Albert Heim Hütte Wanderrouten im Ursernental Sieben Seeen Wanderung
Sidelenhütte Über die Lochberglücke Über den Cavannapass
Rotondohütte Sellapass- Gotthardpass Guspis - Gotthardpass
Vermigelhütte All`Acqua -  Gotthardpass     Gotthard- Gatscholalücke
Gotthard Hospiz Auf dem Dach Europas Engelbergertal - Gotthardpass
Maighelshütte Urschner Höhenweg In der Kinderstube des Rheins
Hotel Tiefenbach    Sagen aus dem Urserental Durch den Bannwald
Winterwanderweg Tiefenbach Sagen aus Uri  Mit Goethe unterwegs
Panorama Badus Nepali- Highway  Naturereignisse
Wildenmattenhütte Urschner Höhenweg mit Bildern  Bilder Guspis
Blick vom Piz Calmut Blick von der Martschallücke  Blick vom Gemsstock
Das Urnerloch Blick vom Tiefenstock  Panorama Albert Heim -Hütte
Der Gotthardpass Gemsstock- Gotthardpass Blick vom Piz Lucendro
AlaskaBar    
   

Das Urserental zieht Skisportler, Kletterfreaks und Alpinisten ebenso in ihren Bann wie Naturfreunde und Wanderer. Sie alle finden im Eldorado des  Gotthardgebiets aktive Erholung. Selbst Goethe war begeistert davon und sagte, dass es ihm unter allen Gegenden die er kenne, die liebste und interessanteste sei. 

Das Hochtal ist aber nicht nur im Winter zu empfehlen. Der Bergfrühling zeigt hier überraschend eine farbenprächtige  und floristisch bemerkenswerte Flora.  Auch im Herbst hat Urseren seine interessante Eigenheit. In den Talwiesen gibt es nach dem Alpsommer einen allgemeinen, freien Weidegang. Unterschiedlichste Wanderprofile, verschiedene Höhenwanderungen und eine Reihe von Übergänge stehen den Wanderern zur Auswahl. 

Wetten, auch Sie werden vom Wanderparadies Urserental mit gut markierten Wander- und Bergwegen  begeistert sein. Geniessen Sie die Ruhe und staunen Sie über die faszinierende Schönheit  der einmaligen Bergwelt am Gotthard- Furka- und Oberalppass.

 

Urschner Höhenweg

Das Furkagebiet zählt zu den bevorzugten Wander- und Bergsteigerparadiesen unseres Landes. Es bietet für fast alle Bergfreunde eine Fülle von schwierigen Routen aber auch landschaftlich reizvolle Wanderungen. Unterkunft und Verpflegung fand man am Tiefenbach schon 1875, denn bereits damals wurde hier gewirtet. Im Verlaufe der Jahre entwickelte sich hier ein regelrechter Weiler mit eigener Kapelle. Das Hotel Tiefenbach ist Ausgangspunkt der fünfeinhalbstündigen Wanderung (Urschner Höhenweg) entlang der felsigen Südosthänge hoch über dem Urserental. Die Route ist auch für Gelegenheitswanderer gut zu begehen und führt über den Tätsch, Lipferstein, Blauseeli und Luterseeli, nach Andermatt. Bis vor der Urschner Metropole Andermatt verläuft die Route ohne grössere Steigung oder Gefälle. Zum Abschluss geht’s dann ziemlich steil "nidsi". Wer noch eine gute Wanderstunde mehr erträgt, macht einen Umweg über die Albert-Heim Hütte und geniesst die Stille und Würde der versteinerten Gletscherlandschaft.

