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   Aufstieg zum Krönten
 

 

 

 
Zuhinterst im  tief eingeschnittenen, wildromantischen Erstfeldertal öffnet sich eine grossartige Naturarena. Auf seiner Nordseite werfen die eigenwillig geformten "Sunnigstöcke" bizarre Schattenrisse in den Himmel. Archaisch thront der breite Rücken des Schlossbergs über den verwitterten Plattenfluchten. Unter dem zerspalteten Gipfel des Krönten glänzen in den Karmulden der national geschützten Hochmoorlandschaft Obersee und Fulensee. Dazwischen flattert über den gletschergeschliffenen Gneisplatten und niedergedrückten Legföhren auf 1903 m die Urner Fahne der  Kröntenhütte SAC.  

Halbkreisförmig umrahmt von den Eckpfeilern der bizarren Spannortgruppe, dem Zwächten, Schneehühnerstock und Krönten liegt ausgebreitet der weite Gletscher des Glatt Firns in ihrem Becken. Abwechslungsreiche und  landschaftlich überaus reizvolle Touren in einem wenig begangenen Gebiet liegen vor der Haustür. Die Vielfalt der urwüchsigen Gebirgslandschaft, prachtvolle Formen, Farben und Düfte in einer einmaligen Alpenflora und die Abgeschiedenheit des Tales machen die Touren zum Bergerlebnis der besonderen Art. 

Je mehr die Bergwelt erschlossen wird, um so kostbarer werden solche Flecken unverfälschter Natur. Wetten, auch Sie werden vom Erstfeldertal begeistert sein. Gut markierte  Bergwege führen Sie durch eine noch weitgehend unberührte Landschaft. Geniessen Sie die Ruhe und staunen Sie über die faszinierenden Schönheiten einer einmaligen Bergwelt.

 

Zugang: Von Erstfeld mit dem  Alpentaxi durch die kurvenreiche Strasse zur Ebene der Bodenberge (1000 m). Aufstieg Hüttenweg Richtung  Alp Chüeplangg entlang des ungebändigten Alpbaches dem tiefen Talhintergrund entgegen und  über den Fulfad - vorbei an der national geschützten  Hochmoorebene Fulensee - zur Kröntenhütte oder direkter unter den Sulzplatten über die verwitterte Hutzitanne durch den Geissfad. Es ist wunderschön, sich beim ruhigen Aufstieg im hintersten und wilden Teil des unberührten Erstfeldertales auf die Bergwanderungen einzustimmen.

Sommerweg über den Geissfad:   Geissfad- Kröntenhütte       2 bis 2 ½  Std. 

Von den Bodenbergen ansteigend, zweigt der kürzeste Weg zur Kröntenhütte beim Wegweiser in der Mettlen links ab. Nach einer kurzen Waldpartie, an den grossen Felsbrocken des Hasenrüteli vorbei, leitet der Bergweg unter einer dominanten Felswand in die steil angelegten Kehren des Geissfads. Seltene Blumen säumen den  Weg, da und dort ragt ein Türkenbund  aus dem Farn, aber auch Erika, Rapunzel und Prachtsnelken zeigen ihre Blüten. Weniger selten, aber nicht minder schön, wechseln sich während des ganzen Aufstiegs Alpenrosen und Heidelbeerstauden ab. Unter der Wandflucht der mächtigen Sulzplatten schlängelt sich der Weg zwischen kleinen Bächlein in vielen Schlaufen recht steil aufwärts und leitet neben einstigen Streue-Tristbetten hinauf zu den grossen Buchen. Nach dem Überqueren einer Bachrunse erreicht man die kleine Ebene vom Droselboden. Vorbei am Streuegebiet des „Hutzi“ wandert man über die Trittplatten des Geissfadbaches hinauf zum Bänkli der verwitterten „Hutzitanne“. Ein grosser Ameisenhaufen teilt die Rast, dazu geniesst man eine herrliche Aussicht hinab ins Erstfeldertal und in die eindrücklichen Türme der Sonnigstöcke. Weiter geht’s über treppenartig angelegte Steinplatten bis auf eine markante Kuppe nochmals kräftig bergan, bevor der Weg in eine langezogene Senke abflacht. Über ausgedehnte und von der Eiszeit geschliffene Steinplatten leitet der Weg zum gut sichtbaren Steinmanndli, wo sich das Landschaftbild verändert. Die Sicht Richtung Reusstal wird abgelöst durch die Flanken des Oberseemanndlis und auf der gegenüberliegenden Talseite wirken die verwitterten Säulen des Schlossbergs greifbar nahe. Noch ein paar Richtungswech­sel durch die Windungen der „Servelatskehren“ und erstmals sieht unter dem Gipfel des Krönten das ersehnte Ziel, die Kröntenhütte. Vorbei an der „Hüehnergand“ vereinigt sich der Geissfad mit dem Anstieg über die Chüeplangg, bevor nach dem letzten Wegstück über einige flache Gneisplatten auf 1903 m die gastliche Kröntenhütte mit ihren schwarz-gelbgeflammten Fensterläden auftaucht

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Sommerweg über Chüeplangg- Alp:   Bodenberg - Chüeplangg - Kröntenhütte   3 bis 3 ½ Std  

