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Bergführer Göschenen 

Banholzer Andy   6487 Göschenen 041  885 14 57
079  294 32 16
Gamma Moses  6487 Göschenen 041  885 18 75
Mattli Paul  6487 Göscheneralp 041  885 19 32
Tresch Hans 6487 Göschenen 041  885 15 17
079  711 14 93

Johann Josef Gamma, auf der Geissplatte, Göschenen  (1815 - 1895)

1868 entdeckten Strahler aus dem Bergdorf Guttannen am Grimselpass auf Urner Gebiet am Tiefengletscher an der so genannten steilen Fluh ein mächtiges Quarzband, das ca. 30 Meter über dem Gletscher mehrere dunkle Stellen aufwies, die für Höhlenöffnungen gehalten wurden. Die verwegenen Männer kletterten dort hinauf und versuchten, die Höhle mittels Sprengschüssen zu öffnen. Tiefschwarze Rauchquarze, so genannte Morione von seltener Grösse und Schönheit  kamen ans Tageslicht. 15'000 Kg Rauchquarze, darunter Stücke von 50 bis 100 kg, gegen 20 Stücke über 100 und 2 Stücke über 150 kg waren die Ausbeute. Und weil die Sache auf fremdem Kantonsgebiet lief, musste die Beute schnell weg. Nahezu alle tauglichen Leute aus dem Berneroberländer Dorf waren am Werk.  In unsäglicher Mühe wurde das schwarze Gold über den Gletscher an die Furkastrasse  gebracht, und von dort mittels Fuhrwerken abtransportiert. Der erste, der sie beim Strahlendiebstahl überraschte, und die Korporation Urseren benachrichtigte, war der Göschener Johan Gamma auf der Geissplatte, einer der verwegensten Jäger und Berggänger das Landes Uri. Johan Josef Gamma, "Jakoblis Hans " genannt, geboren 1815, von kurzer gedrungener Gestalt, hatte ein zerfurchtes Gesicht und pechschwarzes, struppiges Haar. Es hiess von ihm, er könne nicht müde werden und vermöge Geissen auszulaufen. Allein und in Gesellschaft hatte er sich teils durch Jagd, teils durch schöne Kristallfunde ein hübsches Vermögen erworben.

Gamma betätigte sich auch als Bergführer und als sich der deutsche Kronprinz, der nachmalige Kaiser Friedrich III. in Andermatt aufhielt, war Gamma sein steter Begleiter auf den Gängen im Hochgebirge. Sein älteste Sohn wurde in der Göscheneralp an seine Seite von Steinschlag getötet. Zwei seiner Söhne wurden ebenfalls Bergführer. Einer davon war Josef Maria, war viel mit dem Alpinisten Emil Huber unterwegs.


Josef Maria Gamma  (1847 - 1915)

Zusammen mit dem Alpinisten und Maschineningenieur Dr. Emil Huber- Stockar (1865 - 1939; auf dem Bahnhofplatz  Flüelen steht sein Denkmal, in seiner Verantwortung stand die Elektrifizierung der Gotthardbahn), gelang ihm  Reihe von ersten Begehungen im Göscheneralptal und mehrere Besteigungen im Bündnerland, fast immer auf neuen Routen.  Am 18. August 1904 erwartet der 60-jährige Urner Bergführer Josef Maria Gamma das Basler Arzt- Ehepaar Staehelin- Burckhard am Bahnhof in Göschenen. Mit einem Einspänner setzte die Gruppe die Reise nach dem Urserental fort. Ein Halt in der Schöllenschlucht offenbarte der Städterin die Elementargewalten: "Reden konnte man hier nicht, niemand hätte eine menschliche Stimme vernommen, und verzweifelt sah manch einer seine Kopfbedeckung oder Sonstiges vom Sturm erfasst, hinunterfliegen. Diese Brücke verdiente wirklich ihren Namen, den da unten war die Hölle." Maschineningenieur Emil Huber - Stockar, der zu den grossen schweizerischen Alpinisten zählt, war seinem Führer übers Grab hinaus verbunden. Als Josef Maria  1915 starb, liess er im Friedhof von Göschenen eine Bronzetafel mit der Büste von Gamma anbringen mit der Inschrift: 

Zum Andenken an Josef Maria Gamma von Göschenen, in diesem Gottesacker zur ewigen Ruhe bestattet, gesetzt von einem der vielen, denen er bewährter Bergführer, treuer Gefährte und Freund war.

