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Mit
verbindlichen Kosten von Fr. 2'580.-- erhielt der Erstfelder Baumeister
Loretz den Bauauftrag.
Erstellt wurde ein als einfacher Holzbau konzipierter Blockbau
auf gemauertem Bruchsteinunterbau mit dem Aussenmass 3.34 m Breite und
7.35 Länge.
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Einweihung
der 1. Kröntenhütte am 28. Sept. 1890
Menue:
Erbensuppe, Gämspfeffer, Murmeltierbraten, Risotto, Italiener und Champagner.
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Bei schönstem Wetter wurde am
28. September 1890 die Klubhütte der Sektion Gotthard eingeweiht.
Sie bietet Raum zu Übernachten für über 20 Personen und ist in der
Reihenfolge die 86. Hütte welche der SAC erstellt, beziehungsweise
subventioniert hat. Die Hütte liegt etwa 4 Stunden von Erstfeld, nahe
am Ausflusse vom Obersee und bietet schon von weitem mit der talwärts
gerichteten Giebelseite den Anblick einer Kapelle. Sie ist massiv in
Holz gebaut und für die notwendigsten Bedürfnisse mit durchgehenden
Pritschen, Ofen, Kocherd und Geschirr recht freundlich eingerichtet.
Zur Feier hatten sich etwa 25 Klubisten, nahezu die Hälfte Urner,
eingefunden. Der von der Sektionsversammlung
bewilligte Kredit von Fr. 200.-- für die Einweihung wurde im
allgemeinen
für das Festmahl verwendet: Erbensuppe, Gemspfeffer, Murmeltierbraten,
Risotto, Italiener und Champagner. Dann folgte die Einweihung durch
den Vizepräsidenten des CC, Pfarrer Dr. Buss aus Glarus. In feierlicher
Rede übergab er das gemeinnützige Bauwerk der Sektion Gotthard als
Eigentum. Präsident Müller dankte mit einem Rückblick auf die
Entstehungsgeschichte und als gewandter Fotograf gelang ihm von der
Hütteneinweihung
eine prächtige Gruppenaufnahme.
Gegen Abend traten einige den Heimweg an, während 21 Personen in der
Hütte übernachteten und am anderen Morgen den Taufpaten der Hütte,
den Krönten bestiegen und dort die herrliche Fernsicht genossen.
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Im
Führerbuch von Johann Gnos , Silenen, das 1868 beginnt und
1893 endet, findet sich der Eintrag:
„Führer
Johann Gnos hat in Gemeinschaft mit anderen Führern vom SAC resp. die
zur Einweihung daselbst versammelten Clubisten auf den Krönten
begleitet und sich durch genaue Kenntnis des Gebirges und tüchtige,
gewissenhafte und gefällige Erfüllung seiner Führerpflichten unsere
volle Zufriedenheit erworben“.
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Dr.
Ernst Buss, Vicepräsident des SAC
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A. Müller, Präsident der
Sektion Gotthard SAC
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1893
bereitete
die Restfinanzierung der Kröntenhütte Schwierigkeiten. Die GV
beschloss, mit dem CC in Verbindung zu treten. Ihre Vorstellung:
„Es sollen wenigstens 80 % Unterstützung verlangt werden, ansonsten
Liquidation der Hütte“!
1901
bewilligt das CC an die restliche Schuld Fr. 175.-- Damit ist das
Kröntenhütten und Clubdefizit beseitigt, was bei einigen guten
Flaschen gebührend gefeiert wird, notiert der Aktuar Robert Epp.
1902
Besucherfrequenz:
160
Personen.
1903
Leider wird die Hütte von Bummlern und Bauern auf die
traurigste Art und Weise ausgenützt und sogar auch beraubt, und
solange diese Hütte ständig offen bleibt, bietet sich keine Garantie für
die Zukunft, dass dieser Unfug aufhört“… „An einem Samstagabend
erreichten wir freudig die Hütte. Zu unserem Befremden trafen wir
eine arge Unordnung an, denn auf dem Tisch lagen noch Rückstände
einer von Jägern ausgeweideten Gämse, schon etliche Tage alt.“
Empfehlung des Vorstands: Küchengeschirr
nach Gebrauch auch zu reinigen, die Hütte zu schonen und mit dem Holz
sparsam zu sein. Auch solle jedermann die billige Taxe für den Hüttenwart
bezahlen.