Wir beginnen den Start in den Bodenbergen, wandern zum Bergheimwesen Mettlen und folgen dem Wegweiser Richtung Sulzwald. Mitten durch ein altes  Bergsturzgebiet über dem tief eingeschnittenen Alpbach schlängelt sich der Weg durch schattigen Wald zum einsamen Sulzwald. Die Vegetation mit wilden  Pfefferminze, Brombeeren und seltenen Alpenpflanzen ist hier besonders augenfällig, Türkenbund, Knabenkraut, Trollblume, Akeleien, Alpen-Küchenschelle mit ihrer punkigen Frisur, Hauswurz, Teufelskralle und nicht zu vergessen die Alpenrosen sind unser Blickfang. Nach den grossen Gneisblöcken überquert der Weg den Alpbach und erreicht  nach kurzem, plattigem Aufstieg das eindrückliche Erlebnis „Stäuben“. Eng schmiegt sich der eingehauene Weg an die Felsen, tief unten eingezwängt donnert in unbändiger Wildheit der Alpbach tosend über grosse Felsbrocken und steile Geländeabsätze zu Tal. Nach dem grossen Felsblock „Tirlistei“ überqueren wir die Stäubenbrücke und erreichen nach den Kehren der meist feuchten Wasserstiege den flachen „Schattig Boden“ der Alp Chüeplangg (1451 m). Nach einer kurzen Rast geht’s unter dem Fulenfall, einem der schönsten Wasserfälle der Schweiz, über das Holzbrücklein des Fulbachs und  zwi­schen abgeschliffenen Steinplatten über das untere und das obere  Hirzenegg in die Ebene vom Grund. Hier dominiert der Gletscherabruch des Glatt Firn und  die mächtige Kalkbastion des Schlossbergs zeigt Einblicke in die Schluchten und Wände seines schaurig tiefen Chessels. Bevor der Weg die alpine Flora vom Grund und den imposanten Talkessel ver­lässt und sich um 180 Grad in die Felsen wendet,  wandern wir am Zeichenstein vorbei und erreichen durch den gut  angelegten Felsweg „Fulfad“ die geschützte Hochmoorebene vom Fulensee, wo Frösche und Libellen als Empfangskomitee amten. Ein Bad inmitten dieses Naturgartens gefällig - oder verlockt bereits die Krönten­hütte, die auf einer Aussichtskanzel sichtbar wird? Das letzte Teilstück führt durch die Ebene des Fulensees bis zum beträchtlichen Wassersturz, der sich aus dem Obersee über grosse Stufen in die Ebene des Fulensee ergiesst. Nach ein paar Kehren wendet der Weg und vereint sich,  umgeben von prächtigem Legföhrenbestand  mit dem Anstieg vom Geissfad. Ein kühlendes Getränk in der gastlichen Kröntenhütte rundet den erlebnisreichen Anstieg ab.

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Verpassen Sie den kurzen Ausflug zum nahe gelegenen Obersee nicht. 

 Von der Landschaft schwärmte vor mehr als 200 Jahren schon der bekannte Schwyzer Maler Franz Xaver Triner oder der deutsche Vedutenkünstler Delkeskamp. 
Daran hat sich nichts geändert: Landschaftlich ist das Tal kaum zu übertreffen.  Nicht nur die Tier- sondern auch die Pflanzenwelt  besticht durch ihre Vielfalt. Man gerät ins Staunen, wenn man sieht, aus welchen Ritzen wunderschöne Blumen den Weg zum Licht suchen.  Nicht pflücken, nur staunen! 

CSS-Wandertipp für Familien: Kröntenhütte SAC                  
Kinder in bester Gesellschaft

Bereits beim Aufstieg zur Kröntenhütte lässt sich einiges erleben : Ein 120 Meter hoher Wasserfall stürzt in nächster Nähe des Wanderwegs zu Tal. Der Wildbach wird Sie beim Aufstieg mit seinem Rauschen begleiten und Ihre Schritte beflügeln. Fahren Sie mit dem Alpentaxi bis Bodenberg ( 1000 m) – von hier sind immerhin noch 900 Höhenmeter zu überwinden. Und spätestens ab hier wird der Weg abwechslungsreich : Wildbach, Wasserfall und Hochmoor ziehen ihre Augen in den Bann. Im Moor können Sie den geschützten, fleischfressenden Sonnentau finden. Falls Sie heiss haben vom Anstieg, lockt schon bald der Fulensee zu einem Bad. Und dann ist der Weg schon fast geschafft. Ihre Kinder werden in der Hütte mit Sicherheit Gesellschaft haben. Das Hüttenwartpaar hat nämlich selber drei Kinder, die einen erfrischenden Wind in die Steinmauern bringen. Sie können deshalb auch sicher sein, dass man hier oben weiss, was Ihre Kinder brauchen. Wer will kann zum Beispiel das Dach der Hütte besteigen! Der Rückweg führt über Geissfad nach Bodenberg zurück. Insgesamt müssen Sie mit rund 3 Stunden Marschzeit rechnen. Die Hüttenwartin empfiehlt, mit kleineren Kindern für den Abstieg den Hinweg zu nehmen. 

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Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Nach dem Nachtessen treten wir auf den Hüttenvorplatz und staunen ob der gewaltigen Bergwelt. Das Bergrelief scheint jetzt schroffer, und der Blick trifft auf dunkle Zinnen, Gräte  und Gipfel. Ihre von Verwitterung zerrissenen Flanken weisen Steinschichtungen auf, die zum Studium wie geschaffen sind. Licht- und Schattenspiele fliessen um die Gräte, manchmal spiegelt sich der tiefblaue Abendhimmel im Fulensee. Dann lässt ein sagenhafter Sonnenuntergang das Spannortmassiv erglühen und der Glatt Firn steht in Flammen. Doch dauert der Brand nicht lange, Rot geht in Violett über, und schon flackern nacheinander die Sterne auf, während sich der Wind legt und die Stille langsam auf das Tal  niedersinkt.