zurück zum Estfeldertal

Wanderung zum Oberseemändli

Ruchpass/ Steinchälenfurggi

Kröntenhütte-Leidseepas- Leutschachhütte

Leutschachhütte- Leidseepass- Kröntenhütte

Sunniggrathütte- Jakobiger- Leidesspass- Kröntenhütte

Brüsti- Älpligriess- Kröntenhütte

Kröntenhütte- Älpligriess - Waldnacht - Brüsti

Bogli- Älpligriess- Brüsti

Kröntenhütte- Schlossberglücke- Spannorthütte

Spannorthütte- Surenenpass- Brüsti- Attinghausen

Kröntenhütte- Oberseee- Oberseemandli

Lohnend ist der Ausflug an die Schwemmebene zum naheliegenden Obersee und dann durch gras- und felsdurchsetztes Gelände über den leichten Grat hinauf zur Kuppe zum Oberseemandli. Eine fantastische Sicht zeigt nördlich der ruinenartigen Spannortgruppe den  zerrissenen Gletscherabbruch des Glatt Firns und neben der Schlossberglücke mit dem auffällig gelblichen Dolomitgestein die gewaltig steilen Flühe des breiten Schlossbergs. Über dem Erstfeldertal türmen sich neben der Älplilücke die bizarren Formen der  Sonnigen Stöcke senkrecht in dem Himmel, ostwärts liegt tief eingeschnittenen im Reusstal das Eisenbahnerdorf Erstfeld und man staunt über die Aussicht Richtung Windgällen und gegen Haldi- Schächental. 

Schwierigkeit      

weiss-rot-weiss     

Höchster Punkt         2227 m

Karte     1: 25'000    1191 Engelberg  

 Wanderkarte Uri     Blatt Schächental

  Wanderzeit                1 ½  Std.

  Kröntenhütte- Steinchälen – Leutschachhütte  

 

Der enge, V-förmige Gebirgseinschnitt südöstlich der Kröntenhütte zwischen dem Mäntliser und dem Sunnig, heisst Steinchälenfurggi oder Ruchpass. Kurz nach dem Verlassen der Hütte steigen wir östlich vom Obersee zwischen engen Felsen neben den Päuggenstöckli recht steil hinauf in eine ausgeprägte Moränensenke. Grosse Felsblöcke, Blockschutt, Geröll und eine eindrückliche Felslandschaft sind die Merkmale des folgenden Aufstiegs und bei jedem Schritt wird deutlicher, warum dieser Taleinschnitt Steinchälen heisst. Neben den Rot Stock wird im Westen der Hängegletscher des Krönten sichtbar, dann windet sich die Route steil hinauf in’s enge Felsentor und überquert auf 2657 m das Steinchälenfurggi. Der wiederum stotzige Abstieg Richtung Leutschachtal erfordert bei vorhandenen Schneefeldern Vorsicht. Eine Schutt- und Grashalde leitet hinab zu einer Geländeterrasse und einige Wegkehren tiefer ist unser Ziel in Sicht. Durch die grasdurchsetzte Flanke folgen wir dem Bergwanderweg und erreichen in östlicher Richtung über dem tiefblauen Niedersee die 2208 m hoch gelegene Leutschachhütte der Sektion Zimmerberg SAC.  

Schwierigkeit    

  Alpine Route    

Höchster Punkt         2657 m

Karte     1: 25'000    1191 Engelberg

  1192 Schächental 

Wanderkarte Uri       Blatt Maderanertal

Wanderzeit                3 ½ bis 4 Std.

