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Skizze: Sepp Huber |
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Lage: Alaska - Bar |
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Diese Hütte trägt den sinnigen Namen Alaska- Bar und liegt am Leckipass auf 2900 m, 1½ Stunden oberhalb der Rotondohütte. Auf interessante Art wurde die Sektion Lägern Besitzerin dieser Hütte. Während der Bauarbeiten des Alpenreduits in den Jahren 1941 – 44 musste jeder Passübergang, also auch der Leckipass, im ganzen Gotthardgebiet rund um die Uhr bewacht werden. Das war im Winter, im Zelt auf Stroh eine sehr kalte Angelegenheit. Deshalb kam der Wachmannschaft 1944 die Idee, auf dem Pass eine Wachunterkunft zu erstellen. Das damalige OKK (Oberkriegskommissariat) bewilligte kein Baumaterial für die Unterkunft und das benötigte Material musste anderweitig „organisiert“ werden. Am östlichen Rand des Gletschersees vom Wittenwassergletscher auf 2430 m befand sich neben der Seilwinde für den Bau der 9 Truppenunterkünfte am Ronggergrat, ein grösseres Basis-Baumateriallager. Die dortigen Bauleute wunderten sich, dass fast jeden Morgen diverses Baumaterial fehlte, oder vielleicht zu wenig geliefert worden war. Offiziell wusste niemand wohin sich dieses Baumaterial verflüchtigt hatte. Inoffiziell kannte jedoch jeder den Verwendungszweck der fehlenden Bauteile. Diese wurden des nachts und ohne Licht vom Leckipass-Wachpersonal beim See abgeholt. 500 Höhenmeter weiter oben wurden die Bauteile wieder verwendet. Auf diese Weise entstand auf der Stellibodenseite des Leckipasses eine primitive, witterungsgeschützte Unterkunft. 6 – 8 Mann konnten sich auf engstem Raum ausruhen und sich um eine einfache Feuerstelle mit Kochgelegenheit wärmen. Nur die kleinen Appenzeller konnten bei 1.60 m Raumhöhe aufrecht stehen. Es muss etwas Baumaterial übrig gewesen sein, sodass auf dem Leckihorn-Vorgipfel ein hölzernes Gipfelkreuz errichtet und vom Bataillonsgeistlichen offiziell eingesegnet wurde. Dieser Bau war natürlich nicht für ewige Zeiten gedacht. Schon bald begann der Zahn der Zeit daran zu nagen. Das mit Steinplatten zur Tarnung bedeckte Wellblechdach stürzte ein. Der Türbalken verbog sich und die Seitenwände wurden undicht, sodass sich das Bauwerk im Winter mit Schnee füllte. Der Hüttenchef gelangte 1970 an das Kommando des Waffenplatzes Andermatt, zwecks Reparatur dieser militärischen Unterkunft. Man teilte ihm mit, dass die Armee keine Unterkunft auf dem Leckipass besitze, deshalb auch keine Reparaturen ausgeführt werden könnten. Die notwendigen Reparaturen wurden daraufhin von unserer Sektion in Fronarbeit durchgeführt, wieder mit zusammengebetteltem Material, einiges wieder aus der Militärschreinerei in Andermatt. Der Dachtragbalken kostete viel Schweiss bis er von der Rotondohütte 300 m höher am Montageort auf dem 20 Pass war. Über Nacht wurde die Sektion Lägern dadurch „Besitzerin“ der Leckihütte resp. „Alaskabar“. Die Namenstafel ist im Original immer noch vorhanden und wird von Zeit zu Zeit liebevoll von unserem Sektionsmaler mit Goldschrift restauriert. Ein Hüttenbuch in einer Militärgamelle ist auch noch vorhanden. Es zeugt von gelegentlichen Besuchern, die gebeten werden, Hütten- oder Übernachtungstaxen in der Rotondohütte zu bezahlen. Und vielleicht hat sie auch in jüngerer Zeit wieder einmal als Notunterkunft dienen können. |
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| Quelle: SAC- Sektion Lägern, 100 Jahre Rotondohütte | 1909- 2009 |