In Realp folgen wir dem Wegweiser "Urschner Höhenweg", wo wir im Dorfkern für 3 Minuten der Hauptstrasse Richtung Andermatt gehen. Unmittelbar nach der Lawinenverbauung führt ein steiler Pfad links vom Bach bergauf. Wo er nach 10 Minuten auf einen breiteren Weg trifft, geht es schwach markiert nach links, am Kreuz vorbei zu einem Wegweiser, dem wir folgen. Ein perfekt angelegter Pfad steigt im Zickzack durch den Schutzwald. Bei einer Verzweigung folgen wir dem "Bergweg" mit den weiss-rot-weissen Markierungen. Fast mühelos gehts bergauf, bis nach der Geländestufe oberhalb des Waldes auf 1900 m ein etwas wilder schmaler Weg beginnt, der uns halbrechts, hoch über dem Bachtobel, zur Wasserfassung führt. Kurz davor mündet der Weg von Tiefenbach her in unsere Route ein, und ab hier ist der Weg gut markiert. Nach der Überquerung des Lochbergbachs wandern wir rechts dem Hang entlang zum Aussichtspunkt auf 2070 m, wo sich ein Halt lohnt. Schöner Blick zur Furkapassstrasse, ins Urserental mit der legendären Schmalspurbahn, zum Piz Lucendro und all den Bergen ringsum. Hier beginnt der genussvolle Höhenweg der Höhenkurve entlang, am Blauseeli vorbei und unzählige, meist harmlose Bergbäche überquerend. Alpenrosen und Enziane blühen am Weg, Murmeltiere flüchten in ihre Höhlen, Schafe suchen ihr Futter. Nach dem Alpgebäude von Rotenberg kommen wir nochmals an zwei idyllischen Bergseen vorbei; schöne Plätze zum Picknicken gibt es in Hülle und Fülle. In Rossmettlen beginnt der recht steile Abstieg von Geländestufe zu Geländestufe; 300 m tiefer unten teilen sich die Wege: 0.40 h bis Hospental, 1.10 h bis Andermatt (kann wegen Schiessgefahr gesperrt sein). Wir folgen dem schmalen Hangweg Richtung Andermatt, den wir mit Kühen teilen; entsprechend ist er ausgetreten, teilweise morastig und mühsam zu gehen. Bei einem Alpgebäude mit Materialseilbahn beginnt ein steiler Zickzackweg nach Mülibach im Talboden. Wir wandern zur Reussbrücke, folgen links einem schönen Umweg dem Reussuferweg entlang, am Biotop des Militärs vorbei, überqueren die Reuss, unterqueren die Hauptstrasse und gelangen links auf Quartierwegen zum Bahnhof Andermatt.

5 1/2 Std., aufwärts 680 m, abwärts 830 m Route: Realp 1588 m - Wasserfassung Lochberg 2020 m (1.20 h) - Blauseeli 2136 m (0.50 h) - Rotenberg 2108 m (0.20 h) - Rossmettlen 2060 m (1 h) - Abzweigung Hospental 1750 m (0.30 h) - Mülibach 1438 m (0.50 h) - Andermatt 1436 m (0.30 h) 
Aus: www.wandersite.ch  

Variante:  Andermatt - Höhenweg - Rossmettlen - Albert - Heim - Hütte - Tiefenbach

Wanderzeit: 7 1/2  Std.: Wanderroute: Andermatt (1435) - Mülibach (1140) - Rossmettlen (2060) - Rotenberg (2108) - Blauseeli (2130) - Lochberg (2100) - Albert Heim Hütte (SAC) (2541) - Tiefenbach (2106) 

Vom Bahnhof Andermatt (1430) über die Furkareuss (2014) Bätzberg (1800). Nach 600 m anstrengendem Aufstieg kommt ab Rossmettlen (2100) der gut markierte und abwechslungsreiche Höhenweg mit verschiedenen Bergseelein, u.a. dem Blauseeli (2136). Ab der Alp Lochberg (2100) über Realp beginnt der Alpine Aufstieg zur Albert Heim Hütte SAC (2541).  Die lange Bergwanderung  bietet  herrliche Aussicht auf die gegenüberliegenden Urschner Berge (Gemsstock, Centrale, Pizzo Rotondo, Muttenhörner). Kurzer Abstieg nach Tiefenbach (2106) zur Furkastrasse (Postauto).


Lehrreiche Wanderung durch den Bannwald 

Bereits 1397 haben die Andermatter ihren Wald oberhalb des Dorfs unter strengsten Schutz gestellt. Schon im ersten Satz verbietet der heute im Talarchiv aufbewahrte Bannbrief den Einwohnern und ihren Nachkommen, auch nur Tannenreisig oder Tannzapfen, geschweige denn Stauden, Äste oder gar Bäume aus dem Wald "ob der Matt" zu entfernen. Warum der Wald gebannt wurde, ist klar: Er bot den besten Schutz vor Lawinen, Steinschlag und Hochwasser. Daran hat sich bis heute gar nichts geändert. Wenn Sie mehr über den Bannwald erfahren möchten oder einfach Lust auf einen Spaziergang im Wald haben, dann ist der Lehrpfad genau das Richtige für Sie. Die Luftseilbahn bringt Sie auf die Gurschenalp. Von dort führt der Weg durch den Gurschenwald hinab zur Maria-Hilf-Kapelle am Dorfrand von Andermatt. Gleich hinter der Kapelle wartet ein interessanter Moorlehrpfad darauf entdeckt zu werden.


