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Alois Furrer- Epp, Bergführer
Zeichnung: Sepp Huber
Bergführerfamilie Furrer, Erstfeld/Realp

Stammtafel

Foto  Aschwanden, Urner Bergführerversammlung 1988 in Bauen, Altpräsidenten
Von links: Furrer Alois, Zgraggen Sepp, Tresch Hans, Gisler Karl,  Epp Josef,  Imholz Alois

Z’Binis, so werden die Nachkommendes von Albin, aus dem Stamm des Urner Geschlechts FURRER genannt. Einer davon, der Wisel wurde 1928 als Sohn des Hans Furrer und der Karoline, geb. Schuler in Erstfeld geboren und erlernte nach Schulabschluss den Beruf eines Metallbauschlossers. Neben dem Metallbau galt seine Begeisterung den Bergen, die sein Leben fortan bestimmten. Mit grosser Leidenschaft und hohem Niveau am Berg durfte er zusammen mit weiteren Urnern, dem Bristner Sepp Epp (Brenners), und dem Urschner Kari Russi (Tschenggi) 1951 in Saas Fee als Bergführer brevetiert werden. Die Urner Regierung, damals zuständig für das kantonale Bergführerwesen zeigte sich beeindruckt und beteiligte sich an den Kurskosten der durchführenden SAC- Sektion Monte Rosa.

 Ein junger Bergführer, dazu attraktiv und grossem Selbstbewusstsein ist nicht lange allein. 1954 hiess der Alois: Furrer - Epp und seine hübsche Frau Theres aus dem Hause der Brenner Epp war jetzt auch am Berg mit von der Partie. Nicht nur. 1955 wurde Peter, 1956 Alois, 1958 Erwin, 1959 Marie- Theres und 1964 Adelrich geboren. Ihr zuhause war im Sommer die Sustlihütte, die Wisel und Theres mit grosser Bekanntheit in der alpinen Szene am Fusse der bizarren Trotzig- Wichelstöcke 27 Jahre lang betreuten. Ein Fabrikat aus dieser Zeit wird heute besonders von den nachfolgenden Hüttenwarten geschätzt: Die Materialseilbahn zur Sustlihütte. Daneben zeugen die Furrer- Garagetore oder kunstvoll geschmiedete Fenstergitter vom anderen Metier, dem Schlossereibetrieb Furrer in der Leonhardstrasse in Erstfeld. Nach verschiedenen Vorstandstätigkeiten präsidierte Wisi Furrer 1968 bis 1976 den Bergführerverein Uri und war auch im Verwaltungsrat des EW- Erstfeld als Selbstständig-Erwerbender eine gute Besetzung. Während der aktiven Laufbahn vermittelte Wisi im Sommer als auch im Winter den Gästen auf Hunderten von Gipfeln seine breitgefächerte Lebenserfahrung und genoss bei den Bergführerkollegen im In- und Ausland hohe Akzeptanz. 

Dann führte bei z’Bini- Wisels das Schicksal Regie. Der älteste Sohn Peter wurde durch eine Querschnittlähmung für sein künftiges Leben hart getroffen und verlor sein mit hohem Engagement geführtes Leben als Paraplegiker im Jahr 2000 beim Skifahren. 1995 traf der Tod den zweiten Sohn, den jungen Familienvater und Bergführer Erwin Furrer -Jauch. Und schließlich konnte Alois Furrer, der nun zusammen mit Theres in seinem Haus am Fusse des Furkapasses in Realp lebte, sein Alter nicht lange genießen. Im Winter 1998 begleiteten die Delegationen der verschiedenen Schweizer Bergführervereine ihren 70-jährigen Berufskollegen Wisi Furrer bei der Tour zu seinem letzten Gipfel. Noch haben die Stürme des Schicksals nicht ausgetobt. Mögen sie nach dem erlittenen Strahlerunfall des jüngsten Sohnes, des Bergführers Adelrich Furrer- Furrer endlich leiser werden. (johu 2005)