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1904
Die Unordnung auf der Hütte führte seitens der Mitglieder,
Touristen, Führern und selbst vom Centralkommitee zu verschiedenen
Klagen. Dennoch erfolgte ein weiterer Ausbau der Hütte. Feiner
Triebschnee gelangte durch Dach- und Verschalungslücken in den
Innenraum, ebenso wurden Feuchtigkeitsschäden entdeckt. Eine bessere
Untermauerung und erhöhte Sockelmauern sollten dies beheben. Die
Erstfelder Maurermeister Dietrich und Tresch übernahmen die notwendigen
Arbeiten in Regie
Kosten Fr. 800.--, CC Beitrag Fr. 550.--
1905
Urner Führer 1905: Kröntenhütte: Fassungsraum
26- bis 28 Personen. Mit Brennholz versorgt, Wasser am Bach
neben der Hütte. An der
Jahresversammlung der Sektion Gotthard in Altdorf wurde ein
Pflichtenheft für den Hüttenwart der Kröntenhütte genehmigt, dessen
Anstellung das CC befürwortete. Vom Sommer 1905 an wird Sepp
Huber- Wipfli, der als „Michi-Sepp“ bekannte Älpler und Bergführer
auf der Kuhplanggalp, die Hütte bewarten. Er soll jeweils samstags
und sonntags auf der Hütte sein und an den übrigen Tagen die Hütte
abends besuchen, ebenso ist eine einfache Verproviantierung geplant. Er
durfte „Lebensmittel zu offiziellen Preisen“ abgeben um sich neben
Holz- und Küchentaxen etwas Verdienst zu verschaffen. Die Abgabe von
alkoholischen Getränken war nicht gestattet. Vom
Begehen des durch Gebüsch führenden, schlechten und nicht
ausgetretenen Geissfads wurde abgeraten.
1907
Der Zugang zur Kröntenhütte wird nach der Stäubenbrücke in
der so genannten "Wasserstiege" mit erheblichen Mitteln von Bund und Kanton
verbessert. Trotzdem bemängelt der Alpinspektionsbericht Uri den
Viehweg, der an einzelnen Stellen immer noch bedeutend zu wünschen übrig
lasse.
1910
An der GV vom 22. Januar im Hotel Hof in Erstfeld, stellt der
Architekt Oskar Jauch von Altdorf sein Projekt zur Vergrösserung der Kröntenhütte
vor. Sein Kostenvorschlag mit Fr. 3’300.-- wurde wegen der prekären
Finanzlage von einer CC- Subventionierung abhängig gemacht.
1911
Nachdem das CC an den geplanten Erweiterungsbau 60 %, maximal
jedoch Fr. 2000.-- bewilligte, war das Bauvorhaben beschlossene Sache.
Umbau 1912
Die Erweiterung der Kröntenhütte erfolgte nach den Plänen der
Firma Püntener und Sohn, dem „Sagen - Püntener“ Erstfeld. Dem ersten
Bau wurde ein zweiter, gleich großer angegliedert und über das ganze
ein hohes Dach erstellt. Die Kosten beliefen sich auf Fr. 4’795.-- Nun
stehen 70 Schlafplätze mit zusätzlichen Fenstern zur Verfügung. „Püntener
hat ein tüchtiges und solides Werk erstellt“. Die Einweihung fand am
8. September 1912 mit einem saftigen Festmahl in einfachem Rahmen statt,
die markante Bergpredigt hielt der Erstfelder Pfarrhelfer Kälin. Ebenso
wurde der „Fulfad“ neu markiert und der Fulensee gangbar gemacht.
Nachtgefährliche Bachübergänge und trügerische Sumpfstellen
erhielten eisenbetonierte Brücken.
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Alte, erweiterte Hütte 1912. Bild: A.
Püntener |
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1913
die erweiterte Hütte wird durch den neuen Hüttenwart
Hans Herger aus Attinghausen durchgehend bewartet und verzeichnet einen
Besuch von 737 Touristen.
