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| Der mit grossen Lawinenverbauungen versehene Geissberg ob Gurtnellen ist seit altes her Schicksalberg | ||
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Chronik |
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18. Januar 1687 |
Die Lawine aus den Geisstälern fliesst über Ruepenlingen bis Eilen (950 Meter) und fordert 10 Tote. 3 Häuser und 18 Ställe werden zerstört. 110 Stück Gross- und Kleinvieh kommen dabei um. 4 Personen werden lebend aus dem Lawinenschnee geborgen. 18. Jänner 1687: "Kund und zu wissen, wie uns der Allmächtige Gott, den 18. Jänner Anno 1687 auf unserem Gurtnällen heimgesucht hat mit einem schwären Schnö und grossen Lauwen um den obgemelten Morgent ungefähr um 8 ur, als man morgent zässen gsin ist, die Geisslaui bis gen eilen gangen und hat an denselben Gaden einen grossen stein geworfen, mit samt dem stock Heiw und 16 Geis darin verderbt, zu Roubeling hats 3 häuser brochen mit sammt allen Geisshütten über den Haufen geworfen, das haus und hof des Baschi Walkers hat es Stuben und Stübli zwischen den kammern und Källern usen geschlagen, der Baschi Walker mit einem jungen Knaben und des Meisters Johannes Kruog ein Handwerker, ein Schneider wider grosse Arbeit läbändig uss grabä. Baschi Walkers Tochter mit namen Matlena und seine Frau Anna, von samstag bis dienstag todt funden, in den hus im usseren, welches alles ob der Hofstatt, mit samt dem Volch und was darin gsin, seint also indem selbig 5 personä Todt bliba, des Haus Vater Walker balteser und sein Tochter Sepen und seine frau und ein kleines Kind, welche am anderen tag funden und am 4.Tag zur kirchen bestattet, uff Grossfoltingen das grosse Haus in den Bifang aben gworfen, 2 Meitli und eine frau todt funden, die anderen sind, mit hilf und grosser arbet funden worden, also sin Zächen persohnen um Z'Läbä und in allem hundert und zächä haut Veh. An Gäderem erstlich:drei bärggäden, item der Hofstelligaden, im gross richligen der Geissgaden, der kleinfottiggaden mit samt dem geissgaden, der grabägaden, der mirggaden, item der haslägaden. Item man hat die Todten von forden Samstag bis am Donnerstag zur kirchen bestattet, wo si seint bim eis Grab zusammen gleit worden; Johann Walker bezeige, sowie es obstat. Obiges ab kopiert zu haben bescheine ich, Joseph Buma, des Raths, Abschrift vom 24. Hornung 1835. |
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Januar 1726 |
7 Personen sterben, viel Vieh kommt um. 4 Gebäude werden betroffen. Der Stanser Landamann Johann Lorenz Bünti schreibt:" Vergangenen Winter (..) haben die Lauwenen zue Ury grossen Schaden getan, sonderlich uf Gurtnellen, allwo 24 Fürsten, 7 Personen und vil Stück Vich geblieben - auch im Schächenthall. |
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1756 / 1757 |
Die Geissberglawine fordert 10 Tote und zerstört Häuser und Ställe. |
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2. Februar 1844 |
Grosse Lawinen aus den Geisstälern und aus dem Balmtal: 2 Wohnhäuser werden beschädigt und 10 Ställe zertrümmert. |
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1848 bis 1907 |
Bei mehreren grossen Lawinenereignissen werden insgesamt 5 Gebäude zerstört. |
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22. April 1917 |
Mehrere Lawinen gehen vom Balm- und vom Wandelental bis zur Kirche und zur Stelli nieder. Die Breite der Schneeablagerung beträgt zirka 300 Meter. Es werden 4 Tote geborgen. 2 Wohnhäuser und 14 Ställe werden total beschädigt. Zudem kommen 12 Stück Vieh um. |
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1923 |
Ein Stall im Gapil erleidet einen schweren Lawinenschaden. |
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24. Februar 1937 |
Die Nassschneelawine aus den Geisstälern dringt bis zur oberen Halten, die Lawine aus dem Chrummlaui- und Balmtal bis zum Feld vor. Die zwei Ställe im Graben und ein kleiner Stall im Gapil wurden zerstört. |
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30. / 31. Januar 1942 |
Aus dem ganzen Osthang des Geissbergs gehen schwere Lawinen nieder. Eine Lawine fliesst über die Terrasse von Gurtnellen Dorf hinaus bis zur Reuss. Ein vorbei fahrender Güterzug der SBB wird zum Stehen gebracht, 4 Güterwagen werden aus dem Gleis gehoben. Auf dem Gleis liegt bis zu 5 Meter Schnee. Um 3 Uhr nachts folgt ein schwerer Niedergang aus dem Chrumlaui- und Geisstal, begleitet von einem heftigen Föhnsturm. Die Lawine zerstört das Wohnhaus und den Stall in Eilen und kommt erst im Waldi zum Stillstand. Vom Unglück werden 7 Familien betroffen. Es müssen insgesamt 9 Tote geborgen werden. Insgesamt werden 3 Wohnhäuser und 21 Ställe in Mitleidenschaft gezogen. Im Stall in Eilen überlebt nur eine Kuh. 7 Stück Grossvieh und 4 Stück Kleinvieh kamen um. |