Panramaweg

Die weiss-blau-weiss markierte Verbindungsroute zur  Leutschachhütte heisst "Panoramaweg". Anstieg über den Rücken des runden "Päuggen", anschliessend durch wilden "Hundtschingel"- teils mit Drahtseil und Ketten gesichert - und über das nicht mehr bestossene Älpli hinauf  zum geheimnisumwitterten,  tiefschwarzen Leidsee, dann weiter zu den Gratzacken zum Leidseepass 2329m. Abstieg hoch über dem Leutschachtal - wieder zum Teil mit Drahtseil gesichert- durch die stotzige, gras- und felsdurchsetzte Flanke der "Chapferplanggen" zur schon lange "gesichteten" Leutschachhütte, 2208m, der Sektion Zimmerberg SAC. Die Route geizt nicht mit landschaftlichen Reizen und Aussichten, etwas kraxlige Stellen bringen Abwechslung. Falls der Panoramaweg infolge viel Altschnee Probleme aufweist, nehmen wir den etwas weniger ausgesetzten Weg über das Steinchelenfurggi ( Ruchpass ) 2657m. Für konditionsstarke Alpinwanderer steht  von der Leutschachhütte auf der linken Talseite des Leutschachtales unter den Glatt Planggen Richtung Sunniggrathütte- Arni eine zusätzliche Route in den Urner Alpen zur Verfügung.

Schwierigkeit  

Alpine Route

Höchster Punkt        2329 m

Karte                           1: 25'000 

1191 Engelberg

 1192 Schächental

Wanderkarte Uri     Blatt Maderanertal

Wanderzeit                3h45 bis  bis 4 Std.

Leutschachhütte- Leidseepass- Kröntenhütte  

Von der Leutschachhütte der Sektion Zimmerberg SAC  führt der teils gesicherte Anstieg unter dem Ruchen zum Felsausläufer des Chapferplanggenstockes. Dann erleichtern Halteseile den Weiterweg, der durch  felsdurchsetzte Grashänge und eingeschnittene Felsrunsen zum Grat westlich der tiefsten Einsattelung (2400 m) weiterleitet. Eine ausgeprägte Gebirgslandschaft entschädigt hier für die Schweisstropfen des Aufstiegs. Über den leichten Verbindungsgrat führt die Route oberhalb vom dunklen Leidsee weiter zum Leidseepass (2329 m) hinunter. Nach dem Znünihalt am Ufer des geheimnisvollen Sees zieht der Weg am Fusse des Jakobigers entlang zum Riedfurggi. Nun wenden wir uns westwärts, gelangen in einigen Wegkehren hinunter bis gegen das Unter Älpli (Pt. 1926 m) und steigen dort westlich links hoch in die steil geneigte Nordostflanke des Hundtschingels. Nach dem Durchqueren dieser Flanke, die an zwei Stellen mit Ketten und Drahtseilen gesichert ist, mündet der Panoramaweg bei Pt. 1940 in den markierten Winterweg, der von den Bodenbergen über das Päuggenegg zur Kröntenhütte führt. Beim grossen Holzkreuz geniessen wir eine traumhafte Kulisse. Imposant wirken die massigen Steilwände der Schlossbergkette, vergletschert zeigt sich hinter dem Glatt Firn die Spannortgruppe und wir staunen über die weite Aussicht durchs Erstfeldertal hinaus Richtung Schächental, Haldi und Strengmatt. Der Abstieg führt uns neben reizenden Moorflächen, kleinen Tümpeln und zwischen kolossalen Gneisblöcken am gut eingerichteten Klettergarten vorbei zur gastlichen Kröntenhütte.

Schwierigkeit 

Alpine Route     

Höchster Punkt  2400 m

Karte 1: 25'000  1191 Engelberg

Wanderkarte Uri           Blatt   Maderanertal

Wanderzeit         4 ½  bis 5  Std.

  Achtung Altschneefelder

  

Hoch über der sonnigen Geländeterrasse von Arni liegt unter dem aussichtsreichen Sunniggrat (2033 m) die private Sunniggrathütte. Der gut markierte Zugang steigt westlich vom idyllischen Arnisee vorerst in vielen Wegkehren recht steil durch schattigen Gebirgswald an und erreicht auf 1778 m den flachen Riedboden. Herrliche Tiefblicke zum Arnisee und eine faszinierende aber auch geschützte Landschaft prägen den Aufstieg,  Legföhren mit ihren kleinen Zapfen, Riedgras und Moorweiher säumen den Hüttenweg und in einer Mulde lädt ein kleiner Bergsee zum Baden ein. Noch ein kurzer Anstieg, und vor uns liegt nach rund zwei Stunden Aufstieg, die prächtig gelegene Sunniggrathütte  (1978 m). Nicht verpassen darf man den Aufstieg ( 15 Minuten) zum weithin sichtbaren Gipfelkreuz vom Sunniggrat. Punkto Aussicht steht dem vorgelagerten Gipfel nichts mehr im Weg.