 

Sieben Seeen Wanderung

Furkapasshöhe (2436) - Stotzigen Firsten (2732) - Deieren (2500) - Gässler (2366) - Realp (1538)

Von der Furkapasshöhe wandern wir über den Grat zwischen dem obersten Urserental und dem Muttental, Stotzige Firsten genannt. Nach der Überschreitung des Gratrückens geht's abwärts über die Deieren, eine lange Trogschulter über dem Muttental an prächtigen alpinen Seelein (von den drei Seelein am "Stotzigen Firsten", genannt Schwärziseeli, ist der höchstgelegene auf 2650 m, seit kurzem mit Fischen besetzt. Seine Fläche beträgt 2,1 ha., der mittlere See ist wenig tief, der unterste bleibt eine Option) vorbei immer steiler abwärts, bis wir über das alpwirtschaftlich genutzte Witwasserental  mit dem Markenzeichen Piz Lucendro im Hintergrund nach dem Bergdorf Realp gelangen. Bei gutem Wetter herrliche Sicht Richtung Oberalp- Tavetsch und auf den das Urserental umgebenden Kranz der Urner Berge mit den Piz Centrale und dem gut sichtbaren Skiberg Gemsstock.  Diese Wanderung durch eine wenig begangene, reizvolle Landschaft lässt sich gut als 7 Seen-Wanderung betiteln und ist für gut trainierte Bergwanderer ohne grosse Schwierigkeiten zu bewältigen. Zu beachten sind auf dieser Höhenlage die Wetterumstürze.

 Alpine Wanderroute, Wanderzeit: 5 Stunden

Tiefenbach - Albert - Heim - Hütte -  Ochsenalp - Tiefenbach

4 h,45 bis 5h  auf- und abwärts

 Ca. 300m vom Hotel Tiefenbach  Richtung Furkapass erreichen wir die Brücke (2126m) über den stiebenden Tiefenbach und folgen hier dem Wanderweg, der in nördlicher Richtung dem linken Ufer des Bachs folgt und bis zum  Älpetli (2360m) ansteigt, Jetzt bewegen wir uns in einfachem weglosem Gelände immer leicht steigend bis auf eine Höhe von 2460m. Der Wanderer wird staunen, wie einfach der Weg durch das vom Tiefengletscher zurückgelassene Geröll und Geschiebe zu finden ist. Nach der Durchquerung des weglosen Geländes erreichen wir den 'Nepali Highway', die anspruchsvolle Verbindung von der Albert Heim Hütte zur Sidelen Hütte der Alpinen Sportschule. Aufmerksame werden im Eldorado der Alpinisten in den Wänden und Gräten der bizarren Granitlandschaft immer wieder Kletterer entdecken. Diesem 'Highway' folgen wir zum kleinen See, den der Tiefengletscher einst geschaffen hat, und steigen von hier zur  SAC - Albert Heim Hütte hinauf. Hier rasten wir und geniessen den Ausblick in die imposante Gletscherlandschaft. Von der Hütte führt ein Weg in südöstlicher Richtung nach Auf den Stöcken (2591m) und von hier über Ochsenalp und Matten zurück nach Tiefenbach (2106m).

Von der Albert- Heim Hütte über den Lochberg zur Dammahütte

5 h,30  auf- und abwärts

Die alpine Verbindungsroute zwischen den beiden SAC- Hütten ist weiss-blau- weiss markiert. Dabei bildet die Lochberglücke ( 2815 m) die man über Saas ( 2439 m) über gut gestuftes Felsgelände ohne grosse alpine Hindernisse erreicht,  den höchsten Punkt.  Neben der dominanten Winterberggruppe bilden schrägstehende Plattenfluchten und kühne Pfeiler eine Felslandschaft von aussergewöhnlicher Wildheit.  Der Abstieg ins Göscheneralptal  trifft nach felsigen Stufen am grossen Strahlenfundort vom Planggenstock vorbei, zur Brücke (1927m ) wo man auf den Göscheneralpsee- Rundweg trifft. Nach der Dammareuss windet sich der Pfad über gut angelegte Wegstufen über den Rücken vom Moosstock hinauf zur Dammahütte ( 2439m).                                                                                          