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8. Februar 1944 |
Durch einen Lawinenniedergang aus dem Chrummlaui- und Balmtal erleiden 3 Wohnhäuser und 10 Ställe Totalschaden. |
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10. Februar 1944 |
Ein Lawinenniedergang aus den Geisstälern verschüttet in Untermatt 3 Personen. Sie können aber gerettet werden. Es entsteht Schaden an 2 Ställen. 3 Stück Grossvieh werden erschlagen. |
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1954 / 1959 / 1961 |
Der Lawinenschnee sperrt bei Fottigen, Richligen, Frohn und Acheribach die Güterstrasse. |
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19. Dezember 1962 |
Die Chrummtallaui und die Geisstallawine gehen bis Fottigen nieder. Zudem löst sich eine schwere Lawine aus dem Stock- und Wandelental. |
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21. Dezember 1962 |
Eine Lawine aus dem Brüsttal zerstört 3 Ställe in Butzen und Lauenen und sperrt die Güterstrasse. |
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13. Dezember 1965 |
Die Balmtallawine verschüttet die Güterstrasse. Die Brüsttal- und die Stocktallawine dringen bis auf 1035 Meter über Meer vor. |
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2. Januar 1966 |
Die Lawine aus dem Geiss- und dem Chrummlauital stösst bis Fottigen vor. Die Schneeablagerung weist eine Breite von 230 Metern auf. |
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20. März 1967 |
Lawinenniedergänge aus dem Geisstal, Chrummlaui- und Balmtal beschädigen 6 Ställe und den Jungwald |
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8. Januar 1968 |
Die Chrummlaui und die Lawine aus den Geisstälern stossen bis ins Gebiet Halten vor. Ein Wohnhaus in Halten, ein Ferienhaus und ein Viehstall werden zerstört. Eine Familie kann aus den Trümmern des Wohnhauses geborgen werden. |
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14. Januar 1968 |
Im mittleren Geissberg sowie im Stock- und Brüsttal lösen sich Lawinen und beschädigen 2 Ställe. |
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26. Januar 1968 |
Die Vorderegglawine gleitet aus dem schwarzen Berg ab. Ein Lawinenarm kommt knapp vor dem seitlichen Eingang der Bergheimatschule zum Stehen. Die Güterstrasse ist nach Niedergängen aus dem Balm- und Wandelental gesperrt. Die Chrummlaui und die Geisstallawine beschädigen das Wohnhaus Balm und richten Totalschaden an Sägerei und an 2 Ställen in Halten an. |
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3. Februar 1970 |
Die Balmtallawine verschüttet die Güterstrasse. Die Schneemassen liegen 2 bis 7 Meter hoch. Zur gleichen Zeit gehen die Brüsttal-, die Stocktal- und die Geisstallawine sowie die Chrummlaui nieder. |
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20. März 1970 |
Eine Lawine aus dem Stocktal bringt grosse Schneemassen auf der Güterstrasse und oberhalb des Stalls im Feld. |
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7. Mai 1973 |
Aus dem Balmtal und den Geisstälern bilden sich Schneebrettlawinen, die zu Grundlawinen werden und Steine und Schutt mitbringen. |
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24. Januar 1976 |
Die Balmtallawine reisst unterhalb der Verbauung an und sperrt die Güterstrasse beim Acheribach. |
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2. Februar 1978 |
Eine Staublawine aus dem Stock- und Brüsttal, mit Anriss im Schontristel, verschütten die Güterstrasse. |
| 9. Februar 1981 | Die Güterstrasse wird durch die Balmtallawine zugedeckt. | |
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20. Januar 1981 |
Die Lawine aus dem Stock- und Brüsttal verschütten die Güterstrasse. |
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24. März 1988 |
Die Balmtallawine verschüttet die Güterstrasse auf einer Breite von 120 Metern. Die Schneemassen liegen 4 bis 6 Meter hoch. Die Chrummlaui und die Geistallawine gehen bis Fottigen nieder und zerstören die Ställe im Vogelholz, im oberen Graben und im Mirg. |
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1989 bis 1998 |
Die Strasse zwischen Dorf und Halten wird mehrmals verschüttet. |
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Februar 1999 |
Mehrere Lawinen zerstören praktisch den gesamten Bannwald im unteren Teil des Geissbergs. Die Wasserversorgung der Gemeinde wird beschädigt. Die Strasse zwischen Dorf und Halten bleibt während Wochen gesperrt. |