Mit der Eröffnung der Gotthardbahn war  das Urnerland leicht erreichbar, und so war es der Zürcher Färbereibesitzer Carl Seelig jun. der mit verschiedenen Kletterpartnern sowie mit einheimischen Begleitern alpinistische Pionierarbeit in der Göschener Bergwelt leistete.
Carl Seelig, der bereits seit 1888 selber das Urner Bergführerpatent besass, verunglückte am 27. Sept. 1917 unter dem Chli Spannort. Begleitet von Walter Hurter aus Zürich und der Berlinerin Rose Cabanis fand die Partie wohl nach einem folgenschweren Ausrutscher in einer quer verlaufenden Randspalte den Bergtod. Unter dem Grosseinsatz der Engelberger Rettungsleute konnten die drei Leichen erst vier Tage später geborgen werden. 
Sepp Huber

Bronzetafel auf dem Friedhof Göschenen  (links)
Josef Maria Gamma (1847 - 1915) mit der Inschrift: "Zum Andenken an Josef Maria Gamma von Göschenen, in diesem Gottesacker zur ewigen Ruhe bestattet, gesetzt von einem der vielen, denen er bewährter Bergführer, treuer Gefährte und Freund war."

Paul Mattli- Stöckli
Hüttenwart Chelenalphütte
1963 - 1994
 Barth. Gamma

                            Hans Tresch                                                                    Andi Banholzer

Wo früher unter der steilen 'Bratschiflue' die Jahrhunderte scheinbar stillstanden, wurde 1893 von 'Altdorfer Herren'  im Hintergrund des Älplerbodens das ansehnliche 'Hotel  Dammagletscher' erbaut. Im Jahr 1908 wird angezeigt: 'Französische Küche, IA Keller, Eigene Landwirtschaft, Saumpferde und Maultiere, Schattenanlagen, Spielhalle, Bäder und Douschen, elektrisches Licht und Sonnerie in jedem Zimmer'. 1963 versank auch das Berghotel in den Fluten des Göscheneralpstausees.

Der Maler Heinrich Danioth ( links)  und  der Bergführer und Vater der heutigen Mattli in der Göscheneralp Julius Mattli (rechts im Bild 1890 - 1975) vor dem  " Hübschen Stein" in der Göscheneralp im Gespräch.

Bergführer aus Göschenen und der Göscheneralp

 

Gamma Johann Josef Maria,  Geissplatte,  
seine 2  Söhne

1815- 1895

a:) Gamma Josef  Maria  

Bergführerpatent  1888

1847- 1915

b:) Gamma  Bartholomäus 

Bergführerpatent  1888

1849- 1942

Gamma Albert 

Sohn des Barth. pat. 1925 

1898- 1979 

Gamma Peter,  Alpvogt

pat. 1901

Hüttenwart Chelenalphütte

Gamma Albin 

Bruder des Balthasar

Hüttenwart Chelenalphütte
1927 - 1931

Gamma Balthasar 

gest. 1953

Hüttenwart Chelenalphütte 1932 - 1952

Nell Franz

pat. 1888 

     

Senn Franz

pat. 1888

       

Gerig Christosomus

pat. 1891  

Hofmann Michael 

pat. 1891    

  von Weggis, später wohnhaft  in Altdorf 

Tresch Xaver pat. 1895  

Mattli Julius  (Bild)

pat. 1913

Hü ttenwart Chelenalphütte 1953 - 1962

Mattli Paul       

Hüttenwart Chelenalphütte 1963 - 1994

Regli Kaspar

     

wohnhaft in Silvaplana, GR

Gamma Moses

Erster Alleingang des Salbit- Westgrates  (1969)   

Hüttenwart Salbithütte bis 1984

Tresch Hans

     

Hüttenwart Voralphütte 
1985 bis 2005

Zgraggen Paul    Gerant Autobahnraststätte Gunzgen Süd
Banholzer Andreas wohnhaft in Göschenen                                 by: johu