 Nebst den Bergwanderwegen gehören die beschriebenen Wanderungen in die Kategorie: Alpinwandern und Alpine Routen. Man bedenke, dass diese Routen, mit Ausnahme des Weges von Realp, durch eine hochalpine Gegend führen und nur zum Teil markiert sind. Eine zweckmässige Ausrüstung mit guten Schuhen, Regen- und Sonnenschutz, Karte und Kompass ist deshalb sehr empfohlen. Eine Anfrage in der Hütte für die aktuellen Verhältnisse ist sehr empfohlen. 

Von Realp zur Rotondohütte, einfachster Weg

Von Realp (1538 m) zum Teil auf einem guten Wanderweg, zum Teil auf einer Militärstrasse Richtung Oberstafel. Beim Punkt 2155, in Gehrichtung rechts, auf einem gut ausgetretenen Weg um das Helig Egg zur Hütte. 3 bis 3 1/2 Stunden. Die Militärzentrale Andermatt erteilt unentgeltlich Bewilligung um die Militärstrasse bis Oberstafel (2220.5 m) zu befahren. Die Bewilligungen können schriftlich bei der Militärzentrale bestellt (Tel 041 888 81 11) werden oder in Andermatt persönlich direkt abgeholt werden. Von Oberstafel in auf gutem Weg in knapp einer Stunde zur Hütte.

CSS-Wandertipp für Familien: Rotondohütte SAC               Gesamt-Wanderzeit 4,75 oder 7 Std., auch für kleinere Kinder geeignet.

Im Gotthard-Massiv sind tatsächlich Steinadler zu Hause. Wer scharfe Augen hat und sich hie und da eine Pause gönnt, entdeckt vielleicht einen der edlen Vögel beim Kreise ziehen oder wie er ohne Flügelschlag den Berghängen entlanggeleitet. Gestartet wird der Aufstieg in Realp. Bis dahin führt Sie die Bahn. Mit dem Taxi können Sie sich den Aufstieg auf 1,25 Stunden verkürzen. Ansonsten dauert die Wanderung 3,5 Stunden. Sie führt erst das Tal hinan und zieht dann kurz vor Ende der befahrbaren Strasse rechts hinauf. Ab hier sind noch 400 Höhenmeter zu bezwingen. Erst einmal bei der Hütte, die 2569 Meter über Meer liegt, angelangt, erwartet Sie eine kürzlich umgebaute Hütte, die auch für Familien attraktiv ist. Kristallklare Seen, grosse Steinblöcke zum Kraxeln, Kletterrouten und vieles mehr laden zum Erkunden der Umgebung ein. Wer will, kann sich auch den nahen Witenwasserngletscher zeigen lassen.

Mit grösseren Kindern können Sie eine anspruchsvollere Variante zum Absteigen wählen. Dieser Weg führt zuerst über den Rottälligrat auf den Stelliboden hinunter zur Oberen Chäseren und schliesslich wieder nach Realp. Sie werden dafür etwa 3,5 Stunden unterwegs sein. Mit kleinen Kindern marschieren Sie am besten die Aufstiegsroute wieder zurück.

Rotondohütte SAC, bewartet von Anfang Juli bis Ende September, 92 Schlafplätze, Tel. 041 887 16 16. Wanderkarte 1:50000, Nr. 265 /Wanderkarte Uri: Blatt Urserental

Vom Gotthardpass zur Rotondohütte, einfachere Variante

(EB) Lohnende Wanderung durch eine ständig wechselnde Umgebung. 5 Stunden von der Galleria Banchi. Kombination der Routen 504, 499 und 496 des SAC Clubführers Gotthard (1995).

