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Bergführerfamilie des "Grossen Tresch"

mit seperater Seite eines Sohnes" Felli- Tresch"

 In Altdorf riet man 1839 dem bekannten Zürcher Gebirgszeichner,  Zeller- Horner, für eine Tour auf den Bristenstock den grossen Tresch als Führer zu verpflichten. Diesen traf er im Etzlital an. Von hohem Wuchs, deshalb mit dem Zunahmen der „grosse Tresch“ genannt,  mit 60 Jahren etwas von Jahren gebeugt,  breitschultrig, mit regelmässigen Gesichtszügen war Josef Maria Tresch mit über 300 erlegten Gämsen einer der besten Gemsjäger des Kantons Uri. Gebürtig von Silenen war er sommersüber im vorderen Etzliboden z’Alp wo er neben seiner Arbeit als Bergbauer nach Enzianwurzeln grub. Bekannt durch seine Körperstärke war er mit dem lokalen Gebirge vertraut und mehrfach als Bergführer tätig. Seine Touren beschränkten sich allerdings auf den Bristenstock und die nähere Umgebung des Maderanertales. Dies änderte einer seiner Söhne, der gleichnamige Josef Maria, (Josef Maria Tresch- Exer) der zusammen mit dem Ambros Zgraggen, dem Karli-  Breseler,  zu den Pionieren des Urner Alpen zählt. Vom jungen Josef Maria schrieb Zeller Horner 1839:  „Im Oktober wurde mir noch eine unerwartete Freude zu teil, als eines Tages ein kräftiger junger Mann mit einem Gemsbock beladen in meiner Wohnung sich meldete. Es war der Sohn meines Führers Tresch, welcher das von ihm erlegte Tier zur Erinnerung unserer Erlebnisse  auf den Bristenstock übersandte und damit zugleich seinem Sohne Gelegenheit verschaffte, seine erste Reise nach Zürich zu machen“

Eine andere Popularität erhielt der zweite Sohn des Grossen Tresch, der später durch seine Lebensart auffällige Johann Josef Tresch, bekannt unter dem Namen „ Felli-Tresch, geringschätzig auch als „Felli- Latz“ bezeichnet.


Josef Maria Tresch[10]- Exer, Sohn des obgenannten „Grossen“ Tresch, war in   jener Zeit einer der populärsten und aktivsten Führer. Zusammen mit Melchior Tresch, einem Bruderssohn des „Enziger“ gelang Josemarie Tresch 1848 bei einer Rekognoszierung die Erstbesteigung der Grossen Windgälle, den selbst der kompetente Altdorfer Arzt Dr. F. Lusser, für nicht ersteigbar hielt. Erst 10 Tage später konnte der Sieg mit ihren Zürcher „Herrn“ Georg Hofmann geteilt werden, der sich vorher in Altdorf mit 75 Schuhnägeln eindeckte und in Amsteg noch ein Fusseisen erwarb. Die Gletscherpickel der beiden Führer glichen einer Kartoffelhacke- es waren die für „Strahlnen“ benützten „Grebel“ mit schmiedeeisernen Doppelhacken.

Mit dem Engländer Trio Sowerby, Thompson Mansell gelang ihm 1865 die Ersteigung des Piz Nair, mit dabei war auch sein Bruder J.J. Tresch, der spätere Felli- Tresch. F. Thomphson über Tresch; „Er begleitete und Jahr für Jahr auf Fahrten zwischen Turin und Innsbruck. Er war über seine Jugendblüte hinaus, aber sehr dienstfertig, stark und willig. Er hatte ein gutes Auge für einen unbekannten Gipfel oder Pass und bewahrte uns vor manchem falschen Weg und zog uns aus mancher Patsche. Einmal immerhin befiel ihn das Heimweh und er verliess und im mittleren Engadin“. Mit dem Basler Leonhard gelang ihm überdies die 1865 die Erstbesteigung des kleinen Scheerhorns von Unterschächen aus. 16 ½ Stunden dauerte das Unterfangen und wurde beendet mit einem schweren Hagelsturm. Mit dabei sein Berufskollege, Führer Ambros Zgraggen. Erfolgreich war das Duo Zgraggen/ Tresch mit dem Rev. Sowerby 1864 auch am grossen Ruchen. Die gleichen Namen finden wir bei der Erstbegehung des Gross Spannort 1867, wie 1868 am Krönten.