Schwierigkeit   

 Bergwanderweg  

Karten                         1: 25'000     1212   Amsteg

1192   Schächental

Wanderzeit                 bis 2 Std.

Sunniggrathütte- Ruchälplistock- Jakobiger- Leidseepass- Kröntenhütte  

Herrliche  Ausblicke begleiten uns von der  Sunniggrathütte über den Grat westwärts in den wildromantischen Taleinschnitt Stockgruben. Steiler wird der Einstieg gegen den Ruchälplistock,wo fixe Seile die Kletterei zum Gipfel erleichtern (2476m).  Belohnt wird der auf beiden Seiten abfallende Weiterweg  gegen das Gipfelkreuz des Jakobigers ( 2505 m ) mit einer traumhaften Rundsicht vom Gotthardgebiet über die markanten Windgällen bis weit über den Urnersee. Dort entscheiden wir bei gemütlicher Gipfelrast über den Weiterweg. Steigen wir hinunter zum Leidseepass am pechschwarzen Leidsee vorbei, gelangen wir in drei Stunden zur Kröntenhütte. Nach dem dunklen Leidsee geht der Abstieg weiter gegen das Unter Älpeli (1926 m) und dann westlich links ansteigend in die steil geneigte Nordostflanke des Hundtschingels. Nach dem Durchqueren dieser Flanke, die an zwei Stellen mit Drahtseilen und Ketten gesichert ist, mündet die Route auf den Rücken zum aussichtsreichen Päuggenegg. Dort folgen wir der grünen Kuppe des Oberseemandli und wandern über ausgedehnte Moorflächen und zwischen grossen Felsbrocken unter dem nördlichen Päuggenstöckli vorbei hinab zur gastlichen Krötenhütte (1903 m).  

Schwierigkeit   

  Alpine Route  

Höchster Punkt         2505 m 

Karten                        1: 25'000 

 1212   Amsteg

 1192   Schächental

Alpine Route mit leichter Kletterei am Ruchälplistock

Wanderzeit:   Arni – Sunniggrathütte      2 Std.

 

Trittsicherheit  und Schwindelfreiheit erforderlich

 Achtung auf Altschneefelder.

Sunniggrathütte - Kröntenhütte  
6  bis  6 ½  Std.