Von der Galleria Banchi (Postautohaltestelle) auf gutem Weg zum Punkt 2045, unter dem Pizzo di Fieud durch zur Posso di dentro (Punkt 2090). Beim Punkt 2063 steigt der Weg an Richtung Punkt 2454 und von dort im Zickzack zum Cavannapass (2613 m). Vom Cavannapass auf dem ausgeprägten Weg auf dem Grat Richtung Westen, bis sich der Grat verschmälert, wo man fast waagrecht in die Nordabdachung quert und schliesslich mit etwas Gefälle den Hüenersattel (Pt. 2695 m) erreicht. Vom Hüenersattel in weitem Bogen unter dem Witenwassernstock hindurch zur Hütte.

Vom Gotthardpass zur Hütte, anspruchsvollere Variante

 Lohnende Wanderung durch eine ständig wechselnde Umgebung. 6 Stunden vom Gotthardhospiz. Kombination der Routen 571, 503, 499 und 496 des SAC Clubführers Gotthard (1995). Das Stück vom Passo di Lucendro über die Cresta del Poncionetto zur SE-Flanke des Pizzo Lucendro ist schmal und sehr exponiert. Hier ist Trittsicherheit absolut erforderlich

Vom Gotthardhospiz (2091 m, Postautohaltestelle) zum Lago di Lucendro und an dessen Nordufer zur Alpe di Lucendro (2189 m). von dort auf einem guten Weg Südwärts zum Passo di Lucendro. Dort auf dem Weg gegen Süden durch die Cresta del Poncionetto durch die SE-Flanke des Pizzo Lucendro zu einem Sättelchen knapp nördlich von Pt. 2508.6. Weiter auf dem Weg bis unterhalb des Cavannapasses und dann im Zickzack auf den Übergang (2613 m). Vom Cavannapass auf dem ausgeprägten Weg auf dem Grat Richtung Westen, bis sich der Grat verschmälert, wo man fast waagrecht in die Nordabdachung quert und schliesslich mit etwas Gefälle den Hüenersattel (Pt. 2695 m) erreicht. Vom Hüenersattel in weitem Bogen unter dem Witenwassernstock hindurch zur Hütte.

Von Villa über den Passo di Cavanna zur Hütte

EB) Route durch wildromantische Tessiner Alplandschaft. 4-41/2 Stunden von Villa, 31/2-4 Stunden von der Alpe di Fieud. Kombination der Routen 504, 499 und 496 des SAC Clubführers Gotthard (1995).

Von Villa folgt man dem Weg, der in Kehren über die Traversa di Cavanna (1809.3 m) zur Cascina di Viei (2015 m) führt. Hierhin gelangt man auch von der Alpe di Fieud (ca. 2040 m) auf einem Alpsträsschen, das die Südhänge von Fibbia und Pizzo Lucendro quert. Nun steigt man westlich des Baches zur Cascina Nuova (2221 m) auf und erreicht nordwärts über Weiden den Cavannapass (2613 m). Auf dem ausgeprägten Weg auf dem Grat Richtung Westen, bis sich der Grat verschmälert, wo man fast waagrecht in die Nordabdachung quert und schliesslich mit etwas Gefälle den Hüenersattel (Pt. 2695 m) erreicht. Vom Hüenersattel in weitem Bogen unter dem Witenwassernstock hindurch zur Hütte.

Von Bedretto über den Hüenersattel zur Hütte

(EB) Route durch wildromantische Tessiner Alplandschaft. 31/2 Stunden von Bedretto oder Ronco. Kombination der Routen 497 und 496 des SAC Clubführers Gotthard (1995).

Von Ronco (1487 m, Postautostation) oder Bedretto (1402 m, Postautostation) steigt man auf guten Wanderwegen zur Cascina dei Piani (2064 m). Von dort weiter über Weiden zum Lago dei Laboni (2315 m) und dann zum Hüenersattel (Pt. 2695 m). Vom Hüenersattel wendet man sich nordwärts und geht zum Seelein 2434 m. Von dort den Stangen des Winterweges folgend zur Hütte.


Vom Furkapass zur Rotondohütte

Alpine Wanderung durch wildromantische Landschaft. Besonders in Kombination mit dem Weiterweg auf den Gotthardpass interessant. 6 Stunden vom Furkapass. 1998 durchgehend von der Furka-Passhöhe markiert.