1920
Am 22. Februar bemerkten Sektionsmitglieder auf einer Skitour,
dass die Kröntenhütte durch einen vereisten Wächtenabbruch stark
beschädigt war. Der Abbruch erfolgte vermutlich nach den starken
Weststürmen im Januar des gleichen Jahres. Vom Felsen des Bergrückens
des Oberseemändli beschädigte der Aufprall einer niederstürzenden Wächte
die Hütte, verschob sie aus dem Fundament, drückte die Hüttenwandungen
ein und verschob den ganzen Oberbau. Die Hütte wurde vorerst behelfsmäßig
verankert und im Mai soweit wieder hergerichtet, dass sie für den
kommenden Sommer wieder Unterkunft bieten konnte. Expertisen und
Kostenberechnungen führten jedoch dazu, auf die totale
Instandstellung
der Hütte zu verzichten und dem Neubau an einem sicheren Ort den Vorzug
zu geben. Gustav Kruck war von der vergrößerten Hütte ohnehin wenig
begeistert. „Die vergrößerte Kröntenhütte war äußerlich ein
schmucker Holzbau und bot verhältnismäßig viel Platz: In der
Anordnung und Ausgestaltung der Räume wies sie aber viele Mängel auf,
dass 1919 ihr Umbau in Aussicht genommen wurde. Ihre Herrichtung in den
früheren Zustand wäre vielleicht mit einem Aufwand von etwa Fr.
6000.--möglich gewesen, hätte aber nie befriedigen können. Sie
gleichzeitig zweckmäßig umzubauen hätte mindestens 20'000.-- Franken
erfordert. Aber auch dann wären noch Mängel vorhanden gewesen. Zu
alledem kam der Nachteil und die Gefahr ihrer Lage“.
1921
Wegverbesserungen
Der
Engere Rat der Korporation Uri genehmigte einen Kredit für die
Verbesserung des Alpweges ins Erstfeldertal. Die Sektion Gotthard des
SAC sicherte ihrerseits einen Beitrag von Fr. 500.-- Das erforderliche
Holz wurde von der Bürgergemeinde Erstfeld gratis abgegeben und der Älpler
von Chüehplangg, Josef Huber hatte Fr. 100. -- zu leisten.
| 1921 Neubau
der Kröntenhütte am heutigen Standort
/
Foto EPP |
Standortabklärungen
ergaben, dass eine Verschiebung auf den Grat gegen das Oberseemanndli
wegen zu hoher Baukosten verworfen wurde, wie auch der Standort auf die
höchste Kuppe nördlich des Paukenstockes. Sand und Kies waren beim
Obersee zu finden. Der Vorstand wählte das Projekt des Zürcher
Stadtrats, Architekt Gustav Kruck. Ihm zur Seite stand dessen
Berufsfreund Architekt Heinrich Bräm „freudig bereit wie seinerzeit für
die Albert- Heim- Hütte und die Domhütte, meinem Projekt der neuen Kröntenhütte
außen und innen in einfachster Gestaltung wohlerwogene künstlerische
Formen zu geben”. Vorerst mußte jedoch die Finanzierung gesichert
werden. Von den Mitgliedern der Sektion Gotthard erfolgte am 18. Sept.
1920 der Neubaubeschluss, den die DV des SAC in Schwyz mit einem Beitrag
von Fr. 32’000.- bestätigte. Die Gotthärdler waren bereits im Herbst
daran, für den vorgesehenen Bau am Obersee Sand zu rüsten.
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Bilder: Nostalgie- Tour zum Jubiläum 100 Jahre Sektion Gotthard SAC 1981 |
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Aus
dem Blickwinkel des Architekten
Bei
der Projektierung der Baute trachtete ich danach, die große Zahl von
Pritschenplätzen neben ausreichenden Wohnräumen in möglichst
knappen umbauten Raum unterzubringen. Die Lösung lag in der Anordnung
der Doppelpritsche im Dachgeschoss. Die 15 unter den Dachfirst
gelegenen Pritschenplätze sind bequem und leicht zugänglich. Das
genau der alten Kröntenhütte entsprechende, für Klubhütten etwas
hohe Dach ermöglichte im Dachgeschoss auf einen Innenraum von nur 9
m Länge und 6 m Breite 40 Pritschenplätze bequem und mit guter
Zugänglichkeit
anzuordnen.
Die
Hütte ist ein zweigeschossiger Giebelbau von 10, 30 Meter äußerer Länge
und 7,3 Meter äusserer Breite. In rauhen vielfarbigem
Hornbledeschiefer- Mauerwerk, das Zementmörtel zu eisenharter Masse
verbindet, ragen die Umfassungen aus ihrem felsigen Untergrunde empor.
