Das
auf 2650 m Höhe liegende und 18 Personen Platz bietende Biwak, in einer
alpinlandschaftlich eindrucksvollen Gegend, am Fuße des
steilaufstrebenden Titlispfeilers ist eine Unterkunft der besonderen Art.
In einer Kombination von Biwak-Kleinhütte ohne besonderen Komfort und dennoch
heimelig, haben die Engelberger 1969 einen hüttebaulichen Markstein gesetzt,
der daran erinnert, was man unter einfacher, alpiner Unterkunft versteht.
Hermann Hess und Edy Lehmann - um nur zwei Pioniere zu nennen- weckten hier mit
ihrer Tatkraft und Begeisterung die nötigen Impulse. An der Generalversammlung
der SAC- Sektion Engelberg im Jahre 1967 wurde diese Idee mit einem mutigen
Entscheid in die Tat umgesetzt. Die gehaltvolle Einweihungsfeier am 11. Oktober
1970 war ein unvergessliches Berglerfest eigener Prägung. Nicht einmal der
wütende Föhnsturm vermochte diesen denkwürdigen Tag zu trüben. Die
Hüttenverantwortung übernahm der leider allzufrüh verstorbene Engelberger
Bergführer und spätere Nationalrat, Ueli Blatter.
Zugang von Engelberg
Von
Engelberg (Herrenrütiboden, Talstation der Fürenalpbahn) steigt man über das
Leiterli zur Alp Bödmen auf (kleine Alpwirtschaft). Über das Ober Stäfeli
erreicht man das Gorisegg, einer etwas mühsam zu begehenden Moräne, die direkt
unter der beeindruckenden Titlis-Ostwand zum Firnalpeligletscher führt. Ab
einer Höhe von ca. 2200 m. stapft man in Richtung Tierberg und gelangt zum
Grassenbiwak.
Platzangebot total: 18 Personen Anstieg: Engelberg - Herrenrüti
- Firnalpeli - Gorisegg (4.5h ab Herrenrüti)
Engelberg 1084m, Grassenbiwak: 2647m, Aufstieg: 1563m
Biwak: Koordinaten:677.000/180.380 Karten: 1:50'00 Blatt 255 Sustenpass
1:25'000 Blatt 1211 Meiental
Zugang von der Sustlihütte
Über den Stössensattel. Ein Grossteil der Vorarbeiten für das Biwak wurde von der Sustlihütte aus getätigt..