Vom Furkapass (Postautohaltestelle) auf rot-weiss markiertem Wanderweg die NE-Flanke des Blaubergs über die Punkte 2552, 2621 und 2641 queren. Im Sattel zwischen den Punkten 2808 und 2745 beginnt die blau-weisse Markierung des Weges. Über die Deieren-Älpetli zur Gletscherzunge des Muttengletschers absteigen. Dort, je nach Verhältnissen, entweder den Gletscherbach oder die Gletscherzunge überqueren und wieder auf die Chrummegg (2427) aufsteigen. Von dort durch die N-Flanke des Rottällihorns (Pkte 2434, 2461.0, 2565, 2658) zum Pt. 2748.1. Nun wird der Rottälligrat für ca. 300 m nach Südwesten verfolgt, bis der Weg von diesem nach Süden zur Rotondohütte abzweigt.

Von der Hütte auf den Gotthard- oder Furkapass

        (EB) Die beiden Routen vom Gotthard- resp. vom Furkapass können auch in umgekehrter Richtung begangen werden. Die Überschreitung vom Furka- auf den Gotthardpass ist ebenso wie die Route in umgekehrter Richtung eine sehr lohnende Wanderung. Auf beiden Passhöhen Postautohaltestellen.

Vermigelhütte - Sellapass - Gotthardpass

Die vielfältigen Aspekte der Gotthardlandschaft sind so interessant wie sein Mythos. Als Tor zum Süden, als Wasser- und Wetterscheide, als Pass- und Durchgangsroute, als Sprachgrenze, als Hospiz, als Museum, als Reduit und als Festungsraum. Die Geschichte des Passes hat im Verlauf der Jahrhunderte Spuren hinterlassen und als Geheimnisträger ganze Generationen in ihrem Denken geprägt.
Wohl kaum ein anderer Kanton hat auf so kleiner Fläche so viele natürliche Bergseen zu bieten wie Uri, es sind deren 22. Mit Ausgangspunkt Unteralptal, das sich von Andermatt rund 7 Km gegen Vermigel zieht,  liegen drei in seinem Einzugsgebiet, nämlich der Lolensee, der Gafallensee und der Portgerensee. Unterhalb des Maigelpasses liegt der Portgerensee auf 2383 m in einer Mulde, umgeben von Geröllhalden und Alpwiesen. Der See ist 1,6 ha gross und bis zu 16 m tief. Vom Portgerensee lässt sich der Höhenkurve folgend der auf der gleichen Talseite liegende Lolensee erreichen. Das Weglein ist jedoch weder unterhalten noch markiert. Es ist nur geübten Berggängern empfohlen und bei Nebel auf jeden Fall zu meiden. Der Gafallensee ist 0,8 ha gross und 7 m tief und liegt  von Alpweiden umgeben am Südhang des Gemsstockes auf 2498 m Höhe. Man kann ihn auf zwei Wegen erreichen: relativ mühelos von der Bergstation der Gemsststockbahn bergab oder von der Vermigelhütte berauf in rund 1 1/2 Stunden auf einem markierten Weg.. Bilder, Oben, Vermigelhütte, Unten Sellasee.

Wir verlassen die heimelige Vermigelhütte und wählen die Wanderung über den Sellapass zum Gotthardpass. Dem alten Saumpfad folgend, erreicht man zuerst die Ziegelfurtflue. Nach überwinden dieser Steilstufe gelangen wir zum Pt. 2343 und wandern dem sonnigen Süden entgegen bis zur "verborgenen Plangge" wo sich der Weg teilt. Bei dieser Verzweigung nehmen wir den Weg Richtung Südwesten und erreichen den Übergang Passo della Sella. Nach einer kurzen Verschnaufpause steigen wir in südöstlicher Richtung zum Piz Güibin, Pt. 2776, auf. Der Abstieg vom Sellapass folgt dem markierten Wanderweg durch Rasenhänge und Felskuppen hinunter zum gestauten Sellasee. Auf dem Weglein, das parallel zur Strasse verläuft, erreichen wir den Gotthardpass (2091m) und nehmen gerne ein Nachtlager im Albergo San Gottardo in Anspruch.
Wanderzeit 4 ½ Std.
Höchster Punkt 2701 m
Karten 1: 25'000 1232 Oberalppass 1252 Ambri- Piotta 1251 Val Bedretto; Wanderkarte Uri Blatt Gotthard

Wildenmattenhütte


Hospental (1450) - Gamssteg (1616) - Guspistal (2346) - Gloggentürmli (2692) - Sellasee (2230) - Gotthardpass (2090) 