Eine Terrasse mit Sitzbankbrüstungen und gemauertem Tisch verbindet den
Bau mit dem Umgelände. Ein braunes Schindeldach deckt ohne
Holzgesimse auf wenig vorspringender roher Steingurte aufruhend, den
Bau.
Schwarz
und gelb geflammt weisen die Fensterläden die stolzen Urnerfarben,
Fenster und Türe und Wappen und Dachränder leuchten in satten Farben.
Der Bau ist dreiteilig, zwei Pfosten tragen den ganzen inneren Raum
und das Dach. Der ganze Bau, Wände Decken und Dachuntersicht ist innen
getäfelt. Der Eingang ist in der Mitte der südwestlichen Längsfront.
Vom Vorraum aus gelangt der Besucher durch einen Windfangabschluss in
einen Mittelgang hinter dem sich die geräumige Küche befindet. Links
des Vorratsraums hat der im Sommer ständig in der Hütte anwesende Hüttenwart
seine abgesonderte Pritsche, rechts geht’s durch die Treppe in das
Obergeschoß. Längs der nordwestlichen Giebelfront mit schönem Blick
auf die Schlossbergkette und auf den Fulensee befindet sich der Wohnraum
mit 30 Tischplätzen. Längs der südöstlichen Giebelfront ist, von Küche
und Gang durch eine kleine Blockwand abgetrennt der Winterraum
angeordnet mit zwei kleinen Pritschen zu je fünf Schlafplätzen, einem
Tisch und einem kleinen Kochherd. Im Obergeschoß befindet sich längs
der nordöstlichen Längsfront eine dreiteilige Pritsche mit 15 Schlafplätzen.
Längs der Eingangsfront sind im Obergeschoß zwei abgeschlossene Räume
mit je fünf Pritschenplätzen, deren nordwestlicher als Damenraum
dient. Über diesen Räumen ist in der ganzen Länge dem First nach eine
weitere Pritsche mit 15 Schlafplätzen angeordnet, die vom Mittelgang
aus bequem zugänglich ist. Insgesamt weist die Hütte 50 Pritschenplätze
von je 60 cm Breite auf. Bei Massenandrang werden aber in der geräumigen
Anordnung in der Hütte ohne Not 100 Mann untergebracht werden können.
Die
freien Pritschen des Dachstockes sind durch Dachbinder in sechs
Abschnitte abgeteilt, was dem Hüttenwart die Zuteilung an die Besucher
sehr erleichtert. Der Winterraum im Erdgeschoss mit 10 Pritschenplätzen
und der fünfplätzige Sonderraum und der Südostecke des ersten
Stockes der Hütte sind ausschließlich für SAC Mitglieder bestimmt.
Im
Juni 1921 begannen die Arbeiten für das neue Bergheim. Am 5. Juni war
die Baustelle festgestellt und der Bau am heutigen Standort abgesteckt.
Der Juni verging mit Vorbereitungen, Rüsten von Steinen, Transport von
Geschirr, Werkzeug, Zement und Sand und Abräumen der Baustelle. Am 2.
Juli wurde in der nördlichen Ecke des Baues der Grundstein gelegt und
am folgenden Tag die Höhenlage der Hütte bestimmt. Am 24. Juli waren
die Umfassungen der Hütte schon auf Erdgeschosshöhe aufgemauert.
Anfangs August wurde der Dachstuhl aufgerichtet, am 13. August war die
Dachschindelung fertig gestellt.
Da
das Holz der alten Hütte in weitgehendem Masse am Neubau Verwendung
fand, mussten die Arbeiter die bis anhin in der alten Hütte gewohnt
hatten, am 11. August in der neuen Hütte sich Unterkunft schaffen. Am
19. waren die Fenster angeschlagen, die Gebälke und Böden verlegt und
die oberste Pritsche in Arbeit. Am 28. August waren die Maurerarbeiten
im Wesentlichen fertig, die Schreinerarbeiten in vollem Gange. Es wurden
die äusseren Anstriche bestimmt, die Umgebungsarbeiten angeordnet und
Bildhauer Kappeler begann mit dem Aushauen der Wappen und Inschriften
in der dafür bestimmten Nische der Eingangsfront. In der Woche vom 12.
bis 17. Sept. wurden die inneren und äusseren Arbeiten zu Ende geführt.