Brüsti – Älpligriess – Kröntenhütte  

Von der Bergstation der LSB Attinghausen- Brüsti (1534 m ), steigen wir zuerst zum 140 m tiefer gelegenen Stausee in die Waldnacht ab und wandern dann zwei km lang durch die Alpweiden des Waldnachterbodens bis zum Sennenstein. Unmittelbar nach der Überquerung des Angibaches (1463 m) beginnen in südwestlicher Richtung die weiss-blau-weisssen Markierungen gegen das Guggital, wo wir auf 1560 m wiederum über den Bach queren. Dann folgen wir den Wegspuren gegen das Stäfeli und suchen durch Blacken und hohes Gras den Weiterweg bis auf die Höhe von ca.1800 m. Bei vorhandenen Schneezungen im Guggitaler Schnee kann man direkt gegen das hintere Angi ansteigen, sonst folgt man eher etwas rechts den Markierungen Richtung Landeggen. Oberhalb vom hinteren Angi ist das Gelände wieder weniger steil, dann steigen wir über Schneefelder hinauf bis auf ca. 2400 m. Eine grössere Markierung im Fels und ein Steinmann weisen den Weg in felsiges Gelände. Es folgen in südöstlicher Richtung mehrere leicht begehbare Felspassagen. Immer den Markierungen und den Steinmännern folgend, gelangen wir zwischen dem Älplistock und dem Vorder Schloss in die Senke der Älplilücke (2531 m). Ein grandioses Panorama öffnet sich und obwohl wir auf der gegenüberliegenden Talseite bereits die Fahne der Kröntenhütte über dem Fulensee sichten, steht die steilste Partie noch bevor. Ca. 100 m östlich des tiefsten Punktes beginnt in südöstlicher Richtung bei einem markanten Steinmann der Abstieg über feinsplittriges Geröll hinunter in den Grund des Erstfeldertales. Über Felspartien und Geröll gelangt man bei 2400 m auf eine Grasnase zum Einstieg gegen die Älpliplatte. Mehrere Ketten und Stahlseile führen auf einen Geröllrücken hinunter, der meistens noch mit Altschneeresten hinterfüllt ist. In der Falllinie steigen wir hinunter bis zum Punkt 2219, wo ein Felsriegel mit Hilfe von Drahtseilen überwunden wird. Darunter geht’s in westlicher Richtung dem Band entlang, das wiederum mit mehreren Seilen gesichert, ist bis zur Rampe, die bei Pt. 2130 m zum ausgedehnten Schuttkegel des Älpli weiterleitet. Die Markierungen über Geröll und Grasbänder führen zum Pt. 1912 m, dann verlassen wir das Grasband in westlicher Richtung und erreichen südwestwärts drehend den Hoch Biel. Die Talsohle „uff den Gründen“ ist im Abstieg östlich der Schlosslauwi schnell erreicht. Wenn die Schneebrücken nicht mehr vorhanden sind, hilft eine Brücke über den milchigen Grundbach. Dann folgen wir den dem Hüttenweg, drehen in den felsigen Fulfad ab und erreichen auf 1706 m das Hochmoorgebiet des Fulensees. Nach einem erfrischenden Bad im herrlich warmen See nehmen wir neu motiviert die letzten 200 Höhenmeter in Angriff und erreichen nach dem Zusammenschluss mit dem Geissfad, auf 1903 m ü. M. die Kröntenhütte.  

Schwierigkeit   

 Alpine Route

Höchster Punkt                                2531m

Karte     1: 25'000     1191 Engelberg 

Wanderkarte Uri     Blatt Schächental

Wanderzeit:   Brüsti- Älplilücke         4 Std.

Ausgesetzter Abstieg über die Kalkplatten  der Älpliplatte.

Älplilücke- Kröntenhütte      2 ½  Std.

Trotz  Fixseilen und Wegmarkierungen ist absolute Trittsicherheit erforderlich.

Variante

Von der Bergstation der LSB Hofstetten- Wilerli folgt man der Naturstrasse Richtung Oberwiler bis zum Wegweiser Waldnacht- Surenen. Der Aufstieg über den gut angelegten Surenenweg neben dem tief eingeschnittenen Bockitobel ist geprägt von der unglaublich steilen Bockiflue. Beim Stausee des Erstfelder Kraftwerkes in der Waldnacht trifft man auf die obige Route und folgt ihr durch die Alpenweiden im Waldnachterboden bis zum Sennenstein.  

