| Beitritt der Urner zum Schweizerischen
Bergführerverband
Am 20. Juni 1906 findet im Hotel Jura in Interlaken die erste
Delegiertenversammlung des Verbandes Schweizerischer Bergführer
statt. Am 18. Mai 1907 erfolgt am gleichen Tagungsort die erste
statuarische DV des SBV. Dabei wird unter anderem beschlossen,
an alle Schweizer Führervereine und Führergruppen eine
Einladung zum Beitritt zu versenden. Daraufhin trat
offensichtlich auch der Urner Bergführerverein dem
Schweizerischen Verband bei. Dies bestätigt das Protokoll der
ordentlichen DV vom 23. Juni 1910 im Bahnhofbufffet in Spiez.
Dort orientierte der Präsident, dass die Situation im
Schweizerischen Bergführerverband keine günstige sei. Während
die Graubündner keine große Lust zum Beitritt zeigten, traten
die Walliser Kameraden wieder aus. So bestand der Verband nur
noch aus Bernern und 12 Urner Führern. Daraufhin wurde der
Schweizerische Bergführerverband in einem "Bernischen"
umgewandelt wobei es den Urner freigestellt wurde, sich dem
Bernischen Verband anzuschließen. Der Aktivsaldo wurde
ebenfalls Eigentum des Bernischen Verbandes. "Mit den
Urnern wird sich die Vorortssektion auch über diesen Punkt ins
Einvernehmen setzen".
Austritt der Sektion Uri
DV vom 28. Mai 1911 im Hotel Jura, Interlaken:" Da diese
Sektion quasi zum Austritt genötigt wurde ohne einen Grund
ihrerseits, so wurde schon an der vorjährigen Versammlung der
Gedanke erwogen, ob man nicht aus der Zentralkasse einen
angemessenen Beitrag zurück erstatten sollte. Die Versammlung
ist einverstanden und der Betrag wird auf 15 Franken
festgesetzt.
Krisenjahre
Erster Weltkrieg und die Krisenjahre versetzten dem
Bergführerwesen einen harten Schlag, von einem SBV hörte man
nichts mehr. Dann im Mai 1929 richtete der Präsident der
Bündner Bergführer, Hans Kasper aus Pontresina ein Schreiben
an die übrigen Kantonalverbände, den SBV doch wieder ins Leben
zu rufen. Er hatte vorerst Erfolg, wurde doch die Neugründung
mit einem Zentralkomitee Pontresina und Hans Kaspar als
Zentralpräsident beschlossen. Es gelang aber nicht, dem neuen
Verband wirklich auf die Beine zu helfen. Während des zweiten
Weltkrieges drohte alles wieder auseinander zu fallen.
Neue Organisation
Wieder sprangen die Bündner rettend ein: SAC -
Zentralpräsident Dr. Rudolf Campell erwirkte im Oktober 1941 in
Biel die Bereitschaft der Berner Führer, den schweizerischen
Verband neu zu organisieren und dessen Leitung zu übernehmen.
Tatsächlich ging es dann unter der Führung von Christian Rubi,
Wengen, mit dem SBV rasch aufwärts. Der Vorsitz wechselte alle
vier Jahre im Turnus zwischen den Kantonen Bern, Wallis und
Graubünden. Die Bündner stellten den Vorstand erstmals von
1950 - 1954 mit Karl Freimann, Pontresina, an der Spitze.
Neuer Entritt der Urner
Nach dem notgedrungenen Austritt von 1910, tritt der der
Bergführerverein Uri 1943 wiederum dem SBV bei.
Quellen: Aus dem Protokollbuch des Bern. Oberl.
Bergführerverbandes 1906 - 1940) aufgezeichnet von Marco Bomio,
sowie Auszug aus einem Referat von Bernhard Truffer, Präsident
des SBV 1975 - 1979, Protokollbuch des Bergführervereins Uri
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