Chronik des Bergführerwesens im Kanton Uri   

1882   

Der Vorstand der Sektion Gotthard SAC will die Organisation der urnerischen Bergführer an die Hand nehmen und wird bei Regierungsrat vorstellig.  

1885  

 Eine besondere Kommission soll den Bergführer Tarif für das Gotthard Gebiet aufstellen.  

1886  

 Keine Tarifeinigung zwischen der Urner Regierung, der Führerschaft und der Sektion Gotthard  

1888

Mit Regierungsratsbeschluss wird für die Urner Bergführer ein Reglement erlassen. Zur Ausübung des Bergführerberufes ist ein staatliches Führerpatent notwendig

1892  

 Findet unter dem Vorsitz des SAC Gotthard Präsidenten eine Führerversammlung der Sektion Gotthard“ statt. Sie befasst sich mit einer Führerversicherung gegen Unfall“ und mit der Reorganisation des Urner Führerwesens.  

1893  

 1. Urnerischer Bergführerkurs  

1901   

 2. Bergführerkurs in Uri  

1904  

 Wird der Bergführerverein Uri neu gegründet.

1905  

 Zusammen mit dem Führerchef des CC, dem AACZ und dem Führerverein Uri, werden die Tarife und das Führerreglement besprochen und bereinigt.  Zudem ging von der Sektion Gotthard die Bitte an die Urner Führer und an die Gemeindevorsteher, dass bei schweren Unfällen im Hochgebirge, insbesondere dann, wenn Rettungskolonnen notwendig sind, dem Sektionsvorstand telegraphisch oder telefonisch Anzeige zu machen, damit das Nötige sofort angeordnet werden kann.

1906  

 3. Bergführerkurs in  Uri, Kursleiter Dr. C. Täuber 

Beitritt zum Schweizerischen Bergführerverband

Am 20. Juni 1906 findet im Hotel Jura in Interlaken die erste Delegiertenversammlung des Verbandes Schweizerischer Bergführer statt. Am 18. Mai 1907 erfolgt am gleichen Tagungsort die erste statuarische DV des SBV.  Dabei wird unter anderem beschlossen, an alle Schweizer Führervereine und Führergruppen eine Einladung zum Beitritt zu versenden.  Daraufhin trat offensichtlich auch der Urner Bergführerverein dem Schweizerischen Verband bei. Dies bestätigt das Protokoll der ordentlichen DV vom 23. Juni 1910 im Bahnhofbufffet in Spiez. Dort orientierte der Präsident, dass die Situation im Schweizerischen Bergführerverband keine günstige sei. Während die Graubündner keine große Lust zum Beitritt zeigten, traten die Walliser Kameraden wieder aus.  So bestand der Verband nur noch aus Bernern und  12 Urner Führern.  Daraufhin wurde der Schweizerische  Bergführerverband in einem "Bernischen" umgewandelt wobei es den Urner freigestellt wurde, sich dem Bernischen Verband anzuschließen.  Der Aktivsaldo wurde ebenfalls Eigentum des Bernischen Verbandes. "Mit den Urnern wird sich die Vorortssektion auch über diesen Punkt ins Einvernehmen setzen".

1911: Austritt der Sektion Uri: 

DV vom 28. Mai 1911 im Hotel Jura, Interlaken:" Da diese Sektion quasi zum Austritt genötigt wurde ohne einen Grund ihrerseits, so wurde schon an der vorjährigen Versammlung der Gedanke erwogen, ob man nicht aus der Zentralkasse einen angemessenen Beitrag zurück erstatten sollte. Die Versammlung ist einverstanden und der Betrag wird auf 15 Franken festgesetzt. 
(Aus dem Protokollbuch des Bern. Oberl. Bergführerverbandes 1906 - 1940) aufgezeichnet von Marco Bomio

1912   

 4. Bergführerkurs in Uri, Kursleiter Dr. C. Täuber / Chr. Klucker  

1916

 Der  neu gegründete Führerverein gibt sich Statuten  

1919 

 Ein neues Reglement tritt auf in Kraft.  

1930  

5. Bergführerkurs in Uri; Kursleiter Dr. C. Täuber  

1936

Ein neuer Gipfeltarif  tritt in Kraft  

1940 

Die Bergführer ab 65. Altersjahr benötigen ein ärztliches Attest  

1943

Nach einem notgedrungenen Austritt  1910, tritt der der Urner Verband dem SBV bei.  

1945

Für die Eröffnung von Bergsteigerschulen braucht es eine besondere Bewilligung.  

1948 

 Revision der Bergführertarife  

1953  

Neues Reglement für Bergführer und Träger sowie für Rettungsleute.  

1963 

Neues Reglement und angepasste Gipfeltarife  

1970 

Durch Aspirantenkurse wird die Zulassung zu Führerkursen neu geregelt.  

1973  

Änderung Reglement und Tarif für Bergführer und Bergführeranwärter. 

DV des Schweizerischen Bergführerverbandes in Andermatt  

1976

Totalrevision der Statuten  

1979   

Neue Verordnung des Skilehrer- und Bergführerwesens.  

1982  

DV des Schweizerischen Bergführerverbandes in Unterschächen.  

1983  

 Die von Martin Epp aufgebaute Alpine Sportschule wird von der Trägerschaft der Urner Bergführer weitergeführt und später als Genossenschaft übernommen.  

1988  

 Die GV des Urner Bergführervereins beschließt, das vor 100 Jahren eingesetzte Urner Bergführer-Abzeichen wieder neu herstellen zu lassen.  

1991

DV des Schweizerischen Bergführerverbandes in Flüelen  

2004

DV des Schweizerischen Bergführerverbandes in Erstfeld