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  Gornerenweg Ansicht Gorneren
Fotos Gornertal Relief Gornerental
 

Das unbekannte Gornerental, N-paralell zum Meiental gelegen, zieht sich hinter dem Urner Bergdorf Gurtnellen (930 m ü.M.)  leicht gekrümmt rund 6  km gegen die Gornerlücke (LK: Kröntenlücke), abgeschlossen  im Nordwesten durch den Saas Stock, Krönten, Schneehühnerstock, Zwächten sowie den  Bächenstöcken. Seinen Namen erhielt das bereits 1318 erwähnte Trogtal, das ein Gemisch von Großartigkeit,  Wildheit,  und  Verlassenheit vermittelt, von den seitlichen Bewachern "cornaria",  lat. 'cornu' (Horn, Felskopf). Der Zugang in südlicher Richtung wird nach den letzten Häusern zu einem breiten Fuß – und Viehweg, der im letzten Teil steil nach Grueben ansteigt (Stauwehr des Gornerbaches). Nach ungefähr 15 Min. erreicht man die Sennhütte Ruepenstafel (1422 m) und auf einem Fahrweg die weiteren Stafel: Rosti (1587 m) und Rinderboden (1697 m). Übergänge führen im hinteren Teil über die Kröntenlücke zum Glattfirn ins Engelberger- oder Erstfeldertal, über den Saaspass zur Leutschachhütte, und von alten Stafel 'Hobeng' über den  Rotberglipass ins Meiental zur Sewenhütte. Der 'Siglisfad', die alte Verbindungsroute zur Intschialp ist überwuchert und wird nicht mehr begangen. Im einsamen Gebirgstal, dessen Talsohle und Grasflanken alpwirtschaftlich genutzt werden, durchdringen Murmeltierpfiffe die einsame Stille, still liegt das Saas Seeli in unberührter Hochgebirgslandschaft,  nur die Alpfahrwege und die Stauwehr  zeigen menschliche Eingriffe.  Ein profunder Kenner der Murmeltierszene ist der  1950 geborene Urner Biologe Urs Wüthrich- Tresch.  Die Ergebnisse seiner  Diplomarbeit, "Beobachtungen an Murmeltieren - Ergebnisse von Studien im Gornerental", aus dem Jahr 1974, finden sich  im  Bericht der Naturforschenden Gesellschaft Uri, Heft 11, 1982.

 

In der Intschialp ( Erzstock - Siechrut) wurde früher auch Erz abgebaut.  Dr. K. F. Lusser berichtet 1834 davon: "Man findet innert dem Bereich dieses Urgebirges mehrere Spuren von Bergbau auf Allaun, Bley, Kupfererze, welcher Bergbau auf der Stube und imTeuftal am Bristen, und gegenüber in Intschialp im Jahre 1626 in vollem Gange war, und 1629 infolge der grossen Pest einging".

Der Einschnitt vom Sasspass

Von der Sewenhütte windet sich eine alpine Route über das Rot Bergli hinab ins einsame Gornerental und weiter nach Gurtnellen Dorf.

Man verlässt die Felskuppe der aussichtsreichen Sewenhütte in nordöstlicher Richtung bis hinunter in die Mulde der Sewenalp und steigt nach überqueren des Seebachs zwischen Felsbändern auf gleichbleibender Höhe hinüber zur Schafgand. Nun wird der Anstieg  steiler und die Route windet sich in mehreren Wegkehren hinauf zum Übergang vom Rot Bergli (2407 m). Nach dem Genuss einer traumhaften Fernsicht steigen wir in ost-nordöstlicher  Richtung über gestufte Felsen und Schroffen ins einsame Gornerental bis in die Mulde von Lauchern hinab und wenden uns hier in nördlicher Richtung nach Miesplanggen. Dann folgt man einem Graben abwärts bis auf ein Känzelchen und steigt von dort rechts haltend bergab.  Nach der  Querung eines Bächleins erreicht man durch die staudenbehangenen Hänge bei den großen Felsblöcken von Hobeng (1807 m) den Talboden des Gornerentales. Dem Alpfahrweg entlang wandern wir durch das  reizvolle Gornerental hinaus nach Rinderboden und Rosti weiter zur Sennhütte Ruepenstafel (1422 m). In leichter Wanderung gelangen  wir  anschliesssend über das Stauwehr Grueben hinunter zum Fahrsträsschen, das uns zum Bergdorf Gurtnellen leitet. Nach der langen Etappe freuen wir uns auf einige „Durstlöscher“ und geniessen die Annehmlichkeiten in den Berggasthäusern Bergheim oder Berggasthaus Feld.  