Wanderzeit: 6 1/2 Stunden  Anforderung: Anspruchsvolle Bergwanderung, Trittsicherheit und Ausdauer erforderlich  

Vom Bahnhof Hospental wandern wir auf dem Gotthardweg über den Gamsboden bis zum Guspisbach. Auf einem kaum begangenen Alpweg erreichen wir in vielen Kehren das einsame Guspistal, das eine bemerkenswerte Flora aufweist. Am Ende des Tals steigen wir über Geröll zum Gloggentürmli, dem Übergang ins Sellatal, auf. Der Abstieg zum Sellapass ist steil und erfordert Trittsicherheit. Vom Sellasee wandern wir zurück zum Gotthardpass und mit dem Postauto fahren wir nach Andermatt. 
Variante: Mit der Gotthard Luftseilbahn bis auf den Gemsstockgipfel. Kurzer, steiler Abstieg - Aufstieg Gafallenlücke - Guspistal, -Gloggentürmli - Sellasee-  Gotthardpass: Wanderzeit ca. 5 Stunden


Pian Secco 1960m - Laghi Scuri 2397m - Passo di Lucendro 2532m - Alpe di Lucendro 2189m - Passo S.Gottardo 2091m 

Bergwanderung über den Passo di Lucendro. Route mit herrlichen Rundsichten im Gotthardgebiet zum Quellgebiet der Reuss. 
 Anforderung Bergwanderung für geübte Wanderer mit Trittsicherheit. Teleskopstöcke und gutes Schuhwerk erforderlich.
Piansecco-Hütte: 1988 m, Standort: Valle Bedretto,  Landeskarte 1:25000 : SLK 1251 Valle Bedretto.  Koordinaten: 679.300 - 149.750 Geöffnet: immer offen Schlafplätze: 50 Speisen: Möglichkeit vom Hüttenwart selbst zubereitete Speisen zu essen. Getränke: Erhältlich nur bei Anwesenheit des Hüttenwartes. Zugang: All'Acqua 1 Stunde.
Wanderzeit 5 1/2 -  6 Std. 
http://www.capanneti.ch/tedesco/tedesco.html


   

Das Licht auf der Markt    

Der Poläntä- Sepp, ein starker beherzter Mann zu Andermatt und Familienvater mit sieben Kindern, wollte eines Abends an den Bätz hinüber, um bei einem Rind zu wachen, das kalben sollte. Als er zum Dorfe heraus kam, sah er von der Marcht her auf  der Landstrasse ein Licht ihm entgegenkommen, das wurde immer grösser und schien schlussendlich so gross wie ein Streuekorb.  Er wurde überfeil und wusste nicht, ob er umkehren oder weitergehen solle. Schliesslich sagte er sich, dies werde wohl nicht so bös werden, in Gottes Namen ging er weiter. Als das Licht bei ihm anlangte, war es nur so ein Schimmer und liess ihn ungehindert. Am nächsten Morgen hatte er seinen Mund voller Windblattern. In seiner Not ging er zum Pfarrer und erzählte ihm die Geschichte. Er wolle die Sache untersuchen meinte dieser und und  Sepp  fragte ihn später wie es nun damit stehe. Da sei nichts mehr zu machen gewesen. Das Licht sei ein ehemaliger Geistlicher Herr, der einen Kranken hätte "verwahren" sollen und aus eigener Schuld aber das Hochwürdigste verloren habe. Darum könne er nicht mehr erlöst werden, er sei für immer und ewig verloren.


Starke Urschner

Ein aussergewöhnlich starker Urschner war Felix Renner zu Realp, genannt der "gsturä Felix". Er war Alpknecht zu Garschen am alten Furkapass. Dort geschah es oft, dass die Alpschweine in die Hütte eindrangen und Käse und Zieger schändeten. Sie lehnten darum Steine an die Hüttentüre, die nach aussen aufging. Aber die Schweine wälzten sie oft weg. Da holte Felix einen Block aus dem Bachbett herbei, den drei starke Männer kaum bewegen vermochten. Nun war die Hütte gegen den Besuch der Borstentiere gesichert, aber wenn der Block angelehnt war, mussten auch die Älpler auf Felix warten, falls sie in die Hütte wollten, den nur er vermochte den Stein wegzurollen. Von diesem Steinblock ist heute nur noch ein Drittel erhalten und der stärkste Mann vermag diesen nicht zu heben. Einmal  hob Felix im Zorn in der Alp Oberkäsern mit seinem Kopf das ganze Hüttendach mit samt der First und den Dachsteinen in die Höhe. Als er einmal mit seinem Saumtier Käse nach Realp brachte begegneten ihm auf dem Rückweg einige Walliser. Die boten Felix ein freundliches Schwinget an. In wenigen Minuten lagen die Walliser zusammengehauen am Boden, einer von ihnen war ein Ratsherr. Diesem verabreichte Felix eine zusätzliche Pracht Prügel.  Am anderen Morgen konnte man auf dem Kampfplatze Walserbatzen zur Genüge zusammenlesen.