Wanderzeit                LSB Wilerli- Waldnacht       1 ½  Std  

 Kröntenhütte - Aelpeligriess - Brusti

Von der Kröntenhütte steigt man auf dem Hüttenweg hinab zum Fulensee und weiter durch den Fulfad bis in den Talgrund „uff den Gründen“ ab. Dort verlässt man den Hüttenweg und steigt östlich der Schlosslauwi im Zickzack entlang der weiss-blau-weissen Markierungen bis ca. 1860 m zum Hoch Biel auf. Ein gut sichtbares Band ermöglicht den Zugang von Osten her über Pt. 1912 zum Geröllfeld des Älpli. Durch dieses steigt man rechts haltend (evtl. Schneereste) hinauf bis zu einer Rampe (2130 m) und folgt den Fixseilen Richtung Älpliplatte. Das ansteigende Band führt am Fusse eines Felsriegels ostwärts und ist mit mehreren Fixseilen abgesichert. So erreicht man Pt. 2219 und steigt auf einer Grasnase in der Falllinie wiederum gesichert bis ca. 2400 m auf. Hier dreht man nach Nordwesten ab und zielt mehr oder weniger in direkter Linie auf den Sattel der Älplilücke. Felsige Passagen und feinsplittriges Geröll aus Kalkschiefer leiten hinauf zum gut sichtbaren Steinmann ca. 40 m östlich des tiefsten Punktes in die Älplilücke (2531m). Der Abstieg NNW - Richtung Guggital ist weiss-blau-weiss markiert (Vorsicht bei Schneefeldern). Auf der Höhe von ca 2400 m steigt man durch eine offene und nur mässig steile Flanke über mehrere Felspassagen hinab gegen Landeggen zum Hinter Angi (ca.2050 m). Die geschützten Edelweiss lassen wir stehen und folgen dem Weg durch das Guggital, queren auf ca. 1560 m den Bach und erreichen mühelos den hinteren Waldnachterboden. Nach dem langen Weg durch die die ebenen Alpweiden entscheiden wir in der Nähe des Stausees Waldnacht beim Bachhüttli über den Weiterweg. Um die Seilbahn Brusti- Attinghausen zu erreichen, sind rund 150 Höhenmeter Aufstieg zu überwinden. Wir können auch den Abstieg durch den Viehweg nach dem Oberwiler unter die Füsse nehmen und weiter zur Bergstation der Wilerli Seilbahn wandern. Wer noch nicht genug hat, dem steht der Abstieg durch die Waldungen des „Titschi“ nach dem Erstfeldertal als Dessert zur Verfügung.

Schwierigkeit  

    Alpine Route

Höchster Punkt        2531 m

Wanderkarte Uri       Blatt Schächental

Wanderzeit  Kröntenhütte- Älplilücke      
3 ½ Std.

Ausgesetzter  Aufstieg über die Kalkplatten  der Älpliplatte.

Trotz Fixseilen und guten Wegmarkierungen ist Trittsicherheit absolut erforderlich.

Älplilücke- Waldnacht - Brusti         2 ½   Std.

Erstfeld - LSB Wilerli - Alp Matt - Hoch Biel -  Älplilücke 2531m - Guggital - Waldnacht-  LSB Wilerli - Erstfeld 

Die Älplilücke liegt in der Kette der Sunnigen Stöcke, welche sich nördlich des Erstfeldertals zum Schlossberg hinzieht und den Zugang zum Guggital ermöglicht. Diese Kette zu umrunden ist eine Alpine Route in grandioser Gebirgslandschaft. DieTour beginnt auf der Bergliegenschaft Wilerli (1065m). Sie wird mit einer luftigen LSB erreicht. Von Wilerli geht's berauf bis zum Bogli und dann auf dem Höhenweg im Auf und Ab, hoch über dem Erstfeldertal zur Alp-Matt bis nach Hoch Biel (1815m), östlich von Schlosslaui. Diesen Punkt erreicht man in 2 1/2 -3 Std. Ab Hoch Biel geht es dann ziemlich steil aufwärts, vorerst im Geröll, später über Kalkplatten, Bänder und feinsplittriges Geröll in ca. 21/2 Std. zur Älplilücke (2531m). Die Aussicht auf die wilde Umgebung des Schlossbergs-Krönten-Jakobiger ist traumhaft. Nach gebührender Rast steigen wir ab ins Guggital. Auf dem Guggitalfirn geht es dann zügig hinunter bis in den Talboden der Alp Waldnacht. Von der Waldnacht geht der Weg auf dem alten Surenenweg hinab bis zur Abzweigung Richtung bis Bergstation Wilerli. LSB. 
Variante: Von der Waldnacht noch ca 20 Minuten zur Bergstation der LSB- Brüsti aufsteigen. LSB nach Attinghausen. Einzelne Stellen zur Älplilücke sind abgesichert, Trittsicherheit ist Voraussetzung. 

Aufstieg: ca. 1450 Hm, Zeit ca. 5 Std

Abstieg: ca. 1100 Hm, Zeit ca. 21/2 bis 3 Std.