Wanderzeit: Sewenhütte - Gornerental - Gurtnellen Dorf     4 ½  bis  5  Std.
Vom Gornerental kann die Route via Saaspass( 2669 m) zur
Leutschachhütte verlängert werden.  4 Std.
Landeskarte 1:25000 MEIENTAL 1211       1:50000 SUSTENPASS 255   Wanderrouten im Kanton Uri 


Arni-  Schindlachtal - Wildampfern - Lawinenverbauungen Geissberg- Gurtnellen Dorf

Wiederum ist Arni der Ausgangspunkt, diesmal Richtung Süden zum markanten Geländerücken 'Heissigegg'. Nach steilem Aufstieg in westlicher Richtung hinauf durch den Gebirgswald gibt's die Überraschung. Auf der hochgelegenen Geländerippe sind auf dem Rücken 'Hochegg' gleich zwei Bänkli bereit um die fantastische Aussicht zu geniessen. Mit Sicht gegen das Maderanertal von einem, gibt das andere den Blick frei Richtung Gotthard - Lucendro. Hierher gelangt man auch über eine andere Route. Dabei  zweigt man beim  Leutschachbach rechts ab ab und steigt beim 'Torli' Richtung Hochegg hinauf.  'Brändi und Twärren' heissen die nächsten Anhaltspunkte, die auf der Höhe des Wichelhüttli oberhalb der Intschialp ins unbekannte Schindlachtal und  gegen den Alpweidegang 'Siechchrut weiterleiten. Der nächste Anstieg bringt uns hinauf zum Gratrücken zur  leicht supmfigen Alp Wildampfern. Vorgelagert auf dem südlichsten Nebenkamm der Kröntenkette präsentiert sich hier ein fantastischer Blick in die Urner Gebirgswelt. Weit hinter dem  Maderanertal ist über dem mächtigen Gletscher des Hüfifirns die Planurahütte sichtbar, tief unten liegt eingeschnitten das Reusstal und zwischen dem Bristenstock und dem Taghorn streben die steilen Wichel des Etzlitales gegen den Himmel. Dann führt der Pfad durch eine faszinierende Landschaft. Im Gebiet der schweren Lawinenanrisse wandern wir durch die gewaltig- eindrucksvollen Lawinenverbauungen des Geissbergs bis oberhalb der markanten Waldkante zum Egghüsli. Beim Blick gegen die darunterliegenden Bergdörfer wird der Atem tiefer. Der schützende Eggwald bringt uns hinunter gegen den Eingang des Gornerentales und der breite Fahrweg weiter zum Bergdorf Gurtnellen Dorf. Hier stehen für Unterkunft, Hunger und Durst das Berggasthaus Bergheim oder das Berggasthaus Feld zur Auswahl. (Postautoverbindung)
Die Route empfiehlt sich auch in umgekehrter Richtung.

Wanderzeit                ca. 4 bis 4 ½ Std.  
Höchster Punkt          ca. 2000 m
Karten 1: 25‘000        1212  Amsteg       1211   Meiental
Die Route ist nicht durchgehend markiert, jedoch in der Wanderkarte Uri,  Blatt  Maderanertal, eingezeichnet.
Schwierigkeit             weiss-rot weiss        Privathütte Schindlachtal  Tel.  079 370 96 27      johu