Einzigartiger Rundblick auf das Alpenpanorama vom 2963 m hohen Gipfel des Gemsstocks über Andermatt. Bei klarem Wetter sind mehr als 600 Berggipfel zu sehen. Der Gemsstock ist Ausgangspunkt für ebenso anspruchsvolle wie faszinierende Wanderungen in hochalpiner Landschaft. Die Andermatt Gotthard Sportbahnen transportieren ihre Gäste schnell und bequem mit Pendelbahnkabinen von 80 und 60 Personen über zwei Sektionen auf den Gemsstock. Eine anspruchsvolle Tour für Bergtüchtige mit entsprechender Erfahrung und Ausrüstung ist die alpine Route von der Bergstation Gemsstock über das markant in den Himmel ragende Gloggentürmli zur Gafallenlücke. Von dort geht es hinunter zum Sella See und dem See entlang zum St. Gotthardpass. Mit dem Postauto kann man nach Airolo oder zurück zum Ausgangspunkt fahren. An der Talstation der Luftseilbahn Andermatt-Gurschen-Gemsstock sind direkte Kombi-Tickets erhältlich.

Beschrieb:
Alpine Route vom Gemsstock zum Gloggentürmli hinunter zum Sella See und weiter zum Gotthard Hospiz.

Wanderzeit4  Std. 15 bis 4 Std. 30'

Vom Gemsstock  (2963 m) führt der Weg mit einen kleinen Aufstieg zur Gafallenlücke. Um diesen Aufstieg zu erleichtern,  wurden an zwei Stellen Seile am Fels befestigt. Da und dort sind noch Schneefelder vorhanden sonst ist der Weg für einigermaßen gewohnten Bergggänger kein alpinistisches Problem.  Auf der Lücke öffnet sich der Weg ins grüne Guspistal. Begleitet vom Rauschen des Wassers und den Pfiffen der Murmeltiere wandern wir neben zarten Blumenpolstern hinab, bis der Gendarm des Gloggentürmli  sichtbar wird. Bereits kurz vorher änderte sich das Landschaftsbild. Die Bergkulisse des Piz Centrale und des Blauberg präsentierten ihre Gipfel.

Verschiedene Anstiege

Ob von der Gotthardspass- Strasse, vom Sella See, oder vom Guspistal,  die Felstürme des  Gloggentürmlis (2675 m) sind  unverkennbar. Für den Aufstieg vom Guspistal benötig man ca. 1 Stunde. Belohnt wird man mit einem fantastischen Ausblick. Im Schutz der Gendarmen und einem ausgedehnten Picknick  geniessen wir die Fernsicht. Weit unten glänzt der Sella See, im Hintergrund werden die verzuckerten Walliser,- Berner,- und Bündner Berge sichtbar und im Rückblick sehen wir mit Bergstation der Gemsstockbahn, unseren Ausgangspunkt. 

Der Abstieg zu Sella See gilt als Dessert. Nach der ersten steileren Passage erwartet uns der Sommer. Bedingt durch den geologischen Wechsel zeigt sich auch eine entsprechende Blumenvielfalt. Der Glanz in den Felsstufen erweist sich allerdings nicht als unentdeckte Kristallkluft. Borhaken und Felsanker blinken in den Sonnenstrahlen. Neben dem blauen Stausee wandern wir dem Gotthardpass entgegen.  An jenen mythischen Ort, der das Denken von Generationen prägte. Hier hatte die  Moderne längst Einzug  und wir genießen nach der doch anstrengenden Wanderung die touristische Infrastruktur des Passes.