Der ganze Bau ist damit von der Grundsteinlegung an in der knappen Zeit
von elf Wochen vollendet worden. Die Fassung einer Quelle, die
Erstellung eines Reservoirs, die Leitung zur Hütte, ca. 300 m und die
Installation in der Hütte besorgte der Hüttenchef Jean Oettli mit
eifrigen Helfern. Seitens der Sektion Gotthard bestand für die Durchführung
des Neubaues eine fünfgliedrige Baukommission unter dem Vorsitz des
Sektionspräsidenten Baumeister J. Baumann in Altdorf, dessen
aufopfernder Hingabe der Hüttenbau viel verdanken.
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Baukommissionspräsident: Josef Baumann, Baumeister,
Hüttenchef: Jean Oettli
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Am Bau der Kröntenhütte beteiligte Firmen
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Bauarbeiten
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Baufirma J.
Bernath, Altdorf
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Zimmer-Schreiner
und Glaserarbeiten
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Gebr.
Gisler, Altdorf
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Schindeldach:
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J.
Püntener, Erstfeld
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Malerarbeiten:
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C. Renner, Altdorf
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Kochherd:
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Gebr.
Denier, Altdorf
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Beschläge
und Leuchter:
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J. Baumann &
Sohn, Altdorf
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Transporte:
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Siegfried
Gnos, Hofstatt, Erstfeld
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Dekorativer
Schmuck:
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Heinrich
Danioth,
Kunstmaler, Altdorf
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Einweihung
der 2. Kröntenhütte am 24/
25. September 1921
Bei
prachtvollem Wetter waren am Sonntag der Einweihung gegen 300 Personen
anwesend. Der schmucke Bau mit Gesamtkosten von Fr. 54’000.--,der
Sektion Gotthard verbleiben nach Abzug der SAC Subventionen Fr.
22’000.--, wusste allgemein zu gefallen. Die Sektion Gotthard trägt
die Last der Bauschuld gerne denn sie ist auf ihre neue Kröntenhütte
stolz.
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Von
besonderem Wert ist, dass sich die Sektion entschlossen hat, die Hütte
nicht zu bewirtschaften. Niemals soll sie Gelagen dienen. Schutz und
Schirm will sie sein dem, der die Schönheit der Berge erleben, in
ihrer Reinheit gesunden will.
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1922
Die neue Kröntenhütte braucht als Refugium auch eine Bewartung.
Es wurde ein Hüttenwarts- Vertrag erlassen und die Stelle
ausgeschrieben. Gewählt wurde aus sechs Bewerbern Emil Epp, Schreiner
aus Bristen. Emil war bis Ende 1967 auf „seiner Hütte“, versah also 46
Jahre das Amt als Hüttenwart.
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Bild: Sepp Huber
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1923
Neuer Hüttenchef
wird Hans Muff
1927
Für die Wegverbesserung zur Kröntenhütte wurde ein Kredit
genehmigt. Damit hofft man, eine lange Vorgeschichte und Verhandlungen
mit der Korporation Uri, achtbar zu beenden.
Nun konnte das "Fusswegrecht das ganze Jahr vom
Bergweg in südlicher Richtung nach Geissfad zug. Kröntenhütte"
im Jahr 1934 im Grundbuch zulasten des Metttlenberges eingetragen
werden. Dies galt auch für das Fusswegrecht übers
Mettlenbächli nach dem Sulzwald "Wasserstiege" usw.
zugunsten Kröntenhütte. Grundbucheinträge.
1934
Bei der Sektionsversammlung vom 26. Sept. 1934 in Erstfeld wird
bereits wieder eine Vergrösserung der Kröntenhütte diskutiert. Im
November wird dafür eine Kommission eingesetzt.
Im Vorjahr besuchten 1230 Besucher die Hütte. Hüttenchef wird Jakob
Sigrist, Lokführer, Erstfeld.
1935
Das Projekt des Architekten Walter Götz aus Erstfeld zur Vergrösserung
der Kröntenhütte mit einem Aufwand von Fr. 30’500.-- wird vom
Sektionsvorstand besprochen
und
1936
als Hauptgeschäft an der GV in Altdorf vorgestellt. An die
Kosten wird vom CC ein Beitrag von 40% erwartet. Gemäss Finanzplan
sollte sollte die Schuld bis 1950 abgetragen sein.
