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Im Juli 1922 beschliesst eine Gruppe Bergsteiger aus Horgen, die Sektion Zimmerberg zu gründen um ihre Sehnsucht eine eigene Alphütte zu bauen, in die Tat umzusetzen. Zu diesem Zweck wurde an der Generalversammlung vom Herbst 1932 die Schaffung eines Hüttenfonds mit einer jährlichen Einlage von Fr. 100.- beschlossen. Die damals wirtschaftlich und politisch schwierige Zeit erschwerte die Realisierung der Hüttenträume. Umso mehr überraschte es, als Ende 1935 ein Vorstandsmitglied mit einem selber erstellten Bauprojekt für eine Hütte mit 17 Schlafplätzen im Kartigeltal im Urnerland, aufwartete. Die Baukosten des mit Natursteinen gemauerten Gebäudes wurden mit Fr. 23'000.- veranschlagt. In der Folge wurde eine Hüttenbaukommission eingesetzt, welche sich zuerst einmal die Standortfrage abklären musste. Aus 19 Vorschlägen wurde ein über dem herrlich blauen Niedersee gelegener Standort im landschaftlich reizvollen Leutschachtal ausgewählt. Mehr Mühe als die Wahl des Standortes der neuen Hütte machte aber die Finanzierung des Hüttenbaues, die Zukunft des Hüttenbaues war ungewisser denn je.
An der Abgeordnetenversammlung 1937 beschloss der SAC, sich an der bevorstehenden Landesausstellung (Landi 1939) mit einer Muster - Clubhütte vom Typ SAC zu beteiligen. Im Vorfeld der Ausstellung führten Kontakte zwischen dem damaligen Zentralpräsidenten des SAC und der Sektion Zimmerberg zur Vereinbarung, dass die Landihütte am Ende der Ausstellung abgebaut und als sektionseigene Hütte im Leutschachtal neu aufgebaut werden soll. Der Ausbruch des 2. Weltkrieges und ausgiebige Schneefälle im Spätsommer 1940 machten den Hüttenbau zu einem schwierigen Unterfangen. Trotzdem konnte die neue, 19 Schlafplätze aufweisende, Hütte am 6. Oktober 1940, termingerecht zum 18. Geburtstag der Sektion Zimmerberg, festlich eingeweiht werden.
Bei der Planung der Landihütte ging man von Jahresfrequenzen von 300 – 400 Uebernachtungen aus. Schon bald nach Inbetriebnahme der neuen Hütte wurden aber über 800 Uebernachtungen pro Jahr erreicht und die häufigen Ueberbelegung der Leutschachhütte an Wochenenden beschäftige die für die Hütte Verantwortlichen der Sektion immer wieder. Gegen Ende der 50er Jahre wuchs sich die chronische Ueberbelegung zu einem Missstand aus, der den Vorstand zum Handeln zwang. An der Generalversammlung im Januar 1959 erhielt der Vor stand den Auftrag, eine Erweiterung der Hütte zu prüfen. Im Januar 1960 konnte der Generalversammlung ein Vorprojekt vorgestellt werden, dieses sah eine Erweiterung der Hütte um je rund 25 Schlaf- und Sitzplätze vor und rechnete mit Kosten von etwa Fr. 55'000.-. In der Folge wurde der Vorstand beauftragt, an der nächsten Generalversammlung ein abstimmungsreifes Bauprojekt vorzulegen. Ein Jahr später beschloss die Sektion Zimmerberg, die Leutschachhütte mit einem Kostenaufwand von Fr. 65'000.- zu erweitern. .Im Herbst 1961 genehmigte die Abgeordnetenversammlung des SAC das Bauprojekt und bewilligte eine Subvention von Fr. 26'000.-. Eine bei den Sektionsmitgliedern durchgeführte, intensive Sammelaktion ergab weitere Fr. 20'000.-, damit schien die Finanzierung des Bauvorhabens gesichert. Die im Sommer 1962 begonnenen Bauarbeiten hatte für die Sektion eine turbulente Zeit zur Folge. Anfänglich behinderte viel Schnee die Aushubarbeiten, nachher bereitete der Transport des Baumaterials großes Kopfzerbrechen. Die Weigerung einer Grundeigentümer, die Alpwege für den Materialtransoprt zu benützen, machte es notwendig, dafür mit erheblichen Mehrkosten einen Helikopter einzusetzen. Nur dank einem bewundernswertem Froneinsatz vieler Sektionsmitglieder war es möglich, das Bauprogramm einzuhalten. Ende Juni 1963 konnte dann die erweiterte Hütte eingeweiht werden, die Baukosten beliefen sich letztlich auf Fr. 82'000.-.
In den 70er Jahren sahen sich die Hüttenverantwortlichen der Sektion in zunehmenden Mass mit Feuchtigkeitsschäden am Mauerwerk und am Innenausbau konfrontiert. Nachdem punktuellen Sanierungen kein nachhalter Erfolg beschieden war, fasste man ein umfassendes Sanierungsvorhaben ins Auge. Die Begutachtung des Vorhabens durch die Hüttenkommission unter Leitung des CC Ticino hatte die Verweigerung einer Subventionszusage zur Folge. Die Hüttenkommission verlangte die Ausarbeitung eines Umbauprojektes mit dem Ziel, neben der baulichen Mängeln gleichzeitig auch betriebliche Unzulänglichkeiten zu beheben. Die Ueberbelegung der Leutschachhütte ist heute kein Problem mehr. Zur Zeit sind es die geänderten Ansprüche der Hüttengäste und vermehrte gesetzliche Vorschriften, welche die Hüttenverantwortlichen mit neuen Problemen konfrontiert. Im Vordergrund stehen Massnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur der Leutschachhütte (Trink- und Abwasser, elektrische Energie), aber auch die Schaffung kleinerer Schlafräume für Familien wird ein Thema sein. |