Links:  Älplistock

Rechts:  Fleigenfadhorn mit der  abwärts diagonal verlaufenden Gross Siten und der unteren Chli Siten

und dem eigentlichen Fleigenfad der sich unter dem Gipfel durchzieht.

Die erste Begehung des Fleigenfatthorns im Erstfeldertal gelegen, gelang dem Erstfelder Bergführer Gebhard Püntener , der zusammen mit Dr. Forrer, SAC Sektion Winterthur, E. Inderbitzen und F. Erni, am 6. Aug. 1893 erstmals auf dem schmalen Kamm des noch unberührten Gipfel's stand. Von der Alp Waldnacht aus überschritten sie den Bockibach, stiegen über die "Ochsenplanken" steil und nahezu direkt gegen den Gipfel an, um dann beim Schmalfatt, auf 1920 m umzubiegen, in die wilde Einöde der Sonnigen Stöcke. Über scharfes Geröll und durch Firnschnee folgten sie einem aufgescheuchten Gemsenpaar zum Gross Sitengrätlistock. Doch die von hier aus beabsichtigte Gratüberschreitung erwies sich als nicht begehbar. So hiess es absteigen, um dann von Norden her den ziemlich steilen Grat auf die Spitze des Fleigenfatthorns zu versuchen. Schliesslich standen sie nach einiger Überwindung eine halbe Stunde später auf dem ungefähr 15 Meter langen, schmalen Gipfelkamm des Fleigenfatthorns. Dort erstellten sie in beißender Kälte einen stattlichen Steinmann. Beim Abstieg folgten sie dem Nordgrat, bogen dann zu der Lücke ab und gewannen unschwierig die Südostflanke des Älplistockes, wo sie den Spuren eines Jägerpfades folgten. Nach der Querung der Älpliplatte standen sie um 18 Uhr glücklich bei den Älplern vor den Hütten auf der Alp Kuhplangg. Dort feierten sie ihren Steinmann auf dem Gipfel, denn weder die umliegenden Talleute noch die älteren Bergführer wussten von einer anderen Begehung.

Name: Fleigenfad:  ( Fliege, Urner Mundart: Fleige) Sehr steiles Felsband unter dem Fleigenfatthorn,  das von einer Seite her über einen Grat zugänglich ist.