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Bären im Etzlital

Im Juli 1826 schoss Johann Tresch von Silenen im Etzlital zwei Bären, "wofür ihm das laut Gesetz Bestimmte, nämlich fl. 50 von jedem bezahlt worden " ist ( Staatsarchiv Uri, RR 42/ 182,5.8 1826). Diese Schussprämie von 100 Gulden entsprach damals knapp dem Jahreseinkommen eines Tagelöhners. Im Übrigen beweist dieser Protokollauszug, dass die letzten Bären in Uri nicht- wie gemeinhin angenommen wird- im Isenthal, sondern im Etzlital erlegt wurden.

Quelle:  Naturkundlicher Höhenweg im Maderanertal 1993,  p. 18

1838  schlenderte Georg Hofmann durch das Maderanertal bis zu den Hütten von Hinterbalm, wo er die Nacht verbrachte. Im Frühlicht des Morgens vernahm er einen Jodel, es war der geübte Kristalljäger Gedeon Trösch, mit welchem er tags zuvor eine Tour vereinbart hatte.  Sie begaben sich teil auf, teils neben dem Gletscher ans südliche Ende des Stotziggrates und befanden sich dem Brüchlig oder Piz Carardiras gegenüber. "Zwischen beide drängt sich durch eine schmale Lücke ein Arm des Brunnigletschers gegen Bünden hinab, durch welche wir unseren Weg fortsetzten. Mein Führer zeigte mir eine Stelle, wo ein Bündner Mädchen in den Eisschrund fiel, sowie die, auf welcher vor drei Jahren ein Jäger einen alten und einen jungen Bären mit einem Schuss erlegt haben soll.  Der junge Bär sei gleich auf der Stelle tot niedergefallen, der alte aber, stark am Rückgrat verwundet, habe sich auf vom Gletscher hinweg in die Felsklüfte geflüchtet, wo er am folgenden Tag tot aufgefunden wurde". 

 Quelle: Das Maderanertal, Hugo Nünlist, p. 180, (gekürzt) und G.  Hoffmann, "Wandrungen in der Gletscherwelt" 1843

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