Kröntenhütte - Schlossberglücke – Spannorthütte

Der ebene Weg von der Kröntenhütte zum Obersee überquert bei der Brücke dessen Auslauf und steigt rechts gegen das Oberseemanndli an. Vor dem letzten Aufschwung zweigt die Route links gegen den Grat, dem er bis zum Steinmannli auf dem Graw Stock (2456 m) folgt und über glattgeschliffene Felsen und Firnfelder das obere Graw (2570 m) erreicht. Vor uns liegt der weite Gletscher des Glatt Firns, den wir in nächsten zwei Stunden angeseilt durchwandern. Doch Halt! Im Kopf prägen wir uns zuerst die spaltenärmste Variante ein. Erst dann ziehen wir die Spur in leichtem Linksbogen gegen die westlichstenFelsrippen des Schwarzstöckli. Eine faszinierende Hochgebirgswelt umgibt die Route. Senkrecht fallen die Steilwände des Schlossbergs in die Tiefe und die verwitterten Türme der versprengten Spannortgruppe vermitteln einmaliges Bergerlebnis. Zwischen dem Schwarzstöckli und östlich vom Gross Spannort umgeht die alpine Route das Spaltengewirr und erreicht nach einer Gletschermulde mit kleinem Gegenanstieg das auffällig gelblichrote Dolomitgestein der Schlossberglücke (2627 m). Wieder festen Boden unter den Füssen steigen wir über Schneefelder und Griessschutt neben der mächtigen Schlossberg- Südwestwand ab und freuen uns, nach fast 700 m Abstieg auf der 1956 m hoch gelegenen Spannorthütte Kalorien nachschieben zu können.  

Schwierigkeit 

   Alpine Route 

Höchster Punkt        2780 m

Karte 1: 25'000    1191 Engelberg

1192  Schächental

alpine Erfahrung notwendig

Wanderkarte Uri    Blatt   Maderanertal 

Gletscherausrüstung,

Wanderzeit                 5 ½  Std.

In ungeheurer Steilheit schießt aus dem Geröll über der Spannorthütte die nahezu 800 Meter hohe und einen Kilometer breite Schlossberg- Südwestwand senkrecht in die Höhe. Nach verschiedenen Versuchen wurde hier 1971 Klettergeschichte geschrieben. Kurt Grüter und Gerry Egloff durchstiegen in insgesamt 12 Tagen und 7 Biwaks die bisher als unbesteigbar geltende Wand. Der Abstieg von der Spannorthütte zur Alp Stäfeli folgt den Wegkehren des schmalen, grasbewachsenen Geissrückens, mal links vom Grat, mal rechts davon. Beim Stäfeli   überquert der Weg den jungen Stierenbach und nimmt eine erste Steilstufe Richtung Blackenalp in Angriff. Hier, wo der Sage nach das Greiss von Surenen vor einer Jungfrau kapitulieren musste, verweilen wir gerne bei den Urner Älplern und geniessen in der gastlichen Hütte einen unverfälschten Urner Kaffee. Der Weiterweg neben den Felswänden des Blacken- und Brunnistocks wird nun steiler und erreicht nach einer kleinen Schutzhütte den Surenenpass (2291 m). Doch eigentlich ist dies falsch, denn bei den Urnern geht man: „Uber d’Eggä“. Der Abstieg über die noch vorhandenen Schneefelder geht zügig voran. Vorbei am Angistock gelangen wir zum Nussfrutli, (1953 m) und über den Geissrüggen auf gut gesichertem Grat gegen das floristisch interessante Gebiet des felsigen Chraienhöreli. Nach dem Grat folgen wir dem Alpweg und steigen durch lichten Bergwald mitten durch das buntscheckige,  farbenprächtige Pflanzenschutzgebiet zur aussichtsreichen Sonnenterrasse des  Ski- und Berggasthaus Z'GRAGGEN im Brüsti ab.

Karte 1:  25'000    

Höchster Punkt              2291 m

1191   Engelberg                                1192   Schächental    

Wanderkarte Uri              Blatt    Urnersee     

 Spannorthütte -  Brüsti    6   bis  6 ½  Std.