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7. Tag Alp Biel - Chinzigpass - Geissgrätli - Ratzi |
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Vom Chinzigpass (2073 m), den man von der
Bergstation Biel (1620 m, Berggasthaus
Biel) der Kinzig-LSB in einer Stunde erreicht, beginnt man zuerst
mit einem kurzen Abstieg gegen die Alp Chinzertal. Nach 100 m
biegt rechts die blau-weiss markierte Route gegen Osten in Richtung
Gamperstock ab und führt den Wanderer anfänglich etwas mühsam über
verkarstetes Gelände in eine sensationelle Kalklandschaft, die
ihresgleichen sucht. Weg ist keiner vorhanden, so dass mit Vorteil die nächste
Markierung im Gelände ins Auge gefasst werden muss. Nördlich des
Geissgrätlis wird ein ausgedehntes Karrenfeld (Karstlandschaft) überquert.
Die Vielfalt der Formen ist faszinierend und zwingt förmlich zum
Verweilen. Bei intensiver Sonnenbestrahlung ist das Spiel von Licht und
Schatten besonders schön zu beobachten. Der Gamperstock wird ohne allzu grossen Höhenverlust im
Norden umgangen. Im Osten des Berges steigt man hinauf bis zum Grätli
(2190 m). Wer Lust hat, kann vom Grätli den knapp 100 m höheren
Gamperstock besteigen. Eine grossartige Rundsicht entschädigt für
diesen Abstecher. Der Abstiegsweg führt vom Grätli an den
Lawinenverbauungen oberhalb Sidenplagg vorbei gegen die Obere Gisleralp
(1837m) und weiter zur Strasse bei Obflüe (1710 m). Nun steigen wir zum
Berggasthaus Ratzi
ab, um unseren beträchtlichen Durst zu stillen, denn auf der ganzen
Route stand kein Wasser zur Verfügung. Gut beraten ist, wer genügend
Flüssigkeit im Rucksack mitnimmt. Für diese Tour sind Bergschuhe
erforderlich. Die Scharfkantigkeit der Kalkfelsen sollte nicht unterschätzt
werden. Bei schlechtem Wetter und Nebel ist von dieser Tour abzuraten,
bei gutem Herbstwetter aber ist die Umrundung des Gamperstockes ein
wahrer Leckerbissen.
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