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Ein Jäger aus dem Maderanertal beging den Hüfifirn. Da traf er
eine weibliche Menschengestalt, die bis an den Hals im Eise
eingefroren war und trotzdem herrlich sang. Sinnend schritt er weiter
und stieß wieder auf eine Frauengestalt, die mit den Füßen
eingefroren war und bitterlich weinte. Da nahm sich der Jäger ein
Herz und fragte: »Warum weinst du, während jene da drüben, die doch
bis zum Halse im Firn eingeschlossen ist, fröhlich singt?« »Ich
weine«, erhielt er zur Auskunft, »weil mein Leiden erst beginnt,
während jene andere ihrer baldigen Erlösung entgegengeht. Ich muß
noch ganz im Eise versinken, bevor ich erlöst werde.« Quelle:
Deutsche Volkssagen. Hg. v. Leander Petzoldt. München 1978. S.98
( Müller, Sagen aus Uri) |
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| Der steile Chalchschijen zieht vom
Klein Ruchen in südlicher Richtung gegen Hüfi;
Bild aus www.freizeitfreunde.ch
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| Bild aus www.freizeitfreunde.ch Blick unterhalb der Hüfihütte gegen das Maderanertal mit Alpgoferstock und Bristen | |
| Hüfigletscher: Länge: 7,1 km Fläche: 13,64 km2 (2005) | |
| Er liegt in den südwestlichen Glarneralpen, der Hüfigletscher, auch "Hüfifirn" genannt.. Im Tal ist er höchstens um die 500 m breit, beginnt an der Südwestflanke des "Clariden", auf etwa 3'000 Meter Höhe. Im Obersten Bereich ist das Eis bis 3 km breit, und fliesst am Schärhorn (3'295 m ü. M), Chammiberg, Clariden und Heimstock (3'102 m ü. M) vorbei um sich schließlich steil nach Südwesten in das Maderanertal abzusenken. Die Gletscherzunge bildet einen natürlichen See, von dem aus der Chärstelenbach abfließt. Nach der kleinen Eiszeit (Mitte 19. Jahrhundert) hat sich der Hüfigletscher etwa 2 km zurückgezogen. Weil seine Zunge bis auf 1'650 Meter hinunter ins schattige Tal reicht, gehört er zu den niedrigsten aller Alpengletscherzungen. | |
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