1937
Vom bereits beim Neubau tätigen Zürcher Architekt Brähm liegt
nun ebenfalls Projekt vor, dass 6’660 Franken günstiger ist und die
Verbreiterung auf die südöstliche Seite vorsieht. Dadurch würde primär
der Aufenthaltsraum vergrössert. Der Vorstand beschließt, dieses
Projekt der GV mit Kosten von Fr. 24’000.-vorzuschlagen. Damit war für
Zündstoff gesorgt, denn an der GV
1938
am 15. Jan. in Altdorf wurde der Antrag gestellt, auf das
Umbauprojekt Kröntenhütte gar nicht einzutreten. Der Präsident begründete
dies und das Projekt wurde zuhanden des Vorstands zwecks weiterer
Studien zurückgewiesen. Eine ausserordentliche GV am 11. August
erteilte dem revidierten Projekt Götz ohne Ausbau des Untergeschosses
mit 70 Sitz- und 60 Schlafplätzen die Zusage. Das CC sicherte hierfür
ein Beitrag von Fr. 8000.-- zu.
Umbau
1939/ 1940
Den Arbeitsauftrag erteilte die Baukommission inkl. Transport am
26. Juli 1939 an die Firma Fridolin Gisler & Sohn, Zimmereigeschäft,
Bürglen. Unverzüglich wurde für den Transport eine Seilanlage
erstellt, Rohrarbeiten verlegt und Steine gerüstet. Für die Vergrösserung
wurde die nördliche Seite abgerissen, dann
erfolgte am 1. September die Kriegsmobilmachung. Zusammen mit den wenigen dienstfreien Arbeitern,
Fronarbeitern und dank außerordentlichen Anstrengungen des Hüttenwartes
Emil Epp gelang es trotz früh einsetzender Schneefälle, den Rohbau
Ende Oktober zu beenden. Das CC inspizierte durch den Zentralhüttenchef
am 11./12. November die getätigten Arbeiten und überwies den zugesicherten
Beitrag vonFr. 8000.-- Eine in Erstfeld stationierte Infanterie-
Saumkolonne übernahm bereitwillig und gegen eine geringe Entschädigung
den Transport des Inventars und des Dachmaterials bis in die Bodenberge.
Noch vor Abbruch der Seilanlage konnte alles Material zu Aufbau des
Ofens sowie alle Matratzen hochgezogen und in die Hütte transportiert
werden.
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1940
Nach den letzten Vorbereitungen des Hüttenchefs Jakob Sigrist
fand am 1. September, ein Jahr nach Kriegsausbruch, die Einweihung der
Kröntenhütte in Anwesenheit von rund 350 Personen statt. (Rund einen
Monat später, am 6. Oktober 1940 wurde die neu erstellte Leuschachütte
der Sektion Zimmerberg SAC, ebenfalls eingeweiht.) Clubkamerad Pater
Franz Xaver Muheim stellte in seiner Bergpredigt das Refugium unter den
Machtschutz Gottes. Für die geladenen Gäste war das Mittagessen in der
Hütte vorbereitet, die Besucher konnten am grossen Wellchessi währschafte
Suppe fassen. Ausnahmsweise wurde heute auch für den Durst gesorgt und
das Alkoholverbot ausser Kraft gesetzt. An die erhöhte Bauabrechnung
von Fr. 34’924.-- leistete das CC einen Zuschuss im Gesamtbetrag von
Fr. 10'000.--
Die Einweihung wurde von einem tragischen Unfall überschattet.
Drei Mitglieder der Sektion Gotthard, Eugen Hedinger, Heinrich Spoerrer
und Dr. Burckhard mit seinem kleinen Töchterchen wollten am Tag der
Einweihung von der Leutschachhütte über das Steinchälenfurggi zur Kröntenhütte
gelangen. Dabei verfehlten sie die Abstiegsroute. Dr. Burckhard stieg
mit seinem Töchterchen zurück, während die beiden anderen den
falschen Abstieg fortsetzten. Dabei rutschte Eugen Hediger auf einem
Schneefeld aus und fand dabei den Bergtod. Die Notsignale wurden von der
Kröntenhütte her beobachtet, der Verunglückte lag an einer schwer zugänglichen
Stelle in der Nordwand des Krönten. Die Leiche des Verunfallten konnte
erst am Montag geborgen werden.
1943
während der
Mobilmachung ist die Hütte öfters durch Militär belegt
1952
Die
Bauschuld der Kröntenhütte ist abbezahlt.