Ein starker, urchiger Mann war auch der Ratsherr Antoni Bennet, z' vor Dorf. Er ging zur Sommerzeit stets barfuss, barhaupt und hemdärmlig in den Rat nach Altdorf. Die stärksten Lederseile zerriss er mit den Händen. Einst trug er das ganze Gepäck seiner Herrschaft, zu dessen Transport sie ein starkes Pferd gemietet hatte, ganz allein von Meiringen über den Grimsel- und Furkapass bis Hospenthal, wo er zwei Stunden vor der Herrschaft ankam.


Der geheimnsivolle Bettler

Nach Andermatt kam einst ein fremder, unbekannter Bettler. Es war so abscheuliches Wetter, dass man keinen Hund durch die engen Gassen und Winkel des Bergdorfes, aus dem Haus gejagt hätte. An gar manche Tür hatte er schon geklopft und um eine Nachtherberge angehalten aber nirgends war seine Bitte erhört worden. Bei den Vermöglichen abgewiesen, wandte er sich schließlich zum Haus einer kleinen, armen Familie. Und richtig, die armen Leute gewährten ihm Einlass. In eines der beiden Betten können wir dich nicht legen, sagte der Familienvater, aber wenn du zufrieden bist kannst du auf dem Ofenbänkli schlafen und mit und essen und trinken. Der müde Wanderer war zufrieden. Drei Tage peitschte der eisige Nordwind graue Nebelfetzen und Regenströme durch das das enge Tal hinauf. Die guten Leute schickten ihren Gast nicht fort. Am vierten Tage endlich hellte sich der Himmel auf und der Fremdling schickte sich an, weiterzureisen. Beim Abschied sagte er: "Geld kann kann ich Euch keines geben, aber ich will Euch etwas zur Belohnung zurücklassen". Er nahm sein Taschenmesser und schnitt in den Türsturz eine ganze Reihe von Buchstaben ein, deren Sinn bis jetzt niemand erraten hat. Dann fügte er hinzu: " Diese Wohnung wird in große Gefahr kommen, aber es wird ihr nichts geschehen". In der Tat, brannte später die eine Hälfte des "zweimännigen" Hauses ab, die andere Hälfte, dort wo der Bettler Herberge fand, blieb von den Flammen verschont. Das Haus wird heute noch gezeigt und die geheimnisvollen Buchstaben warten immer noch auf ihre Entzifferung.


Die Kastenvögtin

Die Kastenvögtin von Ursern übernachtete auf ihren Wanderungen durch das Urnerland häufig bei der Familie des Melchior Jauch in Silenen. Eines Abends sagte sie "Morgen wird's wohl einen heißen Tag geben". Am nächsten Tag begegnete ihr in der Schöllenen der Toneli Müller, ein Säumer von Ursern mit einem schönen kohlenschwarzen Ross. Die Hexe erstellte sich, schlug dem Tier  mit der Hand auf die Laffe und sagte: " Das ist ein schönes schwarzes Pferd". Wenige Minuten später fiel das Saumtier mitsamt dem Bast in das Tobel und wurde von der wilden Reuss weggespült. Der Geschädigte, der die Hexe wohl kannte eilte ihr nach und traf sie auf dem Friedhofgarten in Andermatt, wo sie bei einem Weihwasserstein stand, mächtig die Augen verdrehte und mächtig Weihwasser über die Gräber spritzte. Rasch packte sie der starke Säumer beim Haarschopf, hebt sie in die Höhe und dreht sie dreimal im Kreise. Jetzt war sie gefangen und wurde verbrannt.


Müller, Sagen aus Uri