden des Bergheimwesens Bogli. Die eigentliche Höhenwanderung beginnt beim Aussichtspunkt (Bogli) Horn, dessen Rundhöcker auf die eiszeitliche Vergletscherung hinweisen. Die wunderschöne Fernsicht weit über den Urnersee belohnt den Aufstieg und die vielschichtig gegliederte Gebirgslandschaft ruft nach einer hilfreichen Panoramakarte. Ostwärts prallt der Blick gegen die ungeheuer steilen Wände der Windgällen, über dem Maderanertal trohnt der Oberalpstock, gegenüber dem Erstfeldertal das Massiv der Jakobiger- Ruchen- Mäntliser- Krönten Kette. Im Hintergrund des Tales glänzt, umrahmt von der markanten Spannortgruppe der weite Gletscher des Glatt Firns. Die weiss-rot- weiss Markierung leitet mit nur wenig Höhenunterschied oberhalb vom Bogli unter den "Sunnigen Stöcke" durch fast einheitliche Geländestrukturen und durchzieht früher noch genutzte, steile Wildheuplanggen. Ein cirka 12 bis 15 Meter breites, rötlich- gelb gefärbtes Band begleitet uns durch das ganze Massiv. Es handelt sich um Rötidolomit, der nach der kleinen Alp Matt im Einschnitt vom Rotsteintal besonders sichtbar wird. Unter dem Spannort reduziert sich das Band und tritt erst wieder im Meiental, am Kalkkeil von Färnigen auf. Diese, vor ca. 200 Millionen Jahren enstandene Meeresablagerung mit seiner gelben bis gelbroten Anwitterungsfarbe zieht sich vom Vättis dem ganzen Nordrand des Aaremassiv’s entlang bis ins Lötschental, schon von weitem den Verlauf seiner Schichten anzeigend. Dann überschreitet der Weg verschiedene Senken und Taleinschnitte und führt wie auf einem Balkon in leichtem Auf und Ab durch die vorderen Bänder. Kurz vor dem "Geisstal" senkt er sich ca. 100 m zur heimeligen Alp Matt ab. Hier kann man den Höhenweg beenden und durch den mässig steil bewaldeten Hang bis zu den Oberbergen und weiter durch lichten Buchenwald in die Ebene der Bodenberge hinabsteigen. Will man von den Oberbergen wieder zur Seilbahn Wilerli, leitet ein Wanderweg ohne grossen Höhenverlust durch die "Sunnigen Teler" zum Wilerli zurück. Der
Weiterweg von der Alp Matt gegen den Hintergrund
des Tales ist weiss-blau-
weiss markiert und zeigt damit den Beginn
eines alpinen Wanderweges an. Im
Frühsommer sowie bei Regen oder nach einem
Gewitter ist der Abschnitt Alp Matt- Grüen Biel
nicht zu empfehlen. (Schneefelder, Lawinen- und
Steinschlaggefahr). Mit rechtem Schuhwerk und
bei guten Verhältnissen aber ist die alpine
Route unter den steilen Kalkschieferwänden der
Sonnigstöcke ein Wandergenuss ohnegleichen. Sie
überschreitet die geologisch interessanten
Täler Gross- und Rotsteintal und leitet durch
die Wildheuplanggen der hinteren Bänder zu den
steilen Sitenplanggen. Dann wird das Terrain
flacher und erreicht die hohen Weidegebiete der
Chueplangg Alp. Beim Wegweiser "Börterstei"
kann man die Höhenwanderung beenden und direkt
gegen die Alp Chueplangg absteigen. Sonst führt
der Weg weiter westwärts durch die Börter
über schöne Alpweiden zum Hubel des Grünen
Biel und leitet weiter zum Hohen Biel. Unter den
Bändern des Älpli Griess hindurch steigen wir
in angenehmer Wanderung vor den "roten
Steinen" hinab bis in die Ebene 'Uf den
Gründen'. Wir befinden uns hier in einer
Umgebung die ihresgleichen sucht. Wie ein Dom
ragt der Älplistock in dem Himmel, dann reihen
sich bizarre Türme und Plattenfuchten aufwärts
bis zur senkrechten Gipfelwand des Vorder
Schloss. Aus dem gewaltigen Felstrichter seines
Kessels donnern alljährlich ungeheure
Schneemengen gegen die Schlosslauwi. Dann folgen
senkrecht aufstrebende Zinnen und
schrägstehende steile Flühe, die das
archaische Bollwerk des Schlossbergs
charakterisieren und schliesslich bei der
Schlossberglücke die tiefste Wandflucht
aufweisen. Neben dem Schwarz Stöckli klafft der
Eisabbruch des Glatt Firns gegen den 'Grund',
durch dessen geröllübersäte Fläche die
milchigen Schatttig- und Sunnig Grundbäche
fliessen und sich anschliessend zum 'Alpbach'
vereinen. Eine
Brücke erleichtert
den Übergang bei den Gründen über den Bach, dann folgt man den weiss- rot-
weissen Markierungen des Hüttenweges, der sich
kurz vor dem Talhintergrund um 180° wendet und
über meist nasse Felsstufen zum Einstieg in den
Fulfad wendet. Der Durchstieg durch die steile
Felswand hat einen prächtig angelegten Pfad und
mündet über die Brücke des Fulenbaches in die
geschützte Hochmoor Ebene Fulensee. Hier liegt
eingebettet in einer Karmulde, das sicher
wärmste Gewässer der Gemeinde Erstfeld, der
4.5 Meter tiefe Fulensee, wo Frösche und
Libellen als Empfangskomitee amtieren. Ein Bad
inmitten dieses herrlichen warmen Bergsees
gefällig, oder verlockt bereits die
Kröntenhütte, die auf einer Aussichtskanzel
sichtbar wird? Ein beachtlicher Wasserfall, der
sich aus dem Obersee über grosse Stufen gegen
den Fulensee ergiesst, begleitet uns durch das
vielfältige Biotop weiter durch die Ebene. Dann
schlängelt sich der Weg, östlich drehend durch
herrlichen Legföhrenbestand hinauf und vereint
mit dem Geissfad, bevor wir in wenigen Minuten
auf 1903 m ü.M. die Kröntenhütte der Sektion
Gotthard SAC erreichen.
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