1953
Neuer Hüttenchef: Toni Bless, Spenglerei, Erstfeld.
1956
Auf Eingabe des
Vorstandes beschliesst der Regierungsrat, die Umgebung der Kröntenhütte
im Umkreis von 300 m als Jagdschutzgebiet für Murmeltiere zu erklären.
1964
Mit dem geplanten
Kraftwerkbau im Erstfeldertal soll auch die dringende Renovation der Kröntenhütte
vorgenommen werden. Dies beschloss die GV vom 18. Januar in Erstfeld.
Der Finanzierungsplan des Architekten Josef Utiger, der eine Erhöhung
der Schlafplätze vorsieht, rechnet mit Kosten von Fr. 87’000.-und
einer Subvention von Fr. 38’000.-- Für die verbleibende Restschuld
wurde ein Sonderbeitrag von Fr. 2.-- beschlossen. Der geplante
Kraftwerkbau
der CKW fand allerdings nicht im Erstfeldertal statt.
1967
Umbau
Im
Juni wurden die Bauarbeiten begonnen und am 8. Okt. bei der Einweihung
strahlte das neue Kupferdach mit der Sonne um die Wette.
Das CC sicherte 40 % der Kosten, jedoch höchstens Fr.
33’000.-- zu. Nach dem Umbau endete die Ära des Hüttenwartes
Emil Epp, der als Hüttenwart 46 Jahre lang zum Bild der Kröntenhütte
gehörte. Abgelöst wurde er durch den heute querschnittgelähmten Sepp
Huber und seiner Frau und Marie Theres aus
Erstfeld.
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Die Übernachtungstaxe betrug damals für
Mitglieder des SAC: Fr. 2.50.--,
die Holztaxe 70 Rappen pro Mahlzeit. Die meisten Abrechnungen lauteten
auf Fr. 3.90.-- |
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1973
Für die freie Hüttenwartsstelle
sind keine Bewerbungen eingegangen.
Als Hüttenwart amtet der Hüttenchef Walter Rufenener.
1974
Paul Brunner, Einsiedeln,
später unterstützt durch Rita Wernli und Pius Fähndrich, Zug, heissen die
neuen Hüttenwarte.
1975
Neuer Hüttenchef: Alois
Z’graggen, Bergführer, Erstfeld.
1980
Der 19- jährige Markus
Wyrsch wird „neuer“ Hüttenwart.
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Bilder: Nostalgie- Tour zum Jubiläum 100
Jahre Sektion Gotthard SAC 1981 |
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Das heutige
Ehrenmitglied der Sektion Gotthard SAC, Franz Tresch |
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Rechts Zberg Noldi, Mitte Erwin
Furrer verunglückt.1995, Links Hans Wipfli
Fotos: Resly Huber
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1981
Die Sektion Gotthard feiert ihr 100-jähriges Bestehen. Dabei ist
auch eine Tour auf den Krönten in nostalgischer „Ausführung“
vorgesehen. Sie endet in der Kröntenhütte, die Besteigung des Krönten
fällt wegen Schlechtwetter einem Jass zum Opfer.
1986
Mit dem Bau eines
Wasserkraftwerkes für die Elektrifizierung der Hütte wurde das Hauen der Legföhren endgültig
hinfällig.
Totalrenovation
und Anbau
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1987
Durch die
Totalrenovation und einem Anbau wird die Kröntenhütte der Sektion
Gotthard SAC zu einer der
besteingerichteten SAC
- Hütten. Es stehen nun 86 Schlafplätze zur Verfügung.
2003
Mit
dem Jahrhundertsommer erreicht die Kröntenhütte mit über 3000
Übernachtungen einen neuen
Besucherrekord. Im August erhielt die Sektion ein Legat von 50`000
Franken und hat die stolze Anzahl von 1`601 Mitglieder.
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2004: 25 Jahre Hüttenwartsfamilie: Markus + Irene Wyrsch- Walker
Bild aus der Hompage: Sektion Gotthard SAC |
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Bilder
Nostalgie: Foto Aschwanden, Karl Iten
copyright
Text + Paint by: Sepp Huber
Literatur:
Clubchronik der Sektion Gotthard SAC 1981/ SAC - Jahrbücher/ Urner
Wochenblätter/ Mitteilungen der Korporation Uri/ Urner Führer
1905/ Führerbücher/
usw.
Bilder ua. R. Huber